Velofahrer werden aufs Trottoir gedrängt!
Im Tagesanzeiger gibt es seit letzter Woche eine Diskussion um Velo-Rowdies und Unfälle von und mit Velofahrern. Möchte hier mal einige Argumente zur Diskussion bringen, welche in dieser Debatte beachtet werden sollten.
Die vielen Unfälle von Velofahrern in der Stadt Zürich sind einerseits eine direkte Folge der massiven Aufrüstung auf der Strasse und andererseits eine Konsequenz des mangelnden Veloweg-Netzes.
Zur Aufrüstung. Es ist ja eigentlich ganz logisch, dass grössere Autos wie z.B. SUV, Offroader, Pickups und SUVs die Gefahr für Velofahrer auf der Strasse massiv erhöhen. Sie behindern aufgrund ihrer Höhe die Übersicht für Velofahrer und stellen mit ihren steilen Frontpartien und hohen Radständen eine viel höhere Gefahr im Falle eines Unfalls dar. Die logische Folge davon ist ein Ausweichen der Velos Trottoirs. Dies ist natürlich für den nächsten in der “Stärkekette”, die Fussgänger, tragisch, da diese nun die Folgen der Aufrüstung auf der Strasse tragen müssen.
Auch das von den Grünen seit langem kritisierte, völlig mangelhafte Netz an tauglichen Velowegen in der Stadt treibt die Velofahrer auf die Trottoirs. Wo Velowege aprupt enden und sich der Velofahrer plötzlich zwischen zwei Spuren Autos, resp. Trucks, Lastwagen und SUVs wiederfindet, liegt es nahe, sich auf das Trottoir zu flüchten. Riskiert der Velofahrer im Falle eines Unfalls doch im Gegensatz zum Landrover-Pilot sein Leben. Da ist sich dann schlussendlich jeder selbst der Nächste.
Um die Unfallzahl von Velofahrern zu verringern gibt es einfache Rezepte jenseits von Repression, Bussen und Polizeistaat. Nämlich den CO2-neutralen Langsamverkehr eine geeignete Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, damit das schnellste Verkehrsmittel in der Stadt dies auch bleibt, ohne dass die Velofahrer die nächst-schwächeren gefährden müssen.

Es ist überhaupt kein Problem, wenn Velofahrer das Trottoir benutzen. Sie müssen lediglich absteigen! Alle Verkehrsteilnehmer müssen sich den Gegebenheiten anpassen: Als ÖV-Benützer muss ich mich an das Liniennetz halten und auf den nächsten Bus oder das nächste Tram warten, als Fussgänger muss ich an gewissen Orten eine Unter- oder Überführung benützen, als Autofahrer muss ich vor dem Rotlicht warten, etc. Weshalb sollten sich Velofahrer als einzige Verkehrsteilnehmer nicht nach dem Gesetz und den äusseren Gegebenheiten richten?
driver, ich habe nichts über die Legalität des Trottoirfahrens gesagt, sondern über die Ursachen. Dass du auf diese nicht eingehst ist logisch. Wenn ich mich auf der Forchstrasse zwischen Strasse und illegalität entscheiden muss, entscheide ich mich für zweiteres, dies weil mir mein Leben lieb ist. Ich habe Vorschläge gebracht, wie man diesen Konflikt beheben kann, erwarte gern auch Vorschläge von dir. Dass ich die Forchstrasse zu Fuss runter laufe ist kein Vorschlag, dass ich mir ein Auto kaufe auch nicht. Also, ich warte.
Hauptursache ist doch mangelnde Platzverhältnisse.
Wieso schaut man hier nicht auf mehr Effizienz.
Wenn eine Strasse von Trams, Autos, Velos und Fussgänger gleichzeitig benutzt wird, wird es logischerweise eng.
Da ist es doch selbstverständlich, diese zuerst zurückzubinden, die im Verhältnis zu ihrer Transportleistung am meisten Platz beanspruchen.
