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Valentinstag: Vorsicht beim Blumenkauf

Passen Sie bitte auf, wenn Sie ihrer Liebsten Blumen zum Valentinstag kaufen. Die Menschenrechtsorganisation “Terre des Hommes” ruft vor dem Valentinstag dazu auf, nur Blumen aus garantiert menschenwürdiger Produktion zu kaufen:

»Wir rufen die Verbraucher dazu auf, Blumen zu kaufen, die mit dem Flower Label oder dem TransFair Siegel fair fleurs ausgezeichnet sind«, so Claudia Ehlers, Kinderrechtsreferentin von terre des hommes. »Mit den gesiegelten Blumen können sie doppelt Freude schenken. Denn nur sie garantieren die Zahlung Existenz sichernder Löhne, Schutz vor Pestiziden, die Respektierung der Gewerkschaftsfreiheit auf den Plantagen sowie weitere Sozialleistungen.« So konnten bislang für über 24.000 Beschäftigte auf Blumenplantagen die Arbeitsbedingungen konkret verbessert werden.

(Quelle: Menschenrechtsblog)

Insbesondere Kinder werden bei der Billigproduktion von Blumen häufig ausgebeutet:

In ihrer neuesten Studie zeigt die Menschenrechtsorganisation FIAN das erschreckende Ausmaß der Kinderausbeutung auf lateinamerikanischen Blumenplantagen auf. Kinder sind auch die Leidtragenden, wenn ihre Mütter keine Existenz sichernden Löhne erhalten und unbegrenzt Überstunden arbeiten müssen. [..]Kinderrechte werden auf diese Weise verletzt, obwohl es nationale Kinderschutzgesetze in diesen Ländern gibt.[..] FIAN fordert die Abschaffung ausbeuterischer Kinderarbeit und Durchsetzung von international anerkannten Arbeitsrechten für BlumenarbeiterInnen. Auch VerbraucherInnen können dazu einen Beitrag leisten, indem sie zum Valentinstag Blumen des Flower Label Program (FLP) kaufen. FLP garantiert, dass weder Kinder noch Eltern unter ausbeuterischen Bedingungen auf den zertifizierten Blumenfarmen arbeiten.

(Quelle: Menschenrechtsblog)

Also, zeigen Sie Herz wenn Sie morgen Blumen kaufen, nicht nur für die Beschenkte…

Dieser Artikel wurde von Sandro am Dienstag, 13. Februar 2007 in der Rubrik Umwelt und zu den Stichwörtern , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

17 Kommentare zum Artikel “Valentinstag: Vorsicht beim Blumenkauf”

  1. leuthold am 13. Februar 2007 um 14:23

    Es ist “Fair Trade”, wenn man in anderen Ländern Strukturen fördert, die nicht marktgerecht sind?

    Ich halte “Fair Trade” genauso unsinnig wie Subventionen für die Schweizer Bauern… wer Güter produziert, soll sich am Markt behaupten müssen, ansonsten überlässt man die Produktion jenen, die es besser können.

  2. Babylon am 13. Februar 2007 um 15:44

    @ leuthold

    Achja, und dafür solch Bedingungen in Kauf nehmen. Mich kotzt es an, dass immer mehr nur noch mit marktwirtschaftlichen Kriterien gedacht wird. Du würdest wohl auch Sklaverei in Kauf nehmen nur um deinen billigen Ramsch kaufen zu können. Übel. Und der Vergleich von Kinderarbeit und Subvention von Schweizer Bauern hinkt mal gewaltig.

  3. vollmi am 13. Februar 2007 um 15:57

    Och wir können ja die Blumen aus Holland kaufen. Dann werden keine Kinder ausgebeutet.
    Sie verhungern dann zwar, aber sie müssen wenigstens nicht arbeiten.

    Merke: Ausgebeutet werden und dafür wenig Essen zu kriegen ist besser als nicht ausgebeutet zu werden und kein Essen zu kriegen.

    mfG René

  4. cse am 13. Februar 2007 um 16:19

    wer Mitte Februar in der Schweiz Blumen kauft, ist sowieso nicht ganz hundert.
    Um die riesige Nachfrage am Valentinstag befriedigen zu können, müssen sogar Blumen per Flugzeug importiert werden.
    Für die Umwelt ist das auf jeden Fall nicht fair.

  5. Chevy am 13. Februar 2007 um 16:34

    @cse
    Und von was leben die Floristen im Winter?

  6. sense2 am 13. Februar 2007 um 16:35

    leider einbisschen zu spät dieser artikel, habe gestern abend “ganz normale” blumen bestellt..

  7. trigor am 13. Februar 2007 um 16:37

    @vollmi: Sprich: Alle ausgebeuteten Kinder dürfen sich glücklich schätzen von uns ausgebeutet zu werden. Nun, wenn Du das sagst… dann können wir ja in ruhe weiter ausbeuten.

  8. vollmi am 13. Februar 2007 um 16:58

    nein Trigor das meine ich nicht. Ich meine das was ich geschrieben habe.

  9. manarak am 13. Februar 2007 um 18:31

    Der Blog-Artikel muss korrigiert werden.

    Wer Blumen ohne Label kauft, unterstützt nicht die Ausbeutung von Kindern, sondern derjenige der Blumen mit Label kauft, tut etwas gegen die Ausbeutung – der Umkehrschluss ist nicht zulässig.

    Der Blogartikel ist in dieser Form eine geschäftsschädigende Verleumdung.

  10. sense2 am 13. Februar 2007 um 19:32

    >Der Blogartikel ist in dieser Form eine geschäftsschädigende Verleumdung.

    lol klar.

