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Sozialdemokraten wollen alle Drogen legalisieren

Bisher hat nur 20min die Story online: Die SP Fordert in einem (derzeit nicht auffindbaren) Positionspapier die legalisierung aller Drogen. Damit sollen erwachsene Konsumenten entkriminalisiert und Jugendliche besser geschützt werden. Eine Forderung die ich voll und ganz unterstützen kann. Die heutige (Schein-)Lösung, welche hauptsächlich aus Repression und Kriminalisierung besteht hilft niemandem. Weder den heute absolut ungeschützten Jugendlichen, noch den erwachsenen und mündigen Menschen, welche mit ihrem Drogenkonsum eigentlich nur sich selber gefährden. Ausserdem ist der ganze Justiz und Polizeiapparat völlig von den sinnfreien und aufwändigen Verfahren gegen Drogenkonsumenten überlastet. Die Polizei könnte sich nach einer Legalisierung endlich wieder auf das Verfolgen von richtigen Gangstern und gefährlichen Automobilisten konzentrieren. Dort hilft sie der Gesellschaft mehr als wenn sie das Hanfkraut von Otto Normalkiffer beschlagnahmt und diesem dafür noch einen Prozess anhängt. Davon hat niemand was.

Doch wer profitiert denn heute eigentlich von der bestehenden, durchs Band weg schlechten Lösung? Es ist doch offensichtlich! Die Drogenmafia! Sie kann auf ihr Produkt erstens eine grosse Risikoprämie erheben und muss zudem keinen Rappen Steuern auf ihren Milliardenumsatz bezahlen.

Wer gegen diese, längst fällige Entkriminalisierung ist, muss sich daher den Vorwurf gefallen lassen, er profitiere von der heutigen Situation. Er stecke also mit der Drogenmafia unter einer Decke. Dann wär ich natürlich auch dagegen, kein Mensch gibt gerne seinen Goldesel ab…

Alle die nicht mit Drogen handeln, erwachsen und mündig sind, müssten diesem SP Vorschlag eigentlich zustimmen.

Dieser Artikel wurde von Sandro am Mittwoch, 6. Dezember 2006 in der Rubrik Politik und zu den Stichwörtern veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

44 Kommentare zum Artikel “Sozialdemokraten wollen alle Drogen legalisieren”

  1. thunderbird am 6. Dezember 2006 um 14:08

    Das Problem ist, dass Drogenkonsumenten nicht nur sich selbst schaden. Da in unserem Sozialstaat die Folge- und Entzugskosten sowie Ersatzdrogen bezahlt werden, bezahlt schlussendlich die Gesellschaft drauf.

    Von mir aus könnte man alle Drogen legalisieren, müsste dann aber die Finanzierung der Abhängigen streichen.

  2. TahcaUshte am 6. Dezember 2006 um 14:12

    Leider ist das Problem zu komplex, als dass es kurz durch ein Papier der SP gelöst werden könnte.

    Die Konsumenten entkriminalisieren ist ja richtig, aber dann die Dealer ganz hart anfassen? Woher sollen denn die Konsumenten ihren Stoff beziehen? Durch die Luft? Wenn also nicht gleichzeitig der Staat Drogen produziert und verkauft, ist diese Lösung nichts wert.

  3. Babylon am 6. Dezember 2006 um 14:30

    @ thunderbird

    Du behauptest damit, dass alle Drogenkonsumenten automatisch süchtig seien. Das stimmt doch nicht. Trinkst du nie ein Bier oder ein Glas Wein? Dann würdest du dich doch auch nicht als süchtig und einen Kostenfall für die Gesellschaft bezeichnen, oder?

  4. Dreckfilter am 6. Dezember 2006 um 14:37

    @ Babylon
    Spitz formuliert, trifft aber die Realität nicht ganz. Alkohol ist viel einfacher zu konsumieren, ohne süchtig zu werden. Bei harten Drogen ist die Schwelle zur Sucht viel eher überschritten. Bei Hasch ist sie demgegenüber wohl nur wenig näher als bei Alkohol. Daher stimmt die sinngemässe Aussage, dass die meisten Konsumenten harter Drogen süchtig sind, im Prinzip schon.

    Und daher hat TahcaUshte mit seiner Forderung nach staatlicher Drogenabgabe recht. Nur damit kann das gesamte Drogenhandelsmilieu mit einem Schlag nachhaltig beseitigt werden. Alles andere ist Augenwischerei und Symptombekämpfung.

  5. _driv3r_ am 6. Dezember 2006 um 15:48

    “on richtigen Gangstern und gefährlichen Automobilisten”

    Genau, die wahren Gangster sind die Automobilisten, und nicht etwa die Drogendealer, beschaffungskriminellen Junkies und andere, ähnliche Personen…wieder mal eine geniale Weltanschauuung,da muss ich wirklich gratulieren. Du durftest als Kind wohl nie mit einem Spielzeugauto spielen…

    “Alle die nicht mit Drogen handeln, erwachsen und mündig sind, müssten diesem SP Vorschlag eigentlich zustimmen.”

    Soweit kommts noch. Dass dies der SP so passen würde ist mir schon klar, schliesslich gibts dann noch mehr Möglichkeiten für weiteren Staatsausbau (Mehr Sozialarbeiter, mehr Therapeuten, mehr geschützte Werkstätten und “Tagesstrukturen” für Junkies.

