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Schweizer Hochwasser

Folgendermassen setzt sich das Schweizer Hochwasser zusammen:

13% Ignoranz, 11% Rücksichtslosigkeit, 21.5% Eigen- und Desinteresse, 9% Engstirnigkeit, 6% Kurzsichtigkeit, 13% Gier, 11% Gedankenlosigkeit, 4% Naivität, 3% Ahnungs- und Verantwortungslosigkeit, 2% Unvermögen, 4% Schlendrian, 2.5% Schicksal

Via Greenpace

Dieser Artikel wurde von Sandro am Mittwoch, 31. August 2005 in der Rubrik Allgemein und zu den Stichwörtern , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

34 Kommentare zum Artikel “Schweizer Hochwasser”

  1. Shaggy am 31. August 2005 um 12:29

    das ist ja der grösste Scheiss….

  2. mk am 31. August 2005 um 12:42

    @Shaggy:
    Danke für den qualifizierten und inhaltsreichen Kommentar.
    Ich finde das “Echte Schweizer Hochwasser” eine witzige Art, ein echtes Problem darzustellen, auch wenn sich manche Leute dadurch auf die Füsse getreten fühlen dürften.

  3. sense am 31. August 2005 um 13:26
  4. AlphaPapaGolf am 31. August 2005 um 15:01

    …echt grünpiss…dort läuft die Schreibe oder der Schnorr ohne dass das Hirn involviert wäre…

  5. Ruthenium am 31. August 2005 um 17:06

    @ APG

    Was denken Sie denn ist der Grund für solche Phänomene?

    Hochwasser diesen Ausmasses sind die Folge von erhöhtem Niederschlag, was wiederum direkt auf erhöhte Temperaturen zurückgeführt werden kann. Erdrutsche, die auch in diesem Zusammenhang vorkommen, sind die direkte Folge von starker Waldrodung, die in der Vergangenheit aus mangelndem Umweltbewusstsein viel zu stark durchgeführt wurde. Sie sollten also dankbar sein, dass es Leute gibt, die sich für die Umwelt engagieren und zumindest zum Denken anregen. Besonders, falls Sie Kinder haben, die die ganzen Folgen kurzichtigen Profitddenkens als nächste Generation ausbaden können. Haben Sie das Gefühl, dass man in dieser Hinsicht einfach machen kann, was man will, ohne Rücksicht auf Verluste? Als Beispiel möchte ich den Aralsee nennen. Die Sowjetunion hat damals im Wahn ihrer Planwirtschaft zwei Flüsse umgeleitet sowie eine Vielzahl biologischer und chmischer Waffen in diesem Gebiet getestet. Die Folgen davon sind heute mehr als spürbar. Informationen dazu lassen sich im Internet leicht finden, falls Sie in ihrer selbstgefälligen Haltung überhaupt daran interessiert sind.

  6. sense am 31. August 2005 um 17:08

    waldrodung?
    wtf… wann hat in der schweiz das letzte mal die fläche an wlad abgenommen?
    ob greenpeace mehr gerettet als zerstört hat, ist ne andere frage

  7. Ruthenium am 31. August 2005 um 17:24

    naja, schon lange nicht mehr, aber die Folgen der reduzierten Waldfläche sind bis heute spürbar. Fakt ist, dass Berghänge mit Bewaldung viel besser gegen Bodenerosion und plötzliches Abrutschen grosser Erdmassen geschützt sind.

    Es geht hier auch nicht um die Waldrodung, sondern um ein generelles Bewusstsein für Nachhaltigkeit.

    Und als zerstörerisch würde ich das Statement von Greenpeace auch nicht bezeichnen, Sie etwa?

  8. Ruthenium am 31. August 2005 um 17:26

    Zur Ergänzung: Ich bin kein Greenpeace-Mitglied, und ich finde auch nicht alle Aktivitäten in Ordnung. Aber ich habe etwas gegen Blauäugigkeit, wenns um Belange der Umwelt geht. Die Erde ist ein (mehr oder weniger) in sich geschlossenes System, und alles was man darin treibt hat irgendwann wieder Auswirkungen auf einen selber.

  9. sams weblog am 31. August 2005 um 18:05

    BlogDay Post

    Heute ist Blogday. Bis vor ein paar Minuten habe ich zwar noch nichts davon gewusst, aber ich mache nun trotzdem mit.

