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VCS hat recht, Projekt Seedammcenter widerspricht Bundesrecht

Das Bundesgericht in Lausanne hat die Beschwerde des Verkehrsklubs gutgeheissen. Das Gericht hat festgestellt, «dass die bewilligte Anzahl Parkplätze offensichtlich höher liegt, als gemäss der Massnahmenplanung zulässig ist». Nun geht wieder überall das VCS-Bashing los. Dies obwohl es ja auf der Hand liegt, dass die Baueingabe fehlerhaft ist, und dem Bundesrecht widerspricht. Die Schuldigen für dieses Debakel um die Investition von 300 Millionen und die mehreren hundert Arbeitsplätze sind klar bei der Bauherrschaft zu suchen. Aber die Rechten und Bürgerlichen in unserem Land bekämpfen lieber die Symptome (VCS) anstatt die “Ursachen” (Umweltrecht). Couragierte Politiker würden wenigstens offen zu ihrer Umweltfeindlichkeit stehen, aber das könnte ja Wählerstimmen kosten…

Dieser Artikel wurde von Sandro am Samstag, 22. Januar 2005 in der Rubrik Wirtschaft und zu den Stichwörtern , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

18 Kommentare zum Artikel “VCS hat recht, Projekt Seedammcenter widerspricht Bundesrecht”

  1. gurke32 am 24. Januar 2005 um 07:52

    Spätestens seit man sein Schlafzimmer bei IKEA mit dem Bus abholen soll ist für mich der VCS eine Farce!
    Wie soll die Wirtschaft sich erholen wenn die Linke immer dagegen steuert?

  2. Sandro am 24. Januar 2005 um 12:04

    [1]Der VCS ist der Anwalt der Natur, wenn die Natur für dich eine Farce ist, lebst du in einer Traumwelt. Soll sich die Wirtschaft auf Kosten der Natur erholen? Denkst du auch mal an die Zukunft?

  3. Chevy am 19. Juni 2007 um 09:50

    Laut VCS hat der Brunaupark auch Genügend Parkplätze, zum Glück gehöre ich nicht zu den Deppen die beim Brunaupark oder Später dann beim Seedamcenter Wohnen dürfen und den Parkplatzsuchenden ihre Besucherparkplätze zur verfügung stellen :-)

  4. Pirelli am 19. Juni 2007 um 10:00

    gurke und chevy, man hats euch schon so oft erklärt: Die entsprechenden Vorschriften stammen weder von den Grünen noch vom VCS.

    Seid ihr tatsächlich zu blöd, das zu kapieren?
    Hattet ihr keinen Staatskundeunterricht – oder habt ihr geschwänzt? Und ihr wollt Musterschweizer sein?
    Jeder Einbürgerungswillige muss besser über unser Staatssystem Bescheid wissen, würde ich mal sagen.

    Ihr seid – mit Verlaub – keine Flaschen, sondern kleine Gütterli. Würde mein ehemaliger Physiklehrer sagen.

  5. Pirelli am 19. Juni 2007 um 10:04

    Nachtrag: Auch ich habe wiederholt bei Ikea eingekauft – meine umfangreiche Bibliothek wird ständig erweitert, und dazu brauchts laufend neue Regale.
    Ich hatte noch nie, auch nicht im Ansatz, ein Parkplatzproblem. Und wiederholt habe ich mir die Dinger auch liefern lassen, nachdem ich sie im Geschäft (bei Ikea und anderen, Anreise per ÖV) ausgesucht hatte. Auch das überhaupt kein Problem.

  6. Sandro am 19. Juni 2007 um 10:11

    Hatte auch noch nie Probleme die Waren nach Hause zu bringen. War letztes mal sogar ganz allein Unterwegs und habe mir dann halt ein Taxi genommen. Also wer sich dafür extra ein Auto anzuschafft und sich dann noch mit Parkplatzproblemen rumquält ist definitf selber schuld.

  7. driver am 19. Juni 2007 um 12:26

    “Couragierte Politiker würden wenigstens offen zu ihrer Umweltfeindlichkeit stehen, aber das könnte ja Wählerstimmen kosten…”

    Naja, bloss weil man sich für eine ausreichende Anzahl Parkplätze einsetzt, ist man noch längst nicht “umweltfeindlich”, aber ansonsten hat Pirelli schon recht: Der VCS ist nicht das Problem, er macht es nur sichtbar.

  8. Chevy am 19. Juni 2007 um 16:26

    Wo kein Kläger da kein Richter. Dank VCS wird alles eingeklagt was irgendwie nicht durch und durch Grün ist. Kein VCS, kein Richter, so sehe ich das.
    In Meinen Augen unterstützt der VCS sowiso nur gesetzte die ich nie wollte und wo möglich auch dementsprechend abgestimmt habe.
    Laut einem alten gesetz müssten sich Fussgänger bei Dunkelheit heute noch mit licht zu erkennen geben, hier macht der VCS nichts, wiso? Das gesetzt wird genau so missachtet.

