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ignoranz.ch warnt vor der Tendenz, Bürger zu kriminalisieren

Endlich spricht er es aus, Bundesrat Christoph Blocher warnt gemäss Tagi vor der

Tendenz, die Bürger zu kriminalisieren

Genau, das ist exakt die Meinung von ignoranz.ch! Rund 600′000 Schweizer werden seit Jahrzehnten unnötig kriminalisiert. Sie müssen wegen kleinsten Vergehen Einträge ins Strafregister oder grosszügige Bussen hinnehmen, dies ohne auch nur einer Fliege ein Haar gekrümmt zu haben. Die Polizei wird in der ganzen Schweiz durch die absolut unnötige Kriminalisierung der Bürger von ihren eigentlichen Aufgaben, dem Gangster einfangen, abgehalten. Gerichte müssen sich mit kriminalisierten Bürgern und kriminalisierten Bauern herumschlagen, das alles nur weil die SVP und ihre Bürgerliche FDP Anhängerschaft nicht wahrhaben wollen, dass das Verbot nichts als eine unnütze Kriminalisierung ist. Der riesige administrative Aufwand bringt seit Jahren überhaupt nichts, die Befürworter der Kriminalisierung hängen Utopien und uralten Nulltoleranztheorien nach, die, offensichtlicher gehts garnicht, längst wiederlegt und nichts als unnötig sind. Ein wirksamer Jugendschutz wird seit Jahren durch die Kriminalisierung verhindert und doch verlangt Blocher stets die Kriminalisierung!

Nein, liebe Frauen und Mannen, ich rede nicht von Verkehrsteilnehmern die Alkohol im Blut haben und damit schon viel zu viele Unschuldige ins Grab gebracht haben, oder eine Übertretung der Verkehrsorschriften begehen, ich spreche von Cannabiskonsumenten.

Dieser Artikel wurde von Sandro am Donnerstag, 10. November 2005 in der Rubrik Schweiz und zu den Stichwörtern , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

15 Kommentare zum Artikel “ignoranz.ch warnt vor der Tendenz, Bürger zu kriminalisieren”

  1. polissilop am 10. November 2005 um 16:58

    Manueller Trackback zur Kiffer-Szene Schweiz :-)

  2. Grimsdottîr am 10. November 2005 um 17:46

    Und jeder der sich einmal ein Lied gedownloadet hat, ist illegaler und wird härter verfolgt wie ein Pädophiler.
    Soweit sind sie in Deutschland jedenfalls schon fast. Traurig.

  3. Georg Meier am 10. November 2005 um 18:04

    Mag ja sein, dass Cannabis eine lindernde Wirkung hat für Menschen, die langweilige Arbeit verrichten müssen, oder Arbeit nur mit Widerwillen verrichten.
    Cannabis hat aber in Gehirnen, die echt komplexe Kopfarbeit verrichten müssen, eine verheerende Auwirkung auf die Leistung und menschliche Entwicklung, was mit ein Grund ist, warum es von gewissen so dämonisiert wird.
    Cannabis hilft vielen ihre innere Leere zu füllen.
    Cannabis stiftet vielen Sinn.
    All dies zeigt auf, dass der Cannabis-Konsum die falsche Antwort ist auf echte Probleme und weiterhin verfolgt werden sollte.

  4. Ruthenium am 11. November 2005 um 10:12

    @ Georg Meier:

