UNO-Klimabericht: Nicht Weckruf sondern Alamrsirene
800 Forscher haben das Klima unseres Planeten respektive die derzeitig stattfindende Klimaveränderung unter die Lupe genommen. 2500 Wissenschaftler haben die daraus resultierenden Ergebnisse dann auf Herz und Nieren überprüft. Der resultierende IPCC Klimabericht ist nicht ein Weckruf für schlafende Politiker, sondern eine laute Alarmsirene!
In der am Freitag vorgestellten Untersuchung stehts schwarz auf weiss:
- Die Temperaturen werden bis ins Jahr 2100 wahrscheinlich mehr als doppelt so schnell steigen wie im vergangenen Jahrhundert.
- Im schlimmsten Fall wirds bis 2100 im Durchschnitt 6,4 Grad wärmer.
- Der Meeresspiegel steigt noch in diesem Jahrhundert 18 bis 59 Zentimeter an. Sturm, Überschwemmungen und Dürren häufen sich.
- Es ist klar, dass die Menschen am Klimawandel schuld sind. Selbst wenn alle CO2-Emissionen sofort gestoppt würden, stiege die Temperatur um weitere 0,6 Grad an, weil das Klimasystem mit Verzögerung reagiert.
(Quelle: Sonntagsblick vom 04.01.2007)
Nur taubblinde Politiker, welche massive Fehler zugeben müssten, bestreiten dies heute noch. Wär ja auch blöd, vor den Wahlen Courage zu zeigen und Fehler einzugestehen. Z.B. die SVP, welche sich geweigert hat den Film “Eine unbequeme Wahrheit” von Al Gore anzusehen, trotzt weiter und will immernoch nichts wissen von Massnahmen welche helfen die Klimaveränderungen aufzuhalten, respektive nicht weiter zu fördern.
Auch nimmt man die Sorgen der Bevölkerung nicht ernst, wenn man weiterhin einen Zusammenhang zwischen den von uns Produzierten Emissionen und der Erwärmung des Klimas bestreitet. Wie der Sonntagsblick gestern veröffentlich hat, liegt den Schweizern das Klima sehr wohl am Herzen, sie würden, gemäss der SoBli-Umfrage, sogar persönlichen Verzicht üben um etwas dagegen zu tun:
Auf die Frage “Sind Sie bereit, einen persönlichen Beitrag gegen den CO2-Ausstoss zu leisten?” Antworteten 88% mit Ja, 10% mit Nein und 2% waren nicht sicher. Also, liebe Politiker, es muss was geschehen.
Wer nicht Politiker ist, kann selber einen Beitrag leisten, die unnötige Produktion des Klimagases CO2 zu verhindern. Hier einige wenige Tipps:
- Reisen mit ÖV oder Langsamverkehr statt mit dem Auto
- Den Ausstoss von CO2 bei unvermeidlichen Flugreisen via myclimate.ch kompensieren
- Unvermeidliche Autofahrten, z.B. Transporte mit Mobility und myclimate CO2 neutral abwickeln
- Wohnen: Gekippte Fenster vermeiden, dafür Blocklüften. Bauliche Massnahmen können den CO2-Verbrauch halbieren. Ferienwohnungen nur bei Gebrauch heizen.
- Elektrische Geräte immer ganz ausschalten (kein Standby), am Besten alle Geräte an eine Steckleiste und die immer deaktivieren wenn nicht benötigt
- Einkaufen: Lokale Esswaren einkaufen. Saisongemüse, Käse, Milch und vieles mehr gibts aus der Region, was viel weniger CO2 verursacht.
Mit diesen wenigen Massnahmen lässt sich der Klimawandel natürlich nicht aufhalten. Doch Klimapolitik beginnt bei der Eigenverantwortung, also bei jedem Einzelnen. Für alles andere sind die Politiker zuständig, die nun endlich griffige Massnahmen ergreifen müssen! Die SP, die CVP und die FDP haben dazu schon eigene Forderungen gestellt. Die Grünen kommentieren den UNO Bericht in diesem Artikel.
Weitere Artikel zum IPCC Klimareport:

China, Australien und die USA zwingen das Kyotoprotokall zu unterschreiben, ansonsten müssten sich die Kyoto-staaaten ztusammenzun und diese Länder mit Waffengewalt zwingen.
Hier währe der Erfolg sicher.
Angstmacherei ist im Trend, mal mit Terrorismus, mal mit dem Klima… da wir nicht einmal in der Lage sind, das lokale Wetter für ein paar Tage zuverlässig vorherzusagen bin ich optimistisch, dass diese Klimaprognosen genauso falsch sind.
Daneben ist der Klimawandel natürlich eine Tatsache, schon seit Ewigkeiten. Und wie bislang müssen wir uns auch weiterhin daran anpassen – das freut jene Länder, die über entsprechend innovative Industrien verfügen und ihr Geld nicht für religionsähnlichen Voodoo-Zauber ausgeben, mit dem das Klima besänftigt werden soll!
Lustig. Einer, der nicht mal den Unterschied zwischen Wetter und Klima kennt, zweifelt hier die versammelte globale Klimawissenschaft an und redet von Voodoo-Zauber…..
@Andreas: Die Mehrheit hat nicht immer Recht. Und die Erfahrung zeigt, dass die Menschheit bei Vorhersagen für die Zukunft nicht besonders begabt ist… wie erwähnt können wir nicht einmal das Wetter für ein paar Tage vorhersagen. Und da sollen Klimaprognosen für die nächsten 100 Jahre zuverlässig möglich sein?
Wer nicht weiss, inwiefern Wetter und Klima zusammenhängen, kann sich bei Wikipedia oder einem anderen Lexikon seiner Wahl informieren.
Leuthold, wenn wir nicht sicher sind, dann lieber garnichts tun? Nette Einstellung.
Ausserdem ist mit “die Mehrheit” nicht die Mehrheit des Volks gemeint, sondern die Mehrheit der Klimaforscher. Um genau zu sein 800 Forscher und 2500 die die 800 Forscher kontrolliert haben.
Wieso haben die bloss nicht “Leuthold” gefragt, die hätte es viel besser gewusst…
Interessant ist, dass es plötzlich immer mehr “Wissenschaftler” gibt, die sich mit dieser “Problematik” befassen. Woher beziehen die wohl ihren Lohn? Und was werden sie wohl für Ergebnisse präsentieren, wenn sie den auch weiterhin beziehen möchten?
Denkt mal drüber nach, und verwechselt Masse nicht mit Klasse..
@leuthold
“Wer nicht weiss, inwiefern Wetter und Klima zusammenhängen, kann sich bei Wikipedia oder einem anderen Lexikon seiner Wahl informieren.”
Danke, nicht nötig, ich verfüge über gewisse Grundkenntnisse in Klimatologie und Meteorologie. Du scheinst aber tatsächlich die Differenz nicht zu kennen, sonst würdest du nicht von der Wetterprognose faseln.
