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SVP: Kulturpolitik mit Unwahrheiten

10vor10 und die Jungs von der Anti-SVP Homepage haben schon drüber berichtet, und trotzdem stehen die kreuzfalschen Argumente noch immer im Kulturpapier der SVP:

Anker und Hodler, zur Literatur mit Gotthelf, Keller sowie Dürrenmatt, den Exponenten moderner Kunst wie Tinguely bis hin zu Satirikern und Vertreter der Volkskultur wie Emil, Walter Roderer, Paul Bühlmann, Jörg Schneider – um nur einige wenige zu nennen. (..) Diese Kultur ist unabhängig und ohne staatliche Förderung entstanden.

Wobei unterschlagen wird, dass Dürrenmatt, Hodler, Keller und Tinguely allesamt von staatlicher Förderung profitiert haben. Absolut zurecht wie man jetzt weiss. Doch in ihrem blinden Spar-Eifer übersehen die SVP Politiker halt gern, was ihnen nicht ins Konzept passt. Nur schade, dass man dann nicht die Courage hat, die Fehler einzugestehen….

Dieser Artikel wurde von Sandro am Donnerstag, 15. März 2007 in der Rubrik Politik und zu den Stichwörtern , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

7 Kommentare zum Artikel “SVP: Kulturpolitik mit Unwahrheiten”

  1. buchi am 15. März 2007 um 13:19

    Gerade Hodler war lange Zeit sehr verarmt und konnte von seiner Kunst kaum leben. Das tragische gerade bei Malern ist das ihre Kunst nach ihrem Tod eine ennorme Wertsteigerung erfährt. (Von da an werden diese Bilder zu knappen Gütern, da keine weiteren Produziert werden können). Maler aber oft zu Lebzeiten verarmt leben. Vielleicht wäre es sinnvoll eine Steuer auf den Kunsthandel mit Werken von “Toten-Künstler zu erheben um damit die Zeitgenössischen Künstler zu unterstützen…..

  2. Locke36 am 15. März 2007 um 14:42

    Aber 100 Mio. für die Kultur?
    Sorry liebe linksangehauchten Kultur fanatiker,
    dass ist zu viel. In einigen Kanton fehlt es immernoch an Infrastrukturen wie z.b. 3fach Turnhallen.
    Oftmals müssen Vereine diese selber bezahlen, und die politiker wollen uns jugendlichen sagen, wir sollen nicht randalieren und kiffen. aber wenn man in andere Kt. gehen muss, nur um 1 1/2h zu trainieren, dann sitzt man auch lieber mit einem caché bier in einer ecke.

    ich habe grundsätzlich überhaubt nichts gegen kulturförderung, aber 100mio. sind für mich eindeutig zu viel, da wie gesagt andere bereiche gedeckt werden müssen.

  3. buchi am 15. März 2007 um 15:04

    @Locke:
    Wenn du überlegst, wie viele der Kultur vor und nachgelagerten Arbeitsplätze es gibt. Dann sind 100 Mio reichlich wenig Geld. Und 100 Mio sind im Vergleich zu den Gesamtausgaben im Bund nicht viel Geld. Meiner Meinung nach soll man nicht dort sparen, wo sowieso wenig Geld ausgeben wird, sondern dort wo viel Geld ausgeben wird.
    Ich weiss ja nicht wie viele Jugendliche die ganzen Freitag und Samstagnächte trainieren wollen?????? Ich denke für welche Veranstaltungen man all die Mehrzweckhallen im ganzen Land brauchen könnte. Aber viele davon stehen zu Zeiten, wo diese für Kulturelle Veranstaltungen genutzt werden können leer. Es wahrscheinlich nicht das grosse Problem, dass viele Jugendliche nicht trainieren können und deshalb saufen, sondern die meisten Jugendlichen saufen nach dem Training!

  4. Die andere Öffentlichkeit am 15. März 2007 um 16:12

    Cancan der kurzen Beine

    Was den “Bürger-Herold” immer wieder verwundert, dass kurze Beine extrem lange leben. Lügen sind ganz praktisch

    Bekanntlich haben Lügen kurze Beine, wie es der Volksmund verspricht. Trotzdem sie extrem kurz sind, tanzen Ereiferer gerne den Canc…

  5. sudsy am 15. März 2007 um 16:54

    die migros hat kulturprozent, es braucht mäzene und globale wohltäter, charity und emotionale zuwendung, die ausstellung
    diese rumänischen volkes die so viel gold hatten würde mich
    interessieren, Völkerkunde Museum – Basel
    naturlich braucht es nun sehr viele unterstützung das ist doch normal, es ist vielen möglich sehr viel zu geben sollen sie es doch
    tun, sie können afrikanische kultur oder arabische oder indische
    oder indogermanische ……..uvm ……
    soviel kultur, dass es auch die rechtsextremen und neoliberalen
    nicht mehr verleugnen können,
    & this just happend : )) D

