SP-Präsident wetterte gegen politisch Gleichgesinnte
Ein herber sinnloser Schlag gegen die Grünen aus der eigenen ideologischen Ecke geschah letztes Wochenende. SP-Parteipräsident Fehr’s Statement in der „Sonntag“zeitung, in welchem er seine Partei als die einzig „echte“ grüne Wahl wissen möchte, trübt die gemeinsame Position im Wahlkampf. Anstatt sich in Form einer echten links-grünen Koalition gegen den strammen bürgerlichen Block, der vor allem in der zürcherischen Variante (“Zweier-ticket”) geschlossen auftretet, zu etablieren, begeht der Präsident einen klassischen Wahlkampffehler und diffamiert seinen politischen Partner mit Aussagen wie “ Wer grün statt rot wählt, tut nichts für die Umwelt”. Er beruft sich auf eine Studie, die belegt, dass die SP zweimal so viele Vorstösse im Bereich Umwelt und Verkehr wie die Grünen zu verbuchen haben. Um die Glaubwürdigkeit von grünen Lösungsangeboten seiner Partei zu unterstreichen, wurde eigens jene besagte Analyse angefertigt. Durch die Produktion solcher Studien gehen jene Ressourcen verloren, die man besser in die wissenschaftliche Untermauerung anderer Strategien und Positionspapiere investieren würde, so zum Beispiel in ein einheitliches Vorgehen zur Bekämpfung von Jugendarmut- oder kriminalität. Denn genau in diesen Themen findet DER politische Wettbewerb zwischen links und rechts statt. Welche verschwendete Energie sich kurz vor dem 21. Oktober um Kompetenzen und Meinungsführerschaft im Umweltbereich zu streiten, statt gemeinsame Sache zu machen und das links-grüne Lager zu stärken! Ob das parteipolitische Kalkül aufgeht, sehen wir in ein paar Wochen….
Quelle: Tagi-Artikel

Ich bezweifle, dass die Grünen politisch Gleichgesinnt sind – allenfalls ähnlich gelagert – denn die prioritäre Aufgabe der SP ist immer noch die Rechte der Lohnabhängigen Frauen und Männer zu stärken, und das zusammen mit den Gewerkschaften. Das dazu mehr als nur Umweltschutzanliegen gehören versteht sich von selbst. Die soziale Sicherheit, Frieden und Wohlstand der ArbeiterInnen und Angestellten muss täglich neu verteidigt werden. Der neuste Versuch des AWA aus dem Dep. von SVP Regierungsrätin Fuhrer zeigt es wieder mal klar. Den Bürgerlichen ist nichts heilig!
Die SP versucht, die soziale Frage zu besetzen. Damit hat sie völlig recht, dieses Thema ist meines Erachtens auch wichtiger als Naturschutz. Allerdings wird längerfristig das Aufrechterhalten des Sozialstaates nicht einfacher, wenn der Umweltschutz vernachlässigt wird, im Gegenteil.
Die Grünen sind glücklicherweise schon längst darüber hinausgewachsen, eine reine Umweltschutzpartei zu sein. Soziale und wirtschaftliche Fragen werden ebenso berücksichtigt.
Umso wichtiger wäre es, zusammenzuarbeiten! Wir können keine SP brauchen, welche die Grünen diffamiert, und ebensowenig eine Grüne Partei, welche die SP in den Dreck zieht. Dies schadet den gemeinsam verfolgten Zielen massiv.
Soll mir recht sein, wenn sich die linken und grünen gegenseitig zerfleischen
Wenn’s um die Wurst – äääh Wahl – geht, scheint wohl jeder sich selbst der Nächste zu sein. Dennoch hätte ich von Fehr mehr Weitblick erwartet – schade.
g.
HJ Fehr, der abtretende Sozialistenpräsi merkt langsam, dass ihm die Felle davonschwimmen, resp. von den Grünen abgenommen werden.
Am Abend des 21. Oktober wird er seinen Rücktritt bekanntgeben.
Nachrücken wird eine dieser schrillen Sozizicken, ich weiss aber nicht welche.
Wir werden sehen.
Mit Ursula Wyss ginge es nur noch mehr den Berg hinunter. Etwas anderes hätte die SP auch gar nicht verdient, sind wir doch einmal ehrlich
Noch ist nichts entschieden über Fehr’s weitere Pläne. Ein einzelner Ausrutscher kann in einer demokratischen gesinnten Partei wie der ausdiskutiert werden, und danach kann man vernünftig weiterarbeiten.
Trotzdem würde es ihm gut anstehen, dieses Malheur auch mit den Grünen zu bereinigen.
g.
Das Malheur mit den Grünen wird die SP, wenn überhaupt, frühestens in der nächsten Legislatur bereinigen. Dieser herbe Schlag aus der eigenen ideologischen Ecke wird wohl noch lange für Stimmung im Lande sorgen. Bis dahin wird der SP wohl der Zug davon gefahren sein, fürchte ich jedenfalls
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SP und Grüne stimmen in den meisten Zielen überein. Dennoch herrscht bei der Gewinnung von Wählerstimmen zwischen beiden Parteien ein Konkurrenzkampf.
Weil es die ‘Grünen’ gibt, wird die SP vom Mann von der Strasse zu wenig als ökologische Partei wahrgenommen. Das liegt vor allem an der Dauersimplifizierung der Medien.
Deshalb benützen SP-Politiker die wenigen möglichen Auftritte in der Öffentlichkeit, um diese Botschaft hinüberzubringen.
Leider haben nicht alle SP-Sprecher gemerkt, dass sie nicht den abgenutzten Begriff ‘grün’ verwenden, sondern die ‘nachhaltige Entwicklung’ als Aufgabe der SP in den Vordergrund rücken sollten …
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