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Ständerat sichert Geschäfte der Drogenmafia

Die Drogenmafia atmet auf. Der Ständerat hat, wie zuvor schon der Nationalrat, beschlossen, die prächtigen illegalen Geschäfte mit weichen Drogen weiterhin nicht zu besteuern und in der Unterwelt zu belassen. Drogendealer R.P. meint zu diesem, für ihn äusserst erfreulichen Entscheid:

Ein Feiertag für uns Dealer! Wir hatten schon befürchtet, unsere Geschäfte an lizenzierte besteuerte und kontrollierte Stellen abgeben zu müssen. Doch unsere Freunde im Ständerat haben zum Glück zu unseren Gunsten entschieden und uns dieses prächtige Geschäft mit seinen riesigen Margen weiterhin steuerfrei überlassen. Danke Ständerat!

Bedauerlich ist dieser Pro-Mafia Entscheid vor allem für die Jugendlichen. Sie kaufen weiche Drogen nun weiterhin auf der Strasse und werden dort natürlich weder nach einem Ausweis gefragt noch vor dem Kontakt mit harten Drogen geschützt. Ein super Signal!

Hoffen wir, dass das Volk schlauer als das Parlament ist und die «Initiative für eine vernünftige Hanf-Politik» annimmt! Damit Jugendliche endlich Geschützt und ein Milliarden-Markt legalisiert, kontrolliet und besteuert wird.

(Vorsicht, Beitrag enthält Ironie und ein fiktives Interview…)

Dieser Artikel wurde von Sandro am Mittwoch, 12. März 2008 in der Rubrik Schweiz und zu den Stichwörtern , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

31 Kommentare zum Artikel “Ständerat sichert Geschäfte der Drogenmafia”

  1. Chevy am 12. März 2008 um 12:30

    Der Schwarzmarkt wird so oder so bleiben, die Marge vermutlich sinken (Es sei denn der Bund besteurt den Hanf so das sich Preislich nichts ändert, dann bleibt sogar die Marge), aber die die schon seit 10 Jahren ihren Stammdealer haben der immer “gute ware” hat die werden auch in Zukunft beim Dealer einkaufen, und nicht in der Apotheke oder Drogerie.

  2. Tomee am 12. März 2008 um 14:44

    Wenn ich Kiffer wäre, würde ich sicher nicht mehr beim illegalen Dealer einkaufen. Auch die legalen Stellen würden gute Ware anbieten.

    Es kauft ja auch keiner illegal Alkohol. Wieso auch?

    Ich denke der Schwarzmarkt würde sich nahezu auflösen oder zumindest krass an Lukrativität verlieren.

  3. Chevy am 12. März 2008 um 16:18

    @Tomee

    Der Mensch ist bekanntlich ein Gewonheitstier, das heisst solange der Dealer (zu dem man vielleicht schon ein Freundschaftliches Verhältniss pflegt) und die Ware Freihaus liefert sicher die bessere wahl ist als ein Geschäft in das man selbst hingehen muss, und eventuell sich noch ausweisen muss.
    Klar, der kleine Gassendeler wird verschwinden, ich denke ausser ein paar Touristen kauft dort eh niemand ein.

  4. Sandro am 12. März 2008 um 16:27

    Chevy, denkst du ernsthaft, all die Teenager bestellen sich das Zeug per Kurier nach Hause? Ausserdem bin ich sicher, dass die allermeisten Konsumenten lieber geprüfte und kontrollierte (Bio?)Ware kaufen als das mehrfach gestreckte Zeugs beim Hinterhofdealer…

    Ich bleibe dabei, die Räte haben hier vor allem der Mafia einen Dienst erwiesen. Aber bei dem vielen Geld welches hier auf dem Spiel steht eigentlich auch kein Wunder…

  5. cse am 12. März 2008 um 17:18

    Hier gehts nicht allein um die Cannabismafia sondern besonders um die Alkoholmafia (Wein-, Bier-, Schnapsproduzenten), die Angst hat, mit einem Gesetz werden ihre Gewinne (und Subventionen) sinken.

    ALKOHOL GEHÖHRT INS BTMG.

  6. driver am 12. März 2008 um 18:21

    @cse: Alkohol, “unnütze” Autofahrten… was willst Du uns sonst noch alles verbieten?

