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Verkehrsplan Zürich: Bürgerliche wollen uns vergiften

Mit einer unglaublichen Arroganz will die bürgerliche Mehrheit (inkl. CVP und EVP!!) der Kantonsratskommission zum Verkehrsplan den ganzen Kanton mit Strassen zupflastern und damit die Lebensqualität der Einwohner drastisch senken. Dass bisher jede Strasse neuen Verkehr produziert hat, wird von den bürgerlichen Betonköpfen schlicht ignoriert. Zubetonieren von öffentlichem Raum zugunsten des Motoriserten Individualverkehrs hat für die Kommissionsmitglieder erste Priorität. Dass damit auch die Feinstaub- und Ozonwerte zunehmen, die Lärm und Geruchsimissionen für die Bewohner steigen und wertvoller öffentlicher Raum für Strassen vernichtet wird wurde ebenfalls ausgeklammert. Bisher hat noch keine Strasse einen Engpass behoben, höchstens verschoben.

Wo die Interessen der bürgerlichen liegen ist auch schön am Beispiel im Tagi zu sehen, wo der Kommission von Seiten der SP unseriöses Arbeiten vorgeworfen wird:

So gebe es keine Abstimmung des Planes mit dem Gesamtverkehrskonzept der Regierung und mit dem Siedlungsplan, es habe keine zweite Lesung stattgefunden, und Interessenvertreter der Wirtschaft – zum Beispiel der Migros (zu den Einkaufszentren) – seien in der Kommission angehört, Vertreter der Umweltverbände dagegen nicht zugelassen worden.

Doch zum Glück ist der Weg für diesen Verkehrsplan noch lang und viele Stellen, inklusive Bundesrat werden ihn noch eingehend prüfen. Da mit einem derartigen Bauwahn viele Vorgaben des Bundes nicht eingehalten werden, ist zu erwarten dass er noch massiv entschärft wird. Zum Glück.

Dieser Artikel wurde von Sandro am Freitag, 8. Dezember 2006 in der Rubrik Allgemein und zu den Stichwörtern , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

13 Kommentare zum Artikel “Verkehrsplan Zürich: Bürgerliche wollen uns vergiften”

  1. bluefox am 8. Dezember 2006 um 13:38

    Sandro macht wieder einen auf ganz primitive Blick-schlagzeile, wie immer.
    “vergiften” will man die einwohner einer stadt, wenn man den verkehr statt im stau durch ein wohnquartier durch einen tunnel führt, soso.

    Aber vielleicht ist an der verschörungstheorie ja was dran? nachdem die SP alle mit Heroin vergiften will wollen die bürgerlichen auch ihren beitrag leisten?

  2. rlarsson am 8. Dezember 2006 um 14:13

    Ich provezeihe, dass uns als nächstes der Sauerstoff ausgehen wird. Was machen wir nun? Ich bin für allegmeine Hysterie und Panikmache und für mehr Grüne Politiker in unseren Parlamenten. In der Klima- und Umweltforschung müsste man zudem unbedingt noch ein paar tausend Akademiker mehr ausbilden, die den Eid auf das Grüne Parteibuch ablegen. Spass ans Velo! Sind das Probleme…

  3. ninatest am 8. Dezember 2006 um 20:24

    Die Bürgerlichen sind doof und die Linken sind clever. So tönt das hier schon seit Jahren.

  4. Sirius am 9. Dezember 2006 um 10:50

    “Im Kanton Zürich sollen in den nächsten 30 Jahren
    Strassen für 24 Milliarden Franken gebaut werden.
    Das verlangt die bürgerliche Mehrheit der
    Kantonsratskommission zum Verkehrsplan.”

    Macht der Kantonsrat jetzt auf Dada, oder
    möchte er sich einfach lächerlich machen?
    “Nieder mit den Alpen, freie Sicht aufs Mittelmeer!”. Die Forderung der Verkehrsplanungs-Kommission ist noch bescheuerter als dieser Spruch von 1980.
    Niemand kann 30 Jahre zum Voraus planen.
    Sowieso nicht mit 24 Milliarden Steuergeldern,
    welche der Staat noch gar nicht eingenommen hat.

  5. bluefox am 9. Dezember 2006 um 13:52

    “Macht der Kantonsrat jetzt auf Dada, oder möchte er sich einfach lächerlich machen?”
    Sirius, das kommt nicht vom Kantonsrat, sondern vom von der Kommission Planung und Bau KPB.

    “Niemand kann 30 Jahre zum Voraus planen.”
    Doch, das ist so üblich, es gibt leute die können das.

    “Sowieso nicht mit 24 Milliarden Steuergeldern,”
    Es wären übrigens 36, wenn du den artikel ganz gelesen hättse würsstest du das.

    Doch der reihe nach. Es geht hier um einen richtplan, sprich um eine langfristige zeitliche und mengemnmässige planung von Infrastrukturvorhaben. Es werden alle “wünsche” der stadte dörfer und regionen zusammengefasst und priorisiert, bahnhöfe, tramlinien, strassen, luftseilbahnen… was halt so anfällt. Was im richtplan aufgenommen wird gilt als strategisch, die vorhaben werden in kurzfristig (10jahre) mittelfristig (20 jahre) und langfristig (30 Jahre) aufgeteilt. Was im kantonalen Richtplan steht wird nicht zwingend realisiert, aber es muss ja eine grundlegende planung geben.
    Der geltende richtplan datiert aus dem Jahre 1995, im jahr 2005 wurde sie in einer revidierten fassung vorgestellt. Rund 1600 Anträge sind daraufin eingegangen, diese wurden jetzt behandelt.

