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Weltweite AKW Störfälle, wann ist es bei uns soweit?

Derzeit hört man fast täglich von einem Störfall in einem Kernkraftwerk. Vom Tschechischen AKW Temelin wurde dieses Jahr bereits der dritte Zwischenfall gemeldet. Doch nicht nur in Tschechien gibt es Zwischenfälle, auch aus Japan wurde gestern ein Zwischenfall gemeldet. Erinnerungen an Tschernobyl kommen da auf. Dieser AKW Super-GAU ist in den letzten Tagen ebenfalls in den Schlagzeilen gewesen. Das Österreichische Umweltmagazin oekonews.at zitiert einen Bericht der Zeitschrift Natur+Kosmos, demzufolge die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Anzahl Todesopfer der Tschernobylkatastrophe kleingerechnet hat:

Die Presseerkärung hat nur die belasteten Gruppen der Liquidatoren, der Evakuierten und der Bewohner der streng kontrollierten Zonen berücksichtigt.” Unter diesen Gruppen erwarten die Forscher wie gemeldet 4000 Opfer. “Berücksichtigt man die Bewohner aus weniger belasteten Regionen, kommt man auf rund 9000 Opfer.

Bei allem Respekt für die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Schweizer Atomkraftwerke, sollte man bedenken, dass ein solcher Unfall theoretisch auch bei uns stattfinden könnte. Deshalb gibt es nur eine Lösung um dies mit Sicherheit zu verhindern. Der Atomausstieg, wie ihn unsere nördlichen Nachbarn vormachen.

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Dieser Artikel wurde von Sandro am Donnerstag, 23. März 2006 in der Rubrik Energie und zu den Stichwörtern , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

20 Kommentare zum Artikel “Weltweite AKW Störfälle, wann ist es bei uns soweit?”

  1. AlphaPapaGolf am 23. März 2006 um 15:06

    Ein solcher Unfall wie in Tschernobyl könnte weder theoretisch noch praktisch bei uns statfinden. Dies nur schon aus dem einfachen Grund weil bei uns eine andere Art von Reaktoren in Betrieb sind.
    Bei Tschernobyl handelt es sich um einen RMBK-Typ, der schon bei der Planung und beim Bau gegen die Vorschriften verstiess.
    Er wurde gebaut wie viele andere dieser ausschlisslich in der Sowjetunion verwendeten Typen um leicht Plutonium für den Bau von Kernwaffen zu erhalten.
    Alles andere wie Sicherheit war den roten Bonzen schnurzegal. Bei uns aber Sicherheit das A und O des Reaktorbaus.
    ok?

  2. vollmi am 23. März 2006 um 15:22

    Das AKW von Tschernobyl unterscheidet sich von den AKWs wie sie heute in Westlichen Ländern ich Betrieb sind schon in der Grundsätzlichen Funktionsweise. Und die Technischen Sicherheiten sind nochmal ein Punkt in dem da Welten liegen.

    Ein Unglück wie in Tschernobyl ist bei unseren AKWs praktisch nicht möglich. Da müssten so viele Fehlerfälle aufeinandertreffen, eher stürzt uns ein Meteorit auf den Kopf.

    In jedem Technischen Gebilde gibt es Störfälle. DAs liegt in der Natur der Dinge. Und je Komplexer ein Gebilde ist, umso öfter gibt es einen Störfall. Das ist nicht im Ansatz besorgniserregend.

    Eher dürfte mal was grösseres in der Atomforschung schiefgehen.
    Und an der Atomforschung da sind wir uns wohl einig führt wohl kein Weg vorbei, denn Auch Fusionsreaktoren werden so entwickelt. Und so ein Reaktor wäre ja das nonplusultra weils halt keine Radioaktiven Abfälle gibt.

    Ohne Risiko kein Gewinn.

    mfG René

  3. fehldruck am 23. März 2006 um 15:30

    … was dennoch nicht bedeutet, dass atomstrom nicht haufenweise risiken und probleme entstehen lässt. z stichwort endlagerung radioaktiver abfälle. und nebenbei: auch bei uns gibt es immer wieder störfälle… (wie z.b. ein blick ins jahr 1999 zeigt: http://www.anti-atom.de/stor1999.htm)

  4. vollmi am 23. März 2006 um 15:43

    @felix

    Wie ich schon sagte, es ist normal das es immerwieder Störfälle gibt. Besorgniserregend wäre sowas nur wenn sich Störfälle summieren. Also gleichzeitig mehrere sicherheitskreise störungen zeigen.

