Vor dem Essen Hirn einschalten!
Bei faz.net gibt es ein sehr interessantes Interview mit dem amerikanischen Journalisten Michael Pollan. Der Regisseur des Dokumentarfilms “Food inc.”, in welchem die Nahrungsmittelindustrie scharf kritisiert wird, plädiert dafür, dass die Menschen bewusster einkaufen und essen:
Das größte Problem ist, dass wir essen, ohne uns Gedanken darüber zu machen. [..]
Insbesondere die fehlende Nachhaltigkeit in der Nahrungsmittelproduktion wird von Pollan angeprangert:
Und wenn wir etwas als nicht nachhaltig bezeichnen, dann heißt das, dass es selbst die Bedingungen zerstört, auf denen es beruht – und daher zusammenbrechen wird. Ich denke, wir sehen bereits Anzeichen dafür, dass das Nahrungsmittelsystem allmählich kollabiert. [..] In gewisser Weise beruht die Nahrungsmittelblase auf billiger Energie, billigem Öl, denn wir erzeugen unser Essen eigentlich, indem wir Öl ins Land pumpen, und wir haben letztes Jahr gemerkt, wie die Nahrungsmittelpreise in die Höhe geschossen sind, weil der Ölpreis stieg.
Der Finanzkrise gewinnt Pollan etwas positives ab, da die Menschen bei fehlenden finanzen kreativer werden müssen, was ihre Nahrung betrifft:
Ich möchte nicht übertrieben optimistisch erscheinen, aber die Menschen werden so auch gezwungen, sich wieder mit dem Essen auseinanderzusetzen – etwa, wie sich aus einem Huhn drei Mahlzeiten kochen lassen, anstatt nur Hühnerbrüste zu kaufen. Oder einen Teil ihres Essens selbst anzubauen.
Aktuell zu dem Thema übrigens diese Schlagzeile:
Discounter wie Aldi und Lidl verkaufen EU-Fleisch, welches nach weniger strengen Tierschutzrichtlinien produziert wird. Der Zürcher Tierschutz ist über die Entwicklung besorgt.
Vielleicht sollten die Kunden von Aldi und Lidl auch ihr Hirn einschalten bevor sie das super billige Fleisch vom Superdiscounter kaufen…

Als wäre die Tierhaltung von Migros und Coop so viel besser.
Wer sich Gedanken über die Tierhaltung macht, dh. Respekt vor der Natur hat, sollte den Konsum von tierischen Nahrungsmittel besser vergessen oder wenigstens auf ein Minimum beschränken.
Überhaupt diese Denkweise: ich bin gut nur weil es noch schlechtere gibt?
Darf ich guten Gewissens mit 70 innerorts fahren, weil es Leute gibt, die 90 fahren?
Welches Produkt geniesst einen höheren Zollschutz als Schweizer Fleisch?
Was ist mit der Eberkastration, die wegen Bedenken von Coop und Migros (der Kunde wünscht das nicht) immer noch nicht annähernd tiergerecht ist.
In meiner Umgebung hat es einige Bauern mit Kühen. Diese Viecher sind sicher seit 4 Monaten im Stall eingepfercht ohne eine Minute Freilauf.
Das Schlimmste an der Tierhaltung vor allem in der Schweiz ist, dass sie am meisten subventioniert ist, trotz der immensen Umweltschäden, die sie verursacht.
Grün sein und fast täglich täglich tierische Produkte konsumieren ist für mich ein Widerspruch. Biofleisch ist ein Widerspruch in sich ausser es ist Wildfleisch vom hiesigen Jäger geschossen (aber auch das eigentlich nicht).
Ich gehe lieber in den Aldi einkaufen, als das milliardenteure Einkaufserlebnis in Coop und Migros mir zu leisten.
Nahrungsmittel produziert man selbst oder bezieht sie vom Bauernhof nebenan.
Alles andere ist ressourcenverschwenderische Bequemlichkeit:
Nahrungsmittel müssen in Grossmengen hergestellt werden (Monokultur und Tierhaltung) in Stadtzentren transportiert werden (Emissionen und Verkehrsprobleme) und verbrauchen massenhaft Energie zur Lagerung und zur Präsentation der Ware.