    Das bauvolumen, würde man alles realisieren, beträgt gemäss dem Grünen Peter Weber 36Mia. davon seien 12Mia für den ÖV und 24Mia Für andere projekte. Ich nehme an, dass diese Zahlen nicht stimmen, Weber findet die 24Mia nämlich zuviel, ich gehe davon aus, dass er sie für seine politischen zwecke aufgerundet hat.

    Die KBP-mitglieder Hardegger und Weber sind jetzt mit der arbeit der KBP (bei der sie mitglied sind, sie kritisieren sich selber) nicht zufrieden. Am dümmsten hat sich der Grüne Peter Weber angestellt, nach 11 jahren planung an den einzelnen vorhaben meinte er, man müsse 36Mia für den ÖV ausgeben. Einfach so, pauschal, null planung, aus der luft mit einem fantasiebetrag. Mit so einem deppen möchte ich in keiner kommission zusammenarbeiten müssen.

  6. Sirius am 10. Dezember 2006 um 11:41

    @bluefox

    Du langweilst mit Details, welche hier gar niemand wissen will.
    Tatsache ist, dass der Staat das verplante Geld, seien es jetzt 24 oder 36 Milliarden, noch gar nicht eingenommen hat. Von den bürgerlichen Steuerhinterziehern wird er es wohl kaum bekommen. Bleiben nur die kleinen Steuerzahler. Und diese müssen dieses Geld erst erarbeiten. Können sie aber nicht, wenn zum Beispiel eine Krise oder Massenarbeitslosigkeit ausbricht. 30 Jahre sind ein halbes Menschenleben und nur so unterbelichtete Tölpel a la bluefox glauben, sie könnten soweit voraus planen. Selbst die Kommunisten waren realistischer, die hatten wenigsten nur 5-Jahrespläne.

  7. cse am 10. Dezember 2006 um 14:27

    In unseren Milizparlamenten sitzen halt nicht Volks- sondern Interessenvertreter. Bei den Bürgerlichen sind das die Interessen von Baufirmen und Autoindustrie. Niemand schaut mehr aufs volkswirtschaftliche Gesamtwohl, sondern nur noch wie er mit staatlicher Hilfe zu Geld kommt.
    Hoffentlich kommen wir nie in die Stituation, wo wir entscheiden müssen, ob wir eine gute Krankenversicherung haben wollen oder lieber ineffizente Mobilität.

    Die Grenzen des Wachstums machen sich auch beim Verkehr bemerkbar: gigantische Investionen ohne wirkliche Produktivitätssteigerung. Siehe NEAT, Bahn2000, Strassenverkehr mit lächerlicher Auslastung (1-2 Personen/Auto für 1-2 Std./Tag), mit ensprechendem Landverbrauch, Lärm, Abgasen, Gefahren, sozialer Vereinsamung etc.

  8. bluefox am 10. Dezember 2006 um 14:54

    Sirius, Es mag sein das du zu dumm bist es zu begreifen, aber schau halt unter “Planung” und “Budget” nach. Aber realitätsfremde Ignoranten wollen ja “Details” nicht wissen. Übrigens, mit der Planung des Gotthardbasistunnels wurde 1962 begonnen. http://www.alptransit.ch/pages/d/projekt/geschichte.php

  9. Dreckfilter am 11. Dezember 2006 um 09:01

    @ cse
    Ich fahre täglich mit dem Zug und fühle mich deswegen kein bisschen mehr sozial integriert. Dass die Verkehrsträger nur eine verhältnismässig geringe unmittelbare Prduktivität entwickeln, ist nicht zu bestreiten, viel wichtiger ist aber die indirekte Produktivität, welche dadurch erst ermöglicht wird.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass deine Optik nicht neutral justiert ist. Aber wichtig ist, wenn man von als Versicherungen getarnten Sozialwerken Geld erhält…

  10. cse am 13. Dezember 2006 um 16:19

    Ständig werden die Infrastrukturkosten erhöht und immer weniger können oder wollen sich diese leisten. Kein Wunder reden reiche Gutmenschen von 1 Mio. Armen in der Schweiz. Sie lassen sich zwar vieles vom Staat finanziern, wie Hallenbäder, Sportstadien, Opernhäuser etc., haben aber ein schlechtes Gewissen, wenn sich den Eintritt nicht jeder leisten kann. Mit Zückerchen wie Sozialversicherungen gibt ihnen aber wieder ein gutes Gefühl.

    Nützt es wirklich, wenn man in der gleichen Zeit doppelt soweit fahren kann, aber dann auch doppelt so lang braucht, um einen Pack Teigwaren 10 Rp. billiger zu bekommen.
    Der grösste Teil der Mobilität wird in der Freizeit verbraucht, führt somit auch zu keinem Produkivitätsgewinn.

  11. feusl am 14. Dezember 2006 um 00:07

    Hier wird ignoriert, dass Strassen Wachstumn generieren. der Verkehr ist nicht wegen der strasse da, sondern es braucht die Strasse, um den bestehenden Verkehr in nützlicher Frist abzuwickeln.

    es hilft nur eine ordnungspolitische Massnahme, ein Roadpricing, aber eines, dass nicht nach sizilianischer Mafia-Manier dann wieder der eigenen Klientel zugute kommt, wie es links der SP im grünen Lager halt einfach zu sein hat.

  12. andromeda am 14. Dezember 2006 um 18:44

    @feusi: Roadpricing ist o.k., aber das mit der sizilianischen Mafia-Manier musst Du mir noch genauer erklären. Hat es was mit Betonklötzen am Bein zu tun?

  13. Georg Meier am 9. März 2007 um 21:56

    24 Milliarden für neue Strassen? umverkehr.ch lanciert dazu einen Wettbewerb mit dem Thema “Wie würden Sie 24 Milliarden einsetzen”.

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