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Zünftige Ohrfeige für die Gentechindustrie und ihre Lobby

Die Schweizer Konsumenten wollen heute und in Zukunft keine gentechnisch veränderten Lebensmittel. Das ist zudem ein klares Zeichen, dass das Schweizer Volk den Gentechmultis nicht über den Weg traut. Dies müssen die Multis akzeptieren und sich in Zukunft an diesen klaren und demokratisch gefällten Entscheid halten. Mit umfangreichem und teurem Lobbying (siehe “Mais im Bundeshaus”, wo ein gewählter FDP Politiker und gleichzeitig bei einem Pharmakonzern angestellter Gentech-Lobbyist fulltime für die Gentechmultis gekämpft hat…) hat die Gentechnologieindustrie versucht, dem Konsument Gentechnik schmackhaft zu machen. Doch die Industrie und mit Ihr die Gentechbefürworter SVP und FDP haben heute ihre Gentechnisch veränderte Torte vom Volk mitten ins Gesicht gekriegt. Forschung Ja, Freisetzung Nein, ist das Resultat des heutigen Abstimmungssontags. Es ist zu hoffen, dass dieser Volkswunsch auch von den Milliardenschweren – Gentechmultis respektiert wird. Weitere Blogstimmen:

Dieser Artikel wurde von Sandro am Sonntag, 27. November 2005 in der Rubrik Wirtschaft und zu den Stichwörtern , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

17 Kommentare zum Artikel “Zünftige Ohrfeige für die Gentechindustrie und ihre Lobby”

  1. feusl am 28. November 2005 um 08:57

    “Mit umfangreichem und teurem Lobbying (siehe “Mais im Bundeshaus”, wo ein gewählter FDP Politiker und gleichzeitig bei einem Pharmakonzern angestellter Gentech-Lobbyist fulltime für die Gentechmultis gekämpft hat…) hat die Gentechnologieindustrie versucht, dem Konsument Gentechnik schmackhaft zu machen.”

    Sorry Sandro: Nach so einem Satz habe ich Angst um dich. Schau dir den Film noch einmal an, vor allem noch die Interviews auf der Zusatz DVD (Making of und Interview mit Regisseur, Produzent und beteiligten Politikern). Sogar Maya Graf dürfte bei deiner Aussage den Kopf schütteln…

  2. Sandro am 28. November 2005 um 09:51

    Ich hab den Film nicht grad gestern gesehen, aber der Typ mit dem Schnauz hatte sein Büro doch im Haus eines derartigen Unternehmens, liege ich da falsch? Korrigier bitte den Fehler wenn ich falsches gesagt habe, werde das nachführen.

  3. Sandro am 28. November 2005 um 10:41

    Wenn eine Gentechfirma einem FDP Politiker ein Büro und die Infrastruktur bezahlt, ist der in meinen Augen nicht mehr dem Volk sondern ebendieser Firma verpflichtet. Dazu stehe ich, was immer im “Making of” dieses Films noch rauskommt.

  4. erdnanu am 28. November 2005 um 11:30

    du blabberst hier etwas her, obwohl du den Politiker nicht kennst und dich nicht mehr an den Film erinnerst.

    Dieser FDP-Politiker arbeitet seit Jahren bei Syngenat. Dies ist noch lange kein Grund, dass er nicht Nationalrat sein darf.

    Im Gegensatz zu den linken Verhinerer-Lobbyisten herrscht hier wenigstens Transparenz.

    Zudem ist Syngenta in der Pflanzenforschung weltweit führend und bietet in der Schweiz bis jetzt hunderten von Wissenschaftern einen attraktiven Arbeitsplatz.

    Die FDP schafft Arbeitsplätze,

    die Linken wissen dies zu verhindern!

  5. feusl am 28. November 2005 um 14:57

    Du hast behauptet “Mais im Bundeshaus” sein ein Film der Gentech-Lobby. Das grenzt – wenn man sich den Film in Erinnerung ruft – an Verfolgungswahn. Es ist so, dass darin ein Mann eine Hauptrolle spielt, der bei der Syngenta arbeitet und darum dort ein Büro hat und wie andere Menschen mit einem Job auch Nationalrat ist.

    Die gleichgewichtige Hauptrolle spielt übrigens Maya Graf, eine Siegerin von gestern.

    Mein Eindruck vom Film war übrigens anders: Es ging ihm gar nicht um Parteinahme, sondern um die darstellung politischer Mechanismen. Das scheint mir sehr gut gelungen, aber ein bisschen Sympathie Maya Graf (und Sepp Kunz, SVP) kann er nicht verbergen (und soll er auch nicht verbergen).