  6. Thomas am 15. März 2007 um 22:37

    Der Staat sollte begabte Künstler unterstützen, die weder alleine von gütigen Mäzenen noch von den Gesetzen des Marktes abhängig sein können oder wollen. Gewiss könnte man die Eintrittspreise für kulturelle Veranstaltungen massiv erhöhen, um es alleine auf privater Basis zu finanzieren. Aber damit würde erstens der Besuch für Normalsterbliche praktisch verunmöglicht und zweitens würde sich die Auswahl des Dargebotenen auf leicht Zugängliches und Populäres einengen. Damit würde die Kulturlandschaft zu einer Monokultur. Vielleicht müsste ja unsere Jugend in 10 Jahren dann Gedichte des Primarlehrers Oskar Freysinger auswendig lernen – Highlights wie «Bortoluzzis enges Fuzzi» und «der Schwanz, der nicht gelutscht wurde». Volkskultur vom Feinsten!

    Dass gemäss SVP-Positionspapier die Pro Helvetia, die mit der Absicht, die geistige Unabhängigkeit in der Faschismus-Zeit zu bewahren, gegründet worden war, ausgerechnet in die Organisation für Landeswerbung integriert werden soll, ist wohl ein schlechter Witz. Damit würde die Aufgabe der Pro Helvetia erst recht – Zitat SVP – auf «Staatspropaganda» zurückgebunden anstelle der intendierten Förderung von geistig unabhängigen Schweizer Künstlern.

  7. amnion am 28. März 2007 um 00:21

    SVP Populismus gegen Sozialmissbrauch
    Am 15. April 2007 sind Wahlen für den Kantonsrat. Schon erscheint die Schweizerische Volkspartei SVP, eine Rechtsbürgerliche Partei, wie sie sich selbst darstellt, mit Ihrer Polemik auf dem Parkett.

    Wir sind uns schon allerhand von dieser rechtspopulistischen Partei gewohnt. Überdurchschnittlich wenige Parteiangehörige der SVP hatten – gegenüber anderen Schweizer Parteien – etwas vom Fach Geschichte für ihren Weg mitbekommen. Die Geschichte lehrt uns, wohin solche Mentalitäten führen können.

    Die SVP räsoniert in ihrem Inserat:

    Das sind die Folgen der linken und grünen Sozialpolitik:
    - Über 9‘000 Franken Sozialhilfe pro Monat für ausländische Familien – mehr, als die meisten Schweizer Familien verdienen.

    Richtig ist: Ausländische Familien sind meist zahlreicher, aber immer noch Menschen. Unser Sozialhilfegesetz ist keine Willkür, sondern sehr streng geregelt. Jeder bekommt gleich viel. Wenn also die 9‘000 Franken Sozialhilfe pro Monat durch die Anzahl Menschen geteilt wird, so lebt der Einzelne nicht gerade auf grossem Fuss. Für alle die rechnen können.

    - Ausländische Prostituierte mit 8‘000 Franken Monatsverdienst kassieren zusätzlich auch noch Sozialhilfe.

    Richtig ist: Die SVP-Polemik spricht hier einen bekannten Fall an. Weshalb die SVP den Plural benutzt ist klar. Doch würden Sie mit 8‘000 Franken Monatsverdienst sich noch die Mühe machen, um auf das Sozialamt zu gehen? Nein. Der Fall (und nicht die Fälle) ist zur Anzeige gebracht worden.

    - Ausländische Familien lassen sich vom Sozialamt eine Haushaltshilfe beschaffen.

    Richtig ist: Die SVP-Polemik spricht hier einen bekannten Fall an. Weshalb die SVP den Plural benutzt ist klar. Für die Zuweisung einer Haushaltshilfe besteht ein Grund. Oder halten Sie die Sozialarbeiter für blöd?

    Könnte es sein, das die Verfahren der Invalidenversicherung IV Jahre dauern können, Verunfallte deshalb auf das Sozalamt müssen und wegen Ihrem Unfall eine Haushaltshilfe zugesprochen bekommen?

    - Abholen der Fürsorgegelder beim Zürcher Sozialamt – leben im sonnigen Balkan.

    Richtig ist: Die SVP-Polemik spricht hier einen bekannten Fall an. Weshalb die SVP den Plural benutzt ist klar. Keine Empathie für die vom Krieg gebeutelten Menschen aus dem Balkan. Aber immerfort grossmaulig von der weltoffenen und humanen Schweiz trällern.

    Für den Besuch im Balkan bestand ein Grund oder darf man nicht zum Begräbnis eines Familienangehörigen, wenn man in der Schweiz ein Fürsorgefall ist?

    - Unterbringung von Sozialhilfefamilien im Hotel für 8‘000 Franken im Monat inkl. Frühstück.

    Richtig ist: Die SVP-Polemik spricht hier einen bekannten Fall an. Weshalb die SVP den Plural benutzt ist klar. Die Familie besteht aus fünf Menschen, die ein Dach über dem Kopf sowie Nahrung brauchen. Die Platzierung der Kinder in Heimen kostet viel mehr; die Familien kann zusammenbleiben.