Was die Legalität angeht, ist es mir eigentlich egal, was die Velofahrer treiben, solange nicht andere Verkehrsteilnehmer behindert werden. Wenn einer auf dem Trottoir fährt, so stört mich das nicht, wenn weit und breit kein Fussgänger in Sicht ist, genau so wenig wie es mich stört wenn am frühen Sonntagmorgen einer mit 180 km/h über die leere Autobahn brettert. Du kannst meinetwegen gern auf dem Trottoir die Forchstrasse rauf- oder runterfahren, aber wenn Fussgänger in die Nähe kommen, hast Du auf Schrittempo abzubremsen und notfalls halt abzusteigen.
Übrigens habe ich Neuigkeiten für Dich: Die Forchstrasse ist auch für Autofahrer höchst unbefriedigend. Ich bin dort auch schon im Stau gestanden, aber das gibt mir auch NICHT das Recht, auf das Trottoir oder auf den Tramstreifen auszuweichen, weshalb sollte denn ein Velofahrer sich derartige Sonderrechte herausnehmen dürfen?
Gerade bei der Forchstrasse wäre die Lösung naheliegend, wenn auch aufwändig: Ein Tunnel der den ganzen Verkehr aus Richtung Pfannenstil und Goldküste aufnimmt und ins Stadtzentrum und weiter auf die Autobahn leitet, wäre schon längst überfällig. Die chronisch überlastete Forchstrasse könnte man abklassieren und dann sicher auch velofreundlicher gestalten. Aber mit Sicherheit wären es wieder die Linken und die Grünen, die jetzt über schlechte Verhältnisse für Velofahrer klagen, welche eine solche Lösung an vorderster Front bekämpfen würden!
Daneben gibt es etliche illegale Verhaltensweisen von Velofahrenden, für die es schlicht KEINE Entschuldigung gibt: Dass den Fussgängern am Fussgängerstreifen der Vortritt nicht gewährt wird, ist leider courant normal und das hat definitiv nichts mit ungenügender Infrastruktur zu tun. Dasselbe gilt für die Angewohnheit, vom Trottoir herkommend, am Fussgängerstreifen den Autoverkehr zu Notbremsungen zu zwingen, als ob man Fussgängervortritt geniessen würde.
PS: Als „Radstand“ bezeichnet man den Abstand zwischen den Achsen der Vorder- und Hinterräder.
Wer mehr Platz beansprucht, hat auch das Recht auf mehr Platz!?
Velofahrer müssen am Rand fahren, Fussgänger werden auf schmale Trottoirs verbannt und Autos dürfen eine ganze Fahrspur beanspruchen, auch wenn sie nur mit 1-2 Personen besetzt sind.
Mehr Strassen zu fordern, nur weil das Auto ein so ineffizientes Transportmittel ist, zeugt nicht gerade von ökonomischen Sachverstand.
[i]Autos dürfen eine ganze Fahrspur beanspruchen, auch wenn sie nur mit 1-2 Personen besetzt sind.[/i]
Was willst du damit sagen? Was hat die Besetzung mit der Breite des Autos zu tun? Die Fahrspur wurde für die Autos etwas breiter gestaltet, weil halt ein Auto breiter ist als ein Fahrrad. Du willst doch deshalb nicht etwa eine 3 Meter-Spur für Velos verlangen, oder?
Ich verstehe überhaupt die Diskussion nicht. Was viele schon lange wissen: Velofahrer die sich nicht an die Verkehrsregeln halten, gefährden sich und andere. Punkt. Und anstatt dass man sich mit Wissen von diesem Fakt nun an die Regeln hält, sucht man einen Sündenbock (und findet den natürlich, SUV ist ja sehr beliebt und Medienwirksam).
Wann merkt es auch der letzte, dass sich im dichten Verkehr nunmal ALLE an die Regeln halten müssen? War vor 200 Jahren ev. noch nicht so wichtig, aber es hat sich vieles verändert seit damals. Also bitte, einfach wenigstens die paar wichtigen Regeln einhalten (bei Stop und Rot anhalten, beim Abbiegen Arm raus und Schulterblick, kein Vortritt erzwingen) und alles läuft besser.
@Martin Müller:
Wieso hat eine Person im Auto das Recht mehr Verkehrsfläche zu beanspruchen als ein Velofahrer?
