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SVP – Mörgeli ging zuweit, harsche Kritik aus allen Parteien

Christoph Mörgeli

Blocher-Zögling und SVP Bad-Guy Christoph Mörgeli hat den Bogen Überspannt. Mit seiner rüden Verbalattacke auf CVP Bundesrat Joseph Deiss und den eigenen “halben SVP Bundesrat” Samuel Schmid hat sich der Kampfhund der SVP deftige Schelte eingehandelt. Diesmal gibts sogar aus den eigenen Reihen ungehaltene Kritik. Normalerweise wird der unbeliebte Mörgeli von der eigenen Fraktion gedeckt. Diesmal jedoch nicht. Sogar der Berner SVP Kantonalpräsident Hermann Weyeneth betont dass die Sache diesmal nicht mit einer Entschuldigung gegessen ist. Die verletzenden, spöttischen und persönlichen Attacken des SVP “Politikers” stossen seit längerem auch in der eigenen Fraktion an. Ein SVP Politiker hat gegenüber espace.ch angemerkt, dass sich der politische Leistungsausweis von Mörgeli vor allem auf seine Mediale Aufmerksamkeit beschränkt. In der aussenpolitischen Kommission lässt er sich beispielsweise trotz happigen Sitzungsentschädigungen nur selten blicken, viel wichtiger sind dem Polit-Narzissten seine Fotos in den Medien. Die CVP fordert nun in einem offenen Brief eine Rüge an die Adresse des Politikers und von diesem eine persönliche, öffentliche Entschuldigung: “Anwürfe, Beleidigungen und das abgleiten von Diskussionen auf die persönliche Ebene vergiften das politische Klima in der Schweiz”. Auf eine Entschuldigung von Mörgeli wird die Politik gemäss dem Tagi vergebens warten. So viel Courage hat der Mann nicht.

Dieser Artikel wurde von Sandro am Dienstag, 7. Juni 2005 in der Rubrik Politik und zu den Stichwörtern , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

11 Kommentare zum Artikel “SVP – Mörgeli ging zuweit, harsche Kritik aus allen Parteien”

  1. AlphaPapaGolf am 7. Juni 2005 um 17:57

    Der hier erwähnte Herr Weyeneth ist der Mann, der für die Erweiterung der Personenfreizügigkeit eintritt.
    Damit ermöglicht er es seiner Klientel, den Grossbauern aus dem Seeland und dem Emmental, günstig Feldsklaven aus dem Osten anzustellen.

    Diese haben dann im Schweisse ihres Angesichts und für eine mickriges Trinkgeld auf den Feldern zu schuften, derweil Weyeneth und seine Kumpane mit dem Mercedes zum Hornussen fahren.

    Diese malochenden Ostblöckler, die einem dann irgendwie an “Ueli der Knecht”, erinnern, werden das Bild der Landwirtschaft und des Baugewerbes bestimmen.

  2. Flegel Vanderzocht am 7. Juni 2005 um 20:30

    also, das kann ich sogar als iväuler.. was der mörgeli bringt.. paz in den rationalrat.. und zwar subito!!

  3. quadour am 7. Juni 2005 um 22:01

    Da kannst du sehen, wie die Felle davon schwimmen…
    Niemand ernsthaftes wird sich gegen die Personenfreizügigkeit einsetzen. Die SVP/AUNS hat das Pulver schon verschossen mit der schon fast historischen Lügenkampagne gegen Schengen. Die Angstgesichter werden ein 2. Mal nicht mehr greifen und 10 Mio. habt ihr schon ausgegeben. Selbst für die subventionierten gehegten und gepflegten war das sehr viel. Jetzt ist die Kasse ziemlich leer. Jetzt müsst ihr mit Argumenten kommen und das wird schwierig. Die ganze Wirtschaft dagegen, sogar Blocher und Spuhler… Jetzt habt ihr nur noch die Subventionsempfänger, die Angsthasen und Unfähigen, die Nationalen und die Ewiggestrigen, die mit Euch sind. Viel Glück.

  4. phono am 7. Juni 2005 um 23:32

    nicht nur herr weyeneth tritt für die personenfreizügigkeit ein. der ganze wirtschaftsflügel der svp wird dies tun. weil es keine alternative gibt.

    gerade in der landwirtschaft sind die bauern auf billige arbeitsnehmer angewiesen, wenn sie ihre produkte zu einem halbwegs vernünftigen preis produzieren wollen. man kann nicht über die hochpreisinsel schweiz jammern und dennoch die hohen löhne aufrechterhalten. zudem finden sich gerade in der landwirtschaft keine willigen arbeitskräfte mehr unter den schweizern. so arbeiten schon heute genug ostblockmenschen schwarz auf den feldern der schweizer bauern.

    zu mörgeli gibts nicht viel zu sagen. der hat zuviel zeit in seinem beamtenjob an der uni. wird meiner meinung nach nicht mehr allzulange dort verweilen.

  5. bhota70 am 8. Juni 2005 um 11:56

    Mörgeli ist ein gewiefter Provokateur und erreicht seine Ziele mit Bravour, in dem er und seine Partei in aller Munde ist. Dabei kann er auf die Dienste gutmeinender Zeitungen (und sorry, auch politischer Blogs) zählen, die jeden seiner F…. besorgt aufnehmen und kommentieren.

    Eine (vielleicht auch auf die Kinds-Kopf-Erziehung anwendbare) These der Kindererziehung lautet, dass – auch negative – Reaktionen auf unerwünschtes Verhalten das Kind merken lassen, dass es auffällt und sich bemerkbar machen kann. Es sucht sich so Beachtung, wenn es zuwenig positive Zuwendung bekommt.

