SUV Fahrer fahren fahrlässiger
Eine gross angelegte Studie aus Enlgand beweist, was dem gemeinen Stadtbewohner schon seit langem klar ist: Fahrer von Sports Utility Vehicles (SUV) gefährden sich und andere Menschen im Strassenverkehr überdurchschnittlich:
Der Studie zufolge greifen sie wesentlich häufiger beim Fahren zum Handy und verzichten öfter auf den Sicherheitsgurt, als jene in normalen Autos. Das Forscherteam beobachtete rund 41.000 Autofahrer in London und fand heraus, dass Fahrer von Autos mit 4×4-Antrieb vier Mal häufiger gegen das Verbot der Handy-Benutzung während der Fahrt verstoßen. Zudem würden sie drei Mal häufiger als andere Fahrer darauf verzichten, den Sicherheitsgurt anzulegen.
Dies widerlegt die unsinnige Behauptung, dass die FahrerInnen von grossen und bulligen Autos aufgrund der Grösse ihres Gefährts mehr Rücksicht nehmen und vorsichtiger fahren.
Ebenfalls ein krasses Beispiel für die Gefährlichkeit SUV und Konsorten ist der Unfall vom 25.06.2006 bei Derendingen, wo man auf dem Unfallfotos sehen kann, dass der Range Rover das Motorrad richtiggehend überollt hat:

Aber schlussendlich muss der SUV-Fahrer mit seinem Gewissen leben…

Ist auch nicht erstaunlich. Sie sitzen viel höher und fühlen sich dadurch überlegen, und die schiere Masse der Vehikel vermittelt ein fatales Gefühl der Sicherheit. Durch die Schallisolation, die langen Federwege, die Hermetische Abgeschlossenheit des klimatisierten Innern mit der fetten Soundanlage verlieren sie gänzlich den Kontakt zur Strassenrealität.
Sehr schön find ich die Quelle. Nicht gerade ein grünes Kampfblatt.
@Pirelli: Sehr treffend formuliert!
Sanro, dieser Artikel ist absolut polemisch und irreführend. Lest doch bitte alle den Originaltext:
“Ein 37-jähriger Motorradlenker aus dem Thurgau war am Sonntag kurz nach 17.30 Uhr mit seiner 38-jährigen Frau als Sozia auf einer Kawasaki mit etwa 70 Stundenkilometern auf dem Überholstreifen der A1 im Baustellenbereich Richtung Zürich unterwegs. Als der Verkehr auf Gemeindegebiet von Derendingen ins Stocken geriet, bremste der Zweiradfahrer ab, worauf das Hinterrad seiner Maschine zu schlingern begann.
In der Folge stürzte er noch auf dem Überholstreifen und schlitterte dann samt Sozia in die baustellenbedingte Überleitung. Ein entgegenkommender Jaguarfahrer leitete eine Vollbremsung ein, wich abrupt nach rechts gegen die Mittelleitplanke aus und kollidierte mit dieser. Trotzdem streifte das Motorrad die linke Seite des Jaguar.
Der nachfolgende Fahrer eines Range-Rover hatte keine Chance mehr, dem Hindernis auszuweichen: Er überrollte den Motorradfahrer. Die Frau auf dem Sozius wurde links neben dem Range-Rover vorbeikatapultiert und auf die Fahrbahn geschleudert. Beide Personen verstarben noch auf der Unfallstelle.”
Was steht da also drin:
- Es war ein Fehler des Motorradfahrers. Der Range Roverfahrer verhielt sich korrekt und hatte keine Chance mehr, auszuweichen.
- Der eigentliche Unfall geschah im Baustellenbereich. Warum geht ihr nicht auf Moritz Leuenberger los, weil dieser offensichtlich nichts gegen gefährliche Autobahnbaustellen unternimmt und tödliche Unfälle so geradezu provozieren lässt?
da sieht man doch das SUV’s gut gebaut sind, ein Suzuki swift und konsorten könnte man jetzt fortwerfen oder hätte die massiv höheren Reparaturkosten.
Die studie ist auch Witz, es wurden nichtmal 3000 Geländewagen in vergleich gesetzt von fast 40000 PW’s, mich würde das Resultat dann interessieren wenn noch 35000 Geländewagen mehr zur Studie beigetragen hätten. Schon interessant was man mit ein bischen hochrechnen alles für Statistiken und Studien erstellen kann.
@drivr: Wenn er am Auspuff des Jaguars klebte, hatte er tatsächlich keine Chance mehr auszuweichen. Wenn er einen sicherheitsbedingt richtigen Abstand hatte, dann schon. So einfach ist das.
@_driv3r_: das ist doch gar nicht das thema. ich bin selber töfffahrer und bin schon in mancher brenzligen situation beinahe von einem autofahrer unverschuldet abgeschossen worden. ich möchte wenn schon lieber von einem normalen auto angefahren werden, das mir vielleicht ein bein bricht, als von einem suv, das mich gleich überfährt. das ist das thema. ob der suv fahrer schuld ist oder nicht spielt doch keine rolle. fakt ist, dass suvs die schlimmeren verletzungen verursachen, kinder zum beispiel viel häufiger sterben, weil der kopf grad etwa obere kante kühlerhaube liegt und somit das genick geknickt wird.
berichtigung: unverschuldet bezieht sich natürlich auf mich und nicht auf den autofahrer.