@>driv3r>
Du bastelst an einer Verschwörungstheorie? Amüsant. Wo doch jeder weiss, dass die mächtigen finanziellen Interessen auf jener Seite liegen, die den Klimawandel abstreitet.
Verschwörungstheorien? Ich vermute, als Wissenschaftler würde ich mich auch der allgemeinen Meinung zuwenden, denn man interessiert sich ja für die eigene Karriere… und dafür ist es riskant, wenn man sich vom “Mainstream” abwendet, unabhängig von den eigenen Überzeugungen.
Apropos Klima: Ohne Wetter kein Klima, wer das Klima vorhersagt, sagt auch das Wetter voraus. Und da wir das Wetter nicht einmal auf ein paar Tage hinaus zuverlässig vorhersagen können, halte ich das für das Klima für unmöglich. Und wie erwähnt sind Zukunftsprognosen notorisch unzuverlässig. Im Rückblick liegt immer jemand richtig, aber das ist das Wesen des Zufalls und keine Prognose…
Das sind keine Verschwörungstheorien. Ich bin nur Realist und stelle ersteinmal die naheliegendsten Fragen. Und eine Leitfrage ist nunmal das gute alte “cui bono”.
Stimmt, Driv3r, cui bono sollte uns bewusst sein. Zum Beispiel in Bezug auf dich: Solange du nur weiterhin der Verschwendung frönen kannst und deinen Sportwagen bewegen (und auf den Lambo sparen), wirst du wohl immer sämtliche klimabezüglichen Erkenntnisse in Abrede stellen. Nicht?
Wie der “Spiegel” schrieb, wurde der Bericht von der Politik in mehreren Punkten abgeschwächt:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,464048,00.html
Und auch die Öllobby kriegt kalte Füsse:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,463884,00.html
Tatsächlich: Cui bono?
@ leuthold, driv3r
Wie kann man so dreist sein und mit so wenig Ahnung so viel zum Thema sagen?
“Interessant ist, dass es plötzlich immer mehr “Wissenschaftler” gibt, die sich mit dieser “Problematik” befassen. Woher beziehen die wohl ihren Lohn? Und was werden sie wohl für Ergebnisse präsentieren, wenn sie den auch weiterhin beziehen möchten?”
Weisst du überhaupt wie diese Ergebnisse zustandekamen? Hast du jemals ein Fachjournal gelesen? Bist du dir bewusst, wie die Resultate zustande kamen? Welche Annahmen getroffen wurden? Wie das Peer-Review-System in derWissenschaft funktioniert? Nein. Und du behauptest einfach weiter.
“Verschwörungstheorien? Ich vermute, als Wissenschaftler würde ich mich auch der allgemeinen Meinung zuwenden, denn man interessiert sich ja für die eigene Karriere… und dafür ist es riskant, wenn man sich vom “Mainstream” abwendet, unabhängig von den eigenen Überzeugungen.”
Es geht in der Naturwissenschaft nicht darum, eigene Überzeugungen zu vertreten, sondern transparente und reproduzierbare Forschung zu betreiben und diese dann sauber zu veröffentlichen. Das ist geschehen. Was du beschreibst, ist Religion.
“Ohne Wetter kein Klima, wer das Klima vorhersagt, sagt auch das Wetter voraus. Und da wir das Wetter nicht einmal auf ein paar Tage hinaus zuverlässig vorhersagen können, halte ich das für das Klima für unmöglich.”
Ich will dich nicht beleidigen, aber das ist ein aussergewöhnlich dummer Kommentar. Du begreifst nicht mal die elementarsten Begriffe (Wetter, Klima) aber posaunst hier fröhlich herum, als seist du ein Erleuchteter.
Im Interesse einer umfassenden und ausgewogenen Meinungsbildung empfehle ich die Lektüre des folgenden Artikels:
http://www.welt.de/data/2007/02/03/1198594.html
Auch der Leitartikel der NZZ vom 3.2. und die letzte Weltwoche vom 1.2. sind empfehlenswert.
Die “Wahrheit” gibt es nämlich nicht, schon gar nicht bei langfristigen Prognosen welche zwingend mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind. Bei Berichten der UNO sollte man auch im Auge behalten, dass auch diese danach strebt ihre Macht und ihren Einfluss auszubauen…
Sollten wir jetz einfach nichts tun und hoffen? Nein, bestimmt nicht, aber es ist wenig sinnvoll wegen des UNO-Berichtes jetzt in wilden Aktionismus zu verfallen und drakonische Massnahmen zu ergreifen, die bloss unseren Wohlstand gefährden und unsere Lebensqualität beeinträchtigen und global gesehen ohnehin wirkungslos sind.
Unabhängig von der Ursache einer Klimaänderung kann ein kleines Land wie die Schweiz so gut wie gar nichts dagegen tun. Also sollten wir uns in erster Linie damit beschäftigen wie wir möglichst gut mit einer zukünftigen Klimaerwärmung umgehen können (und vielleicht sogar Vorteile daraus ziehen können) und entsprechende Strategien entwickeln.
Dass die Linken und Grünen nun nach Kräften den Teufel an die Wand malen ist verständlich, sehen sie doch wieder mal eine Chance uns durch Einschränkungen der wirtschaftlichen Tätigkeit, des privaten Verkehrs, etc. ihre antiquierten sozialistisch-egalitären Gesellschaftsideale aufzuzwingen.
@driver: Gut formuliert, danke!
@leuthold
“wer das Klima vorhersagt, sagt auch das Wetter voraus”
Das ist Blödsinn: Klima und Wetter sind NICHT dasselbe, auch wenn sie zusammenhängen. Ich kann mit ziemlicher Sicherheit prognostizieren, dass es in 5 Monaten in der Schweiz erheblich wärmer sein wird als jetzt, ich kann auch voraussagen, dass Gewitter häufiger vorkommen werden. Und das alles, ohne vorherzusagen, WANN genau und WO diese Gewitter sein werden.
Ein sehr guter Beitrag, driver.
Gruss vom anderen Driv3r
“Die Welt” als glaubwürdige Quelle? Na ja.
Und profund recherchiert ist der Artikel:
Bleiben mal die so heftig vorhergesagten Hurrikane vollkommen aus wie 2005, so wird der Nebensatz über die einmaligen Wetterereignisse zum alleinigen Hauptsatz. Und ist mal der Mai um 7,5 Grad zu kalt, wie 2004 -, so kommt just zufällig der Katastrophenfilm “The day after tomorrow” über die erwärmungsbedingte neue Eiszeit ins Kino.
Grins. 2005 war Katrina. Die Hurrikane blieben völlig aus?
Und selbstverständlich braucht Hollywood weniger als einen Monat, um einen Film “zufällig” genau in einem Extremmonat zu produzieren und in die Kinos zu bringen.
Stimmt.
[i]“Die Welt” als glaubwürdige Quelle? Na ja.[/i]
Der ursprüngliche Blog-Eintrag zitiert den SonntagsBlick. Noch Fragen?
Dies zur Seriosität der “Welt”:
The 2005 Atlantic hurricane season was the most active Atlantic hurricane season in recorded history, shattering previous records on repeated occasions.
http://en.wikipedia.org/wiki/2005_Atlantic_hurricane_season
Muss ja schwierig sein für den “Welt”-Schreiberling, sich im Web zurechtzufinden.
Den SoBli nehm ich auch nicht ernst. Aber es ist egal, welche Quelle verlinkt wird, denn es handelt sich nicht um einen Kommentar, sondern um eine Auflistung einiger IPCC-Punkte. Die könnte aus jeder Zeitung stammen.
Insofern: Ja, noch Fragen.
Vielleicht wurde 05 ja nur mit 2006 verwechselt
Hurrikan Katrina war perfekt um auch für 2006 weitere “Killer-Hurrikans” anzukündigen, nur um dann einen globalen Trend zur Häufung solcher Katastrophen zu erkennen und diese mit der Erwärmung in Verbindung zu bringen. Doch diese blieben aus.
http://www.welt.de/data/2007/02/03/1198594.html
Ps: Wer sie noch nie gelesen haben sollte.
Die zehn Gebote der Öko-Religion
Erstes Gebot:
Du sollst dich fürchten!
Das furchtbarste Szenario ist das wahrscheinlichste. Wenn es einmal gut ging, so kommt es beim nächsten Mal umso schlimmer.
Zweites Gebot:
Du sollst ein schlechtes Gewissen haben!
Wer lebt, schadet der Umwelt – alleine schon durch seine Existenz
Drittes Gebot:
Du sollst nicht zweifeln!
Die Ökobewegung irrt nie. Wer daran zweifelt, dient den Ungläubigen.
Viertes Gebot:
Die Natur ist unser gütiger Gott!
Sie besteht aus Pandabären, Robbenbabys, Sonnenuntergängen und Blumen. Erdbeben, Wirbelstürme und Killerviren sind Folgen menschlicher Hybris
Fünftes Gebot:
Du sollst deine Gattung verachten!
Der Mensch ist das Krebsgeschwür des Globus. Vor seinem Auftauchen war der Planet eine friedliche Idylle.
Sechstes Gebot:
Du sollst die Freiheit des Marktes verabscheuen!
Der Planet kann nur durch zentrale Planung internationaler Großbürokratien gerettet werden
Siebtes Gebot:
Du sollst nicht konsumieren!
Was immer du auch kaufst, benutzt oder verbrauchst: Es schadet der Umwelt. Die Zuteilung von Gütern sollte den weisen Priestern des Ökologismus übertragen werden.
Achtes Gebot:
Du sollst nicht an ein besseres Morgen glauben!
Verhindere Veränderungen und Fortschritte, denn früher war alles besser.
Neuntes Gebot:
Du sollst die Technik gering schätzen!
Abhilfe kann allenfalls durch fundamentale gesellschaftliche Umsteuerungsprozesse kommen. Niemals durch die Erfindung technikgläubiger Ingenieure.
Zehntes Gebot:
Wisse, die Schuld ist weiß, männlich, christlich und westlich!
Die Unschuld ist eine Urwaldindianerin.
Beängstigend wahr.
Ups. Wollte diesen Artikel (auch wenn er schon lange zur Standardlektüre aller “Klimacaust”-Leugner gehört) verlinken, nicht den von driver.
http://www.welt.de/data/2006/12/22/1154823.html
Da muss ich mich jetzt auch noch kurz einschalten:
Was ich nicht begreifen will: Immer wieder kommt das Argument: “Die Grünen” und “die Linken” ist ja klar, dass diese… blablabla.
Blödsinn, einfach nur Blödsinn.
Es geht hier nicht um schweizer Parteipolitik, sondern um ein globales Problem, dem wir uns gefälligst zu stellen haben, wie alle anderen Länder auch. Dass dieses Problem nun von einer erschreckend grossen Zahl von Wissenschaftlern als vom Menschen verursacht gesehen wird, macht die ganze Situation doch einigermassen dramatisch. Und das hat nichts mit Stimmungsmache zu tun.
Des weiteren wurde der Bereicht ja sogar entschärft, das heisst, die offizielle Version, darf als Vorsichtig bezeichnet werden.
Für mich ist es pure Arroganz, die Integrität dieser 2′500(!) Wissenschaftler in Frage zu stellen. Es ist nicht so, dass jeder Wissenschaftler irgend ein Chabis schreiben kann und dies, weil er ja ein Kollege ist, von den anderen goutiert wird. Das ist schlicht falsch. Eine wissenschaftliche Arbeit hat viele Hürden zu nehmen, bis sie tatsächlich z.B in der Fachzeitschrift Nature erscheint.
Das ist eben nicht wie bei einer Parteizeitung oder beim Modellbau-Heftli.
Also, macht mal eure Augen auf und reduziert die Klima-Debatte nicht auf nationalpolitisches Gepoltere.
Und im übrigen: Wieso sprecht ihr immer von Lebensqualitätsverlust? Der Umweltschutz ist ein nachhaltiges Mittel zu Sicherungs unserer Lebensqualität. Es sei denn, die Lebensqualität korreliert mit der grösse des Motors im Auto.
Noch was, an die dirver-Family:
Mach wir doch mal nen Rollentausch. Nehmen wir an, Ihr seid in der Haut dieser Wissenschafter. Ihr habt ein Problem: Ihr seht ziemlich klar, was in Zukunft passieren könnte und die einzige Schlussfolgerung ist: Handeln, sonst steuern wir auf eine Katastrophe zu, die wir schwer kontrollieren können.
Die Aufgabe ist jetzt, Leute wie euch, davon überzeugen, dass es not tut etwas zu verändern und dass man jetzt handeln muss? Wie würdet ihr das machen? Unter Berücksichtigung fadenscheiniger Gegenargumentation von Laien, die ja lauten. z.B. “Möchte ja wissen, woher die ihren Lohn beziehen” oder “die Faktenlage ist nicht stabil”, obwohl ihr wisst, dass dem nicht so ist….
sorry, war jetzt ein wenig lang.
Die Natur hat die Existenz des Menschen ermöglicht, mit allen Konsequenzen, somit auch mit den klimatischen Folgen dieses Ungeheuers. Im weitesten Sinne ist somit die Klimaerwärmung, insoweit sie auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist, ein natürliches Phänomen. Selbst wenn der Mensch sich seiner Existenzgrundlage damit selber berauben würde….
