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Vierzehn Zwischenfälle in den Schweizer Atomkraftwerken

Atomkraftwerk im Aargauischen Gösgen

Spiel mit dem Feuer in den vier Schweizer Kernkraftwerken. Die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) der Schweizerischen Eidgenossenschaft hat heute in einem Communique (PDF) für das Jahr 2005 Vierzehn vorkommnisse gemeldet:

Auf Basis ihrer Richtlinien klassierte die HSK im Jahr 2005 14 Vorkommnisse (2004: 8 und 2003: 14) in den Kernkraftwerken (KKW). Auf die einzelnen Werke bezogen sind dies:

  • 2 Vorkommnisse im KKW Beznau (beide im Block 2)
  • 1 im KKW Mühleberg
  • 5 im KKW Gösgen
  • 6 im KKW Leibstadt

Da haben wir ja grad noch Glück gehabt, dass nichts schlimmeres passiert ist. Was die HSK natürlich nicht mitteilt, ist das immernoch ungelöste Problem der Atommüllentsorgung. Wie hier bereits mehrfach erwähnt ist dieses Zeitbombenproblem noch immer Lichtjahre von einer Lösung entfernt. Gut, einen Minister & Bundespräsidenten zu haben, der deutlich ausspricht was auf Nachhaltigkeit orientierte Schweizer schon längst fordern: Die Planung eines neuen AKW kommt solange nicht in Frage, bis die Entsorgung des Mülls restlos geklärt ist. Ich finde es amüsant, dass immer sofort mit dem Schicksal unserer Kindern und Kindeskindern argumentiert wird, wenns um die Finanzen geht, bei der Energie jedoch haben die Atomstrombefürworter plötzlich überhaupt kein Problem mehr, unseren Nachfahren Berge von Müll zu hinterlassen, welche noch mindestens die nächsten 20’000 Jahre radioaktiv Strahlen.

Dieser Artikel wurde von Sandro am Montag, 9. Januar 2006 in der Rubrik Energie und zu den Stichwörtern , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

7 Kommentare zum Artikel “Vierzehn Zwischenfälle in den Schweizer Atomkraftwerken”

  1. abraham am 9. Januar 2006 um 23:55

    ich persönlich bin nicht gegen die atomkraftwerke. natürlich, die entsorgung müsste noch geklärt werden.
    diese 14 zwischenfälle darf man nicht zu eng sehen. da wird schnell mal etwas als zwischenfall angesehen. schweizer atomkraftwerke sind aber im internationalen vergleich in punkto sicherheit absolut top. damit aus einem zwischenfall etwas gefährliches wird, braucht es doch einiges mehr.

    aber vielleicht hätten die linken lieber keine atomkraftwerke, sondern würden lieber französischen atomstrom kaufen.
    also ehrlich gesagt ist mir ein kkw in der schweiz mit unserem standard lieber als eines im ausland.

  2. andromeda am 10. Januar 2006 um 02:44

    Tja, Abraham, Deine Pflicht erfüllt für heute, was?

  3. abraham am 10. Januar 2006 um 07:59

    ich darf von mir – im gegensatz zu dir – wenigstens ruhiges gewissens behaupten, etwas konstruktives zum thema beigesteuert zu haben.

    wenn du meine meinung nicht teilst, darfst du gerne auf sachlicher ebene diskutieren. aber ich bitte dich auf derartige kommentare zu verzichten, sie zeugen nicht sehr von hohem geistigem niveau.

  4. Franz A. am 10. Januar 2006 um 10:34

    KKW ind der Schweiz oder KKW in Frankreich: nur diese beiden Möglichkeiten zu sehen ist eher kurzsichtig.

    Mit dem x 10 oder wohl eher 100 Milliarden, die ein Neubau kosten würde, könnte man sooo viele Häuser, Gebäude und Anlagen wärmetechnisch und energiemässig sanieren. Damit wäre ein nachhaltiges Energiesparen möglich. Jetzt wird natürlich der Streit von Zaune gerissen, ob damit 10%, 12% oder gar 12.5% des gesamtschweizerischen Energieverbrauchs eingespart werden kann.

    Aber: um das Energiesparen kommen wir langfristig nicht herum! Öl – Gas – und Kohlevorkommen reichen nun mal nicht ewig. Übrigens, auch das Uranvorkommen nicht!

  5. Chevy am 10. Januar 2006 um 13:12

    Alle bis auf einen Zwischenfall waren von der Stufe 0 einen gab es auf stufe 1. Zur errinnerung, die Stufen gehen bis 7.

  6. Matthias Probst am 10. Januar 2006 um 19:23

    Der Müll straht nicht blos 20000 Jahre sonder 100000 Jahre.

  7. Forum Politik » Dossier Kernkraft am 12. März 2007 um 13:04

    [...] 09.01.2006: Vierzehn Zwischenfälle in den Schweizer Atomkraftwerken [...]

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