Städte sind nun mal extreme Ressourcenfresser und können nur überleben, dank immensen Produktionen auf dem Land oder in anderen Länder.
Dass hierbei Discounter die Produkte weiter weg, dafür billiger produzieren lassen ist nichts Unbekanntes. Wenn möglich sind Produkte vorzuziehen, die aus der Umgebung kommen und nachhaltig produziert wurden. Dafür gibt es neuerdings auch schon Werbung und Labels, dass ist immerhin schon ein Anfang.
Gutes und gesundes Essen kostet viel Geld oder viel Zeit… In der heutigen Gesellschaft haben die Menschen stets von beidem zuwenig. Alles muss schnell gehen und möglichst günstig sein. Quantität vor Qualität… Ergebnis: diverse Gesellschaftskrankheiten… diverse Ergänzungsnahrungsmittel… Keine Zeit um auf eine gesunde Ernäkhrung zu achten? Kein Problem, es gibt Vitamin-Tabletten. Leidet jemand an Verstopfung? Kein problem es gibt Abführmittel… Im Allgemeinen wollen Menschen keine Verantwortung übernehmen… Sie lassen gerne andere für sie denken… Warum? weil es einfacher ist. Nature doesn’t care… egal wie wir uns verhalten, die Natur wird darauf reagieren… Die Natur ist wandelbar und anpassungsfähig… die Konsequenzen für unser Verhalten müssen wir tragen…
wer sich wirklich für gesunde und ökologische Ernährung interessiert, wird sich auch nicht davor scheuen etwas mehr zu zahlen. Es gibt genügend Bauernhöfe auch in der Nähe von Städten, welche die Tiere ARTGERECHT hatlten (z.B. Juchhof Schlieren/Altstetten)… Ausreden sind nicht nötig…
Natura Vitalis…
Wer sich auf die Pharma Industri verlässt – der ist verlassen – so viel steht schonmal fest. Ich für meinen Teil hab da eine bessere Lösung gefunden….
Die kosmische Bedeutung der Nahrung
“Bis jetzt haben alle, die für den Himmel arbeiten wollten, vollständig die Erde vergessen. Nein, dies ist nicht die beste Lösung. Die beste Lösung heißt, beides zu haben: die Erde und den Himmel, d.h. den Kopf im Himmel und die Füße auf der Erde – gleichzeitig Realist und Mystiker. Nun, ein solches Vorbild gibt es selten; alle sind entweder das eine oder das andere. Man hat zum Beispiel nie einen Mystiker oder Religionsanhänger gesehen, der isst und dabei sagt: ‘Mmmh, das ist ja köstlich, das ist außergewöhnlich!’ Nein, im Gegenteil, sie essen alles, als ob sie sich dazu zwingen müssten, als ob die Nahrung gar keinen Geschmack hätte, denn scheinbar darf man kein Vergnügen am Essen haben: das ist nicht religiös, das ist nicht mystisch! Wenn gewisse Leute sehen würden, wie ich esse, so wäre ich schon eingeordnet. Sie würden sagen: ‘Aber das ist doch kein Spiritualist! Schaut ihn euch an, es schmeckt ihm, er drückt dies auch noch aus; das ist doch unmöglich! Ein Spiritualist darf nicht mit so einem Appetit essen.’ Nun, ich mache mich über ihre Meinung lustig. Ich glaube, dass man sogar beim Essen die Erde und den Himmel vereinigen kann.”
Das Leben ist ein ununterbrochener Umwandlungsprozess: von der Pflanze bis hin zu Gott lässt sich jedes Wesen von den Wesen des ihm höher liegenden Naturreiches verzehren.