    Als liberaler Geist bin ich durchaus dafür, dass man die Entscheidungen dem Bürger überlässt. Aber wer entscheiden kann, muss auch die Konsequenzen seiner Entscheidungen tragen, d.h. der soll dann auch jämmerlich an seinem Drogenkonsum zugrunde gehen und nicht zu einem weiteren Sozialhilfebezüger werden, der der Allgemeinheit auf der Tasche liegt.

    Deshalb ist ein derartiger Vorschlag der SP ganz klar abzulehnen!

  6. bluefox am 6. Dezember 2006 um 16:06

    Dass Sandro der SP nachplappert ist nichts neues. Dass er dabei möglicherweise unter drogeneinfluss steht würde einiges erklären. “Ich töte meinen körper mit heroin während ich schimpfe dass wegen der autos die luft zu wenig sauber ist” wäre eine interessante these.

    Die drogenmafia profitiert davon wenn es verboten ist ihre drogen zu konsumieren?! Sandro, der handel wäre immer noch illegal, nur das volumen grösser, und steuern müsste die mafia wohl immer noch nicht bezahlen!

    “Die Polizei könnte sich nach einer Legalisierung endlich wieder auf das Verfolgen von richtigen Gangstern und gefährlichen Automobilisten konzentrieren.” Ach ja?! worauf hat sie sich denn jetzt konzentriert, auf die konsumenten oder die dealer? Komm schon, wenigstens bisschen hirn einschalten… dein auto-hass ist eh jenseits von gut und böse.

    “Wer gegen diese, längst fällige Entkriminalisierung ist, muss sich daher den Vorwurf gefallen lassen, er profitiere von der heutigen Situation.” Genau. wir sind ja alle drogendealer bei der mafia?!

    Wie “Jugendliche besser geschützt werden” wenn das koks bei den Eltern neben den spaghetti rumliegt muss mir dann auch noch einer erklären.
    Lustige politik der SP, “wir lösen das ausländerproblem indem wir alle einbürgern, und das drogenproblem indem wir es für legal erklären”. Asylbewerber mit drogen in den taschen müssten nur noch sagen “eigengebrauch” und schon ist gut. Die kiffen zuviel…. Das erklärt auch, dass sie ihr positionspapier gerade nicht mehr finden.

  7. Babylon am 6. Dezember 2006 um 16:14

    @ dreckfilter

    Unsinn. Das stimmt ganz einfach nicht. Erstens machst du wieder die unwissenschaftliche Unterteilung “harte” und “weiche” Drogen, zweitens ist Alkohol eine Droge mit hohem Suchtpotential und zwar nicht nur für psychische Sucht. Es gibt auch inzwischen (leider) viele Kokainkonsumenten, die man (noch) nicht als süchtig bezeichnen kann. Es gibt sicher Studien darüber. Auf jeden Fall kommt mir deine Erklärung etwas michmädchenmässig daher.

    Gegen staatliche Drogenabgabe hab ich überhaupt nichts.

  8. Nebenkläger_II am 6. Dezember 2006 um 17:20

    Am internationalen Drogenhandel haben sich die überaus “sozialen” Demokraten schon immer ungestraft gesund gestossen – besonders die im multikulturellen Sektor spezialisierte Kinderschänderfördererpartei “SP”, deren Gehirnfürze schon seit langem nicht mehr verwundern.

  9. Dreckfilter am 6. Dezember 2006 um 17:21

    @ Babylon
    “michmädchenmässig” oder nicht bleibt deinem Geschmack überlassen, worüber sich bekanntlich vortrefflich streiten liesse.

    Du verwechselst “Suchtpotential” und “Suchtschwelle”. Ich habe das Suchtpotential von Alkohol mit keinem Wort bestritten und bewusst nur geschrieben, dass die meisten Konsumenten harter Drogen süchtig sind, im Prinzip zutreffe (So formuliert trifft der Satz auch unter wissenschaftlichen Aspekten noch genau zu. Dass es nie alle betrifft, ist glasklar). Ich enthalte mich jetzt irgendwelcher Kommentare bezüglich Lesefähigkeit etc., aber vielleicht respektierst du immerhin meinen Versuch, das deinerseits aufgeworfene Problem allgemeinverständlich zu formulieren. Falls nein, kann ich gerne extra für dich auf “fachchinesisch” alias “wissenschaftlich” wechseln. Evtl. sollte dies dann aber nicht mehr in einem öffentlichen Forum erfolgen.

  10. lupe am 6. Dezember 2006 um 17:36

    wer die originalbegründung der sp lesen will:

    http://www.sp-ps.ch/aktuell/communiques_detail.htm?view_Communiques_OID=610

    ich bleibe dabei, wie schon in meinem blog thematisiert, pr-mässig noch ungeschickter hätte man dieses papier der öffentlichkeit kaum präsentieren können. die bevölkerung vereinfacht, differenziert solch komplexe aussagen nicht. fortan ist zementiert, dass das motto der sp heisse: freie fahrt dem drogenkonsum.
    und wenn man wahlen gewinnen will, wie die sp immer wieder kund tut, so sicher nicht auf diese art und weise.

  11. rlarsson am 6. Dezember 2006 um 17:56

    So etwas fällt nun einmal nur unseren linken SP-Träumern ein.

    Laut einem Positionspapier der SP soll der Konsum von sämtlichen Drogen für Erwachsene straffrei werden. Die Partei begründet ihr Anliegen damit, dass auch ein Suizidversuch oder andere Selbstgefährdungstaten rechtlich nicht geahndet werden.