    Es ist aber so das nur schon wenn eine Sicherheitsvorkehrung eine Störung aufweist der Reaktor zur Sicherheit heruntergefahren wird.

    Und an der Endlagerproblematik kommen wir nur mit weiterer Atomforschung vorbei.
    Eins ist gewiss, von der Kernenergie kommen wir wohl nie wieder weg.

    mfG René

  5. mat am 23. März 2006 um 16:01

    Unsere Reaktoren in Beznau I+II gehören zu den älteren Generationen und sind in Deutschland dazumals aus Sicherheitsgründen abgeschaltet worden. Bei uns wird es auch bald soweit sein. So fortschrittlich wie ihr hier alle unsere AKW’s lobt sind sie auch wider nicht.

    @Rene: Das Endlagerproblem lösen wir sicher nicht mit neuen AKW’s und bei Fusions-Reaktoren sind wir noch nirgends, eines steht jedoch fest, bei solch hohen Temperaturen entstehen sehr wohl radioaktive Abfälle.

    Und so nebenbei: Uran ist auch eine endliche Resource und bringt uns nicht weiter beim Energieproblem das auf uns zukommt, es verzögert es nur etwas und zwar widereinmal auf Kosten der nächsten Generationen. Das perfide dabei, radioaktive Abfälle strahlen noch 100’000 Jahre weiter, so über den Dauemen gepeilt also mehr als 1000 Generationen, ein tolles Vermächtniss!!!

  6. vollmi am 23. März 2006 um 16:09

    Was spricht dagegen den Atomabfall irgendwann in die Sonne zu schiessen?

    mfG René

  7. fehldruck am 23. März 2006 um 16:31

    @rené
    ja, ich hatte ein bisschen lange, bis ich mein post verfasst hatte, und mich nur auf den komentar von apg bezogen.
    nun, ein fusionsreaktor wär schon ne tolle sache, sofern das überhaupt möglich ist. nur finde ich, bis es so weit ist, sollte man vor allem die alternativen zur atomenergie ausnützen (vielleicht nicht gerade kohlenkraftwerke), und nicht weiter akws bauen (steht ja auch zur diskusion..)
    achja, und ein spannender gedanke wäre auch, ob man ganz allgemein den energieverbrauch nicht verringern könnte…

  8. Sandro am 23. März 2006 um 16:42


    Was spricht dagegen den Atomabfall irgendwann in die Sonne zu schiessen?

    Raketen und Shuttles die explodieren, bevor sie aus unserer Atmosphäre geflogen sind.

  9. vollmi am 23. März 2006 um 16:50

    Wer sagst das die Shuttles in 100 Jahren nicht einiges sicherer sind als Jetzt?
    Also die Gefahr der Explosion nicht mehr sehr gross ist. Und die Castorbehälter sind ja auch ziemlich robust.

    mfG René

  10. Sandro am 23. März 2006 um 16:59


    Wer sagst das die Shuttles in 100 Jahren nicht einiges sicherer sind als Jetzt?

    Bis dann gibts kein Uran mehr (falls der Verbrauch auf dem Niveau von heute bleibt)…

  11. vollmi am 23. März 2006 um 17:02

    Das Brauchbare uran will ja auch sicher keiner einfach ins All schiessen. Ich sprach von den Abfällen und die sind in 100 Jahren sicher auch noch da (Wenn man keine Technologie entwickelt aus denen auch noch den letzten Rest Leistung rauszuquetschen).

  12. sebi1742 am 23. März 2006 um 18:49

    unwort des jahrzehnts: super-gau, grösser als der grösste anzunehmende unfall gehts wohl kaum: noch superer..ein super-dau schau wem?

    mehr sorgen als die einheimischen kkw’s macht mir fessenheim im nahen elsass. von dort hört man fast monatlich von störfällen, die jeweils eine kurze notiz in der baz bewirken, in frankreich hört man nichts davon.

    ach ja: nie wieder kaiseraugst!!

  13. AlphaPapaGolf am 23. März 2006 um 19:29

    Um die radioaktiven Abfälle aus unserem Sonnensystem zu werfen, benötigt man eine einfache Rakete die eine Kapsel mit dem Müll auf 17 km/sec (Fluchtgeschwindigkeit zum Verlassen unseres Sonnensystems) beschleunigt. Die Kapsel wird auf einer parabelförmigen Bahn unser Sonnensystem verlassen und weiss der Kuckuck wo verglühen oder einschlagen.
    Aber das kümmert dann sicherlich niemanden. Es ist kaum anzunehmen dass die Müllsatelliten irgendwelchen fernen Zivilisation auf den Kopf fallen würden. Wer das behauptet steht mit ET und EvD im Bunde.
    Ueber die Kosten einer solchen Wegwerfaktion kann ich nichts aussagen.
    Aber es wäre reizvoll eine Produktionstrasse zur Massenproduktion von einfachen Müllraketen in China aufzubauen.