    Du hast absolut Recht, dass Cannabis eine gefährliche Droge in den falschen Händen ist, und dass der Umgang damit auf keinen Fall verharmlost werden darf, obwohl bis zum heutigen Tag (soviel ich weiss) niemand daran gestorben ist, ganz im Gegensatz zur Kulturdroge Alkohol. Aber darum geht es hier doch gar nicht. Fakt ist, dass eine grosse Zahl von Leuten in der Schweiz diese Droge kaufen oder anbauen und natürlich auch konsumieren. Repressive Politik bewirkt aber offensichtlich keinen Rückgang des Konsums, sondern verursacht (wie dargestellt) einen ungeheuren bürokratischen Aufwand, hält Polizeikräfte von wichtigeren Aufgaben ab und verhindert einen staatlich überwachten Handel mit Möglichkeiten zur Erschliessung neuer Steuereinnahmen. Die zig Millionen Franken, die das Zeug jährlich generiert, verschwinden in dunklen Kanälen und stärken organisierten Kriminellen das finanzielle Rückgrat. Viel wichtiger wäre es, sinnvolle Präventivmassnahmen zu lancieren und eine Entkriminalisierung vorzunehmen. Natürlich müsste man relativ strenge gesetzliche Massnahmen treffen (Altersgrenze, kein Verkauf an Nicht-Schweizer (Drogentourismus) usw) und den Verkauf überwachen. Cannabis müsste auch relativ hoch versteuert werden, würde aber den Schwarzmarktpreis nicht übertreffen, da die Gewinnmarge heutzutage unglaublich hoch ist. Mit den so eingenommenen Steuergeldern könnten eben Präventivmassnahmen und Aufklärungskampagnen (z.B. in Schulen) finanziert werden.

  5. Georg Meier am 11. November 2005 um 16:12

    Also, in den 80ern hab ich deine Argumentation auch schon gehört.
    In den 90ern hat man Kiffen weniger verfolgt, mit dem Resultat, dass wir jetzt eine grössere Kiffergemeinschaft haben als vorher…
    Vielleicht sollte man das beruflich regeln; Schwerarbeiter und Kanalisationsarbeiter sollen von mir aus eine Lizenz zum Kiffen haben… – nur ist das auch Unsinn – deshalb aus rein pragmatischen Gründen. Kiffverbot im öffentlichen Raum für alle. Daheim in der Stube soll von mir aus jeder machen was er will – doch wenns dann bergab geht mit euch, hab ich keine Lust Euch mit Steuerngeldern aufpäppeln.

  6. Sandro am 11. November 2005 um 16:19

    Ob ihrs glaubt oder nicht, mir sind erfolgreiche Berufstätige bekannt, die regelmässig Hanfprodukte konsumieren. Wieso wird Cannabis mit Soziallfällen assoziert? Woher habt ihr euer halbdiffuses wissen über “den typischen Cannabiskonsumenten”? Aus dem Blick oder 20min? Bitte schliesst nicht von eurem Umfeld auf das Ganze, das ist NICHT RÄPRESENTATIV.

  7. Georg Meier am 11. November 2005 um 16:38

    Sandro, du hast völlig recht, ich kenne zahlreiche Leute in Positionen, die Cannabisprodukte und gewisse noch anderes konsumieren. Ich kenne noch die Zeit der Jugend als der allgemeine Tenor galt, kiffen sei im grossen und ganzen doch recht unbedenklich. Bei einigen hat es sich gerächt, gewisse konnten sich fangen, andere sind komplett von der Bildfäche verschwunden, während ein paar wenige sich recht gut halten.
    Es ist wohl wie mit allem das schädlich ist, wer etwas regelmässig tut, möchte nicht darauf verzichten, obwohl er sich ojektiv in eine schädliche unfreiheit begeben hat. Er behauptet dann sogar man beschneide ihm seine Freiheit, wenn am ihm sein selbstzerstörerisches Verhalten verbietet.

  8. erdnanu am 11. November 2005 um 17:11

    polo hofer ist immerhin als bekennender kiffer seit jahrzehnten erfolgreich im business, in den meisten konzerten erinnert er sich sogar an die liedtexte.

  9. Georg Meier am 11. November 2005 um 17:22

    Apropos representativ. Keine Regel ohne Ausnahme.
    Schaut euch euren Polo mal an – ok – wie ihr wollt,
    also, dann kifft halt weiterhin euren joint in eheren –
    Verzerrung der Wahrnehmung. Mit kiffern muss man echt nicht darüber diskutieren. HR Giger: Heroin, auch nicht schlecht, oder.
    Naja, ihr Agglomerationsindianer braucht wohl medizinmännner?
    Ok. Dann legalisieren wir’s halt.