    Wenn sich einer einen Strick um den Hals legen will und sich von dieser Welt verabschieden will, dann ist das doch nicht vermeidbar? Ich finde das übrigens sehr tragisch in unserer Gesellschaft! Vielleicht allen den Töff oder das Auto wegnehmen, das sind doch gefährliche Waffen, oder? Mit der Legalisierung würdet ihr auch euch gleich selbst zu den Hauptverantwortlichen machen, wenn sich Junkies mit eurer Hilfe Überdosen setzen.

    Welch ein Witz dieser SP-Furz doch ist!

    Wie die Zürcher Nationalrätin Jacqueline Fehr heute vor Journalisten in Bern sagte, sei dies eigentliche eine bekannte Forderung der SP, die auch von Fachleuten als sinnvoll erachtet werde. Sucht muss nach Ansicht der SP wie eine Krankheit betrachtet werden.

    Aha, ihr wollt ja nur Therapien verkaufen und die Psychiatrie- und Therapieindustrie weiter ausbauen?

  12. sudsy am 6. Dezember 2006 um 18:22

    wie nennt man eigentlich die respektlosigkeit, sich dauernd so zynisch über die vorschläge der linken zu äussern, und wozu
    soll dies nützlich sein?….

    gewisse Statements a la weltwoche schema-ff sind gewiss schlimmer als die drogenproblematik bei den Menschen, oder sogar kriminalisierung…”Die Würde des Menschen is Unantastbar”

    FEWthings , You made my Day……..menschlich und lustig
    hat er das thema in 2 punkten in den nationalen politischen rahmen gestellt. isn’t it ?

  13. bluefox am 6. Dezember 2006 um 18:43

    “sich dauernd so zynisch über die vorschläge der linken zu äussern, und wozu soll dies nützlich sein?….”

    Dauernd über die SVP und Autos herzuziehen ist der haupinhalt dieses blog. wozu soll das nützlich sein, warum liest du ihn dann?

  14. Dr. Desperanto am 6. Dezember 2006 um 22:40

    Der Samichlaus bringt Hanfguetsli :-D

    Grundsätzlich zielt der Vorstoss der SP in die richtige Richtung, er enthält leider einige innere Widersprüche und mehrere bedauernswerte, überflüssige Wermutstropfen.

    Wieder einmal verzettelt man sich, statt sich pragmatisch auf die Kernpunkte zu konzentrieren. Um politisch akzeptabel zu wirken, konzentriert sie sich nicht bloss auf eine Lösung bei den problematischen Substanzen, sondern teilt im gleichen Streich noch ein paar Fingerklopfer an Ottonormalverbraucher aus:

    - Abgaben auf Bier massiv erhöhen (laut Artikel auf nzz.ch)?!? Sorry, bin nach wie vor der Meinung, ein Bier über Mittag ist weniger gesundheitsschädlich als eine Cola.

    - Rauchverbot in öffentlich zugänglichen Räumen, Verbot von Zigarettenautomaten (gute Idee, viellechts klappts ja via diesem Schleichweg)

    - Scharfe Kontrollen beim Fahren mit Alkohol – haben wir ja eigentlich schon, will man an jedem Dorfausgang permanente Checkpoints einrichten? Die 0,0-Promillegrenze einführen?

    Das Ziel, die “Trennung von legalen und illegalen Substanzen überwinden” birgt leider die Gefahr einer stärkeren Gängelung von verantwortlichen, erwachenen Konsumenten von bei bisher legalen “Drogen.” Genau das, was die SP bei den zurzeit illegalen Drogen (zu Recht) bekämpfen will.

    Dass der Handel weiterhin illegal bleiben soll, die Substanz an sich aber legal, ist ein inhärenter Widerspruch. Besonders fragwürdig scheint mir, wie das mit der gleichzeitigen Einführung von Lenkungsabgaben auf psychoaktiven Substanzen funktionieren soll? Solange man nicht süchtig ist, beschafft man sich also die Drogen illegal und ohne Lenkungsabgabe, und wenn die Suchtschwelle erreicht ist, kriegt man seinen Schuss vom Staat – und hier wären Lenkungsabgaben ein Witz.
    Die Konsequenz wäre, dass diese Abgaben die weniger risikobehafteten, legaler Substanzen (Alk, evtl. neu Hasch) überproportional belasten würden, während genau jene Drogen, die besonders risikoreich sind, wegen des nicht legalisierten Handels grösstenteils unkontrolliert blieben und damit auch keine Einkommen aus Lenkungsabgaben generieren würden. Also liefe es mehr oder weniger auf eine Quersubventionierung von Wein- oder Whisky-Liebhabern an Heroinsüchtige hinaus. Es gäbe Schlimmeres, aber sehr sinnvoll ist das auch nicht.

    Dass eine totale Legalisierung (inklusive Handel) die Lösung wäre, will ich damit nicht behauptet haben – Kann durchaus sein, dass die abschreckende Wirkung des Verbots gewisser Substanzen gemeinhin unterschätzt wird und eine Legalisierung kontraproduktiv wäre. Um dies beurteilen zu können, fehlt es weltweit an Erfahrung, da praktisch überall der repressive Substanzverbots-Ansatz gilt.

    Legaler Konsum bei gleichzeitig illegalem Handel würde der Drogenmafia jedenfalls höchstens ein süffisantes Lächeln abringen.

