SVP Finanzdirektor Daniel Bühlmann verachtet Frauen
Daniel Bühlmann, Luzerner SVP Finanzdirektor, ist uns noch gut in Erinnerung, als Politiker mit Hang zur Vetterliwirtschaft. Damals hat er seinem Bruder zu seinem Berater ernannt, einem mit 93′000.-/jährlich honorierten 60 Prozent-Job. Diesmal fällt der SVP Politiker durch ausgesprochene Frauenfeindlichkeit negativ auf. Folgendes soll der Mann von sich gegeben haben:
Noch niemand konnte mir vernünftig sagen, was Frauen in der Politik veroren haben oder überhaupt im Berufsleben
sowie:
Man sollte nur eine schöne Frau heiraten, das ist die einzige Chance, dass man sie wieder los wird
und weiter:
Es gibt keine wüsten Frauen, nur zuwenig Alkohol
Diese ausserordentlich dummen Äusserungen, welche der Finanzdirektor im Rahmen eines Herrenabends des Luzerner Fasnachtskomitees von sich gegeben hat, erklären auch warum er seinen Bruder und nicht seine Frau zu seinem Berater ernannt hat.
Polizist beleidigt?
Die SVP Macht heute grad nochmal Schlagzeilen. Der Tagi berichtet (S.16) von einem Gerichtsfall, bei dem ein SVP-Gemeinderat wegen “Hinderung einer Amtshandlung” vor Gericht steht. Laut der Aussage eines Polizisten hat sich der Mann geweigert, seinen Führerausweis zu zeigen und sei davon gefahren.

lol, sandro, keine ahnung hast du wie, wann und wo diese sprüche gefallen sind. du weisst ja noch nicht mal ob ers wirklich gesagt hat (soll…).
trotzdem veröffentlichst du sowas. ziemlich erbärmlich
die unteren beiden sprüche sind ja wohl allgemein bekannt und je nach kontext auch ganz witzig.
hab mal gehört sandro soll gesagt haben das alle Neger zurück nach Afrika gehen sollen!
think about it.
Swissinfo: Luzerner Fasnachts-Herrenabend wirft Wellen
Kt. Luzern: Luzerner Regierung zum LFK-Herrenabend
Erbitte um den Link zu meiner Aussage, ansonsten verstehe ich das als Verleumdung.
na also, gibts doch noch ein link.
und was liest man dort:
—>
SVP-Regierungsrat Bühlmann war am so genannten Herrenabend des LFK aufgetreten. Dort gehören Zoten und derbe Sprüche traditionell zum Repertoire.
(…)
In einem Interview mit der “Neuen Luzerner Zeitung” bestreitet Bühlmann, das seine Sprüche seinem Frauenbild entsprechen. “Weder was ich über Männer noch was ich über Frauen sagte, kann man ernst nehmen. Es wäre traurig, hätte jemand heute noch so ein Frauenbild.” Im übrigen sei der Herrenabend ein Klamauk-Anlass gewesen, der “nicht ernst genommen werden darf und kann”.
ah scheiss blogsoftware. hats doch einfach ein teil meins kommets verschluckt… hier der rest:
—->
da ist wohl alles gesagt.
wer noch nie einen solchen spruch gemacht hat werfe den ersten stein.
und wegen der verleumdung, machst ja auch nix anderes hier.
Ich halte nichts von derartigen Witzen und kann auch nicht über (ähnlich gelagerte) rassistische Witze lachen. In jedem dieser Witze steckt ein Funken Wahrheit. Wer darüber lacht macht sich mitschuldig.
mitschuldig bei was?
irgendwann is doch genug political correctness oder?
wenn man nicht mal darüber lachen kann wunderts mich nicht weshalb man seinen frust in so ein blogg umsetzen muss…
Zitat Sandro: In jedem dieser Witze steckt ein Funken Wahrheit.
Wie jetzt du denkst wirklich das in so frauenfeindlichen Witzen auch nur ein Funken Wahrheit steckt. Das sagt aber sehr viel über dein Frauenverständnis aus.
mfG René
eeech…der war doch am witzeln, ich habe auch so n paar männerfeindliche witze, trotzdem komm ich morgen auf keine rechte-hp mit der überschrift “linke anhängerin macht sich über mäner lustig!”…
ich war noch nie an einer luzerner fasnacht, aber ich wette, das besäuft man sich, nicht?