    Was ist BlogDay?
    BlogDay wurde in dem Glauben ins Leben gerufen, dass Blogger einen speziellen Tag haben sollten. Dieser Tag ist d…

  10. Shaggy am 31. August 2005 um 20:33

    @mk: Bitte, gern geschehen. Das war einfach mal mein erster Eindruck von diesem sonst wirklich guten und interessanten Blog. Bitte: Wenn man schon Link ist, dann sollte man hirnverbranntes von Links von gutem von Links unterscheiden können.

    überigens: ein paar mal wiederholen sich die Greenpeace’s
    z.B.: 21.5% Eigen- und Desinteresse = 13% Gier

  11. mk am 1. September 2005 um 10:30

    Leider ist techcentralstation von Exxon gesponsort und gehört zur gleichen Suppe wie die neoliberalen Think-Tanks welche unter dem Deckmäntelchen von Wissenschaftlichkeit die Lügen der Erdöllobby weiterverbreiten…

  12. bungled irregularities am 1. September 2005 um 18:52

    Echtes Schweizer Hochwasser

    Liebe Greenpeace-Leute,

    kann ich das “Echte Schweizer Hochwasser” [1] bei Ihnen bestellen? Ich
    hätte grosses Interesse an einer Harasse dieser exquisiten Flüssigkeit;
    oder gibt es sie nur in grösseren Mengen? (kubikkilometerw…

  13. sense am 1. September 2005 um 19:30

    lieber mk, ich weiss leider nicht genau was man so alles fälschen kann beim hurrican zählen, aber du hast sicher recht!
    die hurricans sind viel mehr und viiiieeel schlimmer geworden!!!!+11111

  14. AlphaPapaGolf am 2. September 2005 um 09:32

    Vor zweihundert Jahren wehte ein Hurrican nur ein paar Indianerzelte um. Niemand in Europe erfuhr je davon.
    Vor hundert Jahren blies der Hurrican Holzhütten in die Weite. Eventuell gabs eine Telexmeldung nach Europa.
    Heute werden Sportstadien, Oelplettformen, Hochspannungsleitungen und Brücken verweht.
    Alles kann via Webcam beocbachtet werden (bis auch die aussteigt).
    Unsere High-tech Zivilisation erleidet mehr Schaden als die Agrar-Indianer vor zweihundert Jahren. Packen wir’s an – und bauen Dämme anstatt wie eine kleines Kind auf den Magier zu schauen, der ein Kaninchen aus dem Hut zaubert.
    Die Greenpiss Weltanschaung erinnert fatal an die Hexenjäger und Mentalität des vergangenen Mittelalter. Grünpiss glaubt immer noch, wir könnten und wollten mit dem rostigen Velo in die Steinzeit zurück…..wir wollen definitiv nicht.

  15. Ruthenium am 2. September 2005 um 09:42

    @APG

    Nein, sicher nicht. Wir wollen auf alles scheissen, wollen der Wirtschaft zuliebe unsere Flüsse verdrecken (wies einmal war, bevor Umweltbewusstsein aufkam), wollen Wälder roden, Strassen bauen, Krebs und Allergien bekommen und unseren unfruchtbar gewordenen Kindern dann die Lüge auftischen, wir hättens nicht gewusst. That’s the spirit!

  16. Shaggy am 2. September 2005 um 10:13

    @Ruthenium:

    Wollen wir das wirklich? Hat nicht jede Generation seinen Teil zur Umweltverschmutzung beigetragen? Und auch die Greenpeace-Weltanschaung nützt jetzt nichts mehrs. Man muss versuchen die Probleme anzupacken und nicht von einer Traumwelt reden.

  17. Ruthenium am 2. September 2005 um 10:22

    @Shaggy

    Ja eben! Und was soll man Ihrer Meinung nach tun? Gar nichts? Wie soll man denn die Probleme anpacken? Soll der Staat das tun? Dann heissts wieder von SVP-Seite: “Der Staat greift in alles ein, wie in kommunistischen Regimes!” Oder dann doch lieber NGO’s? Da wären wir beim Status Quo. Und glauben Sie ja nicht, dass die Wirtschaft selber die Umweltaspekte reguliert, das geschieht ganz und gar nicht. Wir können froh sein haben wir bereits heute ein gut funktionierendes, gesetzlich verankertes Umweltreglement besitzen, sonst würde es im Sinne der frühindustriellen Umweltverschmutzung weitergehen, wie wir es heute mit horrenden Folgen in vielen asiatischen Ländern (auch Indien, China) sehen.. bei uns sind die Flüsse nur so sauber, weil darauf geachtet wird. Alles andere gehört in den Bereich “Traumwelt”, wie Sie es nennen.