    (Ein ebenso süffisantes Lächeln ringt mir Sandro mit seiner impliziten Gleichsetzung von Gangstern und Autofahrern ab. Etwa so treffend wie die Gleichbehandlung von Hasch und Crack;-)

    Doch wir wollen nicht nur miesepetern: Abgesehen von den genannten Punkten enthält das Papier der SP mehrheitlich unterstützenswerte Ansätze. Unterstützenswertere jedenfalls als die rechtskonservative Versteifung auf dem Verbot von Substanzen und der Repression von Konsum. Das gelbe vom Ei hat die SP mit diesem Papier aber auch nicht gefunden.

  15. roedfugl am 6. Dezember 2006 um 23:31

    die staatliche drogenabgabe wurde bereits 1992/3
    (?) in einem pilotprojekt in basel ( abgekupfert und erweitert, angepasst vom liverpoolproject)durchgeführt.
    die restriktive zugangsregelung war damals nicht nur sinnig ( zugang hatte nur erwachsene drogenabhängige, mit wohnsitz in basel und mehreren gescheiterten entzugsversuchen). mich wundert was davon evaluiert und übriggeblieben ist, ausser den “fixerstüblis”? das janusprojekt ist jedenfalls beendet.
    übrigens war das projekt unter der schirmherrschaft des justiz-departementes und namentlich unter regierungsrat jörg schild FDP!

    abgesehen davon: die sp gebärdet sich tatsächlich ziemlich ungeschickt bis doof um im wahljahr zu punkten.
    mir scheint, da ist eine heftige krise im gang. die ehemalig-bewegten sind gut gesetzte bis fast schon liberale, zumindest nicht selten auf dem höhepunkt ihrer laufbahn, die junge und/oder authentische “wut” vermisse ich jedenfalls.
    roedfugl

  16. roedfugl am 6. Dezember 2006 um 23:37

    nachtrag: wer weiss welche erfahrungen die stadt basel gemacht hat als konkurenz zur drogenmafia?
    oder wo sind die berührungspunkte- vermischungen?
    was würde tatsächlich geschehen, wenn der markt verstaatlicht würde? wer würde wie reagieren, und wo würde das geld fehlen, dass nicht mehr umgesetzt würde???

  17. Sirius am 7. Dezember 2006 um 02:56

    Der Titel hiess:
    “Sozialdemokraten wollen alle Drogen legalisieren”.
    Dieser Titel ist schon mal komplett falsch. Dem TA entnehme ich, dass die Sozis die Drogen nämlich gar nicht legalisieren wollen, sie wollen nur den DrogenKONSUM legalisieren. Das ist ein Unterschied und es ist eine vernünftige Massnahme. Es bringt niemandem etwas, wenn zum Beispiel Fixer strafrechtlich verfolgt werden. Durch Knast-Aufenthalte und Bussgelder werden sie kein bisschen weniger süchtig, eher noch süchtiger. Und für die strafrechtliche Verfolgung des Drogenhandels ist das Verbot auch nicht nützlich. Welcher Drogenkonsument verpfeift schon seinen Dealer? Er wäre ja schön blöd, wenn er das täte. Als Süchtiger wird er seine Bezugsquellen garantiert niemandem verraten, zu aller Letzt den Strafverfolgungsbehörden.

  18. rlarsson am 7. Dezember 2006 um 09:01

    “die sp gebärdet sich tatsächlich ziemlich ungeschickt bis doof um im wahljahr zu punkten”

    Sie wendet grundsätzlich die gleichen “biederen” Mittel an wie die SVP. Die eigenen Leute muss man halt schön auf der Stange halten, sonst läuft man in Gefahr, dass sie abspringen werden. Vielleicht kann man in der Mitte noch ein wenig fischen gehen? :-)

    Nun erkläre einmal jemand die Logik, den Konsum legalisieren zu wollen, während der Handel illegal bleiben soll.

  19. phantomas am 7. Dezember 2006 um 09:01

    Danke SP, endlich ein pragmatischer und richtiger Vorstoss in der Drogenpolitik.

    Klar ist dies vielen zu radikal, die Idee ist grundsätzlich richtig und würde auch viel mehr klarheit schaffen.

    Du darfst dein eigenes Bewusstsein ändern und sollst niemanden daran hindern dürfen, sein Bewusstsein zu ändern.

    Ist es korrekt oder sinnvoll einen Süchtigen noch zu bestrafen indem man ihn kriminalisiert?

    Dies scheint mir weder vernünftig noch löst es das eigentliche Problem.

  20. sudsy am 7. Dezember 2006 um 10:04

    larsson probiers mal mit weniger stigmatisieren, dann könntest
    du doch die gleichung schaffen, gleichungen werden geschaffen
    und haben nicht einfach so bestand, die erfahrung hier
    im forum, du “schafftest” hier genug um das zu merken. !

    “The Revolutuion is not an apple that falls when its ripe. You have to make it fall:”

  21. Chevy am 7. Dezember 2006 um 10:19

    Die SP macht das doch nur weis sie wiedereinmal auf Stimmenfang sind, in der Hoffnung alle Kiffer wählen in Zukunft SP.
    Wüden sie ja auch, wenn sie es nicht verhangen würden:-)

    Nein, im ernst, es ist Doch egal ob die Konsumation Straffrei ist oder nicht, wer konsumiert hat hat gekauft und hat sich somit schuldig geamcht. (Klar die Polizei wird es in den wenigsten fällen beweisen können).
    Von dem her sehe ich keine grosse Entlastung für die Polizei, und beim Handel bleibt eh alles beim Alten.
    Ich sehe in diesem Vorstoss keinen sinn, es wär mir aber auch egal wenn die SP damit durchkommen, da ich schritte zu mehr Selbstverantwortung immer unterstütze.

