Strassenverkehr: Sechs Tote dieses Wochenende!
Sechs Tote auf Schweizer Strassen seit dem neunten Juni. Dieses traurige “Massakker” meldet verkehrstot.ch die Dokumentationsstelle der Todesgefahr “Strasse”:
- Tegerfelden: Motorradfahrer bei Verkehrsunfall getötet
- Scharnachtal: Rollerfahrer tödlich verunfallt
- Lauterbrunnen: Ein Todesopfer und eine Schwerverletzte nach Selbstunfall
- Burgistein: Auto in die Gürbe gestürzt – Lenker gestorben
- Wasserauen: Mit Pw in den Schwendebach gestürzt
- Immensee: Ein Toter und drei Verletzte auf A4
Doch trotz sechs ausgelöschten Menschenleben gibt es keinen Aufschrei. Keine Empörung, keine öffentlichen Erklärungen und keine Stellungnahmen von ranghohen Politikern. Schweigend werden die Toten hingenommen. Hoch die uneingeschränkte Mobilität!

“Hoch die uneingeschränkte Mobilität!”
Genau. Ganz meine Meinung.
Übrigens: Wieviele Menschen sind insgesamt gestorben dieses Wochenende, weil sie von der Leiter gestürzt sind o.ä.? Der Tod gehört nunmal zu, Leben, wer sich damit nicht abfinden kann sollte wohl besser psychologische Hilfe aufsuchen.
Was soll man denn tun? Man kann nicht verhindern, dass sich jemand verschätzt und zu knapp vor einem Motorradfahrer abbiegt. Da helfen weder höhere Bussen, tiefere Tempolimiten noch ein Verbot von SUVs.
was für “stellungsnahmen ranghoher politiker” wären denn angebracht gewesen?
ich habe den verdacht, dass hier tragische erignisse zu politischen zwecken missbracht werden sollen.
die tendentielle berichterstattung ist in meinen augen blanker hohn, und eine respektlosigkeit.
“Schweigend werden die Toten hingenommen.”
woher willst du das wissen. weil du nichts hörst? denkst du, der allgemeinheit ist das egal? uns tun diese menschen nicht leid? was stellst du dir eigentlich vor, wer “die andern” sind?
“Hoch die uneingeschränkte Mobilität!”
aha, da kommen wir zum punkt. hätte man die mobilität verboten, wäre es nicht zu unfällen gekommen, willst du das damit sagen, ja? dann sags doch einfach.
das problem ist nur, dass du es dir damit sehr einfach machst.
du hättest vielleicht dem 72 jährigen motorradfahrer den ausweis weggenommen, damit nichts passieren kann. schön, allen andern auch? und dem 67 jährigen rollerfahrer? allen über 65? oder allen rollerfahrern? was ist mit dem 50 jährigen autofahrer, der von der fahrban abgekommen ist… allen über 50 den ausweis entziehen? oder allen autofahrern? was war mit dem 34 jährigen mann und seinem selbstunfall? einfach alles verbieten, allen, und immer?
das ist zu billig.
Der sogennante “Sonntagsfahrer” waren früher den meisten ein begriff, ein jeder wusste das die Sonntagsausfahrt ein Spiel mit dem Tod ist.
Schlage vor das wir den Sonntag in Leichentag umbenennen.
Ja, und am besten nehmen wir gleich saemtliche scharfen Gegenstaende vom Markt. Wie viele Leute sind schon erstochen worden oder haben sich selbst toedlich verletzt, weil sie mit scharfen Gegenstaenden nicht umgehen koennen.
Elektrischer Strom! Der ist lebensgefaehrlich! Sofort abschaffen!
Oh, und dann noch das Leben. Jedes Leben endet mit dem Tod! Das ist gefaehrlich! Am Besten gleich mit abschaffen!
am 11. war vollmond, fünf der sechs unfälle passierten an dem tag. es würde mich (ernsthaft) interessieren, ob schon mal eine statistik gamacht worden ist, ob da ein zusammenhang besteht.
wir brauchen endlich ein paar raser wochenende. das heisst, jeden monat, geben wir einen sonntag frei, damit raser ihr bedürfniss schnell zu fahren ausleben können, rennen werden gestattet sein. die nicht raserInnen sind gewarnt wer dann noch draufgeht ist selber schuld. raser wochenends beleben die wirtschaft, ambulanzen, beerdigungsinstitute, das autogewerbe etc. etc. die raser eliminieren sich so von selbst, in kurzer zeit wäre so das problem hinfällig.