Energiesparen ist gut und sinnvoll (ich bin da ein klassischer “Bünzlischweizer”, der wenn immer möglich Licht löscht etc., da ich Sparsamkeit für eine Tugend halte). Aber die Erderwärmung wird damit kaum genügend beeinflusst werden können, primär weil eben nicht alle so denken (USA, China etc.). Die von US-Wissenschaftler vorgeschlagenen Möglichkeiten zur Sonnenlichtbeeinflussung (sprich Reduzierung) und damit entsprechender Abkühlung werden wohl kurzfristig schon unumgänglich sein, da es viel zu lange dauert, bis sich die Weltwirtschaft angepasst hat…
Solange sich die Geiz-Ist-Geil-Kultur noch mehr verbreitet, desto weniger müssen wir erstaunt, sein, dass das Grosskapital dort investiert wo es die “billigsten” Rahmenbedingungen vorfindet. Sprich, lieber billigen Kohlekraftwerkstrom in China beziehen als mit CO2 Abgaben etc. die Produktionskosten ins Unermessliche steigen zu lassen.
Versteht mich bitte nicht falsch. Ich unterstütze dies nicht, aber ich seh auch keinen gangbaren Weg, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Das Kapital ist global, also müsste auch das Umwelt-, Sozial- und Rechtswesen nachziehen und global werden. Alles andere als diese Utopie kann ich mir nicht vorstellen, da das Kapital IMMER den Weg des geringsten Wiederstands geht. Hier wirkt gerade das Kyoto-Protokoll kontraproduktiv.
@ Dreckfilter
“Die Natur hat die Existenz des Menschen ermöglicht, mit allen Konsequenzen, somit auch mit den klimatischen Folgen dieses Ungeheuers.”
Die Natur kennt weder Moral noch ist sie personifizierbar. Was willst du also damit sagen? Ich mache im Übrigen keinen Unterschied zwischen Kultur und Natur oder Mensch und Natur.
“Im weitesten Sinne ist somit die Klimaerwärmung, insoweit sie auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist, ein natürliches Phänomen.”
Ja sicher, aus dem richtigen Blickwinkel betrachtet. So kannst du auch Atombomben als natürliches Phänomen anschauen. Oder gentechnisch veränderte Pockenerreger. Der Mensch hat aber extreme Möglichkeiten, die Gleichgewichte des Planeten zu beeinflussen. Nicht nur Flora und Fauna, nein, durch die Grösse seiner Population und den Möglichkeiten seiner Einflussnahme kann der Homo Sapiens auch das Klima beeinflussen. Einzigartig.
“Energiesparen ist gut und sinnvoll (ich bin da ein klassischer “Bünzlischweizer”, der wenn immer möglich Licht löscht etc., da ich Sparsamkeit für eine Tugend halte). Aber die Erderwärmung wird damit kaum genügend beeinflusst werden können, primär weil eben nicht alle so denken (USA, China etc.)”
Nicht in dem Rahmen, da gab ich dir recht. Aber es muss was geschehen, wenn es nicht so weitergehen soll. Das ist erst der Anfang, und es wird noch viel ärger werden, bis die Massnahmen überhaupt greifen. Der wichtigste Schritt ist schon geschehen: Man hat das Problem weltweit wahrgenommen. Und das Argument: “Die anderen machens auch nicht, darum muss ich auch nicht.” zieht einfach nicht. Man kann (gerade wirtschaftlich) andere Nationen beeinflussen.
@ Babylon
Genau dein letztes Argument habe ich nicht benutzt und will es auch nicht benutzen, aber wie gesagt, es gibt auch andere Wege, die Temperaturen der Erde zu beeinflussen…
@ Dreckfilter
Ja, ich meinte damit auch nicht politisch-wirtschaftlichen Druck. Eher ein automatisches Nachziehen der “Klima-Schurkenstaaten”. Wenn z.B. der Markt nach umweltfreundlicheren Autos verlangt, dann werden auch asiatische Hersteller automatisch solche produzieren. Oder man führt Labels ein, z.B. für Elektronikbauteile, die besonders klimafreundlich produziert werden.
Ich bin mir im Übrigen schon im Klaren, dass China zum Beispiel nicht von heut auf morgen ein Musterschüler bezüglich Klimaschutz wird, aber geben wir den Chinesen noch etwas Zeit. Sie sind auf jeden Fall punkto Klimabewusstsein schon viel weiter als wir während unseren industriellen Boomzeiten. Und in den USA weht inzwischen auch ein anderer Wind, ich bin sicher dass sich dort sehr bald vieles verbessern wird.
Paradebeispiel: In 12 Stunden um den Nordpol und zurück. Inklusive Tiefflug und 50.- an eine Umweltorganisation (für’e gute Gewissen) also ‘all inclusive’.
http://www.polarreisen.de/angebote/polarflug.pdf
Die Welt erkrankt zunehmend am durch die Marketingindustrie infiltrieren Individualismus – sprich Freiheit.
Die Religion, die Politik und die Wissenschaft haben mehrere Dinge gemeinsam:
1. Sie sind des Glaubens und der Gläubigen bedürftig und ohne sie schlichtweg inexistent.
2. Sie sind in sich selbst in unzähligen Lagern gespalten und streiten rechthaberisch um den “Rechten Glauben”, die Macht und das “Bessere Wissen”.
3. Sie führen als Blinde die Blinden durch die Fiktion der bevorzugten Weltanschauung.
Die Idee, dass die Politik oder die Wissenschaften irgendwelche Probleme lösen wird, verkennt die Tatsache, dass die Probleme letztendlich durch sie herbeigeführt und realisiert wurden.
Probleme in der Ebene des Problems lösen zu wollen bedeutet, mit der Logik des Misslingens noch mehr vom Falschen anzuwenden und weiterhin Gleiches mit Gleichem zu bekämpfen.
Die Verantwortlichkeit des Einzelnen ist an das Kollektiv der relativen Demokratie übertragen, womit sich jeder nur noch um die individuelle Selbstverwirklichung zu kümmern braucht.
Man darf es zynisch, resigniert und fatalistisch nennen, doch ist die Globalisierung der Endverbraucher-Party mittlerweile derart fortgeschritten, dass es vermutlich keinen Sinn mehr ergibt, jetzt noch gegen die Dynamik des angewandten Schildbürgertums anschreien zu wollen.
Ganz nebenbei gefragt: Ist der Klimawandel möglicherweise ein versehentliches Nebenprodukt der ach so mündigen und urteilsfähigen Demokratien?
Fazit: Mündige Menschen würden die Hausordnung der Erde erkennen, sie akzeptieren und sich ihr anpassen. Ein wesentlicher Unterschied zum ewig werkzeugherstellenden, in Macht- und Territorialkämpfen verstrickten Primatentum also.
@ Leo
Ein bizarrer Post.
“1. Sie sind des Glaubens und der Gläubigen bedürftig und ohne sie schlichtweg inexistent.”
Blödsinn. Wissenschaft (ich rede hier mal von Naturwissenschaft) ist ganz was anderes als Religion, auch wenn sie zum Teil gleiche Symptome hervorrufen können. Heutige Wissenschaft beruht auf empirischen Aussagen, reproduzierbaren Experimenten und Logik. Wie du das mit Religion gleichsetzen kannst ist mir schleierhaft.
2. Sie sind in sich selbst in unzähligen Lagern gespalten und streiten rechthaberisch um den “Rechten Glauben”, die Macht und das “Bessere Wissen”.
Nun, es gibt in allen wissenschaftlichen Bereichen Widersprüche. Aber nur auf theoretischer bzw interpretationsmässiger Ebene. Sobald man diese Fragen aber schlüssig und reproduzierbar mittels geeigneter Massnahmen lösen kann, herrscht Einigkeit. In der Religion wird dies nie möglich sein. Die zentralen religiösen Fragen werden immer eine Sache das Glaubens bleiben, nicht so in der Wissenschaft, auch wenn diese an gewissen Orten auch an ihre Grenzen stösst. Solcherlei Grenzen haben sich aber immer wieder voerschoben, wohlgemerkt.
3. Sie führen als Blinde die Blinden durch die Fiktion der bevorzugten Weltanschauung. ”
Das sagst du, als Blinder. Ist aber falsch. Ohne die Wissenschaft mit ihrer ganzen Geschichte sässen wir noch in Höhlen und würden uns gegenseitig lausen.
“Die Verantwortlichkeit des Einzelnen ist an das Kollektiv der relativen Demokratie übertragen, womit sich jeder nur noch um die individuelle Selbstverwirklichung zu kümmern braucht.”
Sowas (weniger pessisitisch ausgedrückt) nennt man “Gesellschaft”. Der Mensch ist entwicklungsgeschichtlich ein Rudeltier. Ohne diesen Fakt hätte sich die Menschheit nie zu dem entwickelt was sie heute ist.
“Man darf es zynisch, resigniert und fatalistisch nennen, doch ist die Globalisierung der Endverbraucher-Party mittlerweile derart fortgeschritten, dass es vermutlich keinen Sinn mehr ergibt, jetzt noch gegen die Dynamik des angewandten Schildbürgertums anschreien zu wollen.”
Diesen Satz verstehe ich nicht ganz. Was genau willst du nun anklagen?
“Ganz nebenbei gefragt: Ist der Klimawandel möglicherweise ein versehentliches Nebenprodukt der ach so mündigen und urteilsfähigen Demokratien?”
Der Klimawandel in seiner heutigen Progression ist zum Teil wenigstens ganz klar anthropogen (“menschgemacht”). Als der Mensch anfing, Unmengen an CO2 in die Atmosphäre zu blasen (Industrie usw), wurde der Grundstein gelegt.
“Fazit: Mündige Menschen würden die Hausordnung der Erde erkennen, sie akzeptieren und sich ihr anpassen. Ein wesentlicher Unterschied zum ewig werkzeugherstellenden, in Macht- und Territorialkämpfen verstrickten Primatentum also.”
Auf deutsch: Man kann eh nichts machen oder man soll es bleiben lassen, weils ja eh egal ist und man sich wunderbar anpassen kann. So einfach ist es aber nicht. Das was wir heute schon an klimatischen Veränderungen sehen (Katrina lässt grüssen) ist erst der Anfang. Es wird noch lustig werden, auch wenn wir jetzt sofort die CO2-Misere in den Griff bekämen. Das System Erde reagiert langsam auf Veränderungen. Du musst dir eher die Frage stellen: Will ich meinen Kindern eine Erde hinterlassen, die möglicherweise viel weniger nutzbaren Lebensraum und eine viel kleinere Biodiversität bietet als heute? Und: Will ich die ganzen Leute in den Drittweltländern elend verrecken lassen (Dürren, Überschwemmungen und die daraus resultierenden Miseren)? Kenne ich die globalen Auswirkungen, die sowas haben kann und kann ich das (auch weltwirtschaftlich!) verantworten, nur weil ich aus Bequemlichkeit darauf scheissen will?
Also wegdiskutieren lässt sich die Klima Veränderung definitiv nicht mehr. Auch wenn ich persönlich nicht der Meinung bin, dass ALLES auf die Umweltverschmutzung geschoben werden kann. Veränderung in den Magnetfeldern, und Abbau unseres natürlichen Strahlen-Abwehrgürtels um die Erde tun wohl das ihre dazu.
Aber daran können wir nix ändern, an der Umweltverschmutzung jedoch schon. Tun kann jeder was, das beginnt ja schon beim Heizen usw. Aber ich glaube, dass wir hier in der Schweiz wohl schon recht viel tun. Wichtiger wäre es aber mal, den grössten Umweltsünder in die Knie zu zwingen. Offenbar beginnen die es nun aber auch langsam einzusehen – endlich.
Es bringt nämlich nix, wenn nur einige etwas tun. Naja, wie immer in der Schweiz, wird immer alles gleich himmelhoch geschaukelt. Etwa so wie beim Antirauchen usw. Hört mal endlich damit auf, alles so hoch zu jubeln. Schreien hilft nämlich nix, sondern nur Taten. Und Aufklärung, aber nicht auf die Tour “Ihr müsst jetzt”. Was z.B. mehr hin müsste, wären zum Beispiel Filme, Spielfilme ohne Happy End. Solche die von bekannten Schauspielern gespielt werden, und klar die Zukunfts Story zeigen, inklusive Folgen, und zwar so gemacht, dass es unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt.
Oder Dokumentationen, z.B. als Bestandteil der Tagesschau, z.B. 30 Teile an je 5 Minuten, mit nachgestellten Situationen in jeweils Abständen von 5 Jahren, welche die zu erwartende Situation wiederspiegeln, wenn wir nichts tun.
Was definitiv “ein Schuss hinten raus” ist: “Drohungen” mit Verboten. In den letzten 10 – 15 Jahren passiert das in allen Belangen ständig, und daher ist es kein Wunder, wenn alle auf Stur schalten. Die meisten Leuten wären eigentlich vernünftigen Argumenten recht zugänglich, sofern sie gut rüber gebracht werden…..
stevech, die Frage, wie man das Thema den Leuten näher bringt, stellt sich tatsächlich. Der ORF machte neulich eine Themenwoche zum Klimawandel. Man konnte dem Thema tatsächlich nicht ausweichen, wenn man ORF 1 oder 2 guckte! Nähme ich wunder, ob und was es bewirkt hat.