“Die Pflanzen leben auf dem Erdboden und ernähren sich von den Mineralien, die Tiere essen die Pflanzen und was die Menschen betrifft, so essen sie die Tiere oder wenigstens ihre Erzeugnisse – die meisten essen ihr Fleisch, die bewussteren Menschen, die Schüler und Eingeweihten essen Tierprodukte wie Eier oder Milch. – Und wer isst die Menschen? Es gibt Wesenheiten, die sich von dem ernähren, was der Mensch ausströmt. Ihr könnt auf diese Weise die Leiter der Wesen hochsteigen bis zum Herrn, der sich von allen himmlischen Wesenheiten ernährt. Ja, Er isst sie, Er verzehrt sie, Er ernährt sich von ihnen. Doch auf dieser so reinen, so erhabenen Stufe erzeugt das Gegessen-werden nicht mehr die gleichen Leiden, die gleichen Schrecken, die gleichen Schmerzen wie in den niederen Regionen.
Die Erde, die Kristalle, die Felsen, die Pflanzen leiden nicht, wenn man sie isst, weil sie noch keinen entfalteten Astralleib haben (der Astralleib ist der Sitz der Gefühle); sie haben nur den Ätherleib. Erst ab dem Tierreich leidet ein Geschöpf, wenn es von einem anderen gegessen wird. Doch wenn man sich noch höher erhebt, in die himmlischen Regionen, so verschwindet der Schmerz und verwandelt sich in Freude; so sehr, dass das Gegessen-werden ein Glück, eine Freude, eine unglaubliche, unbeschreibliche Glückseligkeit ist. Deshalb wurde in allen Religionen gesagt, der Mensch müsse sich als Opfer anbieten, damit sich der Herr von ihm ernähren kann. Dies ist ein Bild, um zu zeigen, dass der Mensch vom Herrn verzehrt wird, dass er in Ihm seinen Wohnsitz hat.
In Wirklichkeit ernährt sich der Herr nicht vom Menschen, sondern ausschließlich von den Serafim, den Cherubim und den Thronen oder vielmehr von ihren Ausströmungen, von ihrem Licht. Denn wenn es auch Fleischesser gibt, die grausam genug sind das Fleisch von Tieren zu essen, so nehmen die Vegetarier nur die Milch, die Eier, den Honig und sonst nichts. Auf die gleiche Art zerstören oder verschlingen die höheren Wesenheiten nicht die Geschöpfe selbst, sondern sie nehmen nur, was diese ausströmen: ihre schönsten Gedanken, Gefühle und Handlungen. Sie werden gesättigt und das Geschöpf bleibt unversehrt. Ihr beginnt nun einen Überblick über eine außerordentliche Wissenschaft zu bekommen.”
Der Sinn des Opfers in den Religionen
“Warum hat es in allen Religionen immer das Opfer gegeben? Warum musste man früher opfern oder Tiere verbrennen – und manchmal sogar Menschen? Warum war es nötig, so oft den Gottheiten und selbst Jehova zu opfern? Denn, schaut in die Bibel: Es wurde gesagt, der Rauch des Opfers steige bis zur Nase des Herrn wie ein angenehmer Duft. Welches Mysterium steht hinter all den Opfern? Und warum hat sich nach dem Kommen von Jesus alles verändert? Von nun an war es nicht mehr das Vieh, das der Mensch opfern musste, sondern seine inneren Tiere, d.h. seine Schwächen, seine Leidenschaften, seine Begierden, seine Sinnlichkeit. Und genau dies ist das Opfer. Ich habe schon über das Geheimnis des Feuers gesprochen: Ich habe euch gezeigt, wie diese glanzlosen Scheite, diese schwarzen Äste ohne Schönheit sich in ein so glänzendes, schönes und angenehmes Licht verwandeln, und dass gerade hier das große Mysterium des Opfers liegt. Also, all diejenigen, die dies nicht verstanden haben und die sich nicht als Opfer anbieten wollen, um vom Herrn gegessen zu werden, bleiben Tiere, Insekten, Monster. Doch diejenigen, die darum bitten, durch das Feuer verzehrt zu werden, dem erhabenen Feuer der göttlichen Liebe, sie sterben nicht nur nicht, sondern sie werden auch neu belebt. Und deshalb sind die Worte Jesu: ‘Wenn ihr nicht sterbet, so werdet ihr nicht leben’ wirklich wahrhaftig. Man muss sterben, aber wie? Soll man sich ein Messer hineinstechen oder sich vielleicht besser mit dem Revolver erschießen? Nein, selbstverständlich hatte Jesus nicht den physischen Tod im Sinn; er sprach davon, in der Personalität zu sterben, d.h. in den Wünschen, Lastern, den Leidenschaften: sterben auf der niederen Ebene, um auf der höheren Ebene leben zu können, auf der Ebene der Individualität. Man stellt in jenem Moment fest, dass die Individualität sich wirklich ernährt und isst.