Ist das Fortwärtskommen des Autofahrers in der Stadt wichtiger, sinnvoller, ressourcenschonender, weniger lärm-, emmisionen- gefahrenverursachender als die des Velofahrers?
Er ist ja nicht mal schneller am Ziel. Dafür mit einem fetteren Arsch, der mittels Krankenkassenkosten kuriert werden muss.
“Wieso hat eine Person im Auto das Recht mehr Verkehrsfläche zu beanspruchen als ein Velofahrer?”
Weil sie die Mehrheit stellen ?
@sandro
Zu kleines Velonetz ? Stimmt. Der Rest sind faule Ausreden Deinerseits. Ich bike selber, seit mehr als 35 Jahren fahr ich Velo. Es hat mich noch nie einer abgedrängt, nur einmal wurde es eng, das war aber ein LKW. In Zürich benutzen immer mehr Menschen den OeV, da kommt auch das Velofahren zu kurz. Vor nicht allzulanger Zeit wurde hier genau dies diskutiert.
“Wieso hat eine Person im Auto das Recht mehr Verkehrsfläche zu beanspruchen als ein Velofahrer?”
Weil ein Auto einfach mehr Platz braucht als ein Velo. Dabei geht es überhaupt nicht um Emissionen oder Lärm, oder sinnvoll oder nicht.
Auf was genau willst du hinaus? Habe ich noch immer nicht genau verstanden, sorry. Forderst du den selben Platzanspruch wie die Autos? Beidseitiger, 3 Meter breiter Velostreifen auf der Forchstrasse? Oder was möchtest du mit deinem “Platzanspruch-Vergleich” ausführen?
@Loser
Das Recht des Stärken, politisch wie physisch.
Nur weil man mehr Platz braucht hat man mehr Recht auf Platz?
Auf einem Velo werden ja auch nicht mehr Leute fortbewegt als in den meisten Autos.
Als 4-köpfige benötigen wir auch mehr Platz als Singles. Bekommen wir darum eine 4-Zimmer-Wohnung zum Preis einer Single-Wohnung?
@Martin zum Platzanspruch-Vergleich
Ich denke hier rein ökonomisch. Das Angebot an Verkehrsfläche in der Stadt ist begrenzt und nur mit immensen Mitteln vergrösserbar.
Die Nachfrage eines Autofahrers an Verkehrsfläche ist aber um ein Vielfaches grösser als die eines Velofahrers.
Wieso muss ich zB jetzt für die Schneeräumung, durchgeführt duch unser kommunales Bauamts, als Velofaher viele Steuerfranken abliefern, damit die Autofahrspuren für den Pendlerverkehr schneefrei sind, wogegen die Velospuren als Scheeablagerungsplatz missbraucht werden?
Es geht (weltweit) längst nicht mehr um links gegen rechts sondern um Stadt gegen Land.
Unser veraltetes föderalistisches System bevorzugt die Landbevölkerung auf Kosten der Stadtbevölkerung (NFA, Ständerat und -mehr, Landwirtschaftssubventionen, massiv mehr Investionen für Autofahrer und öV als für Langsamverkehr, Umfahrungsstrassen für Landgemeinden, aber nur billige Schallschutzfenster und Tagesschulen (Kinder können nicht mehr auf der Strasse spielen) für Städter etc. etc.).
Man belastet dadurch auch die Wirtschaft, die mehrheitlich durch dieses nostalgische System die hohen Steuern in Wirtschaftszentren mittragen muss.
Irgendwann wird darum im internationalen Vergleich unser Wirtschaftsstandort das Nachsehen haben und die Arbeitsplätze statt in einer teuren Schweizer Stadt ins Ausland verlagern.
Die UBS kann ja ihre Arbeitplätze von der Schweiz nach Dubai verlagern. Die Schweizer finanzieren dann einen Flughafen, damit die qualifizierten Arbeitskräfte aus der (noch) steuergünstigen Schweiz wöchentlich zu ihrem Arbeitsplatz in Dubai geflogen werden können.
Funktioniert das langfristig?
