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Sichere Atomkraft? Aktuelle Zwischenfälle zeigen die Gefahren

Schwere Zeiten für die Atomlobby. Fast täglich gibts momentan negative Schlagzeilen über Probleme in Kernkraftwerken. So hat in Japan ein Schwarm Quallen ein Kernkraftwerk lahmgelegt. Auch die Hitzewelle in Westeuropa hat der Atomindustrie grosse Probleme bereitet. Besonders die von Flusswasser gekühlten Kernkraftwerke hatten grosse Schwierigkeiten und mussten teilweise gar die Leistung drosseln, da das Wasser aus den Flüssen nicht mehr die benötigte Kühlleistung bringen konnte. Weiter gibt es fast täglich negative Schlagzeilen aus den Tschechischen Temelin-Reaktoren. Im aktuellsten Fall ist dort radioaktives Wasser ausgelaufen. Österreichische Umweltschützer fordern schon lange die Stilllegung der Temelin-Meiler. Doch der gefährlichste Zwischenfall hat sich im Schwedischen Atomkraftwerk Forsmark-1 ereignet. Dort schlitterte man offenbar nur Millimeter an einem Super-GAU a la Tschernobyl vorbei. Wer da immernoch denkt, Atomkraft sei die “sauberste” und “günstigste” muss von der Atomlobby gesponsert sein. Gesunder Menschenverstand erkennt die Zeichen…

Dieser Artikel wurde von Sandro am Freitag, 4. August 2006 in der Rubrik Energie und zu den Stichwörtern , , , , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

31 Kommentare zum Artikel “Sichere Atomkraft? Aktuelle Zwischenfälle zeigen die Gefahren”

  1. thunderbird am 4. August 2006 um 16:23

    Das Wasser aus den Flüssen hätte durchaus die benötigte Kühlleistung bringen können, dann wäre es jedoch zu heiss für die Fische geworden. Technisch also kein Problem.

    Klar ist Atomkraft nicht die perfekte Lösung zur Stromerzeugung, aber im Moment gibt es keine andere Technologie, mit der man in der Schweiz zu vergleichbaren Kosten die gleiche Menge Strom erzeugen könnte.

    Da bleibt uns nur, so wenig Strom wie möglich zu verbrauchen und auf die Marktreife der Kernfusion zu warten.

  2. Moni am 4. August 2006 um 16:32

    @thunderbird

    Die Kosten werden jedoch rasant ansteigen, wenn etwas passiert und werden ins unbezahlbare steigen, selbst für ein reiches Land wie die Schweiz.

    Offenbar, so habe ich jedenfalls gelesen, war man einer Kernschmelze und somit einem GAU à la Tschernobyl recht nahe in Schweden. Sie hatten vielleicht wirklich Glück, dass nicht alles was automatisch lief fehlschlug… Dies sollte uns jedenfalls nachdenklich stimmen. Die Menschen in der Umgebung Tschernobyl leiden heute immer noch, v.a. die Kinder.

  3. virtualsky am 4. August 2006 um 16:37

    Ein GAU ist der “grösste anzunehmende Unfall”…erklärt mir mal bitte, was ein Super-GAU ist?

  4. Dreckfilter am 4. August 2006 um 16:39

    Bei Wasserkraftwerken können Staudämme brechen, Kohle-, Gas- und Oelkraftwerke können sehr leicht und gut brennen, die Herstellung von Solaranlagen ist ebenfalls mit hohen Temperaturen verbunden, Windkraftwerke können die Propeller verlieren und Menschen erschlagen, …. das Leben ist und bleibt lebensgefährlich.

    Die unverhältnismässig höhere Gefährdung ehemaliger Ostblockreaktoren vermag nicht zu überzeugen vor dem Hintergrund der aktuellen Stromzukunftsdiskussion in der Schweiz, da wohl kaum je ein solches Kraftwerk hierzulande in Betrieb gehen wird. Im übrigen ist auch die vermehrte Berichterstattung zu solchen Problemen vor diesem Hintergrund und dem entsprechend verdeckten Lobbying der Presseleute zu sehen.

