Was kannst Du gegen zu hohe Ozonwerte tun?
Jeder trägt seinen Teil zur Umweltverschmutzung bei. Doch man kann auch etwas dagegen tun. Hier die besten Tipps gegen zu hohe Ozonwerte :
- Verzichten Sie wo immer möglich aufs Auto
- Reisen Sie per Bahn, nicht per Autobahn
- Tempo 80 auf Autobahn
- Verzichten Sie auf Zweitaktmotoren (Rasenmäher, Töffli)
- Machen Sie Druck: Schreiben Sie Ihrer kantonalen Fachstelle für Luftreinhaltung und fragen Sie, was die zuständigen Behörden unternehmen, um die Ozonwerte auf ein gesundheitsverträgliches Mass zu senken. Fordern Sie Massnahmen wie Fahrverbote bei Ozonspitzen, Förderung öffentlicher Verkehrsmittel, höhere Fahrzeugsteuern für treibstoffintensive Fahrzeuge, höhere Treibstoffpreise.
- Kaufen Sie, wenn Sie ein Auto kaufen, ein Fahrzeug mit möglichst sauberem Antrieb und geringem Verbrauch.
(gefunden bei: Greenpeace)

Wo geht eigentlich das Ozon hin, wenn die Sonne untergeht?
@fragenspeck:
Das Ozon wird in Bodennähe durch andere Luftschadstoffe (u.a. NOx) abgebaut. Dadurch, dass in Sommernächten eine Bodeninversion herrscht, wird keine Luft mehr aus höheren Schichten ausgetauscht, wodurch in der untersten Schicht das Ozon verschwindet.
Morgens, wenn die Bodeninversion durch die Sonneneinstrahlung aufgehoben wird, durchmischt sich die Atmosphäre wieder und das Ozon aus den höheren Schichten gelangt wieder in die Grenzschicht, also zu uns. Deshalb kann sich das Ozon während Tagen ansammeln, obwohl nachts die Ozonbelastung in Bodennähe klein ist.
Eine einigermassen einfache Erklärung inkl. Grafiken findest Du z.B. auf der Webseite der Stadt Zürich:
http://www.stadt-zuerich.ch/internet/ugz/home/fachbereiche/luftqualitaet/smog0/sommersmog/bodennahes_ozon__ein.html
Danke. Das schnalle sogar ich…
Aber ich verstehs nicht.
Ozon wird durch das Zusammenwirken von NOx, VOC und UV-Strahlung gebildet. Die Stickoxide sollen es auch wieder abbauen?? Diese Wirkung wird Chlorverbindungen zugeschrieben, wir kennen sie aus der Stratosphäre.
Ich sehe das anders: Ozon (3 Sauerstoffatome) ist eine sehrt kurzlebige Verbindung, die einzelnen Moleküle bestehen nicht lang. Solange aber hohe Konzentrationen an den Vorläufersubstanzen bestehen und die Sonne stark scheint, bilden sich die 03-Moleküle immer wieder aufs Neue. Scheint die Sonne nicht mehr, zerfallen sie wieder zu O2. Ohne die hohe Energieeinwirkung der UV-Strahlen kann Ozon gar nicht existieren. Es entschwindet also nicht in die Höhe, sondern löst sich einfach auf.
Oder irre ich mich?
nach ihren tips zu schliessen , geht es nicht ohne ständiges fahren mit auto bus bahn? alle dise verkehrsmittel verursachen co2. (mehr oder weniger)
es gibt sogar die möglichkeit “automobil” zu sein. will heissen “auto” selbstständig autonom “mobil” bewegen. sich selber zu bewegen. wir liben doch die mobilität, also brauchen wir unsere füsse und bewegen uns.
Gute Frage… dafür musste ich jetzt mein Troposphärenchemie-Skript hervornehmen:
In der Nacht reagiert NO2 + O3 zu NO3 und O2. (Dies geschieht auch durch den Tag, aber NO3 photolysiert sehr schnell zu NO2 und O* oder NO und O2, wodurch bei Tageslicht nie hohe NO3-Konzentrationen messbar sind)
Diese Reaktion kann natürlich nur stattfinden, wenn immer noch Stickoxide vorhanden sind.