  22. Nebenkläger_II am 7. Dezember 2006 um 13:49

    ja genau, stimmenfang für multikultiwanzen in aller welt. da kauf ich meinen “shit” doch lieber beim Ueli M.,…

  23. rlarsson am 7. Dezember 2006 um 18:15

    @Sudsy
    Gell, es schmerzt halt schon ein wenig, wenn man den Spiegel vorgehalten bekommt? Nimm es doch ein wenig lockerer, denn die SVP und ihre Mitseckler müssen sich hier ja auch eine Menge Schläge unter die Gürtellinie bieten lassen. Viel Schall und Rauch zum SP-Wahlkampfbeginn. Wir werden ja sehen, ob dieser Furz im Parlament schlussendlich auch eine Mehrheit finden wird. Ich zweifle daran!

  24. roedfugl am 7. Dezember 2006 um 21:56

    naja, ihr vergesst, dass zur zeit gerade die revision des betäubungsmittelgesetzes ansteht. die position der sp wird übrigens von fachkreisen aller couleur gestützt: ausser von seiten der svp ( was kein fachkreis ist) und von herrn gutzwiler ( bei dem ich noch immer nicht verstehe, warum er 180° gedreht hat?!).
    die angelegheit jedoch auf’s politische tablett zu bringen, finde ich immer noch ungeschickt.

  25. Rico am 8. Dezember 2006 um 09:40

    Interessante Unterteilung, roadfugl: Jeder der die Meinung der SP stützt, ist ein Fachkreis, jeder, der dagegen ist, ist kein Fachkreis.

  26. roedfugl am 8. Dezember 2006 um 10:01

    quatsch, rico.
    die svp ist in allem ein fachkreis…
    auch da wo sie null fachleute an bord hat.
    darum die bemerkung.

  27. bluefox am 8. Dezember 2006 um 11:55

    Genau, die “Fachkreise” sind sich einig, das ist eine super idee. Wie ist das jetzt eigentlich, darf man sich in einem restaurant beim dessert einen schuss setzen oder nicht? Ist LSD in öffentlichen gebäuden erlaubt? Gibt es kein problem mit der entsorgung von spritzen an Open-Airs? Kommt in fachkreisen sicher gut an, wenn sich Moritz Leuenberger während einer rede eine linie koks reinzieht.

    Etwas merkwürdig ist aber schon, dass man lenkungsabgaben auf den drogenhandel erheben will. Da gibts ja dann vielleicht noch das eine oder andere kleine problem mit der absenderadresse.

    Ach ja und wie ist das jetzt nochmal, muss man gegenüber der polizei angeben woher man den stoff hat, oder darf man da lügen? Weil, konsumieren darf man ja, aber der verkäufer hat sich strafbar gemacht.

  28. TahcaUshte am 8. Dezember 2006 um 12:52

    @ Nebenkläger_II

    Deine Statements sind so was von primitiv, du tust mir leid. Wahrscheinlich bist du ein ganz schwer frustrierter Mensch.

  29. Sandro am 8. Dezember 2006 um 12:55

    Der Benutzer Nebenkläger_II wurde aufgrund der vielen primitiven und niveaulosen Beiträge entfernt. Habe ihn zuvor mehrmals persönlich verwarnt…

  30. ghandi am 8. Dezember 2006 um 15:04

    Es könnte auch sein, dass das Gesetz nicht legal ist.
    Er entstand über einen Gesundheitsartikel der dem Bund erlaubt Lebensgefährliche stoffe zu verbieten. Da gehört Hanf, heute bewiesenermasen nicht dazu.
    Entkriminaisierung wäre das wenigste was zu tun wäre. (Studie Tony Bührer) Ich spreche nur von Hanf wohlverstanden.

    Ich sehe jede weitere Verfolgung als Gesetzesübertretung der Behörden an.
    (mit Vorbehalt)

  31. ninatest am 8. Dezember 2006 um 20:32

    Ja, was die Sozialdemokraten nicht alles legalisieren wollen (ausser Parallelimporte) !
    - die wollen in die EU
    - die wollen die kantonalen Steuerhoheiten abschaffen
    - die wollen das Bankgeheimnis (was davon noch übrigbleibt) noch ganz abschaffen
    - die wollen sämtliche Papierlosen legalisieren
    - die wollen noch mehr sog. Flüchtlinge heranschaffen.
    - die wollen noch mehr Entwicklungshilfe zahlen
    - die wollen noch mehr Einwohner in unserem kleinen Land

  32. RetoB am 9. Dezember 2006 um 12:55

    Eigentlich wäre das mit dem Drogenhandel ja kein Problem, schon heute gibt es legale Dealer,(= Apotheker und Ärzte).
    Die Frage lautet eher, unter welchen Bedingungen diese die Abgabe verantworten dürften und wie sie zu handeln hätten.
    Ich finde es eigentlich traurig, dass der Konsum für Noch-Nicht-Süchtige kriminalisiert wird, anstatt diesen unter kontrollierbaren Bedingungen zu ermöglichen, und damit den süchtigmachenden Missbrauch zu verhindern.

    Das Problem der Drogen sind weniger die Drogen selber, sondern die Folgen und vorallem weshalb es zu deren Konsum kommt.

