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UBS meldet Rekordgewinn und verlagert Jobs nach Indien

Trotz dem sensationellen Gewinn von 3’504’000’000.- fürs erste Quartal 2006, lagert die Schweizer Grossbank UBS ihr Recherche- und Analysezentrum nach Hyderabad/Indien aus (Quelle). Und mit dem Geld das dank der günstigen Indischen Löhne eingespart wird, kann sich der steuergünstig wohnende Konzernchef Marcel Ospel nächstes Jahr noch einige Milliönchen mehr als die lumpigen 24 von diesem Jahr überweisen lassen. Grenzen- und rücksichtslose Gier. Ups, bin ich jetzt ein Neider?

Dieser Artikel wurde von Sandro am Donnerstag, 4. Mai 2006 in der Rubrik Wirtschaft und zu den Stichwörtern , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

14 Kommentare zum Artikel “UBS meldet Rekordgewinn und verlagert Jobs nach Indien”

  1. vollmi am 4. Mai 2006 um 17:47

    Das müsste doch dein Traum sein. Irgendwann hat die UBS alles nach Indien verlagert und wir sind diese scheiss Kapitalisten los.

    mfG René

  2. Richard am 4. Mai 2006 um 20:26

    vollmi, was meinst du mit “Scheisskapitalisten” ?
    Denk dran, dass es wieder mal die “normalen” ArbeiterInnen bei der UBS trifft, die jetzt ihren Job los sind, so ein Durchsnittsinder arbeitet nach Schweizer Verhältnissen halb gratis und ist erst noch motivierter und cleverer !

    Ich selber habe von 1987 bis 2005 bei UBS als Operator gearbeitet. 2003 wurde dort beschlossen, die IT-Systeme auf einen Standard zu bringen, d.h. sämtliche Daten wurden in einem Megaprozess auf IBM migriert.

    Dadurch wurden einen Menge Leute eingespart, die – wie ich – trotz jahrelanger Treue und guter Leistung die “Kündigung aus wirtschaftlichen Gründen” erhielten. Pro forma wurde (bevor es zur Kündigung kam) noch ein sogenanntes Coaching ins Leben gerufen, wo MitarbeiterInnen daraufhin trainiert wurden sich UBS-intern zu bewerben. – Natürlich eine absolute Farce das ganze, vor allem für Leute über 40 !

    Bei mir sieht die Situation nun so aus, dass ich mit meinen 45 Jahren kaum mehr in der IT unterkomme. Ich bin zu einseitig spezialisiert und kenne mich vor allem mit IT-Systemen aus (Unisys-Grosssysteme) , die heute kaum mehr gefragt sind.

    Im September dieses Jahres werde ich voraussichtlich ausgesteuert. Ich will hier wirklich niemandem auf die Tränendrüse drücken, möchte aber zu bedenken geben, dass Grossunternehmen wie die UBS (und andere) ihre soziale Verantwortung längst an den Staat abgschoben haben.

  3. fehldruck am 4. Mai 2006 um 23:34

    Das ist ja das Schöne an einer kapitalistischen Gesellschaft, dass man sich nicht zu schämen braucht, wenn man aufs Geld anstatt auf die Menschen achtet!

  4. fragenspeck am 5. Mai 2006 um 13:19

    Das sind gute News. Erstens für uns (eine Volkswirtschaft braucht hochrentable Banken) und zweitens für Indien (die brauchen Jobs). Du bist kein Neider, sondern eher vielleicht etwas ignorant – zumindest was wirtschaftliche Zusammenhänge betrifft.

  5. TahcaUshte am 5. Mai 2006 um 13:53

    Die kommen wieder zurück aus Indien, keine Angst. Wie schon SAP und ähnliche Firmen sich schon lange wieder aus Indien zurückziehen. Der Grund? Weil es zu teuer ist! Zuerst wollte SAP aus Indien den grössten Standort machen, heute jammern sie bereits wieder über die Kosten. Das führt dazu, dass SAP jetzt wieder Osteuropa und China bevorzugt.

  6. quadour am 5. Mai 2006 um 20:12

    und wo ist hier das Problem?
    Gönnt Ihr denn den Indern nicht deren beispiellosen Arbeitseinsatz und das erwiesene Fachwissen?

