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Schuluniformen in Basel – Fluch oder Segen?

Die Diskussion entbrannte, als klar wurde, dass unter Schülerinnen und Schüler eine Art Wettrüsten um die “beste” und damit teuerste Kleidung begann. An einigen Schulen kann man von einem exzessiven Markenkult sprechen, der nicht nur Auswirkungen auf die soziale Integration auf dem Pausenplatz hat, sondern auch die Identitätsfindung Adoleszenter erheblich beeinträchtigen kann; eine Ich-Definition durch die Marke. Hinzu kommt der finanzielle Aspekt. Wenn eine 14 jährige im Monat über 600 Franken für Kleider ausgibt stört das nicht nur ihr Verständnis für den effektiven Wert gewisser Dinge, nein, es übt einen konsequenten Druck auf Mitschüler und vorallem auf deren Eltern aus. Die Mehrheit der Eltern können sich keine 600 Franken Monatsbudget für die Kleidervorlieben ihres Kükens leisten und geraten ungewollt in eine schlechte Position gegenüber ihren Kindern, weil sie die Wünsche deren nicht decken können, wie es eben andere tun, was wiederum Familieninterne Konflikte auslösen kann.

Schuluniformen wurden als Lösung dieses Problems auch schon hier auf Ignoranz.ch diskutiert. Vermag eine Schuluniform all die oben angesprochen Probleme zu lösen oder verlagert sich die Statussymbol-Neurose der Kids auf andere Gegenstände oder Lebensbereiche? Für diese Frage kann man in der jetzigen Situation keine eindeutige Annahme treffen, doch für einige Teilbereiche sind Schuluniformen sicher ein Lösungsansatz.

Die Zeiten karierter Röcken und Einheitshemden, Hosen und Krawatten für die Jungs sind längst vorbei, obschon mir beim Schreiben dieses klassische Bild im Kopf herumgeistert.

Die Basler machen’s vor. In einem Pilotprojekt der Sekundarschule WBS Leonhard tragen die Schülerinnen und Schüler zweier Klassen die neu entworfenen Uniformen. Die bisherigen Reaktionen waren unterschiedlich, die Jungs fanden diese Mehrheitlich “cool”, während die Mädels, die sich gewohnt waren engste Tops und kürzeste Röcke zu tragen, ziemlich enttäuscht gaben. Natürlich kann eine so schlagartige Änderung im Leben einer 14 Jährigen eine vorübergehende Identitätskrise auslösen.

Ist die Uniform nun gut oder schlecht?
Es gibt genug Argumente pro, ebensoviele contra, doch mit dem Entwurf der Schulbekleidung aus Basel muss man eingestehen, dass die Kleider wohl eine Linie haben und in einer bestimmten Form einheitlich sind, und doch machen diese einen sehr trendbewussten Eindruck. Genau das ist der Punkt, an dem angeknüpft werden muss, es soll ja keine Unterbindung der Individualität darstellen, sondern eine Art Schutz sozial benachteiligter sein. Die bis zum Exzess uniformierte Hitlerjugend steht für die Gleichschaltung der Bevölkerung, das Basler Experiment zeigt jetzt schon, dass mit den trendy und untereinander kombinierbaren Schulklamotten der richtige Ansatz gewählt wurde. Deshalb sagen wir Schuluniform olee, gebt den Kids die Möglichkeit zurück, sich wieder durch ihre Persönlichkeit zu profilieren!

Dieser Artikel wurde von pipo am Mittwoch, 18. Oktober 2006 in der Rubrik Gesellschaft und zu den Stichwörtern , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

33 Kommentare zum Artikel “Schuluniformen in Basel – Fluch oder Segen?”

  1. Beat am 18. Oktober 2006 um 21:52

    Ich finde die Idee nicht mal so doof.

    Dann gibts nicht Leute die halb-nackt oder total verhüllt in die Schule kommen ;)

  2. Aelpler am 18. Oktober 2006 um 23:10

    Marken und Brands wurden ursprünglich
    den Kühen auf den Arsch gebrannt damit sie
    wenn sie verloren gehen dem rechtmässigen
    Besitzer zugeordnet werden können.