    Vielleicht wären solche Erfahrungs- und Konsum-Tempel gar nicht so eine schlechte Einrichtung. Dort müssten sich aber auch Ärzte und Psychologen und vorallem Sozialbetreuer mit den Konsumenten befassen und diese beraten. Wer nur aus Neugier oder Enspannung mal abschalten will, bei dem könnte so der Absturz in Kriminalität und Sucht vermindert oder gar verhindert werden. Wer dies aus Problemen der Lebessituation heraus zu brauchen scheint, dem könnte so wessentlich besser beholfen werden, als jene Junkies in der Gasse zu jagen.

  33. pseudo1 am 9. Dezember 2006 um 22:17

    Warum jemand Drogen nimmt, ist oft nicht eine Sache von Problemen,- denn sonst würden ja alle, die Probleme hätten, automatisch zur Droge greifen. Dem ist aber nicht so !
    Man muss endlich begreifen, dass auch Drogen genommen werden, weil sie einfach gut sind, weil sie einem gut bekommen, weil man Lust darauf hat.
    Die Gesellschaft, oder die oft dümmlichen Ausreden der verhafteten Drogenabhängigen, brauchen für alles, was aus der Norm fällt, eine Erklärung. Was liegt da näher, als zu erklären: Man habe ein Problem…….

    Das mit dem Problem kommt erst später ! Mit der Sucht, bei den harten Drogen, oder der Jagd der Gesetzeshüter auf Drogenabhängige. Erst dann beginnen die Probleme und nicht schon mit der Einnahme.

    Ich selbst nehme/nahm seit über 30 Jahren Drogen. Bin Selbständig, habe eine Familie mit einer 12-jähr. Tochter, die aufs Gymnasium geht und fast nur Einser (Sie geht in Deutschland zur Schule !) schreibt ! Wir bewohnen eine grosse Wohnung, und keiner meiner Nachbarn wäre auf die Idee gekommen, ich könnte seit über 30 Jahren Heroin nehmen…….
    ……bis, ja bis die Polizei an der Tür klingelte und sich lautstark bemerkbar machte, so dass es das ganze Haus mitbekommen musste. Es ging um eine Aussage, ich hätte einem ein Päckchen Heroin geschenkt……

    Und die weichen Drogen ? Wie Haschisch & Marihuana ? Ich kenne viele in meiner Umgebung der sogenannten “Normal-Bürger”, die sich abends ihren Joint anzünden und den Tag ausklingen lassen.

    Und in unserem Bundestags-klo (Toilette) hört man,- sollen ja auch Spuren von Drogen gefunden werden. Auf den Toiletten, die für Besucher nicht zu nutzen sind ???!!!???!!!

    Also, lassen wir doch diese heuchlerische Art, mit etwas Polemik zu betreiben, das schon längst zum Alltag gehört wie das abendliche Bier: Shit & Gras !

    Die SPD macht nur das, was Stimmen bringt,- und Millionen kiffender Mitbürger bringen nun Mal Stimmen !

  34. Sirius am 10. Dezember 2006 um 12:31

    @pseudo1

    Klar, ist Scheisse, dass die SVP-Schmierli deinen Drogenkonsum lautstark all deinen Nachbarn bekannt gegeben haben. Letztlich ist es doch aber völlig egal, wenn deine bürgerliche Fassade nun zusammengekracht ist. Wenn einige deiner Nachbarn sich danach von Dir abwandten, kann es Dir doch nur recht sein. Von solchen Wixern ist sowieso keine ehrliche Freundschaft zu erwarten.

    Dass Du Drogen nimmst, weil Du sie geil findest, verstehe ich bis zu einem gewissen Grad, aber auf die Länge gesehen finde ich es auch etwas zurückgeblieben. Dass man Drogen am Anfang geil findet, leuchtet mir noch ein, aber irgendwann hat man es dann gesehen, der Stoff fährt nicht mehr ein, vielleicht zeigen sich auch erste körperliche Schäden (hängt von der Art des Stoffes ab) und dann ist die Sucht nur noch lästig. Ich kenne etliche Leute, welche aus diesem Grund aufgehört haben, oder nur noch sporadisch mal was einwerfen.

    Ich nehme jetzt mal an, Du konsumierst harte Drogen, Heroin, Kokain oder sowas. Shit und Gras klassifiziere ich nicht unter Drogen, eher unter Genussmittel, weil man kaum Entzugssymptome hat, wenn man damit aufhört oder eine Pause machen will.

  35. ghandi am 10. Dezember 2006 um 12:40

    Man schiesst am Ziel vorbei!
    1. ist es egal wer Liberalisieren will, ob SP oder FDP, es geht um den Missstand allgemein.
    hier einige Anregungen zum Thema
    Drogen = Naturheilmittel (Lexikon nachprüfbar)

    Wiedersprüche rund um Hanf

    Dank dem Hanfverbot erzielen internationale Organisationen Milliardengewinne, die zum Teil von unseren Grossbanken reingewaschen werden. Die Banken interessiert es nicht ob das Geld sauber oder schmutzig ist, nur der Gewinn zählt!
    (Medelinquartel, Pauschalbesteuerung in der Zürcher Goldküste)

    Wenn der Staat behauptet, dass Hanf schädlich und gefährlich sei und die Konsumenten dann aus eigener Erfahrung feststellen, dass das nicht wahr ist, so glauben sie dem Staat auch nicht, dass Opiate und Kokain schädlich und gefährlich ist. Durch diese Gleichsetzung der Drogen (Naturheilmittel) macht sich der Staat mitschuldig am Elend der Konsumenten von harten Drogen.
    (Behauptung von Staat wiederspricht dem Bundesdrogenbericht 1981)

    Bei über 1 Million Konsumenten macht sich der Staat selbst unglaubwürdig, und so muss er sich nicht über die politische Desinteresse der Bevölkerung wundern!
    Oder ist genau das, das Ziel? (politisches Desinteresse gibt frei Hand)

    Seit über 20 Jahren wird eine Lösung verschoben, parlamentarische Vorstösse, Petitionen, Postulate, Volksiniatitiven, etc. dies ist ein weiterer Nachweis der Unglaubwürdigkeit.

