Winterthur: Linksgrün gewinnt, Ohrfeige für die SVP
An den Winterthurer Urnen hat die SVP eine böse Schlappe erlitten. Wie in Zürich Roger Liebi hat sie auch in Winterthur ihren Mann (Emil Manser) nicht in die Exekutive gebracht. Die Politik der SVP ist halt einfach nicht mehrheitsfähig. Auch bei der Parlamentswahl in Winterthur geht die SVP mit minus drei Prozent Stimmenanteil als grosse Verliererin vom Platz. Der Souverän hat damit dem unanständigen und frechen Politstil der SVP eine deutliche Abfuhr erteilt. Zugelegt haben in Winterthur dafür weitsichtige Parteien wie die Grünen, die ausserdem Matthias Gfeller in den Stadtrat gebracht haben und die Grünliberalen sowie die CVP. Die Zahlen der Stadtzürcher Parlamentswahlen sind noch nicht bekannt, auch dort zeichnet sich jedoch, gemäss den bereits publizierten Zahlen, Ähnliches ab.

Sehr positiv! Die Basis jener Scharfmacher, die immer behaupten im Namen des Volkes zu sprechen ist relativ schmal. Zeit die städtischen Erfolge auch aufs Land hinauszutragen.
Allerdings – auch die SP hat Sitze verloren. IMHO ein Retourkutsche dafür, dass sie sich (ausser ihr Gewerkschaftsflügel) im letzten Jahr für eine Kürzung der Löhne beim städtischen Personal eingesetzt hatte.
Auffallend auch der leichte Trend zu den “konfessionellen” Parteien.
Das Erfreulichste ist die links-grüne Mehrheit im Stadtrat – nun braucht diese irgendwie seltsame Maja Ingold (EVP) nicht mehr Zünglein an der Waage zu spielen und kann sich intensiver ihren vielfältigen Freizeitaktivitäten widmen.