  18. AlphaPapaGolf am 2. September 2005 um 11:39

    Dien NGO’s sind eine echte Gefahr für die freie Gesellschaft. Ohne jede demokratische Legitimation mischen sich die NGO’s in alle Abläufe ein.
    Mit dramatischen Folgen. Können doch hier in der Schweiz NGO’s mit Hilfe des Verwaltungsbeschwerdeunrechts wichtige und nützliche Bauprojekte killen.
    Diese selbsternannten Gralshüter (erinnern mich an die Revolutionswächter im Iran oder die blutrünstigen Jakobiner während der französischen Revolution) eifern, missionieren und lobbyieren dass es mir graut.
    NGO’s sind die Inquisition des 21. Jahrhunderts.

  19. Sandro am 2. September 2005 um 11:49

    Also ich finde ein Verein mit 140’000 Mitglieder (VCS) ist ziemlich demokratisch… Also ich fühle mich von der VCS Führung gut vertreten. Wenn die Bauherren ihre Baugesuche so eingeben würden, dass diese dem Gesetz entsprechen, gäbe es keinen Grund für Einsprachen/Rekurse und dann bekäme der VCS auch nicht so oft Recht vor Gericht. (~in 60% der Fällen).

    Ist ziemlich Weg vom Thema die Diskussion. Besprecht das Thema VBR doch bitte im Forum.

  20. dany am 2. September 2005 um 12:07

    @ APGolf

    schade um die fundamentale polemik. in einem anderes thread (zur abstimmung) bist du doch bemüht argumente zu nennen, was ich mit interesse las und gerne auch meine meinung dazugeben werde.
    Wenn man die geschichte der NGO’s zurückverfolgt, z.B. ProNatura, so handelt es sich fast immer um idealistisch besetzte Organisationen….Man erinnere sich z.B an greenpeace vor jahrzehnten gegen die walfänger…Die Mitglieder kämpften für eine Sache und nicht fürs eigene Portemonnaie. Wie siehts in den demokratisch gewählten Behörden aus. Parteigelder oder/und Gelder der Wirtschaft portieren viele Köpfe. Nur im Parlament sitzen etwa 50 Vertreter der Pharma. Verwaltungsrathocker, die sich gerne die Taschen füllen. Weiteres Bsp.: Bauspekulanten bringen der Volkswirtschaft kein Geld, wenn Folgekosten externalisiert werden.
    In einem Punkt gebe ich Dir recht: Auch in den NGO’s gibt mittlerweile Fundamentalisten und Wirrköpfe und ich habe mich auch schon geärgert, wenn ganze Forschungs- und Wirtschaftszweige wie z.B. die Gentech und Biotech Anfang der 90er Jahre abwanderten, dafür die im Ausland (USA und neu China) entwickelten Produkte trotzdem in den CH und Europäischen Markt dringen.

  21. Ruthenium am 2. September 2005 um 12:12

    @APG

    Wie erheiternd sind doch immer Ihre poetisch angehauchten Vergleiche und Illustrationen aus der Geschichte! Wobei in diesem Fall, um kohärent zu bleiben, die von Ihnen genannten Beispiele allesamt von Staates wegen ins Leben gerufenen Organisationen sind, mit Ausnahme der spanischen Inquisition, die ihren Anfang im Klerus der machtbesessenen katholischen Kirche des späten 12. Jahrhunderts fand.

    Um bei NGO’s (“Non Governmental Organisations”, nichtstaatliche Organisationen) zu bleiben, erfüllen diese als politisch unabhängige Vereinigungen wichtige Funktionen, indem sie die lobbyistischen und wirtschaftlich beeinflussten Politikern und Regierungen zumindest in öffentliche Diskussionen über kontroverse Themen zwingen.

