Sind die Bürgerlichen Nationalräte der Umweltkommission käuflich?
Skandalöses in der Umweltkommission des Nationalrates. Sie hat gestern den Bundesbeschluss über die Genehmigung der CO2-Abgabe mit dem knappst möglichen Abstimmungsergebnis (13:12 Stimmen) an den Bundesrat zurückgewiesen. Stattdessen hat die Kommission den Bundesrat beauftragt, eine Vorlage für einen Gebäuderappen auszuarbeiten. Gemäss Rudolf Rechsteiner führte diese Gebäuderappen-Vorlage dazu, dass
unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit im Hinterzimmer des Wirtschaftsverbandes economiesuisse bis 2012 über 1,5 Milliarden Franken von Verbänden einkassiert und in befreundete Taschen umverteilt werden.
Damit hat in Bern einmal mehr eine finanzsstarke Wirtschaftslobby gegen die ehrlichen, das Volk vertretenden Politiker gewonnen. Die Kommission war übrigens im November noch mit 14:7 Stimmen dafür gewesen. Die Wirtschaftsverbände haben darauf das Lobbying für den “Gebäuderappen” nochmals massiv verstärkt und die bürgerlichen Kommissionsmitglieder zum Beispiel während der zweitägigen Sitzung ins Berner Nobelhotel Bellevue eingeladen. Damit haben sie offenbar die nötigen Stimmen gekauft, am anderen Tag waren alle Bürgerlichen (SVP, FDP und CVP) dafür! Hier die Liste der offenbar käuflichen Politiker:
- Toni Brunner, SVP
- Elmar Bigger, SVP
- Robert Keller, SVP
- Josef Kunz, SVP
- Hans Rutschmann, SVP
- Jürg Stahl, SVP
- Andre Reymond, SVP
- Yves Christen, FDP
- Rolf Hegetschweiler, FDP
- Werner Messmer, FDP
- Rudolf Steiner, FDP
- Georges Theiler, FDP
- Ruedi Lustenberger, CVP
Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Schweizerischen Energiestiftung. Sie schreibt dazu in Ihrem Communique:
Diese 13 Politiker haben das heutige Grounding der Klimapolitik zu verantworten. Wir werden beim nächsten Hochwasser und bei den nächsten Wahlen an sie denken.
Quelle:
Matthias Kestenholz: Unverantwortlicher Entscheid der Energie- und Umweltkomission

Nein, sind sie nicht.
Und was haben die Grünen wieder für ein Problem? Die Fossilen Brennstoffe wurden einmal mehr besteuert, da müsste sie ja glücklich sein.
Aber nein, solange nich alles nach der Pfeiffe der grünen Tanzt (Sprich die einnahmen den Grünen zu verfügung gestellt werden) werden alle anderen schlecht gemacht, und die Grünen selbst sind kein bisschen Kompromissbereit.
Wer von den Grünen glaubt noch daran dass die Erdölreseren Reserven bleiben und nicht alles abgefackelt wird?
von diesem kleineren skandal abgesehen der möglichen käuflichkeit abgesehen – ich kann nicht verstehen, wie man ernsthaft die globale erwärmung in abrede stellen kann. denn das muss man offensichtlich tun, um solch eine lächerliche politik zu verfolgen – dieser gebäuderappen nützt beinahe nichts. nicht dass es so wäre, dass die co2-abgabe sämtliche probleme lösen würde, aber es wäre ein wichtiger schritt in die richtige richtung. so muss man sagen: erfüllung des kyoto-protokolls ade – wir sind kein bisschen besser als die amis.
cash rules everything around me…
Europe ist zur Zeit von der globalen Erwärmumg besonders stark betroffen. Hunderte sind bereits erfroren.
Kaum auszudenken, was ohne die globale Erwärmumg passiert wäre.
Auch der Pfäfikersee ist wieder zugefroren, letzmals vor 4 Jahren, und vorletzmals vor etwa 40 Jahren.
Deutliche Zeichen der Erwärmung.
Gibt es nichts neues?
Immernoch das selbe Thema, das Klima wird sich ändern, mit oder ohne uns.
Die Natur hat bereits gezeigt das sie mit Temparaturschwankungen von 10°C in 100Jahren zurechtkommt.
APG, was du da von dir gibst, sollte eigentlich nicht mal kommentiert werden – der Kurzsichtigkeit deiner Aussage bist du dir hoffentlich selbst bewusst.
Und Chevy, wann hat uns die Natur das gezeigt??
Einige Personen in diesem Forum und ebenso die bürgerlichen Politiker verkennen die Tatsachen – ignoranter und egoistischer, kurzfristig auf den eigenen Vorteil bedacht, gehts kaum.
@ APG und Chevy
Im Thread “Kohlendioxyd – Höchster Stand …” haben Xeno und ich einige der mit der Klimaerwärmung einhergehenden Mechanismen zu erklären versucht. Vielleicht möchtet ihr mal nachlesen? Oder ists zu komplex?
Welchen Vorteil könnte ich haben, eine Klimaveränderung zu negieren?