Der Unfall diente nur der Illustration, verletzt aber die Einheit der Materie. Vergesst nicht die Aussage des Artikels: SUV-Fahrer geben weniger Acht in ihren Panzern. Und das ist folgerichtig, denn die ganze Werbung läuft darauf hinaus. “Euch kann nichts passieren!” – das ist Botschaft, mit der SUVs und schwere Limousinen verkauft werden.
Ich fragte einen Bekannten, weshalb er denn ausgerechnet einen Touareg gekauft habe. Er sagte (im Ernst), seine Frau fahre halt nicht so gut und sie hole die Kinder jeweils von der Schule ab. Da sei es im lieber, wenn “noch etwas Blech drumrum” ist.
Und was ist daran schlecht? je mehr Blech desto mehr Schutz oder? sonst muss man einen Trabant fahren, der besteht aus Karton
.
Sicherheit ist doch ok? und es ist das bestreben eines jeden sich bestmöglichst zu schützen, ich wäre bereit den Verlust der Sicherheit eines anderen ohne schlechtes Gewissen zu akzeptieren. Er ist ja selbst schuld dass er auch keinen sichereren Wagen fährt.
oh mein gott! schon mal was von fussgängern oder velofahrern gehört? oder kommen die in deinem weltbild nicht vor? selten so etwas dummes und ignorantes gelesen wie dein kommentar.
Aber nicht doch, “Chevrolet Caprice” hat vollkommen Recht! Ich zum Beispiel fahre ein Sicherheitsvelo, zwar immer noch ohne Licht, dafür aber mit Anti-SUV-Raketen.
Kommt mir so ein Fahrzeug gefährlich nache, löst sich automatisch eine Rakete und bohrt sich in den SUV. Jetzt bleibt aber gerade noch Zeit, sich auf den Boden zu legen, bevor sich der SUV in einem Feuerball in seine Einzel-Bleche zerlegt.
Kaufen auch Sie solche Raketen zum Einführungspreis.
@pax; ja stell dir vor Velofahrer und Fussgänger kommen auch vor. Und stell dir vor ich bremse sogar (meistens) schön artig für diese Geschöpfe. Und das gleiche sollte auch für den SUV oder sonstigen Autofahrer gelten. Nur wenn jemand einen SUV besitzt heisst das noch lange lange nicht, dass er einfach alles überfahren will. Ich denke die wenigsten kaufen einen Gegenstand (der auch noch sehr teuer ist) um anschliessend Leute zu überfahren. Aber du scheinst ja davon auszugehen. In dem Fall zählt nur der Effekt, und den kann man auch gut mit einem ganz normalen Kleinwagen erreichen.
Das Auto ist nie schlecht, denn es würde mich schwer in Staunen versetzen wenn es dich von alleine anspringen sollte. Nein, der Lenker ist das Risiko, ob Gross- oder Kleinwagen ist absolut egal, der gute Fahrer vermeidet solche Situationen auf Anhieb und fährt mit Toleranz und Rücksichnahme (wie es der Anstand eigendlich vorgibt).
ich verstehe dabei nicht, wiso man sich in einem normalen Wagen nicht gleich sicher wie in meinem SUV fühlen sollte? Normal wäre, wenn man sich überall gleich sicher fühlt ob Samrt oder SUV. Abgesehen davon ist es schon gefährlich wenn man mit Angst fährt, dann sollte man nicht fahren, denn die die Angst haben bauen meistens einen Unfall. Die Leute die unsicher fahren sind gefährlich. (gillt auch für das Velo, oder töff)
Ich fahre ja auch ein grosses Auto, aber ich hingegen rase nie auf der Strasse sondern ich cruise, geniesse das Fahren wie einen guten Wein oder Zigarre.
Abgesehen davon ist nicht immer der böse,böse Autofahrer schuld. Ich hab schon oft erlebt, dass Velofahrer sehr unachtsam ja sogar halsbrecherisch fahren. In dem Fall sollte das gleiche wie beim Autofahrer gelten, nähmlich das Verbot ein Velo zu fahren. Diese Individuen sind eine Gefahr für die Sicherheit.(Habe auch schon Autofahrer erlebt die unachtsam fuhren, ärgert mich auch).
@rostlaube, Ich beführworte deinen Ansatz, auch wenn er von dir selbst lächerlich gemacht wurde, nähmlich verstärkte Sicherheit für das Velo. Airbag für das Velo? oder einen Käfig in Leichbauweise wärden da denkbar. Wiso nicht? Aber es wäre der Sicherheit schon mal sehr gedient wenn alle Velofahrer erst mal einen Helm und entsprechende Gelenkschützer tragen würden, was ich enorm selten sehe. (Vor allem Gelenkschützer).
@chevi:
Tja, wenn nur Autofahrer am Verkehr teilnehmen würden, könnte ich deiner Aussage sogar zustimmen. Da dem aber nicht so ist tönt deine Aussage
wie blanker Zynismus. Insbesondere für Menschen, die jemanden verloren haben, weil ein Auto ihn überfahren hat und er halt einfach kein Blech um sich hatte.
Seltsam, dass man hier plötzlich für sichere, also teure Wagen plädiert, wo man doch immer gegen eine Verteuerung des Benzins ist, weil sich sonst nicht alle das Autofahren leisten können.
Sehr konsistent, Bravo!