    Schuluniformen kosten auch Geld und müssen
    Gewaschen werden d.h. die Armen bezahlen wieder
    die Zeche!

  3. Moni am 19. Oktober 2006 um 07:48

    @Aelpler

    Kleider müssen grundsätzlich gewaschen werden, ob das jetzt Dolce & Gabbana Stücke sind oder Schuluniformen. Das macht doch da keinen Unterschied. Und gratis gibts halt nix. Nur fällt was die Kleider betrifft mal der Druck. Bei uns in CH liegt der Druck aber nicht nur bei Kleidern sondern auch bei Handys, Ipods und was die Kinder und Jugendliche heute noch alles haben müssen, um lebensfähig zu sein… Das Problem ist dann immer noch nicht gelöst.

    Das grundsätzliche Kleiderproblem in Bezug auf extrem bauchfreie und extrem kurze Röcke ist damit zumindest gelöst. Und auch die Jungs haben keine Hosen mehr, welche sie in den Knien tragen weils cool ist.

  4. pipo am 19. Oktober 2006 um 09:08

    @Aelpler. Die neue Kleidung kostet, sehr richtig, jedoch müssen die Eltern für insgesamt 14 Teile einen Anteil von Fr. 100.- bezahlen, und wohlgemerkt für qualitativ ausgezeichnete Klamotten. Für 100.- kriegst du noch nicht mal nen Reissverschluss einer Dior-, Hèrmes- oder Dolce-Tasche. =)

  5. gion am 19. Oktober 2006 um 11:51

    Die Schule ist kein Catwalk.

    Die Basler Lösung ist gar nicht schlecht, weil sich jeder Schüler/jede Schülerin aus den Teilen in einem bestimmten Rahmen dennoch individuell kleiden kann.

    Im Militär herrscht auch Einheitskleidung und niemand regt sich dort darüber auf.

  6. cailler am 19. Oktober 2006 um 13:37

    Es ist ein völliger Trugschluss zu glauben, dass ein paar Kleidungsstücke die sozialen Probleme in der Schule lösen würden.
    Anstatt die ewige Gleichmacherei zu fördern und den Schülern einzutrichtern, dass alle genau gleich auszusehen haben und wenn möglich auch noch das gleiche zu denken haben, sollte man lieber den Kindern Respekt vor dem Andern und seiner Andersartigkeit lernen.
    Da ist nämlich genau die Ursache von Diskrimineriungen und anderen sozialen Problemen.
    Es gibt tausend Gründe, warum Kinder
    ausgegrenzt werden können, sei es dass jemand zu dick ist, zu gross, zu klein, rote Haare hat, lispelt usw.
    Da würde es auch gar nichts ändern, wenn alle die gleichen Kleider tragen würden.
    Kindern finden immer einen Weg zur Gemeinheit, wenn man ihnen nicht gelehrt hat, dass individuelle Ausprägungen nicht negativ sind.
    Markenkleider sind nur EINE Möglichkeit warum jemand ausgegrenzt werden kann.

    Die Usache aller Diskriminierungen, aus welchen Gründen auch immer, liegen immer in dem Gedanken, dass es eine “normale Mehrheit” gibt und auf der anderen Seite Leute, die von der Norm abweichen.
    Durch Schuluniformen wird diese Gleichmacherei in den Köpfen der Schülern nur noch bestätigt, ja gar verbildlicht.

    Es ist doch absurd zu glauben, dass die Schüler friedlicher und freundlicher werden, wenn man ihnen einfach ein Kostüm überstülpt.

    Vielmerhr bekämpfen Respekt und Toleranz die Ursachen aller Ausgrenzungen an der Schule.

  7. gion am 19. Oktober 2006 um 14:05

    @ cailler
    Niemand hat behauptet, dass einheitliche Schulkleidung die sozialen Probleme lösen würde und gar dazu führte, dass die Kinder sich gegenseitig akzeptierten.

    Aber es unterbindet wenigstens das “Kleidungs-Wettrüsten” in der Schule. Ich bin mir sicher, dass der Focus in der Schule mehr auf die Inhalte gelenkt wird. Und damit wäre schon viel erreicht.