[...] Im Interview geht es um den vieldiskutierten Klimawandel. Und die Weltwoche titelt stolz “Im Grossen und Ganzen Mumpitz”. Die haben doch tatsächlich jemanden gefunden, der überzeugt ist, dass der Klimawandel ein ein Konstrukt ist, um von den wahren Problemen der Politik abzulenken. So was kann aber wirklich nur aus dem Munde eines pensionierten Journalisten kommen. Ein Journalist kann übrigens der einstimmigen Meinung von 2500 Wissenschaftlern widersprechen – und das mit nur zwei Sätzen: “Niemand hat Zahlen[…], die tausende Jahre zurückgehen. Dies ist also reine Spekulation.” Aha, der Journi weiss es also besser als alle Wissenschaftler dieser Welt. So ein Schwachsinn hab ich schon lange nicht mehr gelesen. Dann folgt das Panikargument, ein bisschen Wahlkampfstrategie (wo er ausnahmsweise nicht ganz Unrecht hat -> siehe grünes Mäntelchen 1 und 2 ) und fertig ist der Komplott. Wie damals bei der Mondlandung, da sollen ja auch 400′000 Wissenschaftler und Beobachter (unter anderem Chinesen und Russen) unter einer Decke gesteckt haben um die Mondlandung der Amerikaner vorzutäuschen. [...]
[...] Lange wurde der menschliche Einfluss aufs Klima insbesondere von der Rechten Ratshälfte bestritten. Jetzt, da die Fakten auf dem Tisch liegen (IPCC/Uno-Klimabericht), muss der CO2-Ausstoss und damit der menschgemachte Klimawandel plötzlich als Hauptargument für den Bau von Atomkraftwerken herhalten. Oft hört man, letzte Woche im Blick zum Beispiel von Franz Steinegger, dass die Energie aus Atomkraftwerken CO2-neutral sei. Sogar mit einem Atomlobby-Röhrenblick der nur die Schweiz betrachtet, ist dies nachweislich falsch: Internationale Studien der letzten Jahre kommen zwar auf unterschiedliche CO2-Werte der Atomenergie. Eines aber haben sie gemeinsam: CO2-frei ist der Atomstrom nie. [...]
Dem Klima kann geholfen werden, wenn man will
Es gibt SENSATIONELLE ERFINDUNGEN, durch die sich der schädliche Klimafaktor reduzieren lässt. Eine davon kommt aus Österreich – NO2T. Mit diesem kostengünstigen Produkt können (ohne Leistungsverluste!) bis zu 35% Heizöl, Benzin und Diesel eingespart werden, wourch bis zu 35% weniger CO2 produziert wird – für Umwelt- und Klimaschutz eine sofort verfüg- und umsetzbare absolute Sensation.
Sowohl der europäische Umweltkommissar als auch die europäischen Umweltministerien sind seit rd. 1 Jahr über diese Sensation unterrichtet. Sehr viele Medien, Klimaschutbeauftragte und die Parteien vieler Staaten wurden über NO2T und dessen Wirkungen informiert. Förderungen wurden beantragt, weil die 10-jährige Entwicklung und Forschung samt Errichtung der Produktion sämtliche finanziellen Reserven aufgezehrt hatte.
Das (mehr als traurige) Ergebnis: obwohl die Themen Klimaschutz, CO2, Energiesparen und Erhöhung der Energiekosten seit Monaten Tagesthemen Nr. 1 sind, für Worte, Filme und Konzerte über bzw. für den Klimaschutz sogar der Nobelpreis verliehen wird und eine Erderwärmung bevorsteht, welche die Existenz der kommenden Generationen vernichten könnte, hat es kein einziger Klimaschutz- oder Umweltbeauftragter, kein einziges Ministerium und auch kein einziger Politiker der Mühe wert gefunden, in irgendeiner Art und Weise auf die erteilten Information zu reagieren. In keinem einzigen informierten Medium wurde auch nur 1 Wort über NO2T erwähnt, lediglich von 1 Lokalzeitung wurde eine kostengünstige Werbung angeboten. Für Forschung, Entwicklung und Produktion (in einer Grenzlandregion) gab es keinen einzigen Cent an Förderung. Eine namhafte technische Untersuchungsanstalt hat es sogar abgelehnt, die Produktwirkung zu begutachten (weil sie ja sonst ihr Personal nicht mehr rechtfertigen könnte, welches jahrelang daran forscht, irgendwo 1% Einsparung zu finden).
Bei der “simplen” Existenzfrage, um die es in der Klimadiskussion geht – wie es nun auch der UNO-Klimabericht als Alarmsignal (und nicht mehr nur als Weckruf) zeigt, ein absoluter Skandal. Mag sein, dass es andere Ergebnisse gegeben hätte, wären Sachargumente mit angemessenen monetären Argumenten unterstützt worden – umso bedenklicher, wenn dem tatsächlich so sein sollte.
Meine Forderung: bewegt Euch, ihr Damen und Herren in Ministerien, Parteien, Wirtschaft und Medien, und stellt für einen kurzen Moment für eine existentiell notwendige Sache einmal Euren persönlichen Profithunger in den Hintergrund, bevor sich die Katastrophe noch mehr ausweitet. Es lässt sich was tun – aber gerade diese 3 Buchstaben – “T” “U” “N” – sind offensichtlich die Schwierigsten. Die Möglichkeiten sind da – solange aber nur geredet und gefordert wird, geschieht nichts.
Oh je. Aber es soll ja tatsächlich noch leute geben, die auf teure “magische dauermagnete” hereinfallen.
@NO2T
Bestimmt gibst Du uns eine kurze Erklärung zum Wirkungsmechanismus dieses Wunderprodukts? Ich meine 35% Einsparung auf Brenn- und Treibstoffe, bzw. gleiche Leistung mit 35% weniger Saft – das ist ja quasi “freie Energie”.
Wie funktioniert das? Ich bitte höflichst um eine Erklärung, ansonsten ich *leider* ziemlich skeptisch sein müsste…
g.
@ Gumbyman
Würde ich gerne, aber der Grund, warum dieses Produkt – im Gegensatz zu fast 2000 anderen Produkten, die (scheinbar) vergleichbar sein sollen – tatsächlich funktioniert, ist ein streng gehütetes Geheimnis. Es ist schon klar: wird es nicht bekanntgegeben, dann kommt Skepsis auf, aber es muß auch eines verstanden werden: wird es bekanntgegeben, dann ist es kein Geheimnis mehr – und jeder baut das Produkt nach. Es wird nur eines verraten: die physikalische Wirkung alleine reicht nicht aus, um die Wirkung zu erzeugen, das haben die reinen Magnetprodukte hinreichend bewiesen; mit dieser kann im wesentlichen nur polarisiert werden – und das ist zu wenig.
Ich kann aber Zu Veranschaulichung der Wirkung auf den gutachterlichen Bericht hinweisen, der unter der Adresse http://www.no2t.at/files/Bericht%20Prof.%20Kunesch.pdf zu finden ist. Diesem kann folgendes entnommen werden (siehe Seite 5 des Berichtes):
Versuch 1 (ohne Produkt): Feuerungswärmeleistung (also Energie-Input): 16,5 kW, Wärmeleistung (also Energie-Output): 15,0 kW (bei Abgastemperaturen von 169 bzw. 166 ° C).