  9. driver am 19. Juni 2007 um 19:11

    “Wo kein Kläger da kein Richter. Dank VCS wird alles eingeklagt was irgendwie nicht durch und durch Grün ist. Kein VCS, kein Richter, so sehe ich das.”

    @chevy: Das siehst Du prinzipiell schon richtig. Aber der VCS kommt nur deswegen mit seinen Einsprachen durch, weil in solchen Fällen eben häufig geltendes Recht verletzt wird. Wenn dem nicht so wäre, dann würde der VCS sich vor Gericht regelmässig eine blutige Nase holen und dann würde den grünen Stänkerern das Verfassen von Einsprachen bald mal vergehen.

    Wenn nun das Verbandsbeschwerderecht abgeschafft würde, dann könnte der VCS zwar keine Einsprachen mehr machen, aber die Gesetze und Verordnungen die es heute faktisch verunmöglichen, in der Schweiz ein Einkaufszentrum oder anderes Bauwerk mit grossem Publikumsverkehr mit einer ausreichenden Anzahl Parkplätzen zu bauen, die blieben bestehen. Andere Einsprecher oder die zuständige Bewilligungsbehörde könnten sich immer noch darauf berufen.

    Das eigentliche Problem ist, wie erwähnt, die zugrunde liegende Gesetzgebung. Diese geht naiverweise davon aus, dass die Leute mit dem ÖV ins Einkaufszentrum fahren würden, wenn man für eine hinreichend grosse Parkplatzknappheit sorgt und/oder horrende Parkgebühren verlangt um damit halbleere Busse zu subventionieren.
    Diese Prämisse entspricht schlicht und einfach nicht der Lebenswirklichkeit. Die meisten Leute fahren entweder mit dem Auto ins Einkaufszentrum oder dann gar nicht. Wenn ich z.B. für einen Grosseinkauf ins Glattzentrum oder zum Carrefour fahre, dann ergibt das meist so 8-10 volle Papiersäcke. Das wird niemand ernsthaft mit dem ÖV transportieren wollen…
    Wenn ich gezwungen würde mit dem ÖV da hin zu fahren, dann würde ich das gar nicht mehr tun sondern stattdessen in der Migros um die Ecke jeweils nur gerade soviel einkaufen wie ich zu Fuss tragen kann. Das ist aber für haltbare Güter zeitraubend und ineffizient, weshalb ich das möglichst vermeide.

    Jetzt kommt dann wohl wieder einer mit ‘ner Studie daher, dass die meisten Leute die mit dem Auto ins Einkaufszentrum fahren so wenig kaufen, dass sie locker den ÖV benützen könnten. Das mag durchaus stimmen, aber oft ist es eben so, dass man nicht im Voraus weiss, was genau man kaufen wird. Wenn man z.B. in die IKEA geht, dann kann es gut sein, dass man was Passendes findet oder eben nicht, also nimmt man für alle Fälle das Auto.

    Die zukunftsweisende und ehrliche Lösung wäre, die entsprechenden Vorschriften an der Realität zu orientieren statt irgendwelchen ÖV-Phantasien nachzuhängen. Es gibt viele Fälle wo der ÖV sinnvoll und nützlich ist und dort wird er in der Regel auch fleissig genutzt. Der Besuch im Einkaufszentrum gehört da allerdings nicht dazu.

  10. Pirelli am 19. Juni 2007 um 22:51

    “In Meinen Augen unterstützt der VCS sowiso nur gesetzte die ich nie wollte und wo möglich auch dementsprechend abgestimmt habe.”

    Genau, Chevy. Man nennt das Demokratie. Hast du gut kapiert. Geh zu Putin, dort ist dir wohler. Aber als Demokratiefeind hast du hier nichts mehr verloren.
    Gesetze sind dazu da, eingehalten zu werden. Ohne VCS kein Richter? Etwas vom Blödesten, was je diese Seiten verunstaltete. Du brauchst keinen Rechtsstaat, gell? Gesetze gelten nur für die anderen, aber dann nicht, wenn sie dich tangieren?

    Übrigens – das könntest du natürlich wissen, wenn du hier jeweils lesen würdest, was Leute schreiben, die eine Ahnung haben und nicht nur poltern ohne Substanz – stammen über 90 Prozent der Einsprachen nicht von Verbänden.

    Ansonsten: Wir haben in sämtlichen Legislativen satte bürgerliche Mehrheiten. Alles Leute, die ich nie gewählt hätte. Trotzdem bestehen die Gesetze und Vorschriften. Schräg, nicht?

    Und jetzt liefere noch das Gesetz im Wortlaut, dass die Fussgänger zu Beleuchtung zwingt.