    Ich gebe Ihnen Recht, dass viele NGO’s oft sehr radikale und wirklichkeitsfremde Ansichten vertreten, manchmal auch mit schädlichen und illegalen Aktivitäten. Dennoch gibt es einige, die sehr wichtige Funktionen wahrnehmen. Als Beispiel Amnesty International oder auch das Internationale Olympische Komitee.

    Ausserdem glaube ich, dass Sie die Macht und den Einfluss der NGO’s überschätzen. Und wenn sie doch in einigen Fällen Einfluss haben und z.B. Bauvorhaben in der Schweiz torpedieren können, dann kann das nicht ganz ohne den demokratischen Volkswillen geschehen.

  22. Shaggy am 2. September 2005 um 14:13

    Frage wer hat wohl in der Schweiz mehr Einfluss:

    Amnesty International oder die SVP?

    Zum Glück gibt es in der Schweiz auch noch Leute die denken und nicht einfach nur dem Leitesel SVP hinterher galoppieren.

    Zurück zur Frage, wie kann man das Anpacken:

    Ein erster Schritt ist doch dieser Klimarappen (wenn er richtig umgesetzt wird).
    Die Schweiz ist nicht das Problem. Unwetterkatastrophen haben wir alle paar Jahre wiedermal. Das Problem ist, dass die ganze Welt was ändern muss. Die Schweiz steuert das Wetter und die Umwelt nicht, wir können aber als Leitfigur auftreten und ein positives Bild in andere Länder senden. Aber solange andere Länder wie die USA, China etc. unökologisch und verschwenderisch mit ihren Resourcen umgehen, haben wir keine Chance.
    Klar ist das keine Ausrede nichts zu tun, jedoch stehen uns nicht alle Türen weit genug offen um die ganze Bevölkerung durchdrücken zu können.

  23. Ruthenium am 2. September 2005 um 14:55

    Sie haben völlig Recht, wenn Sie sagen, dass die ganze Welt was ändern muss. Besonders die USA als eine der führenden Industrienationen sollten mehr Augenmerk auf diese Dinge richten, und die Schweiz an sich kann das Weltklima auch mit viel weiterführenden Massnahmen sicher nicht gross positiv beeinflussen.

    Dennoch, und Sie sprechen das an, kann man Vorbildfunktionen wahrnehmen, man kann mit wirtschaftlichem Druck (Import-/Exportsperren) oder politischen Massnahmen (an Bedingungen geknüpfte Hilfeleistungen bei Entwicklungsländern) ein gewisses Einlenken in eine umweltfreundlichere Politik und Wirtschaft erreichen. Dies klappt sicher nicht bei den USA, aber z.B. kann man durch wirtschaftlichen Druck die Zahl der Hühnerbatterien einschränken, indem man so produziertes Fleisch nicht mehr kauft. Doch dieses “moralische” Argument überzeugt sicher nicht alle hier.

    Was Sie ausser Acht lassen, ist dass es neben dem globalen Klima auch sehr wichtige LOKALE Umwelt- und Klimafaktoren gibt. Werte für Ozon in Bodennähe, Feinstaubgehalt in der Luft, Sauberkeit des Trinkwassers, usw usw sind alles Faktoren, die hauptsächlich vom lokalen, sprich schweizerischen Umweltverhalten abhängen. Man hat also sehr wohl auch direkt etwas davon, umweltfreundliche Politik zu betreiben.

    Im Falle des Hochwassers (um beim Thema zu bleiben) kann man natürlich lokal (Schweiz im Alleingang) sehr wenig machen. Aber ich denke (ohne zynisch sein zu wollen) dass in den USA sicher in sehr naher Zukunft auch wieder Diskussionen über den möglichen Zusammenhang von Treibhausgasen und Klima (mit den bekannten katastrophalen Folgen) zu hören sein werden.

