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Umlagerung von Treibstoffzöllen würde 7’000 bis 14’000 Arbeitsplätze schaffen

Das Beratungsbüro econcept hat im Auftrag des Vereins umverkehR eine Studie erstellt, aus welcher hervorgeht, dass die Verlagerung eines Drittels der Treibstoffzölle hin zum Fuss-, Velo- und öffentlichem Verkehr bis ins Jahr 20025 zwischen 7’000 und 14’000 Stellen schaffen würde. UmverkehR Präsident Christian Harb dazu:

Die Umlagerung eines Drittels der Treibstoffzölle hin zum ÖV ist eine Chance für die Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zugleich. Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit galten bisher als Killerargument für Umweltanliegen – zu unrecht.

Weiter zeigt die Studie für den Fall der dringend nötigen verkehrspolitischen Kehrtwende auch einen gesellschaftlichen Nutzen auf. Verhältnismässig teure Mobilität wie die von Autofahrten werden durch günstige Verkehrsmittel wie Bahn, Bus oder Velo ersetzt.

Der Verein umverkehR fordert deshalb:

Der unaufhörliche Ausbau der Nationalstrassen verschlingt nicht nur Milliarden von Franken, er bringt auch Mehrverkehr und damit mehr Probleme. umverkehR fordert deshalb, dass die Agglomerationsprogramme konsequent auf Bahn und Bus, Fuss- und Veloverkehr ausgerichtet werden müssen und auf einen Ausbau des Nationalstrassennetzes in Städten und Agglomerationen verzichtet wird.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Mitteilung umverkehR:

Dieser Artikel wurde von Sandro am Montag, 9. Januar 2006 in der Rubrik Allgemein und zu den Stichwörtern , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

13 Kommentare zum Artikel “Umlagerung von Treibstoffzöllen würde 7’000 bis 14’000 Arbeitsplätze schaffen”

  1. Chevy am 9. Januar 2006 um 12:42

    7000 – 14000 Arbeitsplätze zu schaffefn die vom NUR vom Erdöl abhängig sind ist blanker wahn.
    Im gegenzug würden dann Wahrscheindlich 50000 Arbeitsplätze beim Strassenbau verlohren gehen, eine tolle umlagerungspolitik.
    Hier wird das Auto als teure Mobilität bezneichnet, was wurde hier in den Berechnungen alles “vergessen”? Wurden in dieser Berechnung alle Subventionen ink. 1/3 der Treibstoffzölle als Gewinn des öv’s verbucht damit es aufgeht?
    Im Verhältniss zu den Gefahrenen Gesamtkilometern ist der Privatverkehr günstiger und kostendeckend im gegensatz zum öv der nach wie vor Millionendefizite Monat für Monat produziert.
    Und Denkt bitte mal daran dass immer mehr Autos ohne Benzin auskommen.

  2. Georg Meier am 9. Januar 2006 um 21:44

    In der Kostenrechnung ist der motorisierte Individual-Verkehr einiges teurer als der gemeinschaftlich organiserte Verkehr. Wer das bestreitet, vergisst, das die fixen Ausgabenposten, die jeder Auto-Besitzer zahlt, von der Anschaffung eines Neuwagens bis zu den Leasingkosten, die Subventionen für den ÖV um ein mehrfaches übersteigen. All das Geld, das mit dieser ineffizienten Art der Mobilität verbraten wird! Die Schweizer Wirtschaft hätte es bitter nötig. Der teure Traum der vermeintlichen Fahrfreiheit wird langsam aber sicher zur Sackgasse.

  3. Chevy am 10. Januar 2006 um 08:34

    @Georg Meier
    Wenn mann bei dem öv auch die Kosten für die nur vom öv genutzten Unterwerke mitrechnet (Inklusive Bau und Gebäudepflege), Die Quersubvensionen und all das Geld das die Gemeinden mit Bahnhof Zahlen müssen (Bau des Bahnhofes, Unterhalt, Pflege und Vandalenschäden etc.) zusammen nimmt ist (das sind Summen die werden zur Zeit nicht dem öv angerechnet) ist der öv alles, nur nicht billiger.
    Sie dir die Geleaste S-Bahn an, erst 14 Jahre alt, noch nicht bezahlt und man denkt schon ans ausmustern.

  4. driv3r am 10. Januar 2006 um 11:04

    Der Individualverkehr auf der Strasse deckt seine kosten, dies ist bei beim ÖV nicht mal ansatzweise der Fall. Das ist keine Behauptung von mir sondern kann gerne und jederzeit den entsprechenden Rechnungen bei Bund und Kantonen entnommen werden.