    Driver, was ich nicht alles verpasse, weil ich kein Auto habe! War mir bislang gar nicht bewusst!
    Hier in Luzern haben wir bald nur noch Kleider- und Schuhladen (die alle paar Monate wechseln) im Zentrum – alles andere zügelt auf die “grüne Wiese”. Sehr erstrebenswert. Dieser Trend zerstört den Detailhandel.

    Für alle, die des Lesens noch mächtig sind und nicht nur blind und unbedacht Parolen nachplappern – ohne auch den Mückenschiss einer Ahnung zu haben:
    http://www.ignoranz.ch/item/wetterfahnen-bundesrat-nun-doch-fuer-massive-einsachraenkung-des-verbandsbeschwerderechts/

    Die Fakten über die Verbandsbeschwerde – inkl. Erfolgsquote vor Gericht.

  11. driver am 19. Juni 2007 um 23:49

    “Ansonsten: Wir haben in sämtlichen Legislativen satte bürgerliche Mehrheiten. Alles Leute, die ich nie gewählt hätte. Trotzdem bestehen die Gesetze und Vorschriften. Schräg, nicht?”

    Ja, auf den ersten Blick schräg. Auf den zweiten widerspiegelt es sehr schön das schizophrene Verhältnis vieler (Deutsch-)Schweizer zum Auto. Wie oft habe ich schon erlebt, dass die Leute meinten “me sött” halt schon nicht so viel Auto fahren oder halblaut was von “scho chli schlächts Gwüsse” murmelten und trotzdem tagtäglich mit ihrer Karre rumfahren wie die Weltmeister.

    Das erste Mal ist mir dieses merkwürdige Verhalten vor der Abstimmung über die Initiative für Tempo 100/130 bewusst aufgefallen. Da argumentierten zwei meiner Kollegen voller Überzeugung gegen die Initiative, obwohl ich mehrfach als Mitfahrer erlebt hatte, dass dieselben Leute Tempo 120 und vor allem Tempo 80 eher als unverbindliche Richtwerte betrachteten. Auf meinen Einwand hin waren das dann nur “seltene Ausnahmen”. ;-)

    Ähnliche Verhaltensmuster finden sich auch in der Politik wieder, wie hier bei der Debatte um VCS, VBR und Parkplätze oder in ähnlicher Form bei der Diskussion um die CO2-Abgabe. Zuerst stimmt man strengen Gesetzen zu, weil man ja “sött” und wenn’s dann zur Sache geht, versucht man mit allen möglichen Tricks diese zu umgehen oder zu ignorieren. Mindestens in diesem Bereich verhalten sich die (bürgerlichen) Politiker als wahre Volksvertreter.

  12. gumbyman am 20. Juni 2007 um 00:43

    @driver
    “…mit allen möglichen Tricks diese zu umgehen oder zu ignorieren. Mindestens in diesem Bereich verhalten sich die (bürgerlichen) Politiker als wahre Volksvertreter.”
    Sehr schön und treffend ausgedrückt :)

    Hat aber einen ernsthaften Kern: Wir sehen zwar ein dass “man etwas tun müsste”, tun uns aber schwer damit weil wir unsere Gewohnheiten ändern müssten; frei nach dem Motto “der Geist ist willig aber das Fleisch ist schwach”

    Die Soziologie lehrt dass das Individuum bereit ist, sich gegen das eigene Ego an etwas zu halten, wenn die anderen auch müssen. Wenn diese dagegen verstossen, werden sie umso heftiger in die Pfanne gehauen, weil die sich etwas rausnehmen was man selber gern würde aber nicht darf.

    Insofern nicht wirklich schizo, nur menschlich :) Ist aber definitiv kein Grund sich über jene aufzuregen, die auf bestehende Gesetze hinweisen.

    g.

  13. Pirelli am 20. Juni 2007 um 09:36

    Schöne Ausführung, driver, merci.

  14. Pirelli am 20. Juni 2007 um 09:36

    Schöne Ausführung, driver, merci.

  15. dispodieter am 1. September 2008 um 13:43

    Für die Vorgehensweise des VCS gibt es eine schöne Bezeichnung: Ökoterror.

  16. driver am 2. September 2008 um 14:01

    Dummes Zeug. Lies mal oben meine Beiträge vom 19. Juni 2007. Wenn wir nicht derart strenge Umweltgesetze hätten (die idR von “bürgerlichen” Mehrheiten beschlossen wurden) dann könnte der VCS genau gar nichts ausrichten. Bei der Gesetzgebung müsste man den Hebel ansetzen und nicht beim VCS oder beim Verbandsbeschwerderecht.

    Weshalb zerrst Du eigentlich diesen Uralt-Thread wieder ans Tageslicht? Wirst Du von der Fiala bezahlt? ;-)

  17. dispodieter am 2. September 2008 um 15:41

    Wer ist denn die Fiala?

  18. Sandro am 3. September 2008 um 10:12

    Wer ist denn dispodieter?

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