  24. AlphaPapaGolf am 2. September 2005 um 15:13

    Leuenberger und seine Trabanten in der Klimastiftung und der rot-grünen Verhinderungsfraktion legen in Bezug auf den “Klimarappen” genau das etatistisch-elitäre Staatsdenken an den Tag, das z.B. die Rotfront zum Niedergang gebracht hat.
    Wer diesen Gummistiefelritter (Leuenberger) 5 Tage nach der Flutkatastrophe medienwirksam, aber recht tolpatschig in den Wassern herumschlurfen sah müsste lachen, wäre der Hintergedanke des Klimarappens nicht die Zwangsentmobilisierung des Bürgers.
    Wenn das gemeine Fussvolk dereinst mit dem Velo von Zürich nach Bern pedalen wird, werden die Classe Politique unter Führung von Calmy-Rey, Deiss, Leuenberger immer noch in ihren Staatslimousinen, Puma-Helikoptern und Düsenjets von einer Destination zur anderen jagen. Die interessiert es nicht, wieviel Ozon eine Calmy-Rey schädigt, wenn sie, jet-set- gleich, von Palästina in den Kosovo, zurück in die Schweiz, und dann wieder in den Kongo jettet, um überall ihre ungefragten Ratschläge in die Mikrophone der TV- und Radiostationen zu kalauern.
    Wenn Leuenberger, mit Hinweis auf Katrina, diesen Zwangsrappen, der sich bald zu einem Zwangsfranken (Zwangsjacke) entwickeln wird, glaubt, er könne etwas zu einer “Klimabesserung beitragen, dann ist er nicht nur auf dem falschen Dampfer, nein, er watet bis über die Halskrause im Brackwasser daneben her und brabbelt unter wirrer Künstlerfrisur seine doktrinären Theorien in den Wind.
    Zum Glück ist Leuenberge, er würde sonst seine Gaul am Schweif aufzäumen (wie seine politischen Untaten (Staatsvertrag, Schwerverkehrsabgabe, NEAT, etcetc)).
    Aber seine Getreuen brauchen dieses schwankenden Guru – der Staatsbürger nicht. So könnte Leuenberger getrost abtreten, und als Assistent von Gardi Hutter auf Zirkustournee gehen.

  25. dany am 2. September 2005 um 16:41

    Das Beispiel von Ruthenium im Hinblick auf Tierhaltung kann ich nur unterschreiben. Im Abseits der Medienöffentlichkeit spielt sich ein Desaster von Osten her kommend ab, die Vogelgrippe. Nicht nur, dass Zigtausende von Tieren getötet werden, dass viele Wildvögel angesteckt werden (wir stehen gerade vor den grossen Vogelzügen von Eurasien nach Afrika!), darunter auch gefährdete Arten, dass Menschenleben aufs Spiel gesetzt werden und schliesslich dass Präventivfachleute vor einer möglichen Pandemie warnen, sollte sich dieser Virus mit einem Humanvirus “vermischen”.
    Würde man manchmal auch auf die Ökologen, die nicht nur Ökoromantiker sind, hören und diverse Erkenntnisse umsetzen, würden viele Seuchen (Schweinepest, Mund-Klauenseuche, BSE, Vogelgrippe etc.)nicht so schnell um sich greifen. Vom ethischen Aspekt sei nicht gesprochen.
    Allzu gerne kaufen und konsumieren wir Fleisch aus Billigstproduktionsländern und glauben gespart zu haben.
    Später werden die Kosten für Medikamente/Impfstoffe und Forschung (“die sollens ja wieder richten…” auf andere abgewälzt.
    Ähnliche Beispiele liessen sich im Bereich Raumplanung, Tierschutz, Abwasser (in vielen Ländern gibts nur noch Wasser aus der Flasche (was einige Grosskonzerne ja freut) etc. anbringen.
    Kluge Ökonomen, z.B. aus der Uni SG, wissen dass Ökologie bzw. nachhaltige Wirtschaft nicht immer teurer ist. Aber das ist für einige ultrabürgerliche Neoliberale zu kompliziert.
    Wirtschaftliches Wachstum bedeutet nicht Volumenwachstum sondern auch qualitatives Wachstum, sprich Lebensqualität.
    Man vergleiche beispielsweise die Deutsche Schweiz mit der Lombardei, dem italienischen Wirtschaftsmotor. Diese Region bringt aus versch. Gründen Wachstum. Aber die Landschaft ist komplett kaputt. Jedes Wochenende fliehen die Mailänder andere auf vierspurigen Autobahnen in benachbarte Regionen….
    Da liebe ich mir – trotz allem – meine Schweiz, die weniger gesündigt hat.