Versuch 2 (mit Produkt bei kleinerer Düse): Feuerungswärmeleistung (also Energie-Input): 16,0 kW, Wärmeleistung (also Energie-Output): 17,4 kW (bei Abgastemperaturen von 181 bzw. 182 ° C).
Dazu folgende Hinweise: auf der Fachhochschule, bei der geprüft wurde, gab es – den erteilten Informationen zufolge – zuvor rd. 800 Versuche mit “ähnlichen” Produkten, die negativ verliefen. Umso verblüffter war jeder Teilnehmer über dieses Ergebnis. Der Test dauerte nur jeweils 30 Minuten (das Produkt braucht aber zur Entfaltung der vollen Wirkung im Regelfall 30-100 Brennerbetriebsstunden). Wird die Düse nicht verkleinert, dass wird sich keine Wirkung einstellen, wird nur die Düse verkleinert, dann fällt die Abgastemperatur ab und kommt es zur Verlängerung der Feuerungsintervalle sowie – auf kurz oder lang – zur Versottung des Kamins.
Dass die Ergebnisse im Sachverständigenbericht kein Zufall sind, hat jeder bisherige Einbau gezeigt. Beim “schlechtesten” Ergebnis hat es eine Einsparung von knapp unter 20% gegeben, in der Regel gibt es aber Einsparungen zwischen 25 und 35%. Das Spitzenergebnis: 49,07% Einsparung (die Grundlagen für die Berechnung wurden mit Öl- und Wärmemengenzähler ermittelt). Kein einziger, der das Produkt eingebaut hat, hat bis dato von der Geld-zurück-Garantie Gebrauch gemacht.
Eine “freie Energie” kann leider bei ständig steigenden Preisen nicht versprochen werden, es wird auch – langfristig – für die Umwelt nicht ausreichen, alleine auf diesem Produkt herumzureiten – aber: es ist derzeit eine sofort verfügbare, wirksame Möglichkeit, den Energieverbrauch – und damit die Produktion schädlicher Abgase – drastisch zu reduzieren.
@ Bluefox
Die Formel lautet nicht: Produkt mit eingebauten Produkten = magisches Dauermagnetprodukt. Es gibt ja auch nicht die Formeln: Auto = Auto oder Obst = Obst (was dann dazu führt, dass tatsächlich Birnen mit Äpfeln verglichen werden). Warnungen sind wichtig, für Skepsis wird nach so vielen nicht funktionierenden Produkten Verständnis aufgebracht, doch Aussagen wie jene von Bluefox bergen die Gefahr in sich, als Kritiker hingestellt zu werden, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat.
@NO2T
Danke für den Link, ist immerhin mal etwas “Handfestes”. Leider wird auch da der altbekannte Verwechslungstrick mit dem Heizwert und dem Brennwert benutzt, ansonsten wäre nämlich ein Kesselwirkungsgrad von 109% bereits Ausdruck “freier Energie”, Voraussetzung für ein “Perpetuum Mobile”. Wieso der Kessel allerdings mit dem NO2T einem modernen Brennwertkessel ebenbürtig ist, ohne aber nur auf “lausige” 91% kommt, das weiss ich auch nicht. Der Bericht ist allerdings so knapp, dürr und nichtssagend gehalten, dass keine weiteren Rückschlüsse möglich sind.
Es wird nicht aufgezeigt, ob wie und dass dieses Mittel funktionieren könnte bzw. das tut was behauptet wird. Schönes Fazit des Konsulenten: “Wirkungsgradverbesserung von 18.3% ohne Berücksichtigung der Gerätegenauigkeit und Messtoleranz” Damit weiss man exakt gleich viel wie vorher, denn auch dazu schweigt sich der Bericht vornehm aus.
Mein Fazit: solange es keine unabhängigen Gutachten gibt (das verlinkte ist ein reines Partei-Gutachten aufgrund eines einzigen (!) Versuchs) und keine brauchbare Erklärung (“Polarisation” zeigt in keinster Weise auf, woher die zusätzliche Energie kommen soll) muss ich auch dieses Mittel leider als Fake betrachten. Obwohl ich – im Interesse der Energieeffizienz – noch so gerne daran “glauben” würde.
g.
@gumbyman
Einige Hinweise zum Kommentar:
Aufgabe des Sachverständigen war es, Messungen ohne und mit NO2T vorzunehmen. Wesentliche war die Feststellung, wieviel Energie (Feuerungswärmeleistung in kW) mit und ohne NO2T benötigt wird, um eine zu messende Wärmeleistung (wiederum in kW) zu erzeugen, und zwar mit handelsüblichem Heizöl bei ein und demselben Brenner. Ob vom Sachverständigen Heizwert oder Brennwert angeführt werden, ist völlig irrelevant. Wichtig ist folgendes Ergebnis zur Aufgabenstellung:
Ohne NO2T wurden mit 16,5 kW Feuerungswärmeleistung 15,0 kW Wärmeleistung erzeugt, mit NO2T mit 16,0 kW Feuerungswärmeleistung 17,4 kW Wärmeleistung. Es wurden also nicht Heizwert und Brennwert gegenübergestellt, sondern kW Input : kW Input und kW Output : kW Output.
Ein “Perpetuum Mobile” ist NO2T NICHT (es würde ja sonst gar keine Energiezufuhr benötigt)!! Dass Kesselwirkungsgrade größer als 100% sein können, ist erwiesen (beim Wirkungsgrad wird nicht nur der feuerungstechnisch relevanten Heizwert = Wärmemenge, früher “unterer Heizwert”, berücksichtigt, sondern zusätzlich auch der Wärmeinhalt des im Abgas enthaltenen Wassers nach Kondensation des Abgas-Wasserdampfs = Brennwert, früher “oberer Heizwert”). Es wird aber im Bericht nicht der Heizwert mit dem Brennwert verglichen, sondern – siehe Seite 5, letzte Zeile – Kesselwirkungsgrad mit Kesselwirkungsgrad (es wird also jeweils Gleiches gegenübergestellt). Ergebnis: Kesselwirkungsgrad ohne NO2T: 91%, mit NO2T: 109%.
Der Gutachter war bis zum Untersuchungstermin keinem Beteiligten bekannt, den Bericht des Gutachters – weil von einer Partei in Auftrag gegeben – als “Gefälligkeit” abzutun würde bedeuten: dem Gutachter massivste Verstöße gegen seine grundlegendsten Pflichten (siehe etwa S. 12 ff. in http://www.ihk-nordwestfalen.de/sachverstaendige/bindata/Richtlinien_zur_SV-Ordnung.pdf uvam.) zu verdächtigen. Na ja – jeder, wie er es für richtig hält.