  14. sense2 am 23. März 2006 um 20:22

    das erinnert mich irgendwie an Futurama

  15. Chevy am 24. März 2006 um 12:47

    Den Müll ins All zu schiessen oder gegen die Sonne wurde schon mehrfach durchgerechnet. Das Problem ist das niemand die Verantwortung übernehmen will wenn was Passiert (z.B. wie bei der Challanger) und der Radioaktive Müll unverpackt zurückkommt.
    Daher wird es besser sein das ganze zu vergraben und hoffen das dass Glas-Betongemisch genug lange hält.

  16. Pirelli am 24. März 2006 um 14:55

    APG und Chevy, wie stets vernachlässigt ihr einen wesentlichen Punkt, was aber angesichts eures Mobilitätsverhaltens nicht überraschen kann:
    Jeder Raketenstart führt durch den Eintrag von Verbrennungsprodukten in die Hochatmosphäre zu einer wesentlichen Beeinflussung ihrer Chemie und damit auch zum Abbau der Ozonschicht.

  17. AlphaPapaGolf am 24. März 2006 um 15:57

    Herr Pirelli kennt mein Mobilitätsverhalten nicht. ich bin nicht mit Raketen unterwegs, sondern mit eine Geländewagen oder der S-Bahn.
    Dass eine Rakete zum Abbau der Ozonschicht beiträgt ist ins Gebiet der Polemik zu verweisen.
    Eine Rakete ist ein paar Minuten unterwegs bis sie die Atmosphäre verlassen hat.
    Belege für deine Aussage, Herr Pirelli, fehlen wie immer.

  18. Pirelli am 24. März 2006 um 16:20

    APG
    Das Belege in meinem Post immer fehlen sollen, ist schlicht unwahr, wie du dich leicht überzeugen kannst.
    Im Gegenteil: Wenn hier einer trotz Auffoderung Belege schuldig bleibt, dann du.

    Dieses schreibt der ecoinquirer:
    The first concern is pollution from both solid fuel and liquid fuel rockets. Solid fuel rockets produce a ‘witches brew’ of chemical by-products that are spread over large areas by high altitude winds after launch. Liquid fuel rockets, using only hydrogen and oxygen, have long been considered benign in their impacts on the enviroment. But under California law, the resulting water vapor that is produced during combustion is illegal as well, since it is the Earth’s primary greenhouse gas, and greenhouse gases are now known by all reputable scientists to cause global warming.

    Und dieses eines der Resultate einer US-Air-Force-Studie:
    They verified models of SRM’s hot plume chemistry. Researchers can now determine ozone loss in plumes. They found that local ozone loss in plume wakes begins several minutes after launch, reaches its maximum after about 45 minutes, then abates.

    Genügt dieses?

  19. driv3r am 25. März 2006 um 19:53

    Es ist typisch, dass die Diskussion wieder einmal von Leuten geführt wird, welche nicht die geringste Ahnung von Physik oder der Funktionsweise der verschiedenen Atomreaktortypen haben.

    Da wird auf übelste Weise wieder grundlos Panik aufgebauscht und ein Feindbild generiert. Dabei sollte Atomenergie doch gerade gefördert werden bei all den ÖL-Ausgangsprophezeiungen, welche uns seit Jahrzehnten immer wieder Angst einzujagen versuchen. Oder wie soll der Energiehunger gedeckt werden? Den Hamster mit grünem Gras füttern und ins Laufrad setzen? Träum weiter, realitätsfremde Untergangspropheten…

    Sorgen würde ich mir allenfalls bei den Terroristen im Iran machen, aber sicher nicht bei westlichen Atomkraftwerken (vor allem nicht in der Schweiz), welche auf sehr hohem technischen Niveau konstruiert und gewartet werden.

    Wir haben wahrhaftig grössere Probleme als die friedliche Nutzung von Kernkraft.

  20. sebi1742 am 25. März 2006 um 21:50

    ..na gut wir fördern kernenergie, aber da Du kenner der kernphysik bist, weist Du bestimmt auch, dass beim heutigen verbauch in 50 jahren das uran auch alle ist. und dann?
    aber bis dann haben studierte köpfe wie Du bestimmt fusionskraftwerke realisiert.
    da kann ich ja beruhigt in die zukunft sehn

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