Gewöhnlich ist es die Personalität, die sich von uns ernährt; ihr größter Wunsch ist es, uns zu packen, uns auszuplündern und es sich schmecken zu lassen. Zwanzig mal, dreißig mal, fünfzig mal am Tag überlistet sie uns und weidet sich an uns; danach fühlen wir uns geschwächt und sie sich gestärkt und fährt fort, uns die Stirn zu bieten. – Doch in jenem Moment, wo wir die Individualität zu Hilfe rufen, denn auch sie hat Hunger, wird bald gar keine Spur von der Personalität mehr übrig bleiben.
In Tibet gibt es gewisse Sekten, bei denen die Adepten in der Nacht auf die Hochebene steigen und beginnen, gewisse Formeln auszusprechen, die alle höllischen Geister einladen zu kommen und sie zu verschlingen. Sie machen dies, um den erhabenen Geistern zu zeigen, dass sie keine Angst haben. Und dann, wenn diese Geister kommen: was für eine Prüfung! Diejenigen, die standhalten, die keine Angst haben, sind danach fähig, alles in sich zu besiegen. Doch viele sterben dabei. – Ich beabsichtige natürlich nicht derartige Dinge. Ich denke, dass man den Herrn bitten sollte, uns Engel zu schicken, die uns dann essen könnten, denn sie sind so vernünftig, so ästhetisch, so intelligent, dass sie sich auf die Personalität stürzen würden, um uns davon zu befreien und um aus uns freie Wesen zu machen. Doch wenn ihr es nicht wagt zu bitten von den Engeln gegessen zu werden, weil ihr Angst habt, so sterbt ihr wirklich. Man muss durch den Tod hindurchgehen, um leben zu können, und dies ist ‘zu sterben, um zu leben.’”
Hier gehts weiter:
http://www.aivanhov.de/theory/das_opferlamm.htm
Yoga der Ernährung
Bei den Gruppentreffen und in den Kongresszentren werden die gemeinsamen Mahlzeiten schweigend und bewusst eingenommen. Für Omraam Mikhaël Aïvanhov ist das Essen eine der bedeutendsten Yoga-Arten. Er selbst sagt dazu:
“Zahlreiche durch die Hektik des heutigen Lebens verworrene Menschen suchen nach Wegen, um ihr Gleichgewicht wieder zu finden! Sie praktizieren Yoga, Zen, Transzendentale Meditation oder lernen, sich zu entspannen. Schön und gut, aber meines Erachtens gibt es eine viel einfachere und wirksamere Übung: essen lernen. Ihr seid erstaunt? Warum denn? Statt die Mahlzeiten in nervöser Hast oder mitten in Streitgesprächen einzunehmen – um anschließend Yogaübungen durchzuführen – wäre es da nicht besser wahrzunehmen, dass ihr zwei- oder dreimal am Tag die Möglichkeit habt, eine Übung durchzuführen, die alle Zellen entspannen, konzentrieren und harmonisieren kann?
Sobald ihr euch an den Tisch setzt, verjagt alle Gedanken, die euch daran hindern könnten, in Frieden und Harmonie zu essen. Falls euch das nicht sofort gelingt, wartet solange mit dem Essen, bis ihr zur Ruhe kommt. Wenn ihr beim Essen unruhig, zornig oder unzufrieden seid, führt ihr Fieberhaftigkeit und chaotische Vibrationen in euch ein, die sich dann auf alle eure Tätigkeiten übertragen. Auch wenn ihr vorgebt, ruhig und selbstbeherrscht zu sein, geht von euch etwas Aufgeregtes und Gespanntes aus, und ihr begeht Fehler: ihr verletzt Menschen oder stoßt Dinge an und werdet beleidigend, worauf Freunde euch verlassen und Türen sich verschließen… Esst ihr dagegen in Harmonie, dann könnt ihr auftretende Probleme besser lösen. Selbst wenn ihr den ganzen Tag auf Trab sein müsst, fühlt ihr in euch einen Frieden, der durch eure Aktivität nicht zerstört werden kann. Ihr könnt sehr weit kommen, wenn ihr mit ganz kleinen Dingen anfängt.