Ist das nachhaltig?
“Die Nachfrage eines Autofahrers an Verkehrsfläche ist aber um ein Vielfaches grösser als die eines Velofahrers.”
@cse: Die Steuerbelastung eines Autos ist auch um ein Vielfaches grösser als die eines Velos. Fall erledigt.
Dort wo Autofahrer am meisten Kosten verursachen, bezahlen sie auch am wenigstens.
@cse
vorweg mal objektiv zu den Kosten des Öffentlichen- und Individualverkehrs, respektive den Eigenwirtschaftlichkeitsgrad dazu. Während der ÖV im Jahr 2006 (dafür liegen die definitiven Zahlen vor) 43.2% erreicht, sind es beim Individualverkehr 118%.
Die “Autofahrer” bezahlen also mehr als sie kosten, was mir persönlich egal ist, weil es mir bewusst ist, dass es eben für alle Platz haben muss. Ich gönne es dir, wenn du deinen Arbeitsweg und deine Freizeit mit dem Velo bestreiten kannst. Aber nicht alle können das aus den unterschiedlichsten Gründen, es ist also sinnlos über eine Gruppe herzuziehen, denn es müssen alle Kompromisse eingehen.
Wenn ich im Auto unterwegs bin, nerve ich mich wegen Stau und Velofahrern die bei Rot nicht halten und wenn ich mit dem ÖV zur Arbeit fahre, nerve ich mich wegen Unpünktlichkeiten, schmutzige S-Bahn- und volle Intercity-Züge, merkst du was?
Was ich persönlich auch erschreckend finde ist deine Bemerkung über “fette Ärsche” und die Krankenkasse. Diese Entsolidarisierung die stattfindet, erst die Raucher, dann die Übergewichtigten, was kommt als nächstes. Letzthin habe ich mal die Zahl gesehen, die Wintersportler an Kosten verursachen.
Versuch doch einfach mal ein bisschen realistisch zu werden.
Gruss Astro
Die Behauptung, dass Velofahrer aufs Trottoir gedrängt werden, ist in etwa so lächerlich wie diejenige der SVP vorletztes Jahr, als sie behauptete in die Opposition gedrängt worden zu sein.
Beide weichen oder wichen freiwillig aus und dazu sollten auch beide stehen.
Es ist nicht nur die schiere Breite, sondern auch weil neue Autos ein viel agressiveres unberechenbareres Fahrverhalten zulassen.
Am schlimmsten finde ich den Lärm und die gesundheitsschädlichen Autoabgase, im Sommer kommen noch die heissen Klimaanlagen dazu.
Neben den breiten Autos und Lastwagen sind auch ÖV-Busse nicht sehr angenehme Verkehrspartner. Am besten schneiden Trams ab, weil sie erstens keine Schadstoffe emittieren und zweitens nicht die volle Strassenbreite beanspruchen.
Es braucht endlich einen Ausbau der Velo und Fussgängerinfrastrukur! D. h. mehr abgasfreie und autofreie Verkehrswege.
Krokodil, deine Forderung sind unrealistisch, an der Grenze zum Unsinn. Vereinfacht gesagt stören dich die Autos, die Busse, die Abgase, die Klimaanlagen ect. pp. Ich bin selbst Velofahrerin in der Stadt Zürich und ja es sind sicherlich keine optimalen Bedingungen, aber es snd nun mal die Bedingungen für Radfahrer in einer Stadt. Man kann nicht erwarten, dass dies ein erholsames Spazierfährtlierlebnis ist.
An gewissen Strassen wären Velowege sicherlich notwendig, auch ich wurde schon mal gebüsst, weil ich auf dem Trottoir fuhr, an de Hohlstrasse, die mir wirklich zu riskant war.
Grundsätzlich ist es aber so: So wie die Stadt vom Autofahrer eine erhöhte Aufmersamkeit fordert, so auch vom Velofahrer.
Die Autofahrer zahlen schon genug Steuern und Abgaben und dürfen dehalb auch entsprechende Verkehrswege erwarten dürfen!