    Die psycho-aktiven Wirkstoffe des Hanfes (Tetrahydrocanabinol, THC) und deren Gebrauch entbehren jeglicher kriminogen Begleiterscheinungen, und sind daher polizeilich belanglos.
    Weihrauch enthält in derselben Konzentration wie Hanf THC, deshalb mag es die Kirche auch.

    Hanf ist eine der vielseitigsten Nutzpflanzen der Welt!
    Dank dem Rohstoff Hanf fällt die Gutenberg-Bibel nicht auseinander.

    Hauptinitianten für das Hanfverbot sind:
    Textilindustrie, (die guten alten Blue-Jeans waren aus Hanf und für die Wirtschaft einfach zu stabil, das Verbot förderte Verkaufszahlen)
    Papierindustrie, (du Pont) Holzzellulose ist billiger herzustellen, zerfällt aber nach 100 Jahren, das Verbot gab da abhilfe.
    Pharmaindustrie, Hanf ist ein breites Heilmittel, das jeder im Garten wachsen lassen kann, also ein Dorn im Auge.

    Hanf kann nicht besteuert werden (Bericht der Indischen Hanfdrogenkommission 1893)

    Schlussfolgerung:
    Hanf ist ein Wirtschaftsproblem und kein Drogenproblem!

    Von Hanf ist hier die Rede, von nichts anderm!

  36. pseudo1 am 10. Dezember 2006 um 13:03

    Zu Sirius:
    In einem Artikel, wie hier, kann man schlecht sein ganzes leben reinpacken.
    Da müsste ich vom Bodensee, über Amsterdam, nach Südamerika, Karibik zurück zum schönen Bodensee und dann nach London – schreiben, alles, was ich erlebt, gearbeitet, familiär aufgebaut, künstlerisch erledigt habe, bis hin zum ersten Blutdruck von über 300 darstellen………
    Das geht nicht,- denn wenn ich eine Biographie schreiben wollte, dann nicht hier.
    Also klingt alles etwas zurückgeblieben, zumal ich seit 3 Jahren im Methadonprogramm bin und hin und wieder kiffe.
    Kurz, zurückgeblieben sind die, die bestrafen, während sie es tun.
    Dann noch zur unfreiwilligen Enttarnung: Mit Familie, ist es nicht ganz so einfach, wenn da ein paar Hinterwäldler von Kriminalpolizisten dem ganzen Haus erzählen, was geht……. Da geht es nicht nur um mich…….
    Aber das wäre eine Geschichte……

  37. phantomas am 11. Dezember 2006 um 17:20

    Wiso soll ein Drogenabhängier kriminell sein?
    Warum sollte er für seine Sucht von der Gesellschaft bestraft werden?

  38. Sirius am 12. Dezember 2006 um 09:01

    @pseudo1

    Hattest Du konkrete Nachteile davon, dass die Bullen deine Drogensucht rumposaunten, oder war es einfach nur peinlich? Oder hatte deine Tochter davon Nachteile? Wurde sie deswegen gehänselt (was fies wäre)? Sie wird wohl kaum von andern erfahren haben, dass Du drogensüchtig bist, das wusste sie doch längst. Zum Glück ist sie gut in der Schule, auf diese Weise ist sie viel weniger angreifbar.

    Ich gebe zu, es war etwa überheblich von mir, in diesem Zusammenhang von ‘zurückgeblieben’ zu reden. Sucht ist Sucht, das kann man nicht rational angehen, jeder ist wieder anders, und es gibt halt Menschen, welche ein Leben lang süchtig bleiben. Aber etwas würde mich schon noch wunder nehmen. Du schreibst, Du seist auf Methadon. Das leuchtet mir nicht ein. Methadon fährt doch gar nicht ein, das unterdrückt bloss die Entzugssymptome. Wenn Du Drogen gut findest, warum nimmst Du dann kein Heroin oder Morphin? Damit hättest Du auch noch ein schönes Flash. Oder wollen sie es Dir nicht geben? Wenn sie es Dir nicht geben wollen, sind sie ziemlich doof, weil bei den Drogenabgabe-Programmen geht es ja nicht nur darum, der Verelendung der Süchtigen entgegenzuwirken, sondern auch darum, den Schwarzmarkt kaputtzumachen. Wenn sie den Süchtigen bloss Methadon geben, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sich diese dann trotzdem noch Drogen auf dem Schwarzmarkt dazukaufen.