    Der ÖV in der Schweiz ist ein hochdefizitäres Luxusprojekt, zu dessen Finanzierung jeder beitragen muss und dessen Kapazitäten trotzdem so gering sind, dass nur wenige davon profitieren.

    Ganz gewiss ist es also nicht die Aufgabe der Strassenbenützer, diese finanzielle Leiche auf Schienen noch mehr zu unterstützen als sie es jetzt schon tun. Sollen doch die ÖV-Fundamentalisten 500 Franken für ihr Billet zahlen, dann hätten wir die vielgelobte Kostenwahrheit.

  5. Franz A. am 10. Januar 2006 um 12:22

    [i]Der Individualverkehr auf der Strasse deckt seine kosten[/i]

    Die einen behaupten dies, die anderen genau das Gegenteil.

    Eine Einfache Frage: wieso steht in unserem Gemeindebudget ein Betrag von 2 Mio. für Kreuzungssanierungen, wenn der Individualverkehr seine Kosten deckt? Wieso musste unsere Gemeinde mehrere Tausend Franken für Verkehrskontrollen der Polizei der Nachbargemeinde bezahlen? (unsere Gemeinde hat keine eigene Polizei mehr).
    Woher kommen Kosten für die Schneeräumung und fürs Salz in unserem Gemeindebudget?

    Ups, waren nun doch drei Fragen.

  6. Chevy am 10. Januar 2006 um 12:57

    @Franz A
    Zitat:
    “Eine Einfache Frage: wieso steht in unserem Gemeindebudget ein Betrag von 2 Mio. für Kreuzungssanierungen, wenn der Individualverkehr seine Kosten deckt?”

    Weil die Strassen und Kreuzungen auch von Der Post, Fussgängern, Radfahrer, Spielenden Kindern, Ortsbus, Polizei , Feuerwehr etc. mitbenutzwerden, wie Du siehst nicht nur Privatverkehr.
    Kann es sein dass Du via dieser Kreuzung zum Bahnhof gelangst?

    “Wieso musste unsere Gemeinde mehrere Tausend Franken für Verkehrskontrollen der Polizei der Nachbargemeinde bezahlen? (unsere Gemeinde hat keine eigene Polizei mehr).”

    Da wo ich herkomme werden Verkehrskontrollen dazu benutzt um die Einnahmen zu verbessern, und wenn ihr euch über den Tisch ziehen lasst von eurer Nachbargemeinde (Ihr Bezahlt, sie Kassieren) dann ist das euer problem.
    Übrigens sollten bei Verkehrskontrollen auch Fahrräder und Fussgänger überprüft werden, nicht nur PW/LKW.

    “Woher kommen Kosten für die Schneeräumung und fürs Salz in unserem Gemeindebudget?”

    Nocheinmal: Weil die Strassen und Kreuzungen auch von Der Post, Fussgängern, Radfahrer, Spielenden Kindern, Ortsbus, Polizei , Feuerwehr etc. mitbenutzwerden, wie Du siehst nicht nur Privatverkehr.
    Und für die Autos müsste man den Gehsteig nicht Räumen und Salzen, oder gehst Du durch Eis und Tiefschnee zum Bahnhof?

  7. Franz A. am 10. Januar 2006 um 15:45

    @chevi: Weil die Strassen und Kreuzungen auch von Der Post, Fussgängern, Radfahrer, Spielenden Kindern, Ortsbus, Polizei , Feuerwehr etc. mitbenutzwerden, wie Du siehst nicht nur Privatverkehr.

    Natürlich wird die Strasse auch von anderen benutzt. Ich schätze aber, das mindestens 90% vom privaten motorisierten Verkehr. Und trotzdem wird die Sanierung zu 100% von der Gemeinde bezahlt.

    An diesem Beispiel sieht man doch, dass die Aussage, der private Strassenverkehr sei kostendeckend, so nicht stimmt. Der Nationalstrassenbau wird allenfalls durch die Treibstoffzölle bezahlt, aber der Unterhalt, Reparaturen und eben Nebenkosten wie Schneeräumung oder Sicherheit wird eben nach wie vor von allen Steurzahler bezahlt oder zumindest mitbezahlt. Siehe meine Beispiele.

  8. Sandro am 10. Januar 2006 um 17:42


    Weil die Strassen und Kreuzungen auch von Der Post, Fussgängern, Radfahrer, Spielenden Kindern, Ortsbus, Polizei , Feuerwehr etc. mitbenutzwerden, wie Du siehst nicht nur Privatverkehr.