Es gibt aber zwischenzeitig noch weit massivere Beweise für die Wirkung von NO2T: mittlerweile tausende funktionierende Einbauten mit tollsten Einsparergebnissen.
Abschließend: das eigentliche Thema – und Ausgangsbasis der Diskussion – ist der UNO-Klimabericht als Alarmsignal (und nicht mehr nur als Weckruf).
Ich selbst bin nicht der “geborene Umweltaktivist”, mir steht es aber um die Lage von Umwelt und Klima nur allzu ernst, ich für meinen Teil sehe mich daher – auch den nachkommenden Generationen gegenüber – in der Verantwortung, all meine Kräfte für die Erhaltung einer lebenswerten Welt einzusetzen.
Diese Werte und Ziele geben mir auch die Kraft, Rückschläge, ja gar Demütigungen hinzunehmen. So erachte ich es etwa nicht gerade als “fein”, ein Produkt als “Fake” abzustempeln, ohne sich zuvor ein persönliches Bild über die Wirkung gemacht zu haben.
Jeder Mediziner, der einen Schwerstverletzten zu behandeln hat, weiß genau: “wenn ich etwas mache, dann kann der Patient möglicherweise sterben; mache ich aber nichts, dann stirbt er sicher”. Auf des Messers Schneide, auf der sich “Patient Umwelt und Klima” befinden, bedarf es nicht schöner Gutachten oder Worte, sondern guter, funktionierender Produkte, weiterer Entwicklungen sowie eines Willens zum Handeln – sonst stirbt der “Patient” tatsächlich auf kurz oder lang.
Wer die Alarmsignale im UNO-Klimabericht empfängt, ernst nimmt und verantwortungsvoll handelt, weiß: es ist höchste Zeit dafür.
“Aussagen wie jene von Bluefox bergen die Gefahr in sich, als Kritiker hingestellt zu werden, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat.”
Das ist wahr. Allerdings verfüge ich über gesunden menschenverstand.
Aber bitte, schauen wir uns das “gutachten” http://www.no2t.at/files/Bericht%20Prof.%20Kunesch.pdf vom 29.jänner 2007 doch einmal an. Da wird das Fabrikat AKS, Typ NO2T getestet. Auftraggeber: Die AKS Produktionsgesellschaft in Waidhofen. Die haben auch eine Homepage: http://www.aks-produktion.com/ doch, oh wunder da wird ein Produkt namens “AK+” vertrieben?!
Schaut man sich unter “Referenzen” jenes vom Schloss Grafenegg an http://web.akplus.eu/referenz-dateien/4302007122323.jpg geht es Plötzlich nicht mehr um AK+, sondern um NOX-4…
Und bei der anderen “Referenz” handelt es sich um eine “Einbaubestätigung”, leider wurde vergessen zu erwähnen was überhaupt eingebaut wurde….?
Spannend wird es, wenn man sich auf der AKS-Homepage unter “Download und Presse” den “gutachterlichen Bericht” ansieht, in dem AK+ getestet wurde. http://web.akplus.eu/download-dateien/4222007164158.pdf
Das kommt mir irgendwie bekannt vor…. offenbar hat dieses wunderding mehrere namen.
Schaut man auf http://www.no2t.at vorbei, steht da ” NO2T-Net Dr. Albin Walchshofer, Mühlweg 5, A-4060 Leonding”
und dieser herr ist offenbar eher umstritten: http://www.mlm-infos.com/ftopic9257.html
Googelt man ein bisschen, findet man unzählige webseiten, auf denen das produkt angepriesen wird. Ein “no2t” (User/Anfänger) der das produkt “sehr interessant findet etc. genau wie hier. Ich empfehle jedem, sich selber ein urteil zu bilden. Meines ist klar
@NO2T
Schön dass Du offenbar den Unterschied zwischen “Heizwert” und “Brennwert” doch kennst, auch wenn Du deren Relevanz in meinem Posting nicht erkannt hast.
Nochmals: eine einzelne Messung an einer einzelnen Anlage ohne die Randbedingungen zu kennen, ist nahezu wertlos. Insbesondere wenn der Sachverständige dazu (korrekt übrigens!) fast gar nichts schreibt, jedenfalls nichts Konkretes. In einem der wenigen Sätze stellt er aber unumwunden klar, dass die Messung mit nicht bekannten und nicht berücksichtigten systematischen und zufälligen Fehlern behaftet ist.
Also: ich wage hier die Behauptung, dass das 1001te nicht funktionierende Wundermittel verkauft werden soll, und nicht das Weltklima gerettet. Für stichhaltige Begründungen, woher die 20% zusätzlicher Energie kommen sollen, und detaillierte Messreihen zertifizierter Labors, bin ich natürlich jederzeit offen.
g.
@gumbyman, @bluefox
Solange theoretisiert und prognostiziert wird, werden wir nicht nur auf dem Stand treten und uns verlaufen, sondern es werden sich immer wieder Irrtümer und Fehlprognosen ergeben, wie sie etwa unter http://www.jaegersnet.de/Zitate-und-grosse-Irrtuem.quotationsmistakes.0.html uvam. zu finden sind.
Auffallend ist, dass bis dato ausschließlich von jenen (mehr oder weniger vehement) die Skepsis geäußert wurde, das Produkt funktioniere nicht oder könne nicht funktionieren, die es nie getestet, ja nicht einmal in der Hand gehalten haben; allen gemein: alles ist wichtig, nur nicht die Beschäftigung mit dem Wesentlichen – der Wirkung (Energieeinsparung und damit Reduzierung der Schadstoffproduktion).
Doch was ist mit jenen, die das eingebaut haben? Warum sind diese samt und sonders von der Wirkung begeistert und berichten von enormen Einsparungen?
Nur dann, wenn sich Theorie, Praxis und Erkenntnis vereinen, ist es möglich, eine ernst zu nehmende Beurteilung abzugeben. Und nur dann, wenn sich dieser Vorgang ständig wiederholt, kann überhaupt eine Fort-/Weiterentwicklung erfolgen.
@NO2T
“Solange theoretisiert und prognostiziert wird…” Du sagst es, meine Rede. Bisher ist die Wirkung dieses Wunderdings eine reine Behauptung, der Vertrieb im MLM durch Dr. Albin Walchshofer äusserst suspekt und kontrovers, siehe z.B. http://www.mlm-infos.com/ftopic9257.html
Die Nicht-Informationspolitik ist nicht nur unglaubwürdig, sondern unsäglich und aberwitzig. Zum Schutz geistigen Eigentums gäbe es das Patentrecht.
Wie gesagt: für brauchbare Infos bin ich jederzeit zu haben, für Glaubens-Dogmen dagegen nicht. Die Page hier steht ein “gegen Ignoranz”, nicht “für jede unbelegte Behauptung”.
g.