    Beim erwähnten “gefährlichsten Zwischenfall” hat es einen Kurzschluss ausserhalb des Kraftwerks gegeben, welcher dazu führte, dass dieses vom Netz genommen werden musste. Im Kraftwerk selber sprangen daraufhin nur zwei von vier Stromgruppen für die Eigenversorgung an, wobei sich dem Artikel nicht entnehmen lässt, ob diese nicht auch mit dem offenbar nach wie vor problemlos funktionierenden, mittels Reaktor indirekt betriebenem Generator hätte sichergestellt werden können. Aber selbst die zwei Stromgruppen konnten die Reaktorschnellabschaltung gewährleisten und das Kühlnotsystem betreiben. Der Zwischenfall ist somit etwa vergleichbar mit dem Sachverhalt, dass bei einem Auto der eine von zwei Bremskreisläufen ausfällt und der Wagen mit dem zweiten zum Stehen gebracht wird. Die Geschichte ist also ebenfalls primär Panikmache, wie man sie vom wenig objektiven Autor des Artikels offenbar auch nicht anders erwarten kann.

    Der Einwand bezüglich Kühlleistung von Flusswasserkühlungen wurde von thunderbird sicherheitstechnisch zutreffend widerlegt.

    All dies sollte gleichwohl nicht ausschliessen, über längerfristig nachhaltigere Stromgewinnungsmethoden nachzudenken. Aber mit Polemik wird nicht gepunktet…

  5. Sandro am 4. August 2006 um 16:40

    In solchen Fragen hilft Wikipedia meist zuverlässiger. Zu Super-GAU meint die Enzyklopädie:

    Mit Super-GAU wird ein Unfall bezeichnet, der die Auslegung der Anlage überschreitet. Da ein GAU nicht den maximalen Schaden, sondern streng genommen nur eine Auslegungsrandbedingung bezeichnet, ist eine Steigerung möglich: Ein Unfall, der so schwerwiegend ist, dass er die Möglichkeiten der eingesetzten Sicherheitstechnik überfordert. Bei Kernkraftwerken ist der Begriff daher synonym mit der etwas umständlicheren Umschreibung “Auslegungsüberschreitender Störfall”.

    Im Fall einer kerntechnischen Anlage ist dies ein Unfall, bei dem Radioaktivität an die Umwelt freigesetzt wurde, die die gesetzlichen Grenzwerte überschreitet.

    Quelle: Wikipedia

  6. Moni am 4. August 2006 um 16:57

    Danke Sandro für die Erläuterung.

    @Dreckfilter
    Du hast ja lustige Vergleiche, Auto mit zwei Bremskreisläufen, bei dem eins ausgefallen ist und so. Offenbar kennst Du Dich mit Kernernergie super gut aus.

    Mit verharmlosen wird ebenfalls nicht gepunktet…

    Wenn man dann noch bedenkt, dass uns bald vielleicht die Leute ausgehen, die auf unsere Reaktoren in der Schweiz zugelassen sind, dann mache ich mir schon so ein paar Sorgen. Denn es ist sehr schwer, Nachwuchs für diesen Job zu finden. Soweit ich weiss dauert die Zulassung recht lange und wir haben ja zwei Typen – entweder kann man da oder dort arbeiten. Sollen wir dann Leute aus dem Ostblock anstellen?

  7. Dreckfilter am 4. August 2006 um 17:04

    @ Moni
    Deine Kenntnisse über die Bremssysteme von Motorfahrzeugen überzeugen nicht wirklich, aber auf Wunsch sind Erläuterungen gerne möglich. Ansonsten weiss jeder Experte beim Strassenverkehrsamt Rat…

    Was möchtest du denn übrigens zum Thema Kernenergie gerne wissen? Personal kann übrigens nachgeschult werden, an demselben Problem kranken übrigens auch Kraftwerke mit neuer Technologie. Ob sich die Schulung von Personal aus dem ehemaligen Ostblock rentieren würde, kannst du aufgrund deines beruflichen Hintergrundes sicher besser berechnen.