  7. quadour1 am 12. März 2008 um 20:58

    cse würde dem Volk am liebsten ALLES verbieten. Saufen, Rauchen, Drogen nehmen könnten dann nur noch die Parteibonzen analog Nordkorea.

  8. Begrenzungsfaktor am 12. März 2008 um 22:52
  9. krokodil am 13. März 2008 um 01:57

    Es ist vor allen die Pharmaindustrie (auch eine Art Drogen-”Mafia”), die von diesem Entscheid profitiert. Das Hausmittel für MS- und andere Patienten (siehe Cannabis ‘helps MS sufferers’) wird weiterhin illegal bleiben.

  10. cse am 13. März 2008 um 14:05

    @driver und quadour1

    Wenn Alkohol im BTMG ist, heisst es ja nicht, dass es verboten ist.
    Wieso ist Hanf im BTMG und Alkohol nicht?
    Nur wenn alle Drogen gleich behandelt werden, ist eine Sicht der Risiken, Gefahren, Lebensqualitätsteigerung etc. möglich.

  11. Chevy am 13. März 2008 um 17:23

    @cse

    Mit Sport kannst Du es auch soweit treiben bis Du eine gewisse betäubung hast, willst Du Sport im BTMG? (Endomorphine)

  12. cse am 14. März 2008 um 12:24

    @chevy

    Beantwort doch mal meine Frage.
    Wieso ist Hanf im BTMG und Alkohol nicht?
    Die gesellschaftlichen Auswirkungen von Alkohol sind massiv höher (v.a. höher Gewaltbereitschaft durch Enthemmung.
    Von den massiv höheren gesundheitlichen Folgen von Alkohol gar nicht erst zu sprechen.

  13. Chevy am 18. März 2008 um 11:41

    @cse

    Hanf wurde während meiner Schulzeit von Suchtberatern die unsere Klasse besuchten immer als “Die Einstigesdroge überhaupt” verkauft, und das wird sie auch heute noch. Alkohol hingegen wird nicht als Einstiegsdroge, sondern als Genussmittel verstanden. Das ändert im Wesentlichen nichts, aber bei den Politkern scheint das dass entscheidende Argument.
    Alkohol wird auch von praktisch allen Politikern konsumiert, somit wollen nur schon aus eigenem Interesse die Politiker den Alkohol nicht verbieten. Würden alle Politiker Kiffen die Alkohol trinken währe der Hanf längst legal, egal wie schädlich er ist.
    Razionale lösungen ist nicht die Stärke der heutigen Politiker.

  14. >driv3r> am 18. März 2008 um 22:13

    Oh ja, die armen Jugendlichen, die -müssen- ja beim Dealer einkaufen. Es wird ihnen verboten, stattdessen etwas sinnvolles mit der Zeit anzufangen. Diese armen Jugendlichen!

  15. Thomas am 19. März 2008 um 01:20

    @>driv3r>: Deine Ironie erscheint reichlich naiv. Diejenigen Jugendlichen, die Hanf konsumieren wollen, werden auf alle Fälle einen Weg finden, es sich zu besorgen. Die Frage ist nur, wo sie sich das Zeugs holen. Ob beim Strassen- bzw. Party-Dealer, der ihnen zugleich noch Koks und gewisse Pillen schmackhaft machen will, oder im Hanfladen, wo eine Ausweiskontrolle stattfindet. Dass der grosse dem kleinen Bruder – wie beim Alkohol – den Stoff weiterreichen kann, ist natürlich ein Problem. Aber dieses Problem besteht unabhängig davon, ob der Stoff jetzt offiziell verboten ist oder nicht.

  16. gumbyman am 19. März 2008 um 01:54

    Hmmm…zu meiner Schulzeit wollten uns die Erwachsenen auch weismachen, Cannabis sie *die* Einstiegsdroge welche zwingend in die Abhängigkeit und schliesslich zum Tod durch Heroin führe. Was sich als totaler Chabis herausstellte, und damit kontraproduktiv war, denn die Betreffenden hatten fortan ein Glaubwürdigkeitsproblem:

    Die Szenen waren komplett getrennt, kiffen war “cool” und fixen “total abgelöscht”. Kein Fixer oder auch nur Kokser oder Tripser wurde je in einer Kiffer-Clique gesehen. Wie’s heute aussieht weiss ich nicht, aber “offizieller” Hanf wäre sicher besser und günstiger als Gassenstoff, von daher kann ich der Idee schon was abgewinnen ;-)

    g.