Jeder Tote der nicht eines natürlichen Todes getorben ist, ist einer zuviel.
Von diesen hysterisch hinausposaunten Opfern sind jedoch 67% offensichtlich nicht durch Fremdverschulden zu Tode gekommen (Herzinfarkt, Schlaganfall, Dummheit, etc nicht ausgeschlossen). Zwei Unfälle wurden durch Personen über 65 verursacht. Das sind 33%, wenn man bedenkt das “nur” ~7% aller Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluß passieren….
Menschen fliegen mit Gleitschirmen, stürzen ab und sterben.
Menschen Kletter auf Berge, fallen runter und sterben.
Menschen gehen Schwimmen und Ertrinken.
Menschen fahren Motorrad / Auto, verunfallen und sterben.
Spätestens seit Georg W Bush fast an einer Bretzel erstickt ist sollte uns eigentlich allen klar sein das das Leben Lebensgefährlich ist.
Tu fui, ego eris
…Und schon das nächste gefundene Fressen für die Autohasser.
Warum diskutieren wir nicht mal darüber, wieviele Menschen jährlich durch öffentliche Verkehrsmittel umkommen? Busunfälle beispielsweise sind ja nicht gerade selten, und da gehts dann meistens um viele Tote und Verletzte gleichzeitig. Fast täglich kommt irgendwo in der Schweiz jemand unter ein Tram/Zug. Auch solche Unfälle enden meist tödlich, denn im Vergleich zu einem Tram oder erst einem Zug ist ein Range Rover ein Fliegengewicht. Ja sogar das Zürcher “Gsundheitsträmli” hat schon eine ältere Dame auf dem Gewissen; und das auf der Jungfernfahrt!!! Weiter erinnere man sich doch beispielweise auch an das “Büchsenöffner”-Zugunglück von Gretzenbach, den verunfallten Marti-Car, den Zusammenstoss zweier Züge in Oerlikon. Diese Liste kann beliebig lange weitergeführt werden.
an den gefahrenen kilometern gemessen fahren die öv beinahe unfallfrei…
wann war der letzte nennswerte unfall von einem bus/tram in zürich?
wann war der letzte nennenswerte unfall eines pw in zürich?
ich glaube wir bewegen uns hier etwas in eine falsche richtung.
natürlich gibt es verkehrsmittel die sicherer sind, und solche die weniger sicher sind.
Genau so wie beim schach vermutlich weniger leute ums leben kommen als beim klettern.
ich gehe aber davon aus, dass sich die meisten menschen dessen bewusst sind, und eine bewusste entscheidung fällen bei dem was sie tun.
die für mich entscheidende frage ist, ob jemand das recht hat, jemand anderem etwas gefährliches zu verbieten. gewisse leute sind offenbar der ansicht, die mobilität anderer verbieten zu dürfen, um unfallzahlen zu senken.
Mit der gleichen begründung könnte man das bergsteigen verbieten.
Ich bin der meinung, dass dies nicht zulässig ist.
Nicht zu glauben: Es gibt Leute unter euch, die überhaupt keine andere Meinung/Argumente akzeptieren. Warum seid Ihr so stur? Warum dreht ihr einem das Wort ständig im Mund herum. Mir ist schon klar, dass auf der Strasse mehr Menschen sterben als auf der Schiene. Das hat aber unzählige Gründe. Der Punkt ist doch, dass halt Unfälle passieren, bei denen Menschen sterben, egal wie und wo. Aber bei einem Autounfall machen einige ein reisen Theater daraus. Wenn aber ein Zug entgleist nimmt man das halt einfach als tragisches Unglück zur Kenntnis.
