Verliererpräsident Ueli Maurer beleidigt Berner Wahlvolk
Bei den Wahlen vom Wochenende in Bern hat die SVP eine böse Schlappe eingefahren. Im Kampf um die Regierung hat Sie mit der FDP zusammen alles riskiert und fast alles verloren. Das Volk hat auch für das Parlament hauptsächlich Rot-Grün gewählt und die SVP bös georfeigt. Das kann Hanf-Ueli natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Da zeigt sich der SVP Präsident im Interview mit Radio Zürisee als schlechter Verlierer und beleidigt das Volk, welches nicht seine SVP gewählt hat:
Die Stadt Bern ist in den letzten Jahren praktisch verslumt. Das kann nur das Resultat einer Bevölkerung sein, die mehr Linke will
Herr Maurer, lecken Sie ihre Wunden bitte ohne dabei das Berner Stimmvolk zu beleidigen. Respektieren Sie den Entscheid des Souveräns und halten Sie Ihre unanständige Klappe!

Das ist ein Zeichen von schwäche, wenn man weiss das man ein schlechter Verlierer ist sollte mann einfach still gehen.
Anderseits hat die Aussage auch etwas wahres, Bern ist am verslummen, Zürich steckt mittendrin und Basel hat es Bald hinter sich.
In allen drei Städten hatte die SVP zuwenig einfluss um Ihr die Schuld dafür zu geben, wer ist dann der Schuldige?
Wie mein Vorschreiber würde ich auch sagen dass das ein grosses Zeichen von Schwäche ist. Passender wäre eine Gratulation an die Gewinner gewesen, so dass man sich auch als Verlierer souverän darstellt.
Jedoch ist die genannte Verslummung ganz sicher nicht die geringe Präsenz der SVP zuzuschreiben.
Der Maurer (und andere insb. in den Medien aber auch in der Blogosphäre) haben das Wahlresultat nicht genau genug angeschaut.
Interessant ist, dass auch de SP verloren hat. In jedem Wahlbezirk verlor sie Stimmenprozente in den Grossratswahlen. Die eigentliche gewinnerin sind die Grünen-freie Liste – so etwas wie die Grünliberalen!
ja, stimmt. Aber da Grün mit Rot zusammenarbeiten, und noch immer mehr Rote als Grüne drin sind, reden alle vom Sieg der Roten (Zudem denk ich mal sind die Verluste der Roten der Gewinn der Grünen..)
Wie auch immer, ich mach jetzt mal blau!
Gruz süchu
Was ist genau eigentlich mit “Verslummen” gemeint? Ich bin allerdings nicht Stadtberner und kenne Bern nur vom Einkaufen, Ausgang usw. Mir kommt die Stadt keineswegs “verslummter” vor als andere Schweizer Städte vergleichbarer Grösse, und auch nicht “verslummter” als vor 15 Jahren. In gewissen kritischen Ecken (Bahnhof) ist die Situation heute sogar klar problemloser als vor ein paar Jahren.
X.
Zitat aus Wikipedia: “Ein Slum ist ein verwahrloster, verfallener Teil einer Stadt. Im ursprünglichen Sinne bezeichnet der Begriff heruntergekommene Kernstadtgebiete, die oft vor dem Verfall von der Mittel- oder Oberschicht bewohnt wurden. Umgangssprachlich werden heute jedoch generell übervölkerte und verwahrloste Teile von Städten, die gewöhnlich von sehr armen Leuten bzw. städtischen Zuwanderern bewohnt werden, als Slum bezeichnet und damit die informellen Siedlungen, d.h. randstädtische Elendsviertel eingeschlossen. Charakteristisch sind eine heruntergekommene Bausubstanz und schlecht ausgebaute Infrastruktureinrichtungen.”
Bei einer Stadt wie Bern von Verslumung zu sprechen ist also vollkommen verfehlt! Heute wird im Gegenteil das Stadtbild der Kernstadt (wie auch bei allen anderen grösseren Schweizer Städten) aufpoliert. Man nennt das “Gentrification”. Im Rahmen einer Studie wurden 350 Städte weltweit untersucht. Für jede Stadt wurden 39 Kriterien zur Beurteilung der Lebensqualität aus der Sicht von ins Ausland entsandten Mitarbeitern herangezogen. Diese Kriterien schliessen u.a. politische, soziale, wirtschaftliche und umweltorientierte Faktoren ein. Hinzu kommen Aspekte wie Sauberkeit, persönliche Sicherheit und Gesundheit, Bildungs- und Verkehrsangebote sowie andere öffentliche Dienstleistungen. Bern kommt im Ranking auf den 9. Rang (weltweit!), Zürich sogar auf den Rang 1 und Genf auf Rang 2. Die Schweizer Städte sind also keineswegs am verslumen. Wer so einen fertigen Schmarren erzählt, hat m. E. in der Politik nichts mehr verloren und sollte sich einer Beschäftigung widmen, die eher seinen Fähigkeiten entspricht. Dass unsere Städte so gut abschneiden, ist im Übrigen der Verdienst der Linken.
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