Glaubt nicht, dass eure Müdigkeit immer daher kommt, dass ihr zu viel gearbeitet habt. Nein, sie liegt oft in einer Kräftevergeudung begründet. Gerade wenn man die Nahrung verschlingt, ohne sie gut gekaut und ohne sie mit seinen Gedanken und Gefühlen erfüllt zu haben, ist sie schwer verdaulich, und der Organismus, der dann die Nahrung schwer verarbeitet, kann nicht in vollem Umfang Nutzen daraus ziehen.
Wenn ihr esst, ohne euch der Wichtigkeit der Ernährung bewusst zu sein, entnimmt euer Organismus, selbst wenn er dadurch gestärkt wird, der Nahrung nur die gröbsten und materiellsten Teilchen. Das ist jedoch nichts im Vergleich zu den Energien, die ihr aufnehmen könntet, wenn ihr wirklich in Stille esst und euch dabei auf die Nahrung konzentriert, um die ätherischen und feinstofflichen Elemente aufzunehmen. Konzentriert euch also während des Essens auf die Nahrung und bestrahlt sie mit Liebe! Dann trennen sich Materie und Energie: die Materie löst sich auf, während die Energie in euch eindringt; ihr könnt dann über sie verfügen.
Nicht die Nahrungsmittel sind bei der Ernährung das Wichtigste, sondern die darin versteckte Energie – die Quintessenz – denn in ihr sitzt das Leben. Die Materie des Nahrungsmittels dient nur als Träger. Gerade diese so subtile, so reine Energie darf nicht nur dazu dienen, die niedrigen Körper zu ernähren (den physischen, Astral- und Mentalkörper), sondern sie soll auch Seele und Geist speisen.
Wenn ein Eingeweihter isst, so bemüht er sich, der Nahrung bewusst die Elemente zu entziehen, die als Materialien in das Gebäude seines physischen Körpers eintreten. Da aber der Mensch nun nicht nur aus einem physischen Körper aufgebaut ist, da er auch noch andere Körper besitzt, so stellt sich uns die Frage, wie man diese feinen Körper ernährt, die oft auf Grund unserer Unwissenheit unterernährt sind. Wirklich, wenn die Menschen auch ungefähr wissen, welche Nahrung sie ihrem physischen Körper geben müssen, so wissen sie nicht, wie man die anderen Körper ernährt: den Ätherleib (oder Lebensleib), den Astralleib (Sitz der Emotionen) und den Mentalleib (Sitz der Gedanken).”
Der Ätherleib
“Ich habe euch gesagt, dass man die Nahrungsmittel gut kauen sollte. Für den Ätherleib muss die Atmung hinzukommen. Also solltet ihr beim Essen von Zeit zu Zeit anhalten und tief atmen, um dem Ätherkörper die Möglichkeit zu geben, der Nahrung feinere Teilchen zu entziehen. Nur die tiefe Atmung ermöglicht diesen Vorgang. Doch wenn man gerade spricht oder diskutiert, während man die Nahrung schnell und automatisch hinunterschlingt, so ist der Atmungsrhythmus gestört, die physiochemischen Reaktionen verlaufen nicht normal und es ergeben sich daraus Schwerfälligkeiten und Unbehagen, was beweist, dass man nicht gegessen hat, wie man eigentlich sollte. Um seinen Ätherleib zu ernähren, muss man also auch in Stille essen.”
Der Astralleib
“Weil sich der Astralleib nun von Gefühlen und Emotionen ernährt, die noch feiner und höher sind als die ätherischen Teilchen, so kann man ihn ernähren, indem man Gefühle der Liebe gegenüber der Nahrung hat, indem man denkt, dass sie ein Reichtum, ein Segen sei und dass sie in den Werkstätten Gottes zubereitet wurde. Indem er sich einige Augenblicke mit Liebe mit den Nahrungsmitteln beschäftigt, bereitet der Eingeweihte seinen Astralleib darauf vor, noch feinere als die ätherischen Teilchen daraus zu entziehen. Wenn der Astralleib diese Elemente aufgenommen hat, so hat er alle Möglichkeiten, Gefühle von einer äußerst hohen Qualität hervorzurufen: die Liebe zur ganzen Welt, das Empfinden, glücklich zu sein, in Harmonie mit der Natur zu leben.
Wenn euer Astralleib seine Nahrung empfangen hat, so empfindet ihr ein unbeschreibliches Wohlgefühl, ihr fühlt euch freigebig, bereit, alles zu geben, und wenn es darum geht, wichtige Fragen zu regeln, so zeigt ihr euch weit, geduldig und wohlwollend, ihr versteht es, Zugeständnisse zu machen. Wenn der Astralleib hingegen nicht ernährt wurde, wenn ihr gegessen und dabei genörgelt, andere kritisiert und euch geärgert habt, so äußert ihr euch später mit Bitterkeit, Nervosität und Parteilichkeit, und wenn ihr ein schwieriges Problem zu lösen habt, so neigt sich die Waage immer zur negativen und ungerechten Seite hin. Danach rechtfertigt ihr euch, indem ihr sagt: ‘Was wollt ihr? Ich kann nichts dafür, ich bin nervös.’ Um euch zu beruhigen, werdet ihr Medikamente in den Apotheken kaufen, doch werdet ihr euch weiterhin nervös fühlen, solange euch niemand gelehrt hat, wie man essen soll und solange ihr nicht wisst, dass die Art wie man isst, das beste Mittel ist, die vollkommenste Umwandlung seiner selbst zu erreichen.”
Der Mentalleib
“Um seinen Mentalleib zu ernähren, konzentriert sich der Eingeweihte auf die Nahrung und macht sogar die Augen zu, um sich besser konzentrieren zu können. Die Nahrung stellt für ihn eine Äußerung der Gottheit dar, und so stärkt er sich, indem er an diese Nahrung von allen Gesichtspunkten aus denkt. Er fragt sich woher sie kommt, was sie enthält, welche Qualitäten ihr entsprechen, welche Wesenheiten sich mit ihr beschäftigt haben. Denn der Eingeweihte weiß, dass sich Wesen mit jedem Gewächs, mit jeder Pflanze, mit jeder Frucht beschäftigen, dass sie in einer bestimmten Epoche wachsen und reifen und dass dies von Planeteneinflüssen bestimmt wird. Sein Geist wird also von all diesen Überlegungen völlig in Anspruch genommen, und er meditiert tief. So ernährt sich sein Mentalleib und entzieht der Nahrung höhere Elemente, als die Elemente der Astralebene. Daraus entsteht für ihn eine Klarheit, eine tiefe Durchdringung des Lebens und der Welt. Nach einer Mahlzeit, die unter diesen Bedingungen eingenommen wurde, erhebt er sich vom Tisch mit einem so leuchtenden Verständnis, dass er fähig ist, erstaunliche intellektuelle Arbeiten auszuführen.”
Der Kausal- Buddhi- und Atmanleib
“Ich habe euch schon mehrere Male gesagt, dass der Mensch jenseits des Äther-, Astral- und Mentalleibes noch andere feinere Körper besitzt: den Kausalleib, den Buddhileib und den Atmanleib und dass auch diese Körper ernährt werden müssen. Wie? Nachdem sie geatmet haben, nachdem sie die Nahrung mit Liebe gegessen haben, nachdem sie darüber meditiert haben, lassen sich die Eingeweihten von einem Dankbarkeitsgefühl für den Schöpfer durchdringen; durch diese Nahrung erreichen sie sogar eine wirkliche Kommunion mit Ihm. So speisen sie ihre drei höheren Körper und haben Verzückungen und Ekstasen.”
http://www.aivanhov.de/main/yoga_der_ernaehrung.htm