    Ich bemängle also bloss deine (abenteuerliche und darum wirklich eindrückliche) Unterstellung gegenüber dem Film und ihren Machern.

  6. Sandro am 28. November 2005 um 15:17

    Du hast behauptet “Mais im Bundeshaus” sein ein Film der Gentech-Lobby.

    Hab ich nicht. Ich habe hier nicht den Film als Ganzes zitiert, sondern der Umstand, das der Nationalrat Vollzeitlobbyist war. Wenn das falsch rübergekommen ist, sei das nun hiermit korrigiert. Das das nichts ungewöhnliches ist ist mir auch klar, finde es trotzdem nicht ok.

    (Übrigens: Im Gegensatz zu anderen Medien dürfen die Leser hier Korrekturen anmerken und die werden alle publiziert und bleiben auch stehen…)

  7. erdnanu am 28. November 2005 um 15:43

    @samdro:
    Du hast den Film “Mais im Bundeshaus” ganz offensichtlich überhaupt nicht begriffen. Dass du trotz fehlender Erinnerungen im Forum argementierst, sagt schon einiges.

    FDP-Nationalrat Randegger arbeitet seit Jahren bei Syngenta und setzt sich für Biotech-Forschung in der Schweiz ein. Dies gibt hochwertige Arbeitsplätze in der Schweiz – FDP-Politik sei Dank!

  8. Sandro am 28. November 2005 um 15:44

    @erdanu

    was genau soll ich nicht begriffen haben?

  9. erdnanu am 28. November 2005 um 15:57

    @sandro:

    Du hast nicht begriffen, um was es im Film und in der Schweizer Politik geht.

    FDP-Nationalrat Randegger ist kein 100%-Lobbyist, wie du dies darstellst. Vielmehr setzt er sich für die Schweizer Biotechforschung ein und hat bei seinem Arbeitgeber Syngenta sehr viel erreicht und viele Arbeitsplätze geschaffen. Deshalb ist er dann auch im NR gelandet.

    Mit deiner Kritik verbietest du Herrn Randegger quasi die Einsitznahme in den Nationalrat. Aber vielleicht ist das ja dein Hintergedanke. Jeder FDP-PolitikerIn, die in der Privatwirtschaft Arbeitsplätze geschaffen hat, wird als Lobbyist abgestempelt.

    Im Film wird sehr schön aufgezeigt, dass die Schweiz eben kein Profi-Parlament hat, sondern dass transparente Verbindungen (Randegger zu seinem Arbeitgeber Syngenta, die Grüne Maja Graf zur Biolandwirtschaft und dem linken Bauernflügel) herrschen. Das Schöne am Film ist, dass sich die Parlamentarier zumindest in den Kommissionssitzungen zusammenraufen und trotzdem miteinander sprechen.

  10. AlphaPapaGolf am 28. November 2005 um 16:40

    Randegger darf im Nationalrat sitzen, weil er gewählt wurde. Seine Wähler wissen vermutlich, dass er ein Söldling der Chemie- Pharma- und Gentechlobby ist. In der übrigen Schweiz wissen das vermutlich die wenigsten. Randegger verbrätelt 4×3 Wochen pro Jahr in Bern als Nationalrat, das sind genau 12 Wochen, dazu kommen Absenzen in der Firma als Folge von “wichtigen” Sitzungen und Lobbyarbeit. Vermutlich wird er weniger als 50% an seinem Arbeitsplatz weilen.
    Ich denke da an die gewöhnliche Laborantin, dies sich den Mutterschaftsurlaub erkämpfen musste, und wegen jeder Absenz infolge Arztbesuch mit ihrem Vorgesetzten einen Krieg ausfechten muss.
    Randegger soll sich als Chemievertreter outen, er wird so glaubwürdiger. Aber er schleicht seit Jahren wie ein Wurm durch die Medien. Blocher war mir lieber.

  11. erdnanu am 28. November 2005 um 17:30

    @AlphaPapaGold:

    Was du schreibst, ist daneben. Bei Randegger ist völlig klar, dass er in der Chemie arbeitet. Er ist nämlich zurecht stolz, was er dort erreicht hat. Was wäre Basel ohne die Chemie?

    Das Randegger zu ca. 50% Parlamentarier ist, trifft zu. Aber das trifft auf alle anderen Parlamentarier auch zu, dafür kriegen sie durchschnittlich Entschädigungen von CHF 100′000.00.

    Auch deine Laborantin kriegt somit CHF 100′000, wenn sie Nationalrätin wird, und nur noch zu 50% in der Chemie arbeiten kann.