  26. mike81 am 3. September 2005 um 14:39

    @AlphaPapaGolf: Vielleicht solltest du dich zuerst mal informieren, bevor du solch einen Schmarren vom Stapel lässt.

    Die Autofahrer (mir inklusive) kosten die Allgemeinheit jedes Jahr mehrere Milliarden Franken, die sie nicht aus dem eigenen Sack berappen und da sind Klimafolgekosten nicht mir drin. Da ist die Einführung von einem Klimarappen wohl mehr als gerechtfertigt! Jetzt kommst du bestimmt und sagst, dass es eine Klimaerwärmung gar nicht gibt oder dass ein paar Grad Celsius mehr nicht so schlimm sind. Ich kann dir sagen, dass wenn wir so weitermachen wie bisher eine Klimaerwärmung in der Grössenordnung einer Eiszeit erleben. Nur geschieht dies in die andere Richtung und statt in 10000 Jahren wird dies in 100 Jahren Realität. Dass das nicht gut kommen kann, sollte sogar jemand mit deinem Bildungsniveau kapieren!

    Offenbar hast du nicht nur von Klimatologie keine Ahnung, sondern auch von Ökonomie. Klimaschutz ist längerfristig wirtschaftfreundlich. Das hat ja Katrina gerade eindrücklich gezeigt wie anfällig der Öl- und Benzinpreis ist! Öl und Benzin werden rasch teuerer werden und wer auf erneuerbare Energien gesetzt hat (die Schweiz hat die Entwicklung leider verschlafen dank ignoranten Idioten wie dir) wird zukünftig der Gewinner sein.

    Übringens ist gerade der Raubbau an der Natur und die Sparpolitik der US-Regierung New Orleans zum Verhängnis geworden. Die Schäden belaufen sich nach neusten Schätzungen auf über 100 Milliarden Franken. Ausserdem nimmt die Intensität der Hurrikans auf dem Golf von Mexiko wegen der Klimaerwärmung zu. Dieses Jahr war das Meer über ein °C zu warm, was in den Tropen sehr viel ist.

  27. vollmi am 6. September 2005 um 16:32

    @mika

    du willst doch nicht behaupten das die klimaerwärumg die wir zur zeit erleben die Erde das erste mal heimsucht seit sie Leben beherbergt oder?

    Klimaschwankungen von Eiszeit bis Heiszeit gab es schon immer. Ich bin nicht überzeugt davon das der Mensch da viel Einfluss drauf hat.
    Warum haben denn die Gletscher schon vor Tausenden von Jahren angefangen zu schmelzen? Da hatten die Menschen noch garkeine Industrie?

    mfG René

  28. mike81 am 10. September 2005 um 14:21

    @vollmi:

    Klimaschwankungen gab es schon immer, da hast du recht. Vor 2500 Jahren war es z. B. wärmer als heute. Diese Klimaschwankungen zeigen, dass das Klimasystem anfällig auf kleine Störungen ist. Deswegen können grössere Eingriffe in dieses empfindliche System gravierende Folgen haben.

    Alle seriösen Klimawissenschaftler sind der Meinung, dass die globale Erwärmung wie wir sie heute erleben zum grössten Teil durch den Menschen verursacht wird. Die Wahrscheinlichkeit für einen Hitzesommer wie 2003 hat seit 1960 um das 20-fache zugenommen! Die volkswirtschaftlichen Schäden gingen in die Milliarden. Bis 2080 wird die Wahrscheinlichkeit um das 5000-fache zunehmen! Ein durchschnittlicher Sommer wird dann etwa so warm wie der Sommer 2003 ausfallen. Wir haben dann im Sommer Verhältnisse wie in Süditalien oder Spanien bei uns. Dürren, Waldbrände und riesige Volkswirtschaftliche Schäden werden die Folge sein. Gleichzeitig nimmt die Wahrscheinlichkeit für Überschwemmung zu, da sich das Mittelmeer noch weiter erwärmt und viel mehr Wasser verdunsten kann. Die Hochwasserereignisse werden unsere Vorstellungskraft übertreffen und das sage ich als Klimatologe von der ETH.