  17. anaximander am 19. März 2008 um 17:15

    Das allerdings ist kein vernünftiger Entscheid des Ständerates. Cannabis ist ein Heilmittel und nicht nur eine Droge. Neben der Drogenmafia freut sich auch die Pharma-Industrie, die ihre z.T. nutzlosen Pülverchen nicht durch Cannabis-Produkte konkurrenziert sieht.

  18. konstantin am 23. März 2008 um 15:47

    Eine einfache Lösung wäre es, Cannabis als rezeptpflichtiges Medikament anzubieten. Zumindest als Heilmittel wäre der Konsum von Cannabis dann kontrollierbar. Allerdings kiffen ja viele nicht bloss zur Therapie, sondern zum Genuss. Eine solche Lösung würde also von vielen Hanfbefürwortern nicht akzeptiert werden. Und da fängt das Problem bereits an…

  19. genaro am 25. März 2008 um 23:45

    Eine einfache Lösung wäre die Hanfinitiative, da das Verbot ja nicht wirkt.

  20. Boll am 26. März 2008 um 15:15

    THC kann bereits als Medi abgegeben werden.

    Der Lead ist aber etwas verwirrend: Was illegal ist, kann man nicht besteuern, ebensowenig wie man gestohlene Drogen durch die Polizei wiederbeschaffen lassen oder der Versicherung angeben kann.

    Wieso werden Jugendliche durch die Legalisierung geschützt?

    Zu guter Letzt: Das Rauchen faktisch verbieten aber Kiffen erlauben? Das glaub ich nicht, Tim.

  21. Sandro am 26. März 2008 um 15:21


    Wieso werden Jugendliche durch die Legalisierung geschützt?

    Naja, versuch mal einem Strassendealer den Verkauf an Jugendliche zu verbieten. Bei einem lizenzierten Coffeeshop funktioniert das ziemlich gut, siehe Amsterdam…

  22. Chevy am 26. März 2008 um 16:08

    Zitat:
    Bei einem lizenzierten Coffeeshop funktioniert das ziemlich gut

    Was für eine Illusionen, es funktioniert nicht besser als bei den Zigaretten oder beim Alkohol. Wenns verkauft wird kanns jeder Kaufen, das Personal ist mit dieser Aufgabe Kunden nach alter zu selektieren bekanntlich überfordert.
    Und wenn es klappen würde, dann würden alle unter 16 oder 18 weiterhin zum Delaer rennen.
    Das Problem wird mit einer Legalisiereung weder gelöst noch einfacher.

  23. Sandro am 26. März 2008 um 16:35


    Was für eine Illusionen, es funktioniert nicht besser als bei den Zigaretten oder beim Alkohol.

    Wie immer in dieser Diskussion sind Argumente gegen eine Legalisierung auch Argumente gegen Alkohol/Tabak… Trotzdem sind diese Substanzen nicht verboten. (Abgesehen davon töten Tabak und Alkohol jährlich tausende Menschen, an THC ist noch kein einziger gestorben…)

    Und dass der Jugendschutz überhaupt nicht funktionier ist schlicht unwahr. Er funktioniert vielleicht nicht zu 100%, aber es bestehen immerhin Hürden für die Jugendlichen. Und genau die Hürden gilt es bei den THC-Substanzen auch aufzustellen. Denn heute hat es hier überhaupt keine Hürden…

    Wieso wollt ihr der Mafia ums verrecken ihre prächtigen steuerfreien Geschäfte erhalten?

  24. Chevy am 26. März 2008 um 17:05

    Das Hanf illegal ist nenne ich schonmal eine grosse Hürde. Das die Polizei Kiffern auflauert ist schonmal die närchste hürde. Das Hanf nicht einfach im Tabakladen gekauft werden kann eine weitere.
    Heute steht in 20 min das der Hanf sogar mangelware auf dem Markt ist, noch ein paar Indooranlagen ausheben und der Markt trocknet aus.
    Das man Alkohol und Tabak verbieten sollte sind zwei andere Themen, aber versuch mal den Wein saufenden Politikern klar zu machen das genau dieses gesöff verboten werden soll. (Kaffe und Transfette bringen auch jedes jahr Leute um)
    Ich bin nicht gegen eine Legalisierung (Ich bin prinzipiell gegen verbote), da jeder Bürger Mündig ist oder Bevormundet und es somit eigentlich keinen Staat braucht für diese Entscheidung. Ich sehen eher das Porblem einer Legalisierung die unter falschen Tatsachen, Hoffnungen und Versprechungen eingeführt wird.