  8. salsiz am 4. August 2006 um 17:15

    @thunderbird

    Technisch dürfte die Kühlung mittels Flusswassers wohl schon funktionieren, wenn allerdings wiedermal so ein heisser Sommer kommt, wie dieser, kannst Du hinten vom AKW die Spaghetti reinhalten und mit etwas Glück, werden noch einige Vongole reingespült.

    Mal im Ernst, das Problem an der Kernenergie ist doch einzig und allein, dass dieser blöde Brennstoff so lange strahlt (Halbwertszeit 4.47×10^9 Jahre). Langt nicht schon das permanente Generve, weil ein Betonbauer den Keller nicht richtig abgedichtet hat? Der Impact von einem Störfall ist einfach zu deftig.

  9. thunderbird am 4. August 2006 um 18:59

    Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich bin durchaus für alternative Stromerzeugung mit Solar-, Wind- oder Wasserenergie. Deshalb bin ich auch seit längerem Mitglied bei Solarspar.

    Im Moment ist es aber leider so, dass nur die Kernkraft zu jeder Zeit (ob hell oder dunkel, bei Sturm und bei Windstille, bei Hochwasser und bei Trockenheit) eine konstante Menge Strom liefern kann. Und das noch zu einem bezahlbaren Preis.

    Solarenergie ist in Einzelfällen eine gute Alternative, und dort sollte sie auch gefördert werden. Deshalb auch meine Mitgliedschaft bei Solarspar.

  10. virtualsky am 4. August 2006 um 20:41

    Ok, dann schreibt halt weiterhin vom supergrössten anzunehmenden Unfall. Für mich klingt das nach Effekthascherei.

  11. salsiz am 4. August 2006 um 21:03

    Anscheinend war der Zwischenfall in Schweden nahe einer Katastrophe ungeheuren Ausmasses. Stellt Euch mal vor, 1500 km von der Schweiz schmilzt der Kern (klar, da tritt nichts aus, das wurde ja mehrfach getestet) und zufälligerweise weht eine Bise aus Nord/Nord-Ost. Wollen wir wirklich das Obligatorium für Schutzräume abschaffen?

  12. Gargi am 4. August 2006 um 22:04

    Ich möchte da noch eine viel schlimmere Überlegung mit ins Spiel bringen, die mir eine noch grössere Nachdenklichkeit beschert. Bei diesem Zwischenfall handelt es sich nicht um einen alten, zerfallenden AKW-Typ, der in einem Ostblockland steht und kurz vor dem Einstürzen ist. NEIN! Der steht im so fortschrittlichen, mit allen technischen Gimmicks ausgerüsteten 1.-Welt Staat!!!
    Ich wüsste nicht, was wir denken sollten, wenn das nächste Ereignis bei uns stattfinden würde, und nicht mit so viel Glück ein harmloses Ende nimmt.
    Mein Fazit: Mit der Kernenergie zu leben ist einfach, aber schlicht viel zu risikoreich!

  13. Rico am 5. August 2006 um 11:29

    Zitat Gargi: “…nicht um einen alten, zerfallenden AKW-Typ, der in einem Ostblockland steht und kurz vor dem Einstürzen ist. NEIN! Der steht im so fortschrittlichen, mit allen technischen Gimmicks ausgerüsteten 1.-Welt Staat!!!”

    Eben, was schreist Du denn so? Es ist ja gar nichts passiert! Dafür hat’s ja mehrfache Sicherungen, dafür dass irgendwann eine hält, wenn irgendwo etwas versagt. Und genau das ist geschehen: Es hat gehalten und NICHTS ist passiert.
    Lehren kann man trotzdem daraus ziehen: Nämlich die Sicherheitssysteme, die jetzt sozusagen scharf getestet worden sind und teilweise Schwachstellen aufgewiesen haben, noch mehr zu verbessern.

  14. salsiz am 5. August 2006 um 13:41

    @Rico

    “Dafür hat’s ja mehrfache Sicherungen, dafür dass irgendwann eine hält, wenn irgendwo etwas versagt.”