Ist ja wirklich grossartig, hier irgendwelche dümmlichen Fasnachtszoten von Politikern ernsthaft zu Skandalen aufblasen zu wollen…sagt mal seid ihr eigentlich noch ganz dicht?
Hint: Der “Witz” an der Fasnacht ist doch eben gerade, dass dort für einmal auf Political Correctness verzichtet werden darf.
Es schaudert mich vor einer Welt, wo alles grundsätzlich todernst genommen werden muss..aber dank Leuten wie euch sind wir wirklich bald bei der “Gedankenpolizei” angelangt..
Ausnahmsweise habe ich mich hier amüsiert. Aber nur ab dem Spruch “Es gibt keine wüsten Frauen, nur zuwenig Alkohol”.
Die anderen illustrieren die ewiggestrigkeit des SVP-Mannes und wecken eher Bedauern und Mitleid. Man hätte erwarten können, dass wenigstens an der Fasnacht die SVP-Haudegen gute Sprüche an den Mann bringen. Auch hier leider: Fehlanzeige.
Zu einem Herrenabend gehören immer auch ein par Witze. Wenn das nicht ANwesend nicht lustig finden..was soll’s…
Betreffend Frauen und Politik :
Angelina Jolie am WEF in Davos..ein bisschen Hollywood Glamour kann ja nicht schaden.
P.S. das war kein Witz!
Was hier bislang nicht erwähnt wurde, schiebe ich als Luzerner gern nach:
nach Bühlmann erhielt der ebenfalls eingeladene Stadtrat (Gemeindeexekutive) Ruedi Meier das Wort. Als er aber den Witz wagte, angesichts des aggressiven Stils der SVP sollten die Polizisten vielleicht besser IM Sitzungssaal stehen, statt ihn vor der Tür zu bewachen, kehrte die Stimmung unter den im Saal versammelten “Herren” schlag artig. Ein grosser Teil verliess den Saal, die anderen beschimpften Meier als Arschloch und taten ihren Unmut so laut Kund, dass Meier seine Rede abbrechen musste.
Wie ist es jetzt mit der Political Correctness? Wie mit der Fairness? Weshalb darf in den Augen der rechtsbürgerlichen Kreise ein Witz immer nur gegen links gerichtet sein?
Ferner: Wir Strassen- und Kulturfasnächtler – also die überwältigende Mehrheit – haben mit den Herrenabenden der Zünfte nichts am Hut. Für uns haben die vom wohlhabenden Rechtsbürgertum organisierten Zunftveranstaltungen nichts mit Fasnacht zu tun, sie stellen eher deren genaues Gegenteil dar.
Aus der NLZ abgetöggelt:
“Apropos Ruedi Meier: Ganz in Schwarz, als Bodyguard verkleidet, sass der Grüne da. Einen Knopf im Ohr und offenbar eine Wut im Bauch: Bald müsse man wohl die Polizei, die den Eingang zum Saal des Stadtparlaments aus Sicherheitsgründen überwache, drinnen einsetzen, wenn es mit den polternden SVP-Mannen so weitergehe, sagte er.
Hatten die Mannen im Saal dem SVP-Bühlmann beim Verulken der Frauen (samt Regierungskollegin Yvonne Schärli) noch zugeklatscht und -gejubelt, kehrte das Blatt bei Meier. Mit seinem Angriff auf eben diese SVP verscherzte er sich hörbar die Sympathie. «Was für ein A…loch», tönte es aus den Reihen. So ein «Schwachsinn», so ein «Seich» gehöre nicht hierhin. Reihenweise mussten Mannen plötzlich «bislen» gehen. «Ich hätte Ruedi Meier als intelligenter eingeschätzt. In einer solchen Runde darf er nicht so reden», hörte man.
Der grüne Stadtrat Ruedi Meier ist Opposition gewohnt, aber wohl nicht eine so heftige. Er machte kurzen Prozess und brach seine vorbereitete Rede entnervt frühzeitig ab.”
Also, und das gilt auch für die Mehrzahl der hier abgegebenen Voten: Müssen nur Linke Witze als Witze ansehen und schlucken? Ist für Rechtsbürgerliche tatsächlich einfach mal alles erlaubt? Entspricht es nicht auch dem Verhalten der SVP, die aufs Derbste austeilt, aber bei Gegenwind gleich zu jammern anfängt?