  25. Thomas am 26. März 2008 um 23:45


    Zu guter Letzt: Das Rauchen faktisch verbieten aber Kiffen erlauben?

    Das ist kein Widerspruch. Dort, wo das Qualmen verboten oder eingeschränkt ist, gilt dasselbe fürs Kiffen, weil Kiffer eben eine Teilmenge der Raucher sind. Und in der Entkriminalisierung des Konsums wird Cannabis dem Tabak gleichgestellt. Es liegt also nirgends eine Inkonsistenz vor.

  26. Boll am 31. März 2008 um 16:38

    [i]Bei einem lizenzierten Coffeeshop funktioniert das ziemlich gut, siehe Amsterdam…[/i]

    Hat was.

    @Thomas
    Da gibt es durchaus eine Inkonsistenz. Generell immer mehr Einschränkungen aber Gras legalisieren? Da man Gras als mindestens gleich schädlich wie Rauchen (ist ja auch noch ohne Filter) qualifizieren muss, besteht schon ein gewisser Widerspruch.
    Dass man in einem rauchfreien Restaurant nicht kiffen darf, ist schon klar.

    Grundsätzlich ist es ja schön, dass man zur Abwechslung mal etwas entkriminalisieren will. Ich sehe bei Gras einfach weniger Dringlichkeit als anderswo (SVG, Rauchen).

  27. genaro am 31. März 2008 um 17:41

    Gras muss man nicht rauchen… man kann ja auch Kekse backen…

  28. Thomas am 1. April 2008 um 22:57

    @Boll: Es gibt trotzdem keinen Widerspruch und keine Inkonsistenz. Wird Gras legalisiert, so unterliegt es noch strengeren Auflagen als der Tabak, d.h. die Einschränkung ist grösser. Und die Massnahmen zum Raucherschutz (d.h. Schutz vor Rauchern) sorgen dafür, dass man das THC nicht unfreiwillig einatmen muss.

    Beim SVG (Strassenverkehrsgesetz?) und beim Rauchen besteht kein Bedarf zur “Entkriminalisierung”, da hier die Rede von einer “Kriminalisierung” des Autofahrers bzw. des Rauchers keine Rede sein kann. Wenn wir unsere Jugendlichen nicht ins kriminelle Milieu abrutschen lassen wollen (ich sehe ja, wie einige von Konsumenten selber zu Dealern werden) und der kriminelle Strassendealer ihnen nicht auch noch bald mal härteren Stoff andrehen soll, dann besteht bei der Legalisierung von Cannabis dringender Handlungsbedarf.

  29. Thomas am 10. April 2008 um 23:33

    Meldung aus dem Tages-Anzeiger: Vergiftung durch gestrecktes Gras

    Am Leipziger Universitätsspital wurde innerhalb von wenigen Monaten bei 29 Patienten eine Bleivergiftung diagnostiziert. 16 davon wurden notfallmässig eingeliefert. Die Betroffenen gaben auf Anfrage zu, Marihuana geraucht zu haben. Wie sich herausstellte, war es mit Blei gestreckt worden, um die Päckchen schwerer zu machen. Die Dealer verdienten dadurch pro Kilogramm rund 1600 Franken mehr. Fachärzte empfehlen Erwachsenen- und Kinderärzten bei entsprechenden Symptomen auch an gestrecktes Marihuana zu denken. In der Schweiz sind bisher keine solchen Fälle bekannt.

  30. Babylon am 11. April 2008 um 10:21

    @ Thomas

    Ein gutes Beispiel für negative Auswirkungen des Schwarzmarktes. Gerade in Zeiten der Repressionspolitik werde solche Praktiken lukrativ (Nachfrage gross, Angebot klein). Bleivergiftungen sind äusserst gefährlich und zum Teil nicht heilbar. Man kann nur hoffen, dass sowas ein Einzelfall bleibt.