  29. AlphaPapaGolf am 10. September 2005 um 15:57

    Sollten ein oder zwei Vulkane ausbrechen (Kategorie Mount St. Helens, Krakatau) wird es arschkalt auf Erden (Staub in der Atmosphäre).
    Sollte sich die Rotationsachse um ein ganz kleines bisschen verschieben….wer weiss was passiert.
    Heute gibt es mehr Grüne als 1960, folglich hängt die Klimaerwärmung mit der Anzahl der Grünen zusammen, schaffen wir diese ab, wird es wieder kühler.
    Das war mein Wort zum Sonntag für euch.

  30. mike81 am 29. September 2005 um 17:15

    @APG: Vulkanausbrüche können die Erwärmung kurzfristig abbremsen, aber nicht verhindern. Mount St. Helens hatte z. B. keinen signifikanten Einfluss auf das Klima.

    Der scheinbare Zusammenhang zwischen mehr Grünen und höheren Temperaturen nennt man Scheinkorrelation. Es gibt Scheinkorrelationen, die nicht so leicht zu entlarven sind wie diese, aber lassen wir dieses Thema. Die Klimaerwärmung findet statt und ist zum grössten Teil menschgemacht. Das ist ein Fakt. Ausserdem deutet alles daraufhin, dass die Auswirkungen bisher unterschätzt wurden z. B. im IPCC-Report. Die volkswirtschaftlichen Schäden könnten nach Aussage des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ab 2050 die Grössenordnung von mehreren Billionen (1’000’000’000’000) Euro pro Jahr erreichen! Das sind mehrere Prozent des heutigen weltweiten Bruttoinlandprodukts! Allein in der Schweiz könnten die Schäden dann 10 bis 20 Mrd. Franken/Jahr betragen.

  31. Georg Meier am 30. September 2005 um 18:25

    APG: Dass Smog ein reales Phänomen ist, ist bewiesen (Sommersmog: 80% der Stickoxide und 50% des Kohlenwasserstoffes stammen aus dem Verkehr). Der Zusammenhang von saurem Regen und Schadstoffausstoss ist wissenschaftlich bewiesen. Wenn du im Chemie-Unterricht aufgepasst hättest, wärst du weniger ignorant. Auch der Treibhauseffekt ist ein eindeutig reales Phänomen. Nur lässt sich dieser wegen der thermischen Tägheit nicht so einfach stoppen.
    Gefordert ist nicht ein zurück zu Natur, sondern forwärts zu gesunden Technologien.
    Aufklärung ist auch heute essentiell, nicht nur für Pubertierende, sondern auch für Leute wie APG.

  32. AlphaPapaGolf am 1. Oktober 2005 um 12:21

    Schorsch….mein nächstes Auto wird ein Lexus Hybrid sein….
    …übrigens, was hälst du von den motorisierten Strassenwischern, die jetzt dann im Herbst mit viel Getöse (und stinkiger Abluft) die gefallenen Blätter von einer Ecke in die andere pusten..?? eben!

  33. AlphaPapaGolf am 1. Oktober 2005 um 12:29

    ..dafür habe ich in Meteorologie gut aufgepasst und weiss daher, dass der Dreck im Tessin von Süden her angeblasen wird…da kann man noch so lange Fahrverbote zwischen Giubiasco und Lugano einführen….die alten Fiats und industriellen Dreckschleudern aus der Lombardei versiechen trotdem alles…
    Smog ist für das angesprochene Phänomen der falsche Ausdruck. Denn Smog ist die Wortzusammensetzung zwischen Smoke=Rauch und FOG=Nebel. Der Ausdruck entstand in Zeitalter der frühen Industrialisation in England (+auch Ruhrgebiet) wo sich die feuchten Nebelschwaden inniglich mit den ungefilterten Staubpartikeln aus den Hochkaminen verbanden.

  34. Pete am 1. Oktober 2005 um 15:03

    @APG
    So ein Lexus-Hybrid ist sicherlich ein tolles Spielzeug. Aber nicht besonders Umweltfreundlich.
    Mehr eine Scheininnovation; 270 PS und immerhin 3.3 Liter Hubraum ergeben einen Verbrauch von über 8 Liter!
    Aber sorry, das ist jetzt nicht grade wenig.
    Selbst mein 65er Mercedes schluckt nicht mehr wie 8 Liter Sprit.
    Wenn Du über die alten Fiats schimpfst, dann bedenke bitte, dass die kaum mehr als 8 Liter schlucken.

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