    Ich weiss, dass die Basler Chemie sehr gute Löhne zahlt, aber ob eine Laborantin für 50% CHF 100′000 garniert?

    Zum Glück gibt es noch Parteien (FDP) und Parlamentarier (Randegger), die sich für die starken Seiten der Schweizer Wirtschaft einsetzen. Miesmacher hat es im Parlament schon genug.

  12. Pete am 28. November 2005 um 20:11

    Die Abstimmung gestern ist wirklich ein klarer Sieg der ultrakonservativen Grünen. Zweifelsfrei.

    Ich mag es ihnen auch gönnen, dass sie sich nun feiern.

    Sobald wir dann in der EU sind, gibts dann aber Genfood!

  13. Georg Meier am 28. November 2005 um 22:53

    Eher progressive Vernunft. Voraussschaundes Handeln und Risikominimierung werden bei den Grünen grossgeschrieben.

  14. Dani am 29. November 2005 um 00:29

    Im “Film Mais im Bundeshuus” steht am Schluss keiner der Politiker wirklich gut da. Alle versuchen einen idealistischen Standpunkt zu vertreten, der gar nicht klar ist. Randegger handelt gewissenlos und tut alles für die Gentechlobby. Die Frau der Grünen lehnt alles kategorisch ab, was nach gentech riecht undsoweiter… (wer hat jetzt recht? – niemand weiss es)

    Tatsache ist, das eigentlich niemand wirklich weiss (weder Forscher, weder Politiker, weder das Stimmvolk, weder ich) ob gentechnik jetzt nun verantwortbar sei oder nicht. Jeder behauptet etwas anderes.

    Daraus folge ich, dass man deshalb Vorsichtig sein sollte und habe dem Moratorium zugestimmt, auch wenn ich nicht alles worauf “gentechnik” steht, verachte.

  15. erdnanu am 29. November 2005 um 09:35

    @Dani:
    Die Diskussion ist nun vertagt. In drei Jahren kommen die Blockierer mit der nächsten Verbots- oder Moratoriumsinitiative, dann kann man weiterschauen.

    Mit dem Ansaatverbot kann ich sehr gut leben. Schade ist nur das negative Signal für die herrkömliche Schweizer Forschung. Aber immerhin gibt es wohl im Bereich des Biolandbaus und der Biolandwirtschafts-Forschung ein positives Signal. Nur schafft dieser Bereich im Gegensatz zur Basler Chemie kaum hochwertige Arbeitsplätze. Aber Wohlstand kann man halt nicht verordnen und die Schweizer Bevölkerung ist des Wohlstandes etwas überdrüssig.

  16. AlphaPapaGolf am 29. November 2005 um 17:19

    Die Gentechniker arbeiten recht sorglos in der freien Landschaft herum. Sie schmeissen genetisch verändertes Saatgut in die Landschaft, und wollen uns weismachen:” nein nein, der Wind verweht das ganze SIIIIICHER nicht zu eurem Biofeld”.
    Die Kerntechniker z.B. tätigen ihre Arbeit hinter mehrfach gesicherten Stahl- und Betonwänden.
    Wenn schon Saharastaub übers Mittelmeer auf unsere Gletscher weht, wie weit weht dann genverändertes Saatgut?
    In den Labors kann aber ruhig weitergeforscht werden. Fünf Jahre Moratorium sind ein Klacks – oder anders gefragt, was könnten uns denn die Forscher in fünf Jahren konkret mehr präsentieren ohne das Moratorium…..? EBEN….! NICHTS!

  17. sebi1742 am 23. Februar 2006 um 20:58

    auf gefahr veraltete themen aufzuweichen…

    also die syngenta schafft arbeitsplätze?? in erster linie speist sie die klein-betriebe in basel und umgebung mit laboranten, die 15 jahre den selben mist gemacht haben, denn ausser den vielleicht 40 labor-stellen in stein ist nichts mehr übrig von der einstigen agro-sparte der ciba. so siehts aus. alles zurück nach england geschippert…danke vasella
    randegger steht IMO im interessenkonflikt, mehrfach. meine ganze familie hatte mit ihm zu tun, in mindestens 3 verschiedenen funktionen, meine mam in der leprahilfe als pharmavertreter, meine schwester in der uni als unirat, ich als lehrling in der laborantenausbildung. als werkchef in basel hat er auch zu tun. und ich sags euch, der kerl ist ein schleimscheisser par excellence. wer ihn wählt ist ja klar, dieselben, die von ihm nen job zugeschanzt bekommen.

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