Übrigens, sense, eine Liste nennenswerter Zugunfälle findest du hier
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/625600.html
Einige davon forderten zwar nicht viele Todesopfer, überleg dir aber mal welche Kosten so ein Unglück verursacht!!! Wird wohl etwas teurer als wenn ein “Raser” in eine Leitplanke blocht.
wohoo, in den letzten ~50 jahren gabs im schnitt pro jahr ein nennenswerten unfall, das müssen imense kosten gewesen sein wenn die höher liegen sollen wie der strassenverkehr.. :pillepalle
Siehst du, genau das meine ich. Es fällt mir echt schwer dich ernst zu nehmen, sorry. Ich schlage vor wir lassens. Du fährst weiter Zug und ich Auto. Aber wenigstens eines verbindet uns: Wir beide hoffen, dass wir die nächste Reise überleben
Suva-Unfallstatistik 2004. Eisenbahn: 3,1 Millionen Franken Personenschaden. Ungemein hohe Zahl, stimmt.
Unclej, go home (zu Fuss).
… ach doch noch was, zu meiner Rechtfertigung:
Das waren nur die Zugunglücke. Bus-, Reisecar-, Tram-, Flugzeugunglücke etc, etc, etc, sind da nicht mit eingerechnet. Diese Tatsache ist dir wohl entgangen. Selber pillepalle……….
… wer redet von Personenschaden?
Da ich im Gegensatz zu dir gern verlässliche Zahlen liefere, war es natürlich wichtig, die genannte Grösse zu definieren. Da du selber schreibst, dass die öffentlichen Verkehrsmittel viel schwerer sind als die Autos, liefert der Personenschaden eine verlässliche Relation.
Ansonsten stellst du einfach Fragen resp. stellst wilde Behauptungen auf, wo du doch bei Suva oder BFS leicht selbst recherchieren könntest. Also tu das, dann nehm ich dich vielleicht etwas ernster.
Der Punkt ist aber nicht die Definition der Grösse. Wollte ich Zahlen liefern? Nein! Ich wollte die Relationen aufzeigen. Lies einige Kommentare weiter unten; Das betrifft genau auch dich!!!! Ihr findet ja eh immer was. Reg dich nur weiter auf; aber pass auf, das dir keine grauen Haare wachsen.
Übrigens: zu Fuss gehe ich überhaupt nirgens hin; im Gegenteil: Ich glaub’ ich kauf mir nen fetten Diesel-SUV nur um dich noch mehr zu ärgern
Dann überleg dir mal, was du willst, onkelchen.
Du schreibst:
“Warum diskutieren wir nicht mal darüber, wieviele Menschen jährlich durch öffentliche Verkehrsmittel umkommen? Busunfälle beispielsweise sind ja nicht gerade selten, und da gehts dann meistens um viele Tote und Verletzte gleichzeitig.”
Wenn man dann konkrete Zahlen nennt, meinst du:
“… wer redet von Personenschaden?”
Die Frage nach den Kosten stellt sich automatisch, wenn unreflektierte Pauschalisierungen wie diese gepostet werden: “Einige davon forderten zwar nicht viele Todesopfer, überleg dir aber mal welche Kosten so ein Unglück verursacht!!! Wird wohl etwas teurer als wenn ein “Raser” in eine Leitplanke blocht.”
Dann wiederum beklagst du dich:
“Nicht zu glauben: Es gibt Leute unter euch, die überhaupt keine andere Meinung/Argumente akzeptieren.”
Schreibst aber selber: “Es fällt mir echt schwer dich ernst zu nehmen, sorry.” Oder diese dummdreiste Perle: “Übrigens: zu Fuss gehe ich überhaupt nirgens hin; im Gegenteil: Ich glaub’ ich kauf mir nen fetten Diesel-SUV nur um dich noch mehr zu ärgern”
Junge, es geht hier nicht um “ärgern”. Es geht um Gesundheitskosten in Milliardenhöhe, dauerhustende Kinder, mehrere Tausend Tote infolge der Luftverschmutzung. Es geht um massiven Verlust an Lebensqualität und nicht zuletzt um Freiheitsberaubung: Du beschneidest meine Freiheit ganz erheblich, indem du mir deine Autogeilheit aufzwingst, deine Abgase, deinen Lärm, deinen immensen Platzanspruch.