  11. cse am 14. Februar 2007 um 10:22

    @chevy: ich dachte wir leben in einer Markt- nicht Planwirtschaft

  12. Smith am 14. Februar 2007 um 23:52

    Als 10jähriges Kind habe ich meine ersten bezahlten Jobs in der Landwirtschaft gehabt und war sehr stolz auf das selbstverdiente Geld. Dabei ist es nicht geblieben. Zum Glück bin ich damals keinem gut bezahlten Funktionär der Hilfswerke begegnet, sonst würde ich heute von Sozialhilfe leben.

  13. Encephalon am 15. Februar 2007 um 23:14

    Das Grosskapital hat zur Absicht, den Pöbel immer mehr am Tropfen hängen zu lassen, weltweit. Merkt ihr’s nicht? Der einfache, arbeitende Angestellte kriegt immer weniger für noch mehr Leistung (Teuerungsausgleich). Arbeitsplatzsicherheit gibts nicht mehr! So so? Warum denn? Aha, weils das Grosskapital so will, weil Massenentlassung = Wertsteigerung = mehr Respekt an der Börse.

    Aldi, Lidl, Denner, M Budget, Prix Garantie… einfach toll! Hey, uns gehts immer besser! Wir kriegen ja immer mehr für’s Geld, jedenfalls quantitativ! Halt ein wenig auf dem Buckel des Personals, naja. Dafür ist die Pasta im Denner jetzt nur noch Fr. -.75. Mei, ist das nicht wunderbar. Während das Grosskapital was macht? Aha! Hummer, Kaviar, Gänseleber und Schimpansenhirne fressen, in der Weltschicht umeinander trollen, “wichtige” Verträge verhandeln, mal ein paar Konkurrenten aufkaufen und still legen, ab und zu einen Prozess gewinnen etc. etc. etc. Ja, ja ich weiss, nicht alle und nobody is perfect!

    Um was gehts? Ach ja, Valentinstag und das Blumengeschäft. Arme Menschen, welche solchem verkommerzialisierten Mist auf den Leim gehen! Diese Hektik jedes Jahr!? Halloween ist ein anderes Stichwort. Wenn jemand seine Liebste (seinen Liebsten, ihre…, naja, ihr wisst schon) erst auf Kommando mit Blumen zu verwöhnen weiss, tja. Kann, soll, muss sich jeder selber überlegen?
    Blumen oder eigentlich viele andere verderbliche Sachen kaufe ich, wenn irgendwie möglich immer nur aus der Region. Gemüse, Obst etc. – in meiner glücklichen Lage – beim benachbarten Bauern. So weiss ich auch, wo der Grossteil meiner Lebenshaltungskosten wieder Verwendung findet. Sicher nicht im A…. der Grosskapitalisten. Wie auch immer!

  14. thomas.me am 16. Februar 2007 um 17:53

    Nichts gegen solche Labels, sie sind sicher weniger schädlich als Entwicklungshilfe, ja vermutlich bringen sie den Beteiligten wirklich etwas. Aber als Luxusprodukte haben die Labels keinen Einfluss auf die grossen Handelsströme.

    Es gibt nur einen Schritt, der die unfairen Handelsbeziehungen wirklich und nachhaltig korrigieren, Abhängigkeiten reduzieren und so echte Entwicklung bringen könnte: Wir müssen den Entwicklungsländern ermöglichen, uns im Agrarsektor zu konkurrieren.

    Das bedeutet: Agrarzölle und Agrarsubventionen sowie sämtliche Entwicklungshilfe sind ersatzlos zu streichen. Es ist in unserem ureigensten Interesse, diesen unvermeidbaren Schritt so schnell wie möglich zu vollziehen, am besten unilateral und als erstes westliches Land.

  15. Smith am 16. Februar 2007 um 22:25

    @thomas.me
    Den Menschen der Dritten Welt muss ein Weg geöffnet werden, ihr Geld durch eigene Arbeit zu verdienen, ohne dass sie durch verbeamtete Subventionisten der Industrieländer behindert werden. Ich stimme zu, dass diese Handelshindernisse zum Nachteil der Armen beseitigt werden müssen.
    Ich habe diese Blumen-Labels überhaupt noch nie gesehen. 24`000 Mitarbeiter, welche davon proftieren, ist auch nicht gerade viel.

  16. Schweizer am 17. Februar 2007 um 01:16

    Schaut doch mal wo eure Turnsachen, Kleider, Velos, Spielzeuge usw. hergestellt wurden !

    Selbstverständlich sind das alles Marken die keine Ausbeuterlöhne bezahlen und auch keine Kinder unter 6 jahren beschäftigen.

  17. free sms ohne anmeldung am 12. März 2007 um 12:50

    hi, ich find das einerseits sehr toll, dass man soviel mitgefühl zeigt, da krieg ich leicht gesäne haut,wenn ich dran denke, dass es sowelche taten gibt, wo menschen sich die mühe machen, vor die presse tretten, nur um was postives bewirken zuwollen. die frage ist nur, ist es wirklich so schön wie es aussieht? und steckt dahinter nicht vieleicht doch eine gewisser antrieb nach profit?! man weiss es nicht und bleibt ungewiss, ob nun wirklich geholfen wird oder nicht. aussdem grund, mus es jeder selber in die hand nehmen und sich nicht einfach zurück lehnen und irgendwo in irgendeine stiftung geld zahlen, mit dem hintergedanken, *och ja, für ein bisschen kleingeld, rede ich mich auch von dieser verpflichtung frei* wer wirklich helfen will,mus selber zur tat greifen, was wäre das für eine schöne welt, wenn alle die normalerweise spenden würden, nach afrika reisen würden um vor ort, den leidenden kindern zu helfen?

    im endeffekt wird der tod zu jedem kommen…

    naja, jedem das seine.

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