Nur, die Linke und Grüne Seite nutz allfällige Veränderungen, auch nicht hausgemachte, um politische Ziele zu erreichen.
Fragt euch mal, warum Günz bis Würm das Klima ohne unser zutun schwankte.
Ich habe das Gefühl, die Diskussion beginnt jedes Mal von vorne. Aber gut, noch einmal:
Es gab bereits Temperaturschwankungen in der Vergangenheit der Erdgeschichte aufgrund unterschiedlich starker Sonneneinstrahlung, aufgrund von Vulkanausbrüchen und dem damit verbunden Ausstoss von Gasen und Partikeln etc.
Es ist nun aber höchstwahrscheinlich, dass der jetzige Anstieg HAUSGEMACHT ist. Und das Ganze geschieht in einem Tempo, das für erdgeschichtliche Massstäbe ABSOLUT UNGEWÖHNLICH ist.
Was meinst du, weshalb die “Grünen und Linken” (aber nicht nur sie, sondern auch die Wissenschaft und viele andere realistisch denkende Menschen) sich darüber besorgt zeigen und Forderungen stellen? Weil sie Tatsachen erkennen und sehen, dass man JETZT handeln muss, um überhaupt noch einen Einfluss darauf zu haben, was in einigen Jahrzehnten mal sein wird. Es geht um eine Aufgabe, die der Allgemeinheit gestellt ist und die es zu lösen gilt.
Hingegen sehe ich bei bürgerlichen Politikern durchaus Gründe, die ein Bekämpfen dieser Massnahmen bzw. gar ein Negieren des Problems fordern: Es geht halt um den eigenen (wirtschaftlichen) Vorteil, ums eigene Portmonnaie, um die Lobby, die einem zu mehr Macht und Ruhm verhilft…
@mktortue
Die Natur hat bereits gezeigt das sie mit Temparaturschwankungen von 10°C in 100Jahren zurechtkommt. Wiviel °C erwärmung haben wir jetzt?
Gell, Chevy, du liest nicht so gern, was die anderen schreiben? Ich habe dich auf deine Behauptung hin in diesem Thread schon einmal gebeten, doch unter “Kohlendioxyd – Höchster Stand …” nachzulesen, wie die Mechanismen des Klimawandels funktionieren. Ich paste dir hier einen Aszug rein:
Ja, es gab in den letzten 100 000 Jahren rund ein Dutzend plötzliche Klimastürze. Die sind aber immer auf das Versiegen des Golfstroms zurückzuführen gewesen, was zum Massenaussterben vieler Tier- und Pflanzenarten geführt hat. Der Golfstrom übrigens transportiert Wärme von den Tropen zu uns. Er wird angetrieben durch das absinkende kalte Salzwasser in der Arktis. Da nun das Eis am Nordpol immer schneller schmilzt, sich also die Dichte des kalten Wassers aufgrund des eindringenden Süsswassers verringert, sinkt ebendieses Wasser nicht mehr so schnell, ergo hat sich der Golfstrom innert weniger Jahre bereits im zweistelligen Prozentbereich verlangsamt.
Man geht davon aus, dass die vorher erwähnten Temperaturstürze innert 10 bis 15 Jahren erfolgt sind, weshalb sich ja Tier- und Pflanzenwelt nicht anpassen konnten. Gleiches könnte JETZT geschehen. Wir werdens erleben. Die Klimaerwärmung führt bei uns paradoxerweise zu einer Eiszeit.
Für weitere Infos wende dich bitte an Xeno, der ist Profi auf dem Gebiet.
@Chevy
Ich behaupte natürlich nicht, dass der kalte Winter schon eine direkte Folge dieses Mechanismus ist, dazu fehlen noch die Daten, und wir wollen ja seriös wissenschaftlich bleiben, nicht wahr.
Aber alle Klimaforscher sind sich darin einig, dass die Wetterextreme zunehmen werden infolge des Klimawandels. Das heisst also mehr und heftigere Stürme, grössere Dürre, Kältere Winter etc. Hängt davon ab, wo auf der Welt man zuhause ist.
Hier findest du Informationen:
http://www.wetter-klimawandel.de/
Und dieses schreib der “Spiegel” zum Golfstrom, es beantwortet deine Frage. Sehr lesenswert!
http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,387715,00.html
@Chevy:
In der Deutschschweiz +1.3°C, im globalen Mittel ca. +0.6°C. Zwischen 1990 und 2100 wird diese Temperatur (globales Mittel) um 1.4°C bis 5.8°C ansteigen – bei gleichbleibender Entwicklung eher zweiteres. Die 1.4°C sind das absolute Minimum – auch wenn man jetzt alle Hebel in Bewegung setzen würde. Bereits bei dieser minimalen Erwärmung von 1.4°C im globalen Mittel sind grössere Veränderungen zu erwarten.
Übrigens sind die Modelle, die man vor 10 Jahren entwickelt hatte mittlerweile nicht mehr brauchbar – weil sich das Ganze in ungeahnter Weise verschnellert hat.
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