  39. pseudo1 am 12. Dezember 2006 um 10:40

    Nachteile waren erst Mal, dass meine Tochter nicht mit den “Nachbarskindern” spielen durfte,- man weiss ja nie….. Der Normale Bürger ist oft sehr einfach gestrickt. So ist das eben,- in der Schweiz, in Deutschland, und sonstwo……
    Mittlerweile geht es wieder. Aber für Tochter war die zeit, und ist sie zum Teil noch, nicht so einfach.
    Und dann wegen der Sucht,- bzw., der Substitution mit Methadon,- irgendwann muss man sich entscheiden (klingt jetzt auch wieder ziemlich abgekürzt, war aber ein stressiger, äusserst stressiger und längerer Vorgang….) ich sags mal so: Wenn man die Möglichkeit hat, Heroin kaufen zu können, sich dann zuhause hinzusetzen und mit höchstens 2 sehr langen Freunden, die bei mir arbeiten, sich das Zeug zu geben,- dann ist die ganze Sache mit der Sucht nicht sooo stressig.
    Umgebung weiss nichts, Gesetz weiss nichts, man hat keinen (ungesunden) Druck,- also einen solchen, der einen erst zum Totalabsturz bringt oder treibt.
    Jedenfalls, diese Zeit war dann erstmal beendet. Jetzt (also nach dem Polizei”einsatz”) fing dieser Druck an.
    Man musste mehr aufpassen, es wurde nach einem gefragt,- sprich, wenn einer verhaftet wurde, kam auch mein Name dazu,- plötzlich war hin und wieder eine Hausdurchsuchung…..na ja, eben das Übliche.
    Und natürlich fängt man dann, jedenfalls ich, trotz Sucht, mit überlegen an. Und wir, meine Frau, Tochter und ich kamen zu dem Schluss, dass es besser ist, da es hier am Bodensee keine reine Heroinabgabe gibt, in dieses Methadonprogramm zu gehen und eben da ich keinen Alkohol trinke und nicht rauche, eben gelegentlich einen Shitkeks esse.
    Und da bin ich eben, jetzt seit knapp 3 Jahren. Nicht das Ideale, aber immer noch besser wie Knast,- denn,- wie erkläre ich das meiner Tochter ?
    _______________________________________________
    Doch genug von meiner Geschichte eigentlich geht es ja um die SPD……

  40. feusl am 14. Dezember 2006 um 00:04

    Super passt das zusammen. Drogen für alle, und das Rauchen überall verbieten. *kopfschüttel*

  41. cse am 16. Dezember 2006 um 14:45

    alle Drogen (wie auch immer man das definieren mag) gehören ins sog. “Betäubungsmittelgesetz”. Nur dies würde eine objektive Sicht auf die Ursachen und Folgen haben, unabhängig vom Stoff.
    Z.B. macht der Morgenkaffee extrem süchtig, die Folgen sind jedoch marginal.
    oder: jemand der einmal pro Monat sich besauft ist zwar nicht süchtig, wenn dies aber zu Randale bei einem Fussballspiel ausartet, sind die Folgen extrem.
    Die Ursachen von Drogenkonsum können gleich sein, der verwendete Stoff unterschiedlich.
    Mir ist es lieber, wenn jemand,um z.b. seine Anspannung oder Aggressionen abzubauen, eine paar Biere trinkt oder einen Joint raucht, als dass er seine Familie schlägt.

  42. reiner am 30. Dezember 2006 um 13:04

    nein bitte nicht dann werden ja 90% der ausländer arbeitslos wie soll ich denn meine weissen hosen und jacken bezahlen und natels
    man dann geh ich wieden in balkan zurück scheiss schweizer

  43. Duffman am 17. Februar 2007 um 12:35

    Meiner Meinung nach gibt es nicht eine Schlimme Droge solange man den Richtigen Umgang damit hat.Klar mit Heroin z.B. hat fast niemand den Richtigen Umgang aber ich finde das man die legale Heroinabgabe ausweiten sollte,da den Süchtigen so wenigstens reiner Stoff zur verfügung stehen würde und nicht dieser “Gassenmist”.Dann würden sich auch weniger junge Mädchen Prostituieren um an Stoff zu kommen,es gäbe weniger Beschaffungskriminalität und von den weniger hohen Gesundheitskosten ganz zu schweigen,ausserdem hätte man die Szene,zumindest ein bisschen weniger auf der Strasse.Jetzt noch zum Kiffen, ich finde es wird langsam zeit das man unseren Genuss Straffrei macht.Es its doch nicht Fair wenn sich Jedermann wenn er will jeden Tag betrinken kann und Kiffer weiterhin Kriminalisiert werden.Was ist den so schlimm daran?Ausserdem habe ich noch nie erlebt dass sich Jemand von einem Verbot vom Kiffen hätte abhalten lassen.ich Kiffe selber seit Jahren und ich finde nicht das es mir geschadet hätte,klar man darf es natürlich auch nicht Uebertreiben.Ich hoffe dass endlich etwas Passiert und wünsche der SP viel Glück.Gruss Duffman

  44. Lynn am 29. September 2007 um 14:46

    Hi zusammen

    Ich bin absolut gegen die Legalisierung von harten und weichen Drogen, denn ich habe an meinen Geschwistern erlebt, was Drogen anrichten. Zwei Brüder starben letztendlich daran. Auch Hasch ist gefährlich für die Psyche, verursacht starke Depressionen und Suizidgedanken, wie ich bei meiner Schwester feststellte.

    Ich kenne einen Ex-Dealer, der ohne Angst vor der Polizei jederzeit wieder damit anfangen würde.

    Nur gerade in der medizinischen Therapie ist es für mich zulässig, z.B. wenn das Methadon nicht greift.

    LG Lynn

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