  31. Schamp am 29. April 2008 um 12:52

    Das ganze Problem der “Drogen” ist doch künstlich vom Menschen erschaffen worden. Indem der Mensch irgendeine Substanz als Droge bezeichnet, diese dann als illegal erklärt oder die Abgabe restriktiv regelt oder gar besteuert, dadurch wird diese Substanz doch erst recht interessant, einerseits für die natürliche Neugierde der Jugend und andererseits für die Staats- und Mafiakasse (um gleich beide in einem Aufwisch zu nennen, denn moralisch besteht wohl kein grosser Unterschied).

    Grundsätzlich nimmt der Mensch eine Substanz zu sich, um ein positives Erlebnis zu haben (Ausnahme: Selbstmord), ob dies nun Schokolade ist oder Heroin, spielt dabei keine Rolle. Bei der Aufnahme jeglicher Substanz sind zwei Faktoren wichtig, die Menge und die Reinheit. Ich muss also sicher sein, dass was ich zu mir nehme, auch möglichst genau das ist, was ich will und ich muss in etwa wissen, welche Menge sinnvoll ist, ohne mir zu Schaden.

    Was ich damit sagen will ist ganz einfach:

    1. Ich kann mein Leben lang jeden Tag reines Heroin in genau definierter Dosis einnehmen, damit ganz normal einer geregelten Arbeit nachgehen, ohne mich gesundheitlich ernsthaft zu gefährden, VORAUSGESETZT ich bekomme diese Substanz legal und daher sauber zu einem vernünftigen Preis (Heroin ist so einfach in der Herstellung, dass der Preis für eine Tagesration günstiger sein müsste als ein Päckchen Zigaretten).

    2. Ich kann meine Gesundheit und so mein Leben ruinieren, indem ich jeden Tag soviel Schokolade in mich hineinfresse, dass ich innert kurzer Zeit nur noch zu meinen immer häufigeren Arztterminen gerollt werden kann.

    Wenn man die vielen fetten Menschen (bald jeder Zweite ist übergewichtig) in unserer Gesellschaft anschaut, und sich die damit verbundene Belastung für die Wirtschaft und das Gesundheitssystem durch entsprechende Leiden und Krankheiten vor Augen führt, dann ist das “Drogenproblem” in finanzieller Hinsicht sicherlich das kleinere Übel.

    Wenn also der Staat für die Gesundheit der Bevölkerung verantwortlich sein soll, was meiner Meinung nach ein massiver Eingriff in die persönliche Freiheit ist, dann müssten wohl als erstes die Nahrungsmittel rationiert werden.

    Wenn es allerdings darum geht, weiterhin Milliardengeschäfte zu unterstützen oder sich selbst daran zu beteiligen, dann müssen auch entsprechende Produkte her: eben die sog. illegalen Drogen.

    Nicht die “Drogen” werden den konsumierenden Menschen zum Verhängnis, sondern die Methoden, das Milieu und die ganzen Umstände, unter welchem diese als “Drogen” spezifizierten Substanzen gehandelt werden, welche erst durch die Illegalität ermöglicht werden.

    Es wird gleich doppelt verdient, einmal am illegalen Verkauf der “Drogen” (mit horrenden Margen von 1000% aufwärts) und an den ganzen Massnahmen (Polizei, Gesundheitswesen, Therapie, Prävention etc. etc.), welche der Bevölkerung vormachen sollen, es werde alles erdenkliche getan, um den “Drogenmissbrauch” einzudämmen. Doppelmoral hoch 2 lässt grüssen.

    Es gibt nur eine Lösung gegen das “Drogenproblem”. Jegliche Substanz, welche als neue “Droge” auf dem Markt auftaucht, untersuchen, darüber aufklären, auf die Gefahren und Risiken hinweisen und sofort offiziell und legal für den Verkauf freigeben und zwar möglichst günstig. Das würde einerseits das Aufkommen von immer neuen Drogen von vornherein im Keim ersticken, da kein Geld mehr damit verdient werden könnte, und anderseits die Attraktivität vieler Substanzen auf den Nullpunkt senken.

    Jeder Mensch soll generell frei sein, in der Entscheidung, was er zu sich nehmen will und was nicht. Er muss lediglich über Wirkung und Folgen aufgeklärt werden. Danach entscheidet er selbst. Punkt.

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