Die Konzentrationen der NOx und O3 beeinflussen sich gegenseitig. Ein einfacher Reaktionszyklus, welcher diese Abhängigkeiten während des Tages beschreibt, ist folgender:
NO + O3 -> NO2 + O2
NO2 + hv -> NO + O
O + O2 (+M, ein Stosspartner) -> O3 (+M*, jetzt angeregt)
Leider ist die Chemie ziemlich kompliziert, ich freue mich schon darauf, das nochmals alles richtig zu lernen für die Diplomprüfung…
Der Ozonabbau durch Chlor- oder Bromradikale ist vor allem in der Stratosphäre (also in der Ozonschicht) relevant, soviel ich weiss. Wenn ich mich richtig erinnere werden z.B. die FCKW in den unteren Schichten der Atmosphäre noch nicht aufgetrennt, d.h. nicht aktiviert.
Laut http://www.iupac-kinetic.ch.cam.ac.uk/datasheets/photol/PCl16_cfcl3+hv.pdf
sind die benötigen Wellenlängen, um CFCl3 (der wichtigste FCKW) zu spalten, im Bereich der UV-Strahlung, welche durch die Ozonschicht grösstenteils zurückgehalten wird.
@netokrat:
Was willst Du genau sagen? Ozonbildung geht nicht ohne CO2-Ausstoss? (falsch) Was hat CO2 überhaupt mit Ozon zu tun?
Den zweiten Absatz verstehe ich überhaupt nicht.
Netokrat wollte wohl nur lustig sein, und darauf hinweisen, dass auch Busse CO2 ausstossen und O3 mitverursachen. Mit dem Hinweis, sich am besten zu Fuss zu bewegen, hat er natürlich absolut recht.
Eine weitere Möglichkeit um die Ozon-Belastung zu senken ist eine Klage: http://www.tagi.ch/dyn/news/schweiz/637654.html
Allerdings glaube ich nicht, dass man damit in der Schweiz grossen Erfolg haben wird. Es scheint mir doch eher Mittel zu sein, um die Politiker an einen Tisch zu bringen. Vielleicht hilft’s.
Hier hätt ich für einmal gern EU-Recht: Bereits wurden mehrere deutsche Städte (etwa München und Stuttgart) wegen des Rechts auf atembare Luft eingeklagt.
@Pirelli: Und, was ist das Resultat der Klage?
sehe das Resultat einer solchen Klage auch nicht. Eine Klage kann auf eine Geldleistung (macht die Luft nicht sauberer) oder auf eine klagare Leistung der Stadt gehen. Die Stadt kann aber unmöglich dazu verpflichtet werden, 876’000 m3 saubere Luft pro Tag zu produzieren.
wie wärs mit einem VERBOT des Privatverkehrs bei Überschreitung der Grenzwerte ?
Ich nehme an das ist nur ein dummer scherz. übrigens, velofahren ist auch privatverkehr.
nein, ich meine es ernst. Es ist kein dummer Scherz sondern ein echter Denkanstoss von mir.
Aus deiner Äusserung entnehme ich, dass du zur grossen Masse der “Gleichgeschalteten” gehörst, die sich eine saubere Umwelt und eine gesunde gut atembare Luft gar nicht mehr vorstellen können.
Ach herrje, was machen wir bloss, wenn wir vielleicht an 20 Tagen im Jahr aufs Auto verzichten müssen ??!
Ich verzichte freiwillig auf ein Auto und finde, ich habe die grössere Lebensqualität dadurch. Noch grösser wäre sie allerdings, wenn es andere mir gleichtun würden
@Richhard
Ich würde mich von so einem Verbot nicht einschränken lassen.
Fährt kein Bus, gehe ich mit dem Auto. Bei uns Fahren 4 Busse jeden Werktag.