Was wenn Meiergesagt hätte: “Wäre Charakter ein lebenswichtiges Organ, Bühlmann müsste künstlich beatmet werden?” Mörgeli durfte solches in der “Weltwoche” ungestraft über Bundesrat Schmid verlauten.
lol, was seit den ihr für knallköpfe? wenn ein svp vertretter bei einer grünen versammlung einen grünen-witz macht dann klatschen alle?
pillepalle
Knallkopf? Ich bitte dich.
Und war das eine SVP-Veranstaltung? Ihr habt doch immer argumentiert, an der Fasnacht sei so was erlaubt! Jetzt wars plötzlich doch ein Politding?
Es giltet als Grundsatz der Rede-Rhetorik, sich Gedanken über seine Zuhörerschaft zu machen. Ich denke, es war auch dem Ruedi Meier ersichtlich (oder aus Erfahrung hätte man es wissen müssen), dass er eher rechtes Publikum haben wird. Da muss er halt mit solchen Reaktionen rechnen.
Es gibt aber einen Unterschied, ob nun Bühlmann von der Presse zerissen wird, oder ob Meier aus dem Saal geekelt wird. Es ist doch klar, dass ein SVPler auf einer Grünen-Versammlung (wie von sense2 erwähnt) keinen Anklang gefunden hätte und das die Reaktionen auf Äthopier-Witze sichtlich weniger Erfolgschancen hätten, wie bei einer SVP-Versammlung. Da hielte ich es auch für legitim von den Grünen, ihn aus dem Saal zu pfeiffen.
Würde eine Frau aber an einer Feministinnen-Veranstaltung vergleichbare Witze über Männer machen, krähe kein Hahn danach.
Schon wieder Blickniveau.
[...] Das unfehlbare Volk hat der fehlbaren Volkspartei in den letzten beiden Tagen übel mitgespielt. Im Kanton Luzern bezahlt Regierungsrat Daniel Bühlmann für seine zahlreichen Eskapaden der letzten Jahre: private Betreibungen, undurchsichtige Steuergeschenke an den Bruder, fragwürdige Personalentscheide und frauenfeindliche Äusserungen. Im Tessin wurde die SVP bei den Wahlen gleich halbiert: Es bleibt ein homöopathischer Wähleranteil von 2,8% und zur Freude aller wurde SVP-Vorzeigerassist Eros Mellini (“Wir haben die Nase gestrichen voll von den Ausländern, die sich vermehren wie die Karnickel”) nicht ins Parlament gewählt. [...]
[...] Kurz vor den Wahlen scheint nun das Agenda Setting der Linken durch eine Indiskretion bekannt geworden zu sein. Verschiedene Quellen berichten, dass eine Kampagne gegen Islamkritker rund um Nationalrat Schlüer und andere stattfinden soll. Ausserdem wird versucht, das Problem des Sozialmissbrauchs um jeden Preis aus den Medien herauszuhalten. Konkret dazu folgendes: sämtliche Islamkritiker, sowie die SVP soll ins Umfeld des Rechtsextremismus gestellt werden. Dabei wird auch auf die Personen selbst geschossen und nicht auf die Politik als solches. Als Modell gilt die Kampagne gegen Daniel Bühlmann. [...]
“Entspricht es nicht auch dem Verhalten der SVP, die aufs Derbste austeilt, aber bei Gegenwind gleich zu jammern anfängt?”
Doch , @trotzdem, genau das ist leider extrem augenfällig der Fall, und es relativiert den “Witzaspekt” erheblich.
Ich bin definitiv ein Fan der freien Meinungsäusserung und des schwarzen Humors, aber nicht wenn er als Mogelpackung für nicht salonfähige “Meinungen” und “Überzeugungen” daher kommt – dann ist’s einfach nur armselig.
g.
[...] Trix Dettlings Vorstösse im Grossen Rat geben einen guten Überblick über die Themen, für die sie sich einsetzt. “Ich stehe für Chancengerechtigkeit in der Bildung”. Keine Scheinpolitik – Frau Dettling setzt diese Aussage schon seit vielen Jahren in die Tat um. Hervorheben möchte ich auch ihre Anfrage an den inzwischen mit Schimpf und Schande abgewählten luzerner SVP-Regierungsrat Daniel Bühlmann wegen seinen frauenfeindlichen Äusserungen. [...]