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Tally Weijl: Dumpinglöhne sind gar nicht Sexy

Angestellte der Bekleidungskette Tally Weijl haben die Gewerkschaft UNIA über untragbar tiefe Löhne informiert. Diese hat mit Informationsaktionen vor verschiedenen Tally Weijl Filialen darauf reagiert. Die ausbezahlten Löhne bei Tally Weijl reichen kaum zum überleben:

Eine Verkäuferin ohne Lehrabschluss sollte im Detailhandel einen Einstiegslohn um 3500 Franken pro Monat verdienen. Verglichen mit anderen Branchen ist das bereits ein sehr tiefer Lohn, um damit seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Bei Tally Weijl muss die gleiche Verkäuferin gar mit einem Salär von teilweise unter 3000 Franken zufrieden sein – und das ohne 13. Monatslohn. Das Lohndumping bei Tally Weijl betrifft dabei nicht nur das Personal ohne Berufslehre, sondern auch die Gelernten so wie die Filialleiterinnen.

Einer ausgelernten Verkäuferin einen Monatslohn unter 3000.- auszuzahlen ist Lohndumping resp. eine bodenlose Frechheit. Es ist zu hoffen, dass die Bekleidungskette ihr Image zu wahren versucht, und dazu übergeht, faire Löhne zu bezahlen.

Dieser Artikel wurde von Sandro am Donnerstag, 5. Juli 2007 in der Rubrik Wirtschaft und zu den Stichwörtern , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

4 Kommentare zum Artikel “Tally Weijl: Dumpinglöhne sind gar nicht Sexy”

  1. Rico am 5. Juli 2007 um 14:15

    Solche Löhne sind (wenn’s wahr ist) zwar tatsächlich eine Frechheit, aber wenn sich die jungen Frauen trotzdem darum reissen, bei TW arbeiten zu dürfen …

  2. >driv3r> am 7. Juli 2007 um 01:32

    Ich kenne niemanden, der gezwungen wird, bei TW zu arbeiten. So what?

  3. Pirelli am 9. Juli 2007 um 15:05

    Und ich kenne viele Leute, die trotz Berufslehre gezwungen sind, für solche Hungerlöhne zu arbeiten – gerade im Verkauf. Wie soll man so eine Familie ernähren?
    driv3r, hast du tatsächlich überhaupt keinen Sinn für soziale Gerechtigkeit? Hungerlöhne zulassen und gleichzeitig die Sozialleistungen abbauen – ginge die Welt nach dir, wir wären schlimm dran. Sieh dir mal die Zustände in den USA an: zum Teil drei Jobs und trotzdem Working Poor. Ist es das, was du willst?

  4. dfbs am 5. November 2008 um 22:01

    Tally Weijl hat dieses Anliegen sehr ernst genommen und ein neues Salärkonzept erstellt, welches im Schweizer Detailhandel vorbildlich ist. Das Unternehmen respektiert die Mindestlöhne (3400 ungelernt, 3550 gelernt) und bietet auch seit 1.1.2008 als eine der einzigen Modefilialketten (mit Filialen unter 200 qm) allen Mitarbeitern 5 Wochen Ferien. All diese Massnahmen wurden 2008 eingeführt und somit wurde auf die Kritik reagiert.

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