    Fünf Schweizer Sozialhilfeempfänger verbrauchen auch über 5‘000 Franken Miete. Bleiben also noch 3‘000 Franken für fünf Menschen für Nahrung, Krankenkasse, Arzt, Kleider, Verkehr etc.

    Diesen Missbrauch bezahlen die ehrlichen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. All jene, die noch arbeiten und für sich und ihre Familien sorgen. Das ist unsozial.

    Richtig ist: Da erzählt uns die SVP-Polemik mal mehr nichts Neues. Eine Sozialversicherung wird immer von dem Bürger und der Bürgerin getragen. Gähn. Mit ehrlichen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler meint sich die SVP-Anhängerschaft noch gleich selbst. Gegen die Grüne und Linke motzen, aber froh darum sein, dass die eigene Familie noch etwas Gesundes auf den Tisch bekommt? Die Grüne und Linke ist zum Selbstschutz der SVP: Ihr würdet euch ja selbst vergiften um externe Kosten einzusparen, denn dies führt zu noch mehr Reichtum.

    Missbrauch, Missbrauch, Missbrauch! Den Missbrauch im Schweizer Militär-, Wirtschafts- und Politikfilz wird immer von den ehrlichen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bezahlt! Die SVP räsoniert über Millionen Franken. Lesen Sie folgendes:

    Vgl.
    Kasus Kosten in Fr.
    Swissair-Debakel 4 Mrd.
    Swisscom/Debitel-Debakel 2 Mrd.
    60 Jahre Lüge u. nachrichtenlose Konten shreddern (Opfer des Holocaust)* 1,45 Mrd.
    Konten für Abacha, Menem, Noriega, Botah, Amin etc.*
    Entschädigung für zwangssterilisierte Menschen in der Schweiz* 0

    *ganz abgesehen von Image-Schaden für die weltoffene Hüterin der Menschenrechte.

    Immer mehr Sozialmissbrauch führt dazu, dass unsere Sozialwerke ruiniert werden. Die Folge? Am Ende bleibt nicht einmal genug für die wirklich Hilfsbedürftigen. Dazu sagt die SVP nein.

    Richtig ist: Weil immer mehr Menschen infolge Verlust des Arbeitsplatzes – von kapitalistischen und unsozialen Wirtschaftskapitänen – auf die Strasse gesetzt werden, nehmen die Bezüger von Sozialhilfe zu. Prozentual bleibt der Missbrauch genau gleich. Für die, die rechnen können. Die SVP ist nicht kompetent, um die Frage der Folgen von Sozialmissbrauch beantworten zu können, auch wenn sich die SVP-Esoteriker im Lesen der Zukunft versuchen. Die SVP-ler können so viel nein sagen, wie sie möchten. Das löst keine Probleme!

    Es darf nicht sein, dass immer weniger arbeiten, Sozialabgaben leisten, Steuern zahlen – und das Gefühl bekommen, sie seien die Dummen.

    Richtig ist: Es arbeiten immer weniger, weil solche wie Dr. Daniel Vasella, CEO Novartis, in einer Minute 200 Franken oder 44 Millionen Franken (28 Millionen Euro) jährlich verdienen (inoffiziell dürften es noch ein paar Milliönchen mehr sein). Der goldene Fallschirm von Dr. Vasella beträgt im Falle Fusionierung fünf Jahresgehälter, d.h. 100‘000 Millionen Franken. Das ist sehr unverhältnismässig!

    Als Schweizer-Volks-Polemiker müssen Sie aber deshalb nicht das Gefühl haben, dumm zu sein. Wer solche Polemik betreibt, wie die SVP dies tut, ist nicht dumm; aber im Ideengehalt arm, nicht originell und zudem sehr gefährlich (vgl. Geschichte 20 Jh.).

    Die SVP kämpft deshalb konsequent gegen Sozialmissbraucher, Fürsorgebetrüger und Scheininvalide. Damit wir jenen helfen können, die unsere Hilfe wirklich brauchen.

    Richtig ist: SVP-ler sollten ihre überdrüssige Energie dafür aufwenden, die kriminellen Elemente wie «Wirtschaftskriminelle», «Judenaktenschredderer» und «Bankers of Adolf Hitler, Abacha, Menem, Noriega, Botah, Amin etc.» zur Strecke zu bringen. Ist dies im Interesse für die SVP?

    Dass sich die SVP auf Kosten Mittelloser und dazu noch Ausländer profilieren möchte, zeigt das Gedankengut der SVP in ihrer pietätlosen Weise deutlich auf.

    Wem helfen Sie? Denen die ihre Hilfe brauchen? Das glaubt man der SVP sofort. Die SVP hilft seit geraumer Zeit denjenigen neoliberalen und konservativen Kräften im Schweizer Militär-, Wirtschafts- und Politikfilz. Trällern Sie also nichts von falsch gemeinter Hilfe!

    Und was ist mit den Menschen, die zwar Hilfe brauchen, aber nicht die, unter was die SVP als Hilfe für den Schweizer Militär-, Wirtschafts- und Politikfilz versteht?

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