    Jaja, insbesondere die spielenden Kinder bezahlen viel zu wenig für die Strasse…

  9. Georg Meier am 10. Januar 2006 um 19:05

    Ja, alle sollten viel mehr an die Strassen zahlen, dann könnten wir doppelstöckige Autobahnen in Kilometerdistanz flächendeckend über die ganze Schweiz verteilen. Endlich wären wir ein Land mit freier Fahrt mit grenzenloser Freiheit. Nie mehr Stau und endlich eine florierende Schweizer Autoimport, Lastwagen- und Baubranche. Verbot von staatsfeindlichen Organisationen wie der VCS und den Grünen. Endlich Wirtschafts-Wachstum und vor allem unser wichtigstes Gut: Freie Abgas-Fahrt für alle!

  10. driv3r am 11. Januar 2006 um 00:13

    [zitat]Verbot von staatsfeindlichen Organisationen wie der VCS und den Grünen.[/zitat]

    Jetzt muss ich aber lachen. VCS und Grüne sind keine staatsfeindliche Organisationen, sondern das pure Gegenteil: Sie stützen sich auf einen pervertierten Rechtsstaat, um eigennützige Anliegen winziger Bevölkerungsteile gegen das Interesse der Gesamtbevölkerung durchzusetzen.
    Sie fordern den Ausbau des Staates in praktisch allen Sektoren; sie fordern und fördern die immer tiefergreifende Zureglmentierung der individuellen Freiheit durch den Staat.

    Staatsfeindlich, von wegen…da lachen ja die Hühner.

  11. AlphaPapaGolf am 11. Januar 2006 um 08:48

    Ich habe nichts dagegen wenn die umverkehrten unter der leitung von Harb mit ihren rostigen Velos von Bern nach Zürich oder umgekehrt radeln. Das ist ein Ausdruck von Freiheit. Habe allerdings etwas dagegen, wenn sie mit hinterlistigen Argumenten Geld abzocken wollen.
    Auch der OeV muss sich langsam aber sicher zur Kostenwahrheit bekennen. Der Umverteilungsabsicht (Diebstahl am Volkseigentum übrigens!!!) ist eine Absage zu erteilen

  12. Chevy am 11. Januar 2006 um 16:16

    @Georg Meier, Franz A

    Ein weiterse Beispiel von Kostenwahrheit.

    Die neuen 24m VBZ Busse werden mit 1.52Mio/Stück angegeben. Die VBZ Schweigt aus das letztes Jahr nur schon auf der Linie 31 für 12Mio diverse “kleine” änderungen vorgenommen wurden um die Strasse dem neuen Bus anzupassen. Nicht auszudenken was es kosten würde das ganze VBZ-Netz anzupassen. Dazu kommmen noch die Kosten für den Stau die die baustellen Produzierten. Aber diese kosten werden natürlich schön brav von der Stadt bezahlt und dem öffentlichen Privatverkehr angerechnet. Die neuen Busse sind dazu noch 40-Tönner, die die Strassen in der Stadt kaputt fahren was widerum nochmehr Kosten und Baustellen bringt für den Privatverkehr. So gesehen kostet ein solcher Bus wahrscheindlich mehr als 7Mio./Stück.

    Ps. Bis anhin war die max. FZlänge 18.75m, wer wird wohl den ganzen Bürokratischen aufwand bezahlen das neu auch 24m FZ eingelöst werden können. Auch dass wird aus der Rechnung des öv weggestrichen.

  13. buchi am 11. Januar 2006 um 20:50

    Naja für die Kinder müsste es keine Schneeräumung geben. Die Strasse müssen auch nicht wegen dem Gewicht der Radfahrer saniert werden. Der Kostendeckungs grad des MIV wurde leider noch nie, mit den Gemeinde und Kantonsstrassen berechnet.
    Und wenn der Strassenbau und Unterhalt so günstig wäre, dann hätte es schon lange Forderungen nach einer Privatisierung der Strassen gegeben. Die Allgemeine Strassen Betreibungsgesellschaft AG. Würde mit den Einkommen aus Fahrzeugsteuern, Treibstoffzöllen und Autobahnvignette die Strassen betreiben und dabei auch noch Gewinnabwerfen.
    Diese Forderung wurde aber noch nicht gestellt, weil auch jeder noch so Autofreundliche Politiker in der Schweiz weiss, dass wir unser Strassennetz nur mit höchsten Staatsaufwendungen überhaupt erhalten können. Also hört auf mit diesem Schwachsinn, von der ÖV bekäme mehr Steuer gelder.

    Wahrscheinlich könnte bei gescheiter Raumplanung der ÖV langfristin sogar kostendeckend betrieben werden. Aber zu einer gescheiten Raumplanung fehlt leider der politsische Wille.

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