Schweizer ohne eigene Meinung
Die Schweiz hat sich für Intoleranz und Ignoranz entschieden.
Die masslos menschenenverachtende Wahlkampfpropaganda des ultra-rechten Lagers hat Früchte getragen.
Die wichtigsten Abstimmungsvorlagen, erleichterte Einbürgerungen von Ausländern der 2. und 3. Generation, sind vom Schweizer Volk mit einem erschreckend hohen Resultat verworfen worden. Die Gründe:
Die repräsentativen Umfragen vom 21. August 2004 zeigten ein ganz anderes Bild. Für die 2. Generation wurde ein JA-Stimmen Anteil von 68% und für die 3. Generation eine Prognose von gar 75% JA-Stimmen abgegeben. Kurz darauf startete das rechte Lager ihre Hetzkampagne mit bewusst verfälschten Statistiken und völlig zusammenhangslosen Argumentarien gegen einzelne Religionsgruppen. Das Ganze emotinal verpackt ergab einen gefährlichen Pseudo-Informations-Mix für den Durchschnittsbürger
Die Kampagne gipfelte die letzten Wochen in einem wahrhaft braunen Inseraten-Feuerwerk (ignoranz.ch berichtete).
Viele Wählerinnen und Wähler wurden durch diese Hetzerei mitgerissen und büssten ihre Objektivität ein. Denn die SVP etc. kämpfte mit unfairen Mittel und propagierten Masseneinwanderungen von Terroristen und Rasern, dies ist schlicht und einfach unwahr. Denn erleichtert eingebürgert worden wären nur Personen mit einwandfreiem Leumund. Nur leider ist’s jetzt zu spät.
Lediglich die welsche Schweiz hat Ihren Sinn für Gerechtigkeit und Achtung vor dem Menschen nicht verloren. Die Deutschschweiz hingegen muss jetzt Handeln. Die FDP und mit ihr zusammen die Wirtschaftsleader müssen sich jetzt klar von diesem ultra-rechts-Pfad abwenden, von der SVP abwenden und dem Volk mitteilen, dass die Wirtschaft weltoffen und nicht rechtsradikal ist!! Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Zum Schluss noch dies:
Aufhängeschild der Hetzkampagnen waren Muslime und “Jugoslaven”.
Und wessen sich viele Schweizer gar nicht bewusst sind: Wir haben die Einwanderer aus Ex-Jugoslawien usw. als Arbeitskräfte in die Schweiz geholt. nur 27′707 von ihnen – also gerade mal 7.5% – sind Flüchtlinge.

[...] Die BrandstifterInnen konnten jahrelang ungestraft eine Hetzkampagne nach der anderen gegen MigrantInnen, sozial Schwache und Andersdenkende entfachen, unterstützt von zu vielen Biedermännern und -frauen. Sozialer Abbau und neoliberaler Umbau werden nur umsetzbar, wenn wir uns gegeneinander aufhetzen lassen: SchweizerInnen gegen AusländerInnen, Männer gegen Frauen, Niedergelassene gegen Sans-papiers, Junge gegen Alte, ArbeiterInnen gegen Arbeitslose, Gesunde gegen Invalide… [...]