Doch der Velofahrer in der Stadt fährt leider meistens dort wo es ihm gerade gefällt. Mitten auf den Fahrspuren, Fahrspurwechsel ohne Handzeichen und Blick nach hinten ist auch ein Fremdwort…UND der Autofahrer ist selbstverständlich immer das agressive Arschloch welcher “CO2-verpestend die Umwelt zerstört” (klar CO2 hat so viel mit Klima zu tun o_O)!
Falsch, die Forderungen sind durchaus realistisch: anstatt das Geld für Gesundheitskosten auszugeben wird es in technische Innovation gesteckt. Ist einfach viel vernünftiger. Klar ist auch, dass endlich die Parkplatzerstellungspflicht fallen muss. Etwas muss ich aber klarstellen: Rund ums Seebecken sind die Velowege zum Teil verschwunden – Abgasfreie Verkehrswege sind für Velofahrer besonders wichtig, da sonst Schadstoffe extrem tief in die Lunge inhaliert werden. Ist überigens echt kein utopisches Ziel. Abgesehen davon, wird im Zuge der Westumfahrung die Seebahnstrasse entlastet. Es kann doch nicht sein, dass die Strassen alleine den Autofahrern gehören. Es wird Zeit das die Bedürfnisse der autofreien Haushalte besser berücksichtigt werden. Und dazu gehört auch der Ausbau eines abgasfreien Wegnetzes.
Ein abgasfreies Wegnetz ist leider in einer Stadt ein Wderspruch in sich.
Versteh mich nicht falsch, sicherlich bin auch ich für die Reduktion von Abgasen. Dies ist ja im Sinene aller: der Velofahrer, der Fussgänger, und aller Bewohner und Besucher der Stadt Zürich.
Grundsätzlich hat aber die “Abgasfreiheit” nichst mit der Verkehrssicherheit und Unfallprävention für Velofahrer zu tun.
Doch, die toxischen Abgase überwinden die Blut-Hirnschranke und könne somit sehr wohl die Verkehrssicherheit gefährden. Mit dem Wieder-Aufkommen des Diesels hat die Toxizität sogar zugenommen.
Krokodil, du drehst dich im Kreis.
Wie willst du denn ein “abgasfreies Wegnetz” in der Stadt Zürich schaffen? Wo, wie?
Und ich zweifle doch sehr, dass die Toxide in den Abgasen ein Grund für Velounfälle sind.
Ausserdem sind Auto- und Abgasfreie Zonen bevorzugte Geschäfts und Wohngebiete – siehe Bahnhofstrasse oder das Limmatquai – angesichts der Verstädterung der Schweiz kommen wir gar nicht darum herum familienfreundlichere Aussenräume zu schaffen und dazu gehören auch abgasfreie Velo und Schulwege und Renterfreundliche Wegnetze. Es können sich doch nicht alle einen Chauffeur leisten. Realismus heisst nicht immer nur den schlechten Status Quo zu verteidigen, sondern eben auch zu refomieren.
Das ist keine Antwort auf meine Frage. Und glaubst du echt, die Abgase machen an der Fussgängerzone halt?
Meine Meinung zum Thema Velos, Autos und Stadt:
Mehr Velowege: Ja.
Verstärktemassnahmen gegen Abgase: Ja.
Durchsetzen, dass, und gerade dort, wo die Infrastruktur für Velos stimmt, die Verkehrsregeln durchgesetzt werden: Ja.
Und grundsätzlich: Muss ich in einer Stadt mit einem gewissen Mass an Abgasen rechnen: Leider ja.
Man muss im Prinzip nur die Fussgängerzonen besser verknüpfen, Engpässe beheben indem man Trottoirs verbreitert. Planerisch ein abgasfreies Wegnetz vorgeben.
Parkanlagen mit druchsichtigen Schallschutzwänden vom Strassenverkehr abschirmen.
Ausserdem kann man damit auch Engpässe beim öffentlichen Verkehr mildern. Von der Kapazität her ist der Fuss und Veloverkehr nämlich äusserst flexibel.
@Behemoth Du gibst dich wieder störrisch wie immer. Es ist effektiv so, dass Toxine Stress verursachen (Lärm übrigens auch), trägt in jedem Fall zu einem grösseren Unfallrisiko bei.