    Wie auf der Titanic, gell. Unsinkbar. Die habens geglaubt. ;)

  15. Rico am 5. August 2006 um 13:51

    Nein, eben nicht wie auf der Titanic.
    Die Sicherheitssysteme in Schweden haben letztlich gehalten. Knapp, aber gehalten (OK, bisschen Glück war auch noch dabei). Nichts ist passiert, gar nichts.

    Man sollte den Zwischenfall als Schuss vor den Bug verstehen (der ja auch kein Schiff versenkt) und die Sicherheit weiter verbessern. Wird man sicher tun.

  16. vollmi am 5. August 2006 um 17:37

    @Gargi: das ist doch Jacke wie Hose ob das Teil in nem 1.Welt oder in nem 3.Welt Staat in die Luft fliegt. Wir würden auf jedenfall was Abkriegen.

    Ausserdem wie willst du einem anderen Staat den Atomreaktor verbieten?

    mfG René

  17. salsiz am 6. August 2006 um 00:10

    @Rico

    Klar, ich weiss schon, was Du eigentlich meinst und gebe Dir soweit recht. Mein Problem an der ganzen Diskussion ist halt, dass im Schadenfall das Ausmass einer Katastrophe nicht lokal ist, sondern globalen Charakter haben kann. Für mich stellt sich dir Frage:

    Können wir das Risiko einer (sind wir mal ehrlich: irreversiblen) nuklearen Verschmutzung unseres (einzigen bewohnbaren) Planeten eingehen?

    Bei so IT-Security-Geschichten stelle ich immer die Frage, ob ein Risiko, zB eines Datenverlustes, eingegangen werden kann. Wenn nicht, muss das Gefahrenpotential eliminiert werden, sodass das Risiko, bzw. die Auswirkung dessen, verschwindend schlimm wird.

    In meinen Augen ist das Risiko bei den Atomkraftwerken nicht relativ sondern absolut. Aber das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass ich nicht wirklich eine Ahnung von der Technologie eines AKW habe. Als AKW-Ingenieur würde ich sicher anders argumentieren.

  18. rostlaube am 6. August 2006 um 10:22

    Billig kommt der Atomstrom nur dann, wenn man die Kosten, die nicht sofort anfallen, ausblendet.

    1.Abbruchkosten, hoch
    2.Lagerung der Abfälle, unbestimmt
    3.Kosten für Unfallschäden, ungedeckt

    Die Kosten für Abbruch werden wohl bald einmal auf den Strompreis durchschlagen.

    Die Kosten für die Lagerung, da kann alles Mögliche auf die Gesellschaft zukommen, “irgendwie” wird wohl gelagert werden müssen, und “irgendwelche” Kosten fallen dann erst an.

    Die Kosten für Unfälle werden erst nach dem (s)GAU bezahlt, zum Beispiel: Menschenleben, vernichtete Umweld, wirtschaftlicher Totalschadedn, vernichtung der Schewiz als solche nicht ausgeschlossen.

  19. 0x1b - Blog am 6. August 2006 um 15:43

    AKWs

    Neulich ereignete sich im Kernkraftwerk Forsmark in Schweden einen Zwischenfall. Die aktuelle Diskussion um den allfaelligen Reaktorneubau in der Schweiz brachte das Ereignis unter anderm auch in Sandros Blog.

  20. chriss am 6. August 2006 um 16:34

    Die Meldungen aus Schweden können gern etwas aufgebauscht sein, wir sollten uns aber einer Diskussion über die Gefahren der Atomkraft nicht verschliessen

    Das die Kühlleistung der mit Flusswasser gekühlten Meiler im Sommer kaum ausreicht kann kaum bestritten werden. Auch wenn es technisch noch machbar wäre, die Zerstörung des Lebensraum Fluß steht dagegen. In längeren und trockeneren Sommern sind (große) Flüsse auch schon mal ausgetrocknet (Po). Da ist dann auch technisch nichts mehr zu machen.
    Auf die Fusion freuen wir uns schon alle. Leider müssen diese Kraftwerke GENAUSO gekühlt werden wie Fissionskraftwerke.
    Wenn man beim Atomstrom die Lagerung des Atommülls (k.a. wie viele Generationen dafür blechen) und die fiktiven Kosten eines GAU´s mitrechnet, wird die Sache Konkurenzlos (teuer). Die offiziellen Kosten von Tschernobyl mit seinen 40 Toten können leider nicht zur Berechnung verwendet werden (es sei denn man nimmt sie mal 1000).
    Staumauern werden übrigens auch überwacht, jede kleinste Dehnung wird registriert und (wahrscheinlich) auch darauf reagiert. Durch Ablassen des Speichers (geht ganz ohne Strom) kann die Gefahr gebannt werden.

