Unreflektierte Mordtraditionen lassen noch wenig weisse Schäfchen übrig…
Man solle von paar Einzelfällen nicht auf das System schliessen, so die Haltung zur SVP gegenüber dem Vorfall auf dem Hönggerberg, der nun eine Reihe politischer Vorstösse zur Folge hatte. Der Tagi paraphrasiert in diesem Artikel schön: “Seltsam für eine Partei die es stets versteht von Einzelfällen auf die Allgemeinheit zu schliessen und daraus politisches Kapital schlägt”. Die alle über einen Kamm schert und für undifferenzierte Panikmache bekannt ist. Die Pauschalisierungsmechanismen schlagen nun zurück. Ist es nicht ein Witz, dass die Partei die sich für Sicherheit stark machen will, sich indirekt für die blutrünstigste Tradition einsetzt, die schon so viele Menschenleben gekostet hat?
Und ausserdem: Wieviele Einzelfälle von motivlosem Morden müssen noch passieren, wo frisch gebackene Rekruten einfach so Lust haben mal ihre Waffe auszuprobieren und ein wildfremdes Mädchen gerade zufällig in ihrer Schusslinie sitzt? Der Ermittlungsstand deutet darauf hin, dass diese Tat nicht geplant ist, sondern von — in der Armee noch geschulten- Waffenlust zeugt. Natürlich sind solche abnorme waffenlustige Verhaltensprädispositionen nicht bei jedermann gegeben. Aber in einem Zeitalter wo unter Jugendlichen spontane Schlägereien angesagt sind und man gleich das Messer zückt wenn jemand eine dumme Schnurre hat, kann auch bald spontanes Abknallen auf der Strasse noch “in” werden. Kommt dazu, dass dank unhinterfragten Urschweizer raditionen einem zwangsläufig sogar noch beigebracht wird, wie man ein Zielobjekt in der Mitte trifft. Jahrelang haben sich Familiendramen in den eigenen vier Wänden abgespielt und sind nur bei prominenten Opfer an die Öffentlichkeit geraten. Plötzlich verlagern sich Morddelikte dank dem “Spielzeug” Waffe in den öffentlichen Raum. Und nun beginnt die Betroffenheit, Umdenken beim einen oder anderen finden statt. Müssen noch spontane kollektive Wettschiessen auf der Strasse passieren, damit wir endgültig den Status der rechtsfreien Sphäre im öffentlichen Raum erreichen, wo — ganz nach der Waffen-notwehr-prävention wie sie von amerikanischen Verfassungsvätern festgeschrieben worden ist- das (früher Faustrecht) Schiessrecht gilt.
Waffenlobbyisten die sich kontinuierlich für die Verharmlosung der einsetzen und ihr vermeintliches Machtmittel weiterhin im Kleiderschrank wissen wollen, sehen in den persönlichen Merkmalen des Täters und seinem Motiv grössere Gefahr. Das spielt bestimmt auch eine Rolle. Nur blöd wenn es einfach kein Motiv gibt. Die Waffenlobbyisten stossen nun an ihre Grenzen. Dann gilt es als einen zweiten Schritt den Zugriff zum Mordinstrument zu erschweren, leider wird einem dies ja in die Hand gedrückt als obligatorisches Abschiedsgeschenk nach dem Dienst. Ein Verzicht darauf hat bürokratische Folgen, schliesslich erklärt ein Staatsbürger dass er sich vom Waffengebrauch “entmündigen” und das käme ja gleich einer “Entmännlichung” gleich.
Wäre die SVP konsequent, gäbe es noch wenige weisse Schäfchen in diesem Land…

Interessant finde ich obwohl z.B. mit unserem Sozialen Netz mehr unfug betrieben wird werden die Aufgedeckten Betrugsfällen als “Einzelfälle” abgetan, Beim Stgw. wo es weniger missbrauch gibt sollen wegen ein paar wenigen alle daran Glauben.
Wie gieng der Spruch man solle nicht al in einen Topf werfen oder so? Gleiches gilt auch hier, 99% der AdA’s sind in der lage mit dieser Verantwortung umzugehen. (Wir werfen auch nicht alle Ausländer raus nur weil die Ausländer ein Paar Hundert Schweizer umgebracht haben, sondern bestrafen jene die etwas verbrochen haben.)