    Ignorieren wir also Mörgelis Eskapaden (auch wenn es schwer fällt) und nehmen wir uns stattdessen ihm als Menschen und seinen Nöten an. Er sollte uns leid tun, muss er sich doch als ewig im Schatten seines grossen Ziehvaters Christoph Blocher stehender Intellektueller und Akademiker in seiner Partei von Polterern und in seinem verstaubten medizinhistorischen Museum schrecklich ungeliebt und unverstanden fühlen und hat deshalb grossen Kompensationsbedarf.

    Das zu tun, ist ein Gebot der Nächstenliebe! ;-)

  6. bhota70 am 8. Juni 2005 um 12:09

    AlphaPapaGolf bringt meine Befürchtungen auf den Punkt. Auch in EU-Ländern werden Arbeitskräfte auf widrigste, für uns verwöhnte Schweizer oft unvorstellbare Weise ausgebeutet, wobei z.B. in Spanien OsteuropäerInnen immer mehr an die Stelle der Nordafrikaner treten, da die Südgrenze der EU immer hermetischer abgeschottet wird.

    Auch wenn meine Meinung zur Personenfreizügigkeit noch nicht gefasst wird, reihe ich mich vorsorglich in von quadour zitierte Reihe der Subventionsempfänger, Angsthasen, Unfähigen, Nationalen und Ewiggestrigen ein – mangels Alternativen, wenn es keine andere Schlange gibt, vielleicht kommt ja noch die Kategorie der Skeptischen dazu – und studiere beim Warten mal die sicher noch reichlich eintrudelnden (Des-) Informationen zu dieser Vorlage, insbesonders auch zu den viel zitierten flankierenden Massnahmen.

    Vor allem von letzteren wird es wahrscheinlich abhängen, was ich im September abstimme und für was ich im Vorfeld dieser Abstimmung mit meinen bescheidenen Mitteln werben werde…

  7. AlphaPapaGolf am 8. Juni 2005 um 16:58

    Die “flankierenden Massnahmen” werden nicht greifen. Oder wenn es heisst, “es wird abgefedert” bedeutet das nichts anderes, als dass die Regierung uns tüchtig eins reinhauen will (siehe Krankenkassen und die vorgängigen Meineide von Dreýfuss und Konsorten)

  8. quadour am 8. Juni 2005 um 20:50

    Zur personenfreizügigkeit lässt sich folgendes sagen:
    1. Ohne Personenfreizügigkeit gibt es keine Bilateralen, da es die EU (was ich zu 100% verstehe) nicht hinnehmen kann, dass ihre Bürger in eine Zweiklassengesellschaft eingeteilt werden – nämlich in die mehr oder weniger willkommenen aus Westeuropa und die unwillkommenen aus Osteuropa. Schweiz ohne Bilaterale = super Gau für die Wirtschaft.
    2. Das Wirtschafts- und damit das Wohlstandswachstum in den osteuropäischen Ländern wird hierzulande nicht erwähnt. Die Osteuropäer sind überdurchschnittlich ausgebildet und fleissig. Wo standen denn beispielsweise Irland und Spanien noch vor 20 Jahren als sie der EU beigetreten sind. Es waren die Armenhäuser Europas. Heute sind sie die Vorzeigeländer der EU. Das gleiche wird mit den Ostländern passieren. Ich bin beruflich oft im Osten unterwegs und bin immer wieder erstaunt über den Einsatzwillen und den Optimismus (gerade der fehlt uns im vielfach degenerierten Westen) der Menschen. Was will ich damit sagen? Osteuropa boomt, und mit jedem Jahr Wirtschaftswachstum gibt es Lohnerhöhungen und damit schwindet der Anreiz, nach Westeuropa zu gehen und Arbeit zu suchen abgesehen davon dass Sprach- und Mentalitätsunterschiede ohnehin als starke Barrieren wirken. Ich bin überzeugt, auch ohne flankierende Massnahmen, werden nur wenige Menschen in der Schweiz Arbeit suchen, denn so irrsinnig attraktiv (Stichwort höchste Lebenhaltungskosten in Europa) sind wir nun doch auch nicht.
    3. Das hohe Wirtschaftswachstum in den neuen Ostländer macht diese zu immer wichtigeren Exportmärkten für die alten EU-Länder. Beispielsweise konnte die Stadler Rail von Peter Spuhler (SVP) einen 600 Mio. CHF Auftrag in Tschechien an Land ziehen, einen ziemlich grossen Brocken also. Sollte die Schweiz die Personenfreizügigkeit ablehnen, liegt es nahe, dass in Zukunft solche Aufträge an (finanziell) solidarische Länder innerhalb der EU gehen. Darum gehts.

  9. AlphaPapaGolf am 9. Juni 2005 um 07:34

    Dazu ist zu sagen, dass die Schweiz den neuen EU-Ländern bereits eine Milliarde Franken spendiert hat.
    Es sind auch bereits zehntausende Arbeitsplätze von der Schweiz in den Osten verschoben worden.
    Von mangelnder Solidarität kann nicht die Rede sein, eher von vorauseilendem Gehorsam gegenüber Brüssel.

  10. SVP Werte und Wahlen 2007 am 17. Juli 2007 um 12:56

    [...] Verluderung der Politik durch permanentes in-den-Dreck-ziehen der politischen Gegner. [...]

  11. Chevy am 17. Juli 2007 um 14:18

    @quadour

    die Schweiz Spendet jedes jahr 13Mrd ins Ausland, nenn mir ein Lanad das mehr Verschenkt, so vonwegen solidarische Länder Du plapperi.

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