Ob der Auspuff direkt vor der Nase liegt, oder 30 Meter weiter, hat einen erheblichen Einfluss auf den Anteil der Toxine, die in die Lunge gelangen (Ausser, zugegebenermassen an neuralgischen Katastrophengebieten wie der Hardbrücke).
“@Behemoth Du gibst dich wieder störrisch wie immer”
Danke! Ich betrachte dies als nachhaken.
“Man muss im Prinzip nur die Fussgängerzonen besser verknüpfen, Engpässe beheben indem man Trottoirs verbreitert. Planerisch ein abgasfreies Wegnetz vorgeben.”
Was hat der Velofahrer von einem grösseren vernetzten Fussgängerzone oder breiteren Trottoirs?
Wieso muss man denn überhaupt mit dem Auto in die Stadt, wenn man nicht schwerst gehbehindert ist, sperrige oder mehr als 20kg schwere Güter transportieren muss?
Ist Autofahren ein Menschenrecht?
Ich frage mich auch des öfteren bei vielen Autofahrern, wieso sie mit dem Auto in die (Innen)stadt fahren. Es grenzt oft an Masochismus.
Grunsätzlich ist es aber naiv und utopisch, anzunehmen, man könnte Autos ganz und gar aus der Stadt verbannen. Man kann nur die Rahmenbedingungen für ein “Zusammen-Funktionieren” von Autos,Velos und Fussgängern optimieren.
Wie soll denn das “Zusammen-Funktionieren” gehen, wenn dem ineffizientesten Verkehrsmittel am meisten Platz gewährt wird?
Naiv und utopisch finde ich, bei den ständig steigenden Mobilitätsbedürfnissen, dh auch immer mehr Platzbedarf, weiterhin am meisten Geld dort zu verwenden, wo ich am wenigsten Transportleistung erzielen kann.
In Städten ist ja kaum mehr Platz vorhanden. Trotzdem wird per Aggloprogramm immer mehr Menschen in die Stadt gelotst.
Komisch, dass bei vielen der ökonomische Sachverstand aussetzt, wenns ums Auto geht.
Was ich immer wieder belustigend finde, wieviele Leute in der Stadt wohnen wollen weil da das Leben tobt und sich dann aber beschweren, weil das Leben tobt.
Ihr wollt Fahrradwege ohne Abgase? Zieht aufs Land! Nein, halt, lieber nicht. Weil ihr dann sicher zu denen gehört, die auf dem Land wegen Kuhglocken und Kirchturmläuten reklamieren.
Es ist absolut lächerlich Abgasfreie Verkehrswege zu fordern. Wer das ernsthaft als machbar ansieht hat seine Hausaufgaben nicht gemacht, lebt in einer Traumwelt und glaubt wohl auch das die Serie “Die Schlümpfe” eine Dokusoap ist.
Abgasfreie Wege werden irgendwann kommen, die Elektrobetriebenen Fahrzeuge werden sich irgendwann durchsetzen, aber auch da wird man sicher wieder was zum motzen finden.
Übrigens noch etwas an die Träumer da draussen, die so sinnfreie Statements abgeben wie “Tram haben keine Emissionen” oder ähnliches. Was glaubt ihr mit was Trams fahren? Von Geisterhand angeschoben? Von Velofahrern gezogen? Nein, da wird Elektrizität verbraucht. Und woher stammt die? Aus AKW’s, oder Flusskraftwerken (mit den bekannten Auswirkungen auf die Fischwanderung) oder von Staukraftwerken (die mal eben ein oder zwei Täler fluten), von ausländischen Kohlekraftwerken oder sonstwoher.
Die Emission belastet zwar nicht die Stadt direkt, aber dafür hat sie jemand anderes vor der Haustüre. Hier outen sich ganz viele Leute als Egoisten der schlimmsten Sorte mit wunderschönem Brett vor dem Kopf und merken es nicht einmal.