ABgesehn davon haben praktisch alle die mit dieser Waffe ein Problem haben einen Migrationshintergrund (Andere Länder andere Sitten?), wenn dan gibt min Immigrannten keine Waffe mehr (auch im Zivilen)
IMO geht es doch nicht mal ansatzweise darum, den AdA nicht zu vertrauen. Das ist ein Scheinargument, mit dem man hofft, die AdAs mögen sich für ihre Waffen wehren. Ich als AdA wäre jedoch mehr als froh, könnte ich den Prügel abgeben. Insofern sollte es mindestens eine Möglichkeit geben, diesen freiwilig abzugeben. Der mit dem Gesuch ist lächerlich, die Kommision stimmt der Abgabe nur zu, wenn man sich selber für gemeingefährlich erklärt (habs selber erlebt).
Die Waffe zuhause ist schlicht nicht zeitgemäss und vor allem auch nicht nötig. Der einzige mehr oder weniger stichhaltige Grund ist das Obligatorische. Nicht wegen dem Schiessen, sondern wegen dem Subventionieren der Schützenvereine. Wobei ich die an und für sich auch für überflüssig halte.
Bin mir jedoch ziemlich sicher, dass die Initiative das Waffenproblem lösen wird.
Man sieht doch einem 20ig Jährigen nicht an, ob er irgendwann mal aus was für Gründen auch immer, zum Psychopath mutiert. Genau deshalb soll das Gewehr beim Militär bleiben.
Der Vorschlag von Chevy gefällt mir sehr gut. Man sollte solchen eingebürgerten Ausländern nur ja keine Waffe in die Hand drücken. Am besten auch denen nicht, die schon in der zweiten oder sonst irgend einer Generation hier leben. Den man weiss ja nie, was da noch alles vorhanden ist aus der Vergangenheit, als die Vorfahren noch in anderen Ländern mit anderen Sitten gelebt haben. Wer weiss, was da noch in einem an Gewaltpotential drinsteckt. Meine Grossmutter kommt aus Österreich. Vielleicht kommen ihre Vorfahre ja aus dem Balkan, der ja gleich irgendwo hinter Österreich beginnt. Huiuiui, wer weiss, vielleicht werde ich auch noch zu einem kaltblütigen Killer. Und irgendwann kam der Mensch aus Afrika (also auch meine Vorfahren) nach Europa. Vielleicht bin ich auch prädestiniert ein Drogendealer zu sein, da es ja erwiesen ist, dass Menschen aus Afrika mit Drogen dealen. Uaaaahh, ich bekomme langsam Angst vor mir selber, wenn ich so denke, was ich noch so anstellen könnte.
Also, am besten führen wir jetzt den Schweizerausweis ein. Jeder muss beweisen, dass er schon seit 100000 Generationen hier in der Schweiz lebt und somit Null Gefährdungspotential hat. Da dies sowieso niemand beweisen kann, wird auch niemand mehr zum Militärdienst eingezogen und die ganze “Waffe-zu-Hause-im-Kleiderschrank”- und die allgemeine Waffendiskussion erübrigt sich von allein. Nur weiter mit den Parolen. Sie führen ganz bestimmt zum Ziel.
Sandro schrieb:
“Man sieht doch einem 20ig Jährigen nicht an, ob er irgendwann mal aus was für Gründen auch immer, zum Psychopath mutiert. Genau deshalb soll das Gewehr beim Militär bleiben.”
Man sieht doch einem 20ig jährigen nicht an, ob er irgendwann mal, aus was für Gründen auch immer:
- einen unfall baut: auto wegnehmen!
- vergewaltigt: kastrieren!
- hacker wird: computer verbieten!
Oder liegt das problem vielleicht doch beim menschen, und nicht dem werkzeug?
Der Artikel ist gut,mit einer Ausnahme:die Ami-Notwehr gilt dort nur auf eigenem Grundstück!
@chevy
Es spielt keine Rolle,wieviele mit der Verantwortung umgehen können,sondern wieviele Tote dieser lächerliche Brauch noch fordert!
@Chevy: Der vergleich zwischen Sozialhilfebetrug und Mord hinkt doch gewaltig, findest du nicht? Tatsächlich sind einzelne Betrugsfälle selten eine Gefährdung für Leib und Leben. Ein Mord ist aber immer der überflüssige Verlust eines Menschen.
@bluefox: Autos, Computer und Fortpflanzungsorgane dienen nicht einzig dem Ziel, jemandem Schaden zuzufügen. Waffen schon. Diese lächerlichen Vergleiche sind nicht wirklich eine Diskussionsgrundlage.