  21. Moni am 7. August 2006 um 09:00

    @Dreckfilter

    Bei den jetzigen Bestimmung bez. der Zulassung auf einen Typ dauert es nicht nur ein paar wenige Monate, bis die Leute umgeschult sind. Woher willst Du denn die Leute nehmen, die auf unseren AKW’s arbeiten werden wenn offenbar in der Schweiz zu wenig Nachwuchs da ist?

    Tja, was die Bremssysteme beim Auto angeht, da kenne ich mich tatsächlich nicht aus. Ich gehe davon aus, dass sie funktionieren. Dafür bezahle ich dem Garagisten viel Geld. Sollte es zu doppeltem Versagen kommen, kann es durchaus sehr gefährlich werden. Im schlimmsten Fall gibt es ein paar Tote, bei einem AKW-Unfall dann wahrscheinlich um einen sehr grossen Faktor mehr. Daher finde ich den Vergleich eher lächerlich.

  22. Dreckfilter am 7. August 2006 um 09:33

    @ Moni

    Die jüngsten Meldungen (sorry, Link bringt nichts, da NZZ-Archiv passwortgeschützt) zeigen, dass die Presse ja wieder mal nett überreagiert hat und vielmehr nur zur Wahrung absoluter Sicherheit die anderen Kraftwerke zur Ueberprüfung vom Netz genommen worden sind.

    Zum Vergleich: ich wählte ihn bewusst, nebst dem redundant ausgelegten Hauptbremssystem hat jedes Auto auch noch eine Handbremse. Zu viel Angst wirkt dann übrigens auch lächerlich, oder hälst du in deinem Büro permanent die Hand an die Decke, damit dir diese nicht auf den Kopf fallen kann?

    Im übrigen vertrete ich nicht die Auffassung, dass Atomkraft das Nonplusultra sei (dem könnte die Fusion eines Tages schon bedeutend näher kommen), sondern dass es die auch ökologisch derzeit einzige Alternative ist, wie wir die bevorstehenden Ausfälle halbwegs decken können. Oder willst du lieber Kraftwerke, welche fossile Brennstoffe verbrauchen? Alternativ kann natürlich jeder für seinen eigenen Verbrauch selber “trampen” oder ähnliches (dies würde zumindest die Ueberfettungsprobleme in unserer Gesellschaft sinnvoll lösen), aber damit können wir (wie auch mit Kraftwerken, welche durch Sonne oder Wind angetrieben werden) unser Bedarfsmanko wohl nicht einmal zu 10 % decken. Und einsparen können wir 40 % unseres Verbrauchs wohl auch nicht, oder wie willst du sonst all die PC’s in den Büros betreiben? Von produzierenden Betrieben müssen wir wohl gar nicht reden.

  23. Moni am 7. August 2006 um 10:45

    @Dreckfilter

    Ich habe keine zu grosse Angst vor AKW’s aber ich halte absolut gar nichts vom ganzen Gerede dass es sehr sicher sei und auch noch das kostengünstigste blablabla, wenn mann einfach nicht alle Aspekte einbezieht.

    Klar hat man noch die Handbremse beim Auto – und dort liegt der Hund dann begraben, die muss ich manuell betätigen und der Mensch versagt in solchen Krisensituationen regelmässig – die wenigsten werden in der meist sehr kurzen Zeit die zur Reaktion zur Verfügung steht eine Hand vom Lenkrad nehmen und die Handbremse betätigen.

    Solange aber von einigen Seiten so vehement an AKW festgehalten wird, wird meiner Meinung nach zu wenig nach möglichen Alternativen umgeschaut bzw. geschaut, welche Alternativen ökologisch sinnvoll sein könnten oder mit der nötigen modernsten Technologie sein wird.