Gruss Astro
@cse
Du willst Velowege ? Dann bezahl sie aber auch. Nicht von dem Geld, was vom Autofahrer kommt. Ist immer die alte Leier, Geld vom Autofahrer wollen, selber aber nichts beitragen. Ich werde dieses Wochenende bei Dir einziehen, aber keine Miete bezahlen. Wie käm ich dazu ?
Es braucht gar keine Velowege, man muss nur die Strassen von den Autos befreien und schon ist genug Platz da für alle anderen Verkehrsteilnehmer.
Die Autos gehören ab in den Tunnel mit Rauchgaslüftung und sollen gar nicht mehr hinaufdürfen, solange sie nicht stubenrein will heissen abgasfrei sind. Alternativ (günstigere Lösung) Abgase nach dem Verursacherprinzip direkt in die Fahrerkabine einleiten, denn bisher ist der Leidensdruck zum Nullemissionenfahrzeug einfach noch zu klein.
@krokodil
Lächerlich solche Forderungen zu stellen und sich dabei wohl selber keinen Finger krumm machen geschweige etwas zu bezahlen!?!
@astro
Autos haben in einer Stadt einfach nichts zu suchen, ausser man ist gehbehindert oder hat schwere/ Güter zu transportieren.
@Hoefi
Der Grossteil von Kantons- und Gemeindestrassen wird immer noch durch die einheimischen Einkommenssteuerzahlen finanziert und nicht durch auswärtige infrastrukturschmarotzende Autofahrer von auswärts.
Teuer kommt unser Land nicht die vielen Ausländer zu stehen sondern die vielen Agglos und Landeier, die auf Kosten der Wirtschaftszentren leben ohne dafür verursachergerecht mitzubezahlen.
@Loser
Wenn du dafür 4x pro Tag meine Tochter auf dem Kindiweg begleitest, weil sie ein Strasse überqueren muss, wo durchschnittlich 24’000 Autos/Tag durchfahren. Ein Lichtsignal kann sich der Kanton, der aber eine Umfahrungsstrasse für 200mio. Fr. für eine Landgemeinde mit 3300 Einwohner finanzieren kann, auf dieser Kantonsstrasse nicht leisten.
Wenn ich vieleicht in einer Stadt leben würde, wär ich evtl. auch mit dem Velo unterwegs. Mit der Bahn habe ich 4mal so lange wie wenn ich mit dem Auto zur Arbeit fahre und bin erst recht noch sehr flexibel. Das ist das was für mich zählt ausserdem stimmt für mich das Preis/Leistungsverhältniss bei der SBB nicht!
In der Stadt ist man meistens mit öV oder Velo um einiges schneller unterwegs als mit dem Auto (und billiger und energiesparender und leiser und weniger gefährlich).
Die beste Mobilität ist die Kombination von verschiedenen Verkehrsmitteln: Auto und öV (mehr Park und Ride), öV und Velo (mehr Veloabteile) oder Auto und Velo (“Züri rollt” bei Parkplätzen).
Trotzdem sind diese Fortbewegungsmethoden am wenigsten verbreitet.
Sie werden auch viel zu wenig gefördert.
Velofahrer könnten ja den ersten Schritt machen:
Es gibt keine privaten Velos mehr sondern nur noch öffentliche, die von jedermann zu jederzeit benutzt werden können. Veloabschliessen ist verboten.
Auf der einen Seite die “Grünen” die gerne Velofahren und Autos hassen, auf der anderen Seite die Autofahrenden Velohasser… Natürlich gibt es auch die dazwischen, was meinen die?
Also ich persönlich zähle mich klar zur ersten Gruppe und damit vershcliesse ich der zweiten Gruppe schonmal die Augen, das bin ich mir durchaus bewusst. Ist es denn nicht möglich alle zufriedenzustellen? Wären nicht alle zufriedengestellt wenn man Rücksicht aufeinander nimmt und für jeden den platz vorhanden ist?
Daher braucht es Wege für Autos, welche die Luft verpesten, aber doch sooo viel schneller sind und zum transportieren von schweren Lasten super geeignet ist. Wege für Velos, welche überhaupt nicht klimaschädigend sind, die Krankenkassenkosten verringern da man gesund lebt aber doch so störend im Strassenverkehr da viele nicht mit Ihnen umgehen können. und es braucht die Fussgängerwege und die ÖV, für jeden einzelnen von uns der auch mal wohin zu Fuss geht.
