Unerwünschte Werbung von der Millionärspartei SVP
Wer wenig Geld hat und im Internet (dubiose) Geschäfte machen will, setzt auf Spam. Wer sehr viel Geld hat und Politische Geschäfte machen will, setzt ebenfalls auf Spam. Diese Tage verschickt die reichste Partei der Schweiz, die SVP, unerwünschte Nachrichten an tausende von Schweizer Haushalten. Mit haarsträubenden Statistiken, panischen Gesichtern und viel schwachsinnigem Blabla wettert die Schweizerische Volksverhetzungspartei, gegen die Schengener Verträge. Wie üblich, verzichten die Urheber der Millionenteuren Hochglanzbröschüren darauf, auf den Prospekt zu drucken wer sie sind. Wer sich gegen diese Art von unerwünschter halbanonymer Politwerbung wehren will, soll die unverlangt zugesandte Post doch einfach in ein neutrales Couvert stecken, folgende Adresse drauf notieren:
Schweizerisches
Aktionskomitee gegen Schengen-/EU-Beitritt
Postfach 669
3000 Bern 31
“Porto zahlt der Empfänger” draufschreiben und ab in den nächsten Briefkasten. Dies funktionniert im Gegensatz zu den Email-Spam bei Offline-Spam bestens…

Der Tipp mit dem "Porto zahlt Empfänger" ist wirklich gut, da müssen die wenigtstens für diesen dämlichen Mist bezahlen, den sie an die Leute schicken. Heute habe ich an den Strassenrändern die ersten dieser volksverhetzerischen Plakate gesehen. Auf den ersten Blick glaubt man eine schlechte Kopie von Edvard's Munch "der Schrei" zu sehen. Darauf steht "Arbeitsplatz verlieren?". Was hat denn nun Schengen mit dem Verlust von Arbeitsplätzen zu tun?
Völlig absurd! Volksverhetzerisch ist nur der Vornahme dieser Kampagne.
das problem der demokratie besteht doch darin, dass einfach jeder mitreden darf. nicht ohne augenzwinkern gegenüber der polemik unserer geschätzten volkspartei, fordere ich an dieser stelle einen eignungstest für wähler!
im motorisierten strassenverkehr, bei der rekrutierung in die armee, ja selbst wenn ich schweizer bürger (und somit stimmberechtigt) werden will muss ich entsprechende leistungsnachweise erbringen. der gemeine wähler hingegen, darf alleine durch erreichen der volljährigkeit über gedeih und verderb unserer komplexe politik bestimmen.
ein zulassungsverfahren zur wahl – bestehend aus einer prüfung der rudimentärsten politik- und wirtschaftskenntnisse, sowie einem persönlichkeitstest, der über die zurechnungsfähigkeit entscheidet, schaffen dabei willkommene abhilfe.
mit ausschluss der doofen erübrigen sich dumpfe panikmachen, mit denen die svp ihre bauernfängerei betreibt. zum denken befähigte wähler, wie z.b. (und rotz aller ressentiments) alphapapagolf, könnte die unterscheidung von erstzunehmenden argumenten gegenüber verallgemeinernden und unsachlichen parolen wesentlich erleichtert werden.
einen persönlichen spass würde ich mir übrigens daraus machen, den nicht zugelassenen wähler in eine art abstiegsrunde über die klinge springen zu lassen. die verlierer werden in ein demokratieloses land ihrer wahl ausgeschafft. sie gehen nicht über los und ziehen auch keine 4000 franken ein. in der nächsten aufstiegsrunde haben sie dann die gelegenheit über das übliche asylverfahren…
Personen die sich der Kleinschrift bedienen, sind nicht stimm- und wahlberechtigt.
Sie missachten die Grundregeln der deutschen Sprache.
Auch du wBr, kannst hier mitschreiben, obwohl du einen echten Blödsinn zusammentippst.
Ich bin der festen Überzeugung das wBr der Gruppe "dumpfdoof" angehört, von der er ja selber schreibt.
ich möchte mich höflichst bei dir entschuldigen, dass ich es gewagt habe deine arischen überzeugungen mit meiner kleinschrift so arg zu verletzen. vom blödsinn werde ich mich vielleicht sogar abwenden, denn teil deiner überzeugung zu werden scheint mir lohn genug.