Und es geht um Millionen von Toten und Kranken und den globalen Zusammenbruch, wenn der Klimawandel sich auf die Weise abspielt, wie es die allermeisten Forscher befürchten.
Bleib mir also vom Hals mit deinem Egoismus und deiner Ignoranz.
Naja, unclej hat schon nicht ganz Unrecht wenn er darauf hinweist, dass es auch sehr viele gravierende Unfälle beim ÖV gibt.
Leider werden diese von den rotgrün angehauchten Medien so gut es geht unter den Teppich gekehrt, während beim Individualverkehr jede Prellung zu einem Drama und zur Rechtfertigung für noch einschneidendere Massnahmen gegen die freie Mobilität hochstilisiert wird.
Zudem würde mich dann schon noch interessieren, ob die ÖV im Verhältnis zu den unglaublichen Transportleistungen des MIV pro Personenkilometer wirklich sicherer sind (Von den Kosten wollen wir hier gar nicht erst anfangen zu sprechen, Stichwort “NEAT”).
“Es geht um Gesundheitskosten in Milliardenhöhe, dauerhustende Kinder, mehrere Tausend Tote infolge der Luftverschmutzung.”
Solche Behauptungen kannst du Dir sonstwohin schmieren, das ist reine Polemik. Und komm mir bitte nicht mit einer Bundesamt-gegen-Privatvekehr XY-Studie, die in den Kernpunkten ebenfalls nichts als willkürliche Annahmen enthält und gleichzeitig wissenschaftlichen Anspruch erhebt. Die Kinder welche ich täglich in der Stadt sehe freuen sich jedenfalls über das schöne Wetter und husten überhaupt nicht (sind ja auch keine Kettenraucher)!
In der sibirischen Steppe hats übrigens noch reichlich Platz und überhaupt keine schädlichen Fahrzeuge und Abgase; es erstaunt mich dass du unter diesen Umständen immer noch im “Autoland Schweiz” weilst bzw. überhaupt noch am Leben bist.
Pirelli, an deiner Stelle würde ich mir weniger Sorgen um die hustenden Kinder, als vielmehr um dein Herz machen. An deinem Kommentar sehe ich, dass du förmlich glühst vor Wut.
Wie schon gesagt – und ja ich lege keinen besonderen Wert auf eine gesunde Umwelt, für mich gibt es andere Prioritäten wie zum Beispiel eine gesunde Wirtschaft und ein gesundes Konsumverhalten der breiten Massen – ich will euch nicht mit Zahlen und Statistiken (bei denen hängt das Resultat eh meist vom Finanzierer ab) zuschütten. ICH WILL DIE RELATIONEN AUFZEIGEN und euch die Augen öffnen, dass die Menschheit noch andere Probleme hat als Feinstaub & Co. Umweltschutz ist ein Trend, den sich nur reiche Länder leisten können, die keine anderen Sorgen mehr haben. Denk aber mal global; Glaubst wohl die Luft, die beispielsweise aus Frankreich in die CH kommt, wird an der Grenze gefiltert!!??
Anstatt meine Kommentare nur zu kritisieren, was ich doch nicht alles falsch mache, gib doch du dir mal die Mühe auf meine “Fragen und wilden Behauptungen” sachgemäss einzugehen. Warscheinlich bist dazu aber vor lauter innerer Unruhe und Hassgefühlen gar nicht mehr in der Lage (Versuchs doch mal mit Benzodiazepinen, das wär genau das richtige für dich, obwohl du dann natürlich umweltverschmutzende Pharmakonzerne indirekt unterstützen würdest). Siehst du deinen eingenen Clinch endlich ein???!!
Und was die Wissenschaftler angeht gibt es eben soviele die der Meinung sind das unsere Erde mit der enormen Belastung klarkommt. Logisch haben wir krasse Klimaschwankungen, und, und, und aber schlussendlich werden wir mit allem fertig. Unser schöner Planet tut das auch.
Es scheint leider keine Statistiken zu geben in denen Personenschäden oder überhaupt Unfälle nach Passagierkilometer, nach Verschulden und nach Verkehrsmittel sortiert angeführt sind (warum wohl?)