    Die Idee der SVP, die Regelung über die Restwassermenge zu lockern ist wohl dann der Schritt in die falsche Richtung…

  24. Dreckfilter am 7. August 2006 um 14:26
  25. Sandro am 7. August 2006 um 15:13


    …die notwendige Strommenge…

    Ist die Gottgegeben? Versuch mal hier anzusetzen…

  26. Dreckfilter am 7. August 2006 um 16:09

    Gott- oder wie auch immer gegeben:
    Wie willst du rund 40 % Stromverbrauch bei zumindest stagnierender Bevölkerung und ohne wesentliche Einbussen bei der Wirtschaft (welche neue Energiequellen zu einem nicht unerheblichen Teil übrigens mitfinanzieren darf) wegrationalisieren / einsparen? Sorry, aber trotz schon laufender Energiesparmassnahmen bringen wir es gerade mal fertig, dass der Stromkonsum nicht mehr so stark zunimmt wie früher (aber er nimmt eben immer noch zu).

    Die Vorschläge zur Einsparung müssen übrigens von denjenigen kommen, welche den Verzicht auf AKW’s fordern. Aber 40 % ohne langfristige Nachteile innert rund zehn Jahren einsparen, halte ich nicht mehr nur für Augenwischerei, sondern geradezu für Fantasterei (religionsunabhängig ;-) )!

    Natürlich, man kann, wie dies beispielsweise Italien tut, den benötigten (Atom-) Strom im Ausland produzieren lassen. Dann ist man moralisch sauber und trägt keinerlei Verantwortung :-( . Aber ich denke, dass zumindest hier soweit gedacht werden sollte. Ergo müssen wir mehr Strom produzieren, denn das “Abschieben von Scheisse”, welches gerade unter dem Deckmantel der Oekologie bereits in so mancher Hinsicht praktiziert wird, befürworte ich in keiner Weise, übrigens auch nicht beim Atommüll.

  27. Moni am 8. August 2006 um 10:04

    Leider unternimmt jeder Einzelne zu wenig, um Strom zu sparen. Der Wille ist dafür nicht da. Auch wenn nicht die ganze erforderliche Menge Strom damit gespart werden kann bin ich überzeugt, dass ein grosses Potenzial brach liegt.

  28. hr.ernst am 17. August 2006 um 13:13

    Aus aktuellem Anlaß habe ich eine Google MapsX mit allen deutschen AKWs erstellt, die ein ganz anderes Bild von der Zuverlässigkeit der deutschen AKWs zeigt.
    http://dieletzteseite.blogspot.com/2006/08/strfall-atomkraft_16.html

    Leider habe ich nur wenige Daten zu den AKWs in der Schweiz.

  29. Pirelli am 17. August 2006 um 13:52

    Danke, Herr Ernst.

  30. Willi Tell am 11. September 2006 um 14:48

    Es wäre nicht schlecht einmal für 1 woche den Kehricht nicht wegzuräumen, damit die Bevölkerung wieder realisiert was sie produziert!
    Industrie sollen den gleichen Anteil Strom bezahlen wie jeder andere auch! (Graustrom)
    Da die Schweizer sich brüsten und andere denunzieren mit; was für eine Schweinerei da rumliegt, sollte man ihnen wieder mal vor Augen halten das das pro Kopf Abfall verhältniss in der Schweiz rund 10 mal höher ist als in der 3. Welt.
    Aus de4n Augen aus dem Sinn!

  31. Willi Tell am 11. September 2006 um 14:54

    Würde man jeden Landwirtschaftlichen Betrieb auf Biogas umstellen, ob efizient oder nicht spielt gar keine Rolle da der Rohstoff rumliegt, würde dies schon viel ausmachen. Doch die Monopolabsicherung unserer Strombetreiber lässt dies gesetzlich nicht zu.
    Wirtschaftskriminalität mit hilfe der Regierung?

    Nikolas Tesla lässt grüssen! Seine Erfindungen sind nun seit 100 Jahren nicht nachvollziehbar oder bewusst schubladisiert.

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