@ wBr: Ich bin stark dagegen, politische Rechte von Zusatzbedingungen abhängig zu machen. Vielmehr müsste verstärkt auf staatspolitische Bildung gesetzt werden. Klar gibt es bescheuerte Leute – wie auch einige Kommentare hier zeigen – aber selbst sie haben ein Recht darauf, dass ihre Stimme zählt. Ausserdem wäre ich für die Einführung der Demokratie in der Schweiz, denn nach wie vor zählen die Stimmen von rund 20% der urteilsfähigen Bevölkerung schlicht nichts. Dieser Missstand kann in einem Land, das sonst so stolz auf seine demokratische Tradition ist, nicht geduldet werden.
Ausserdem bin ich nicht so pessimistisch bezüglich Volksverhetzung. Die meisten SchweizerInnen haben die FUD-Kampagnen der SVP unterdessen durchschaut und werden ihr weder bei Schengen noch bei der Personenfreizügigkeit folgen. Und selbst Geld kann die Meinungen nicht kaufen, wie Avanti, Mietrecht und Steuerpaket im letzten Jahr zeigten.
Zu Esther Brunner : 20% der Bevölkerung sind NICHT die mehrheit. Und demokratischa abgehaltene Wahlen und Abstimmungen berücksichtigen den Mehrheitsentscheid. das 50% plus eine wenig mehr….gell?
zu wBr, wer hat denn was von arischer Ueberzeugung gesagt ? Kannst du lesen was nicht geschrieben steht. Du echter linker Lügenbold.
@ AlphaPapaGolf: Dass die Mehrheit 50% plus eine Stimme bedeutet, ist mir auch ohne deine gut gemeinte Aufklärung klar. Mich stört mehr, dass eine Vorbedingung für die Demokratie, nämlich, dass alle urteilsfähigen Personen mit Lebensmittelpunkt in der entsprechenden politischen Gemeinschaft stimm- und wahlberechtigt sind, nicht erfüllt ist. Manch eine Abstimmung wäre wohl anders rausgekommen, wenn nicht 20% ohne wirklich überzeugenden Grund von diesen politischen Rechten ausgeschlossen worden wären.
Ein Grund, warum ich stolz bin, Schweizerin zu sein, ist unsere sehr ausgefeilte Direkte Demokratie – die jedoch leider nur unvollständig verwirklicht ist. Neben dem bereits angesprochenen sehe ich noch ein weiteres Defizit: Im Wirtschaftsleben zählt der Grundsatz "Ein Mensch, eine Stimme" überhaupt nicht, sondern "Geld reagiert die Welt". Anstatt letzteres wie ein Naturgesetz hinzunehmen, könnten wir auch versuchen, das Geld zu regieren, so dass es uns nützt (und nicht wir dem Geld nützen).
Der ueberzeugende Grund warum diese 20% (Ausländer) ausgeschlossen sind, ist eben, weil sie keine Schweizerbürger sind. Viola und Basta. Sie können ja zuhause wählen und abstimmen, z.B in Istanbul, Lagos, Pretoria, usw.usw. Der Lebensmittelpunkt dieser Leute ist eben nicht in der Schweiz, sie sind ja nur hier um Geld zu ackern (auf die eine oder andere Weise !!!).
Und Geld ist ja bekanntlich nicht alles (hast du gesagt).
Uebrigens ist in der Wirtschaft jede Aktie = 1 Stimme. Schau mal die Stiftung Ethos, die hat das ganz gut angefangen und den Grösstkapitalisten schon einmal tüchtig eingeheizt.
Pretoria ist gleich ein super Beispiel: Bis zu einer bestimmten Zeit hatten es die Einwohner Südafrikas nicht nötig, Asyl zu suchen, denn: Sie hatten dort sowohl ihren Verdienst, als auch ihr Stimmrecht. Heute – ja noch immer – hat sich dies ein wenig verändert und viele Afrikaner leiden immer noch unter den Folgen der Apartheid.
Natürlich kommen diese Leute nun in ein Land, in dem sie auch Geld verdienen können. Sollen sie zu Hause verhungern? Findest du wirklich, dies könne man überhaupt jemandem anmuten? Bleib zu Hause, verhungere!?
Wie bitte, AlphaPapaGolf, definierst du Schweizerbürger? Was muss man tun/ machen, um dies zu werden? Du kannst jetzt unser Gestz abschreiben, ich meine aber, was du darunter verstehst.
Jede Aktie = eine Stimme: Je mehr Geld man hat, desto mehr Aktien kann man sich kaufen, desto mehr Stimmen besitzt man.
Lieber Gruss,
Marc