Wäre schön wenn genügend Platz vorhanden ist für diese Verkehrsmittel. Autos, Tram/Bus daneben ein Veloweg und ein Trottoir. Und zwar durchgehend wohin auch immer. Auf die Autobahn gehören keine Velos und in die Autofreien Zone keine Autos, ganz klar. Und wieviele solche Zonen es geben wird entscheidet ganz klar die Demokratie. Die Nachfrage soll auch das Angebot bestimmenn
@rega
Schön wenn es soviele autofreien Zonen, wie Autobahnen geben würde, oder wenigstens annähernd gleichviel Geld dafür investiert würde.
Da die meisten Menschen lieber aufs Velo statt aufs Auto verzichten, heisst das: immer mehr Autos und immer weniger Velos und Fussgänger (wie in den letzten 80 Jahren geschehen).
Ob diese demokratisch gewollte Verkehrpolitik auch in den nächsten 80 Jahren angesichts knapper werdenden Energieressourcen, Klimaveränderung, Globalisierung, zunehmender Entwicklungsdefizite von Kindern wegen fehlender Bewegungsfreiheit (wer besetzt dann die hochqualifizierten Jobs in unserem Land?), Entsoldarisierung der Gesellschaft etc. weiter funktioniert, ist mehr als fraglich.
Da bin ich eher für eine wettbewerbsfähige Schweiz in jeglicher Hinsicht durch einen schlanken Staat (d.h. Infrastruktur). Wenn die arbeitende Bevölkerung lieber immer mehr ihres Lohnes für Mobilitätsexzesse ausgibt, muss man sich nicht Wunder, wenn der Staat dafür die Lohnkosten der Unternehmen und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Arbeitsplätze für die spätere Sicherung von PK, AHV, EL etc. erhöhen muss. (Was nützen Konjukturprogramme zur Ankurbelung des Konsums, wenn dieser durch höhere IV-MWSt, PK-Sanierungsabzüge für Arbeitnehmer etc. wieder mehr als dahingerafft wird).
Wir müssen unser Wohlstandsniveau auf ein global nachhaltiges Niveau reduzieren, sonst werden wir früher oder später zu den Verlierern werden.
Es ist noch nicht solange her, dass die Schweiz wegen Hungers ein Auswanderungsland war.
Mein immer noch sehr vifer Grossonkel hat erlebt, dass Kollegen nicht mehr zur Schule kamen, weil sie an den Folgen von Unterernährung gestorben sind. Wer gibt uns die Garantie, dass das wir nicht erleben. Schliesslich stirbt auch heutzutage alle 5 Sekunden ein Mensch an Hunger. Vielleicht bald auch in der Schweiz statt in Schwarzafrika.
@cse
-es gibt bereits mehr Autofreie Strassen als Autobahnen.
Zitat: (wer besetzt dann die hochqualifizierten Jobs in unserem Land?)
Wir haben über 40% Akademiker die Arbeitslos sind, was wir brauchen sind qualifizierte Handwerker (handlanger haben wir genug). Abgesehen davon wird Geld von Praktikern verdient, nicht von Theoretikern.
Velofahrer in der Stadt Zürich gebärden sich immer frecher. Als Motorradfahrer muss ich die Verkehrsregeln respektieren. Was man aber täglich von Velofahrern zu sehen bekommt, ist des Guten mehr als zuviel. Bei Rot über die Ampel zu fahren ist noch das geringste Übel. Es wird auf Trottoirs, auf Fussgängerstreifen gefahren, einfach überall, wo es noch Platz hat. Ich hatte schon einen Sturz, weil mir ein Velofahrer den Weg abschnitt, einfach quer über die Strasse. Die Polizei soll diese Verkehrssünder endlich behandeln wie andere auch. Oder geniessen Velofahrer im Stadtverkehr a priori generelle Straffreiheit? Das kann und darf nicht akzeptiert werden.