Naja, die prekären Zonen sind ja meistens die Städte. also könnte man den Privatverkehr in der Stadt verbieten. D.h, unser Chevy könnte (Du wohnst auf dem Lande, nicht?) mit dem auto bis zum Stadtrand fahren, und dort dann auf den Bus ect umsteigen, den er gratis nehmen kann, weil sein parkbillet noch gleich als Bussbillet dient… Das wär ne lösung… meiner Meinung nach sogar fast ne ganzjährige…
Richard,
Nein, das ziel der sauberen luft habe ich auch, wir unterscheiden uns nur durch dringlichkeit und art der massnahmen. ich halte ein “VERBOT des Privatverkehrs bei Überschreitung der Grenzwerte ” für realitätsfremd.
unter gleichgeschaltet verstehe ich die denkweise
“Ozonproblem > Auto > Verbieten > problem gelöst”.
aber gut, warum nicht, überlegen wir uns, was das bedeuten würde. stellen wir uns vor, es ist nachmittag 16:40, drei messtellen rund um Zürich und eine in Basel melden die überschreitung des grenzwertes.
Nun müsstest du definieren, was du unter “Privatverkehr” verstehst. wer darf noch fahren, wer nicht? gar niemand mehr ausser öv? pendler auf dem Nachhauseweg? der Geschäftsmann, der zu einem kunden muss? Die ältere frau auf dem weg zum arzt? behinderte? Werden die kühllastwagen angehalten, und das transportgut verfault darin? coop und migros werden nicht mehr beliefert? dumm nur, wenn es keine öv gibt, gewisse menschen bleiben zwangsweise zuhause und essen ravioli solange sie noch haben, gearbeitet wird nicht mehr.
Dann würde sich die Frage stellen, wo das verbot denn nun gelten würde. schweizweit, auch im Tessin, wo die grenzwerte gar nicht überschritten werden? oder nur dort wo die grenzwerte überschritten werden? sprich, in Kloten ist Fahrverbot, aber drei dörfer weiter darf man noch, weil der grenzwert dort nicht erreicht wurde? dumm nur, wenn man in kloten wohnt und auf dem nachhauseweg stecken bleibt.
Als nächstes wäre die Frage, ab wann und für wie lange denn das Verbot gelten würde. nach einer stunde? am nächsten Tag? Du bist dir sicher bewusst, dass es nicht ganz einfach ist, wenn du in der toscana in den ferien warst, und nun nicht mehr zuück in die schweiz darfst.
Dann stellt sich die frage, wie das verbot signalisiert wird. staatlicher zwang zum radiohören im auto? hunderte von polizisten rennen die ganze zeit mit fahrverbots tafeln rum?
Nun, signalisiert ist, aber wie wird kontrolliert? was legitimiert zu ausnahmen?
dann fragt man sich, wie wohl die öv den mehrverkehr schlucken soll. gewisse bahnverbindungen sind jetzt schon überlastet, wie willst du hunderttausende von zusätzlichen menschen transportieren? wie bringst du zehnmal mehr menschen in ein postauto als platz haben?
Dann müsste man sich die wirtschaftlichen auswirkungen überlegen. wenn man nie weiss, wann der verkehr verboten würde, wie willst du noch planen, wenn du nie weisst ob du noch ankommst, oder wie lange der transportweg dauert? könnte der transitverkehr noch aufrechterhalten werden?
ich mach an dieser stelle mal n punkt, und geb dir gerne ein paar denkanstösse zurück.
Ich finde es bedenklich, wenn ich mir überlegen muss, ob ich während der wärmeren Jahreszeit noch mit dem Velo zur Arbeit fahren darf oder ich mich gesundheitlich schädige dabei.
Einerseits wird empfohlen, das Velo zu benutzen, um gleichzeitig von einer Gesundheitsbehörde zu erfahren, körperliche Tätigkeiten während dem Tag zu vermeiden.