    Das ist eben auch Globalisierung: Alle Völker/Nationen dieser Erde heute wollen an dem Kuchen “Wirtschaftswachstum” teilhaben. Nicht nur die “westliche Welt”. Das würde euch so passen: Grossartig von Solidarität schwafeln, die (meist sinnlosen) Entwicklungsgelder jedes Jahr erhöhen), aber wenn dann die “Unterentwickelten” tatsächlich Leistung bringen und und besser sind, muss man die Grenzen wieder schliessen. Das ist sowas von egoistisch und dumm. Diese sog. Entwicklungländer erleben z.Z. einen unglaublichen Boom, zu Recht. Mit dem rapide wachsenden Wohlstand werden sie auch mehr importieren, und das hilft uns auch wieder.
    Übrigens hat Polen kürzlich zur 5. wichtigsten Exportnation – VOR CHINA – für die Deutschen avanciert. Die Deutschen wissen schon, wozu die EU taugt. Nämlich die neuen Mitglieder mittels Ausgleichszahlungen (Solidarzahlungen) reicher zu machen, damit dann diese die Güter der Westeuropäer kaufen.
    Der Hinweis auf Ospel mit seinem Megagehalt ist nur populistisch und primitiv.

  7. Georg Meier am 6. Mai 2006 um 14:34

    “Ich will hier wirklich niemandem auf die Tränendrüse drücken, möchte aber zu bedenken geben, dass Grossunternehmen wie die UBS (und andere) ihre soziale Verantwortung längst an den Staat abgschoben haben.”

    Sehr interessant Richard, – der Global-Staat müsste nun a la Ospel alle Sozialhilfe-Fälle nach Indien verlagern und könnte ebenso eine Menge Geld sparen. Zudem sollte man Ospel outsourcen.

  8. AlphaPapaGolf am 6. Mai 2006 um 14:40

    Warum nicht gleich auch das Parlament (Schwatzerbude) nach Fernost (Asien, nicht Thurgau) auslagern.
    Die dort hinten brabbeln auch unverständliches Zeug und bauen einen Blödsinn nach dem anderen.

    Wo läge der Unterschied, frage ich euch?

  9. Georg Meier am 7. Mai 2006 um 05:16

    Als Söldner der Anti-Demokratischen Bewegung ist die Schweiz für Ihn ein guter Ort möglichst wirksam viel Unheil anzurichten.

  10. driv3r am 8. Mai 2006 um 03:01

    Ach ja, die alte Leier mal wieder.

    Grundsätzlich möchte ich aber schon anregen, dass man sich hierzulande vielleicht mal überlegen sollte, warum denn eigentlich alle alles Outsourcen.

    Könnte es vielleicht sein, dass dort die Löhne u.a. viel billiger sind, weil die Leute noch bereit sind, für ihren Wohlstand zu arbeiten? Könnte es sein, dass dort vielleicht noch jemand unbezahlte Überstunden in Kauf nimmt? Könnte es etwa auch sein, dass dort jeder mehr oder weniger selbst für sein Wohl verantwortlich ist und nicht darauf zählt, dass irgendein Staat ihn so oder so bis an sein Lebensende durchfüttert?

    Und vor allem: Könnte es sein, dass diese einfachen Werte der Selbstverantwortung und des Leistungsprinzips vielleicht auch hier wieder gefördert werden sollten und dies viele wirtschaftliche und sozialen Probleme lösen würde?

  11. felixkohl am 9. Mai 2006 um 13:08

    @Richard

    Nach 18 Jahren Erfahrung? Darf ich fragen welche Ausbildung Du zu Beginn mitbrachtest? Warst Du Quereinsteiger?

  12. chriss am 22. Mai 2006 um 23:02

    Was ich da wieder gefunden habe!
    Kann mir bitte irgendwer erklären, welche Leistung jemand erbringt das diese mit Mio vergütet werden muß. Im Ernst! Was leistet derjenige? Ist es nicht so das derjenige Ja oder Nein zu etwas sagt was Andere ausgearbeitet haben? Wenn die Entscheidung richtig war gibts ne fette Prämie, wenn falsch im schlimmsten Fall eine fette Abfertigung! Ich krieg gleich das würgen. Der einzige der meiner Meinung nach Gehälter jenseits einer Mio einstreifen dürfte ist der Alleineigentümer und zugleich persönlich Haftender einer Unternehmung.
    Zum Thema Outsourcen: Es sollte verbindlich vorgeschrieben sein, das outgesourcete Unternehmensteile öffentlich bekannt gegeben werden müssen. Wenn ich ein indisch gemanaget/recherchiert/analysiertes Konto/Depot will, geh ich in Zukunft zur Bank of India.
    Und irgendwann werden auch die abgehobene Idioten “da oben” kapieren: wenn die kleinen Arsc…..her unten keine Arbeit mehr haben hören sie auf …. zu konsumieren (möcht sehen ob die Inder dann zum Migros einkaufen gehen und in der Schweiz ein Nummernkonto eröffnen…).
    Und jetzt mach ich mir ein Bier auf (aber keins aus Indien)

  13. Aelpler am 19. Oktober 2006 um 23:16

    Steuern bezahlen sie auch in Indien ha ha!

  14. Aelpler am 19. Oktober 2006 um 23:19

    Und Steuern bezahlen sie auch in Indien ha ha!

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