  10. pipo am 11. November 2005 um 17:57

    haha.. eine lustige Diskussion. =)

    Cannabis wird genau dann legal, wenn eine offizielle Untersuchungskommission, gebildet aus liberalen SVPlern und FDP Mitglieder ausrechnen, für wieviele hundertmillionen von Franken jährlich in der Schweiz gekifft wird und wieviel der Staat an diesem enorm grossen Kuchen mitverdienen könnte.

    All die lustigen Hanfblättli-Jünger mit den Unterschriftenbögen haben noch nie was bewirken können. Erst wenn die Grossen merken was ihnen durch die Finger sickert, wird’s legal, da bin ich überzeugt davon!

    Und jetzt zieht euch das rein, ich glaube nicht, dass die Schweiz besser ist:

    Kokain-Konsum in London: Spuren selbst in der Themse

    London – In London wird so viel Kokain konsumiert, daß Spuren des Rauschgifts selbst im Wasser der Themse nachzuweisen sind. Nach Klärung des Abwassers gelangten täglich immer noch rund zwei Kilogramm Kokain, das entspreche 80 000 “Linien” der Droge, also Verbrauchs-Portionen, in den Fluß, berichtete die britische Sonntagszeitung “Sunday Telegraph” unter Berufung auf eine wissenschaftliche Studie. Das Kokain werde über den Urin ausgeschieden, der über das Abwasser im Fluß lande. Insgesamt sollen nach Berechnungen der Zeitung pro Tag rund 150 000 Dosen Kokain in der britischen Hauptstadt konsumiert werden.

    Quelle:nachrichten.ch

  11. driv3r am 12. November 2005 um 00:50

    Je länger je mehr finde ich, man sollte cannabis und auch alle anderen drogen legalisieren. Gleichzeitig aber sämtliche sozialdienstleistungen für entsprechende konsumenten abschaffen.

    Sollen die betreffenden personen doch ihr hirn zu brei kiffen und sich aus der leistungsgesellschaft verabschieden. Nur sollen sie dann auch für sich selbst aufkommen, und nicht der allgemeinheit als “invalide” oder ähnliches auf der tasche liegen.

  12. erdnanu am 12. November 2005 um 00:54

    @pipo:
    “Cannabis wird genau dann legal, wenn eine offizielle Untersuchungskommission, gebildet aus liberalen SVPlern und FDP Mitglieder ausrechnen, für wieviele hundertmillionen von Franken jährlich in der Schweiz gekifft wird und wieviel der Staat an diesem enorm grossen Kuchen mitverdienen könnte.”

    Pipo, du unterschätzt die vernünftigen Wirtschaftsbosse von SVP und FDP. Falls Cannabis lukrativ wäre, hätten sie den Canabis-Konzern schon lange gegründet. Aber Alkohol und Zigaretten rentieren halt viel mehr als die heiklen Hanfpflanzen.

  13. Georg Meier am 12. November 2005 um 01:33

    Der wahr Grund für das Verbot von Harten Drogen und Cannabis: Wirtschaftsbosse haben Sinn für Exklusivität.

  14. Sandro am 12. November 2005 um 10:04

    Driver, und für die heute legalen Drogen wie Alkohol, Medikamente möchtest du das auch einführen?

  15. Nebenkläger_II am 12. August 2006 um 14:11

    “Ignoranz.ch warnt vor der Tendenz, Bürger zu kriminalisieren” – Ha, ha, ha, jaja und wie weiter im Text?

    ..Ignoranz.ch hilft mit, Bürger zu kriminalisieren. Wer einen anderen Standpunkt vertritt, riskiert eine Verurteilung durch die Strafbehörden. Das Schema ist immer daselbe:

    Also, Ignoranz.ch warnt, alle möglichen Leute debattieren, und die “Schweiz” kriminalisiert -Danke sehr!

    Keine weiteren Fragen. Danke sehr!

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