Ich bin Gesundheitlich sehr robust, habe im Winter selten eine Erkältung und bin noch keine 30. Aber in den letzten Wochen komme ich an eine gewisse Grenze – Mein Körper spührt dieses Ozon und reagiert heftig darauf (von den anderen Luftschafstoffen ganz zu schweigen).
Ich halte nicht viel von kurzfristigen Verboten, da diese eh nicht kontrolliert werden können. Es muss langfristig etwas geschehen und zwar radikal! Sonst stehen wir im nächsten Winter oder Sommer wieder vor dem gleichen Problem.
Bis unsere Politiker etwas unternehmen, bitte ich alle Fahrzeuglenker des MIV, Rücksicht auf unsere Gesundheit zu nehmen und sich auch mal in die Pedalen zu schwingen oder den ÖV zu testen, Fahrgemeinschaften bilden, nach Öko-Drive zu fahren usw…. Vorschläge gibt es zur Genüge. Ich hoffe die Gleichung Individual=Ingorant stimmt nicht….
ein Verbot oder zumindest eine massive Einschränkung des motorisierten Privatverkehrs bei Überschreitung von Grenzwerten halte ich auf jeden Fall nicht für realitätsfremd. Natürlich wäre es bei der Umsetzung mit Schwierigkeiten verbunden und ohne genaue Definition, Planung. Umsetzung, Ausnahmeregelung nicht zu bewerkstelligen. Es ist sicher schwierig, im voraus sagen zu können an welchem Tag die Grenzwerte bei “Nichteindämmung des mot. Verkehrs” überschritten würden und an welchen nicht und Massnahme zu ergreifen. Trotzdem sehe ich keinen anderen Weg.
Unter Privatverkehr verstehe ich übrigens folgende VerkehrsteinlnehmerInnen:
Person, die (alleine) mit Auto (z.Bsp. zur Arbeit) fährt, obwohl Öv vorhanden wäre.
Berufsverkehr (Bsp. Lieferwagen) wären vom Verbot ausgeschlossen. Ausnahmeregelung für Personen, die auf ein mot. Fahrzeug angewiesen sind, bspw. Invalide.
Mein Fern-Ziel ist eine abgasfreie Stadt: die Technologie dazu wäre vorhanden. Ohne massiven Ausbau des ÖV
und Verbot von herkömmlichen Benzin-Verbrennungsmotoren ist dieses Fernziel allerdings nicht erreichbar.
….und Leute wie Richard machen die Triage….
@AlphaPapaolf: gute Idee, dann hätte ich endlich wieder mal einen sinnvollen Job
@bluefox
Danke für die Fakten:
Dass die langjährigen Schadstoffwerte (Messung seit 1988) rückläufig sind, weiss ich schon. Was mehr interessieren würde, welcher Verursacher an dieser Reduktion beigetragen hat (Gebäude/mot. Verkehr).
Dass das Ozon immer etwa gleich bleibt, ist stark untertrieben (Hitzesommer 2003). Und auch dieses Jahr, scheint es wieder in diese Richtung zu tendieren.
Wenn ich einen starken Reizhusten habe, ist das keine Einbildung oder ein sensibilisiertes Gefühl. Die Reaktion steht in einem klaren Zusammenhang mit dem Ozon.
Ich möchte auch auf andere Altersgruppen (besonders Kinder und Alte) verweisen, die auch starke Einschränkungen hinnehmen müssen.
Die tendenzielle Richtung ist gut, doch das ganze droht zu kippen.
Irgendwann einmal wurden Grenzwerte gesetzt. Auf welche Basis diese festgesetzt wurden, kann ich nicht nachvollziehen. Aber Grenzen sollten eingehalten werden. Dazu sollten auch Massnahmen durchgesetzt werden, sonst ist das ganze Unglaubwürdig.
Nun, wesentlich dazu beigetragen haben die bösen Grünen, die den Kat durchsetzen halfen.
Ich werde weiterhin normal das Auto nehmen.