  8. Moni am 19. Oktober 2006 um 15:30

    @cailler

    Was in den Köpfen vorgeht, wird sich logischerweise nicht ändern durch Schuluniformen. Hast Du eine Ahnung wie stark Kinder heute darunter leiden, wenn sie z.B. keine teure Markenjeans vorweisen können sondern nur ein günstiges No-Name-Produkt, das wohl nicht zwingend schlechterer Qualität sein muss. Kinder werden leider deswegen allein schon ausgegrenzt weil sie nicht mithalten können. In vielen Ländern haben sie ganz andere Uniformen. DIE anzuzuiehen würde man hier bei uns niemals durchbringen. Wenn ich die verhältnismässig grosse Auswahl sehe, die es bei dieser Uniform gibt dann heben sie sich immer noch massiv von denen in NZ, AUS etc. ab. Dort müssen junge Mädchen richtiggehend mit Altweiberröcken rumlaufen.

    In Indien gibt es ein Projekt, wo Kinder von mittellosen Prostituierten auf die gleiche Schule wie andere gehen, die den Unterricht bezahlen können. Die Kinder wissen nicht, wer unter ihnen mittellos ist und wer nicht und ansehen tut man ihnen es dank den Uniformen auch nicht. So gibt es diese Ausgrenzungen nicht. Klar, dort gibt es das Problem mit den anderen Sachen wie Handy etc. noch nicht, daher läufts dort auch einfacher.

  9. pipo am 19. Oktober 2006 um 15:53

    @moni

    Habe dieselbe Doku gesehen mit den Kindern der Prostituierten in Indien. Haarsträubende Szenarien. Das Schulprojekt aber zeigt, dass diese Methode der Schuluniform ein funktionierendes Prinzip ist. Ausserdem, so gross wie in Indien ist das soziale Gefälle an Schweizer Schulen nicht. Also sehe ich nicht, warum das nicht auch in der Schweiz greifen soll.

    Parallel hierzu kann ich aus eigener Erfahrung berichten: Die RS. Als ankommender Rekrut bist du einer von 300. Ab dem ersten Tag trägt jeder dieselbe Kleidung. Man lernt die Menschen einfach anders kennen, optische Vorurteile gibt es nicht.

  10. Nebenkläger_II am 19. Oktober 2006 um 19:16

    Den Kinderschändern des antirassistischen Gutmenschentums käme eine landesweite Einführung von Schuluniformen absolut ungelegen, weil damit ihre infamen Attacken gegen Leib und Leben der Schweizer Jugend total ins leere laufen würden.

  11. pipo am 19. Oktober 2006 um 20:01

    also nebenkläger… komm mal wieder runter von deinem Trip! In deinem comment is null Inhalt. Das was steht könnte für den “Unsatz des Jahres” Kandidieren.

    ich glaube ich habe selten eine Formulierung wie “Den Kinderschändern des antirassistischen Gutmenschentums” gelesen. Hihi.

  12. Aelpler am 19. Oktober 2006 um 22:09

    @ moni

    Also ich brauch halt mein Geld auch noch für Lebensmittel,Pizza Salami und so!

  13. gumbyman am 20. Oktober 2006 um 02:17

    Also den rassistischen Schlechtmenschen, welche heimlich pädosexuell sind, käme die Schuluniform gelegen weil sie darin die Negerli leichter von den Guten unterscheiden können und nicht aus Versehen die Falschen totschlagen – hab’ ich das richtig verstanden Nebenkläger?

  14. Moni am 20. Oktober 2006 um 08:22

    @Aelpler

    Aha, und was willst Du damit sagen? Dass es die Familien günstiger kommt, teure Markenkleider zu kaufen damit ihre Kinder nicht gehänselt werden oder einen Beitrag an die Schuluniform zu leisten, die dann wahrscheinlich günstiger kommt? Vielleicht kann sich dann eine Familie etwas gesündere Lebensmittel leisten als Pizza, Salami…

  15. Aelpler am 20. Oktober 2006 um 09:44

    @ moni

    Es wird niemand wegen Dolce & Co gehänselt,
    Aber so ein Louis Vuitton Etui für den Fülli
    von Yves Saint Laurent und den Bleistift
    von Caran d`ache müssten schon standart sein
    in der Unterstufe.

    Am Eingang der Schule steht der Markenartikel-
    kontrolleur und gewährt konformen Schülern
    einlass.

  16. Chevy am 20. Oktober 2006 um 11:01

    @ Moni

    was ist an Pizza und Salami auszusetzen?
    Wenn man nicht gerade eine billige Fertigpizza isst oder so eine Fettwurst die als Salami verkauft wird konsumiert ist das nicht ungesund.
    Ich glaube Du hast die Gourmesse verpasst, hättst dort deine Vorurteile abbauen können, dort gab es alles was man benötigt um eine richtig gute Pizza zu machen.

  17. Moni am 20. Oktober 2006 um 12:27

    @Chevy

    Nichts, ausser dass es vielleicht nicht wirklich gesund ist, v.a. die Salami nicht (Salami hat einfach viel schlechtes Fett drin, egal wie mans dreht und wendet…). Bei der Pizza kommts noch draufan, was drin und drauf ist. Das Problem vieler ist doch gerade die Fertigpizza – welche sicher nicht günstiger kommt als wenn man eine selber macht, v.a. wenn es für eine Familie ist, die nicht viel hat.

    Ich weiss schon, wie man eine Pizza auch gesund machen kann – mache ich ja auch, alles andere kommt nicht in meine Wohnung.

  18. Nebenkläger_II am 21. Oktober 2006 um 18:31

    @ pipo

    Was soll daran komisch sein? Wie begründen denn die Gegner von Schuluniformen ihre Einstellung?! So gesehen halten die vermeintlich Multikulturellen rein gar nichts von einer friedlichen Atmosphäre in Schweizer Schulhöfen. Widerlegt mich doch…

  19. FEW things am 23. Oktober 2006 um 12:25

    Dienstag, 24. Oktober 2006, 22.20 Uhr, SF 1

    «Club» Schuluniformen – mehr Disziplin?

    ·Welches sind die Ursachen für diese Schwierigkeiten? Welche Rolle spielen Eltern, Lehrer, Kinder?
    ·Können Schuluniformen, wie sie in Basel zur Zeit getestet werden, zu mehr Disziplin und Ordnung beitragen?
    ·Wer erzieht die Kinder? Wozu ist die Schule da? Muss sie die Versäumnisse der Gesellschaft ausbaden?
    ·Ist Schluss mit Kuschelpädagogik? Braucht es mehr Leistungsdruck und Sanktionenen in Schweizer Klassenzimmern?

    Unter der Leitung von Christine Maier diskutieren unter anderen:
    ·Beat W. Zemp, Zentralpräsident des Dachverbandes Schweizer Lehrerinnen und Lehrer LCH,
    ·Frank Baumann, Familienvater, Dozent, TV-Moderator,
    ·Susanna Steiner, Sozialarbeiterin, Paar- und Familientherapeutin,
    ·Verena Soldati, Lehrerin, Initiantin der Schuluniformen in Basel,
    ·Schülerin der Basler Weiterbildungsschule WBS Leonhard, trägt die neue Schulkleidung.

  20. Aelpler am 23. Oktober 2006 um 13:16

    @ Alle Kinder

    Das sind alles Billige Artikel T.Shirts und
    so mit Aufdruck der Marke. Made in China!!

    Es kommt ja niemand im Cocktailkleid oder
    im Anzug mit Kravatte in die Schule oder?

  21. McSpeechless am 23. Oktober 2006 um 15:00

    Was soll das bringen? Ob sich die Zahl der Ausgegrenzten und Mobbingopfer dadurch sinkt, ist höchst fraglich. Aber auf einen Versuch kommts an.

  22. Nebenkläger_II am 23. Oktober 2006 um 15:18

    Was das bringen soll? Zum Beispiel Teamgeist, Einigkeit und Gleichheit – Eigenschaften, auf welche unsere verleumderischen Multikulturellen angeblich so grosse Stücke halten.

  23. FEW things am 23. Oktober 2006 um 15:30

    Die Diskussion um Schuluniformen passt zur weitverbreiteten darwinistischen Gesinnung (um nicht zu sagen sozialdarwinistischen Gesinnung) in unserer Gesellschaft. Uniformierung führt immer auch (nicht nur gegen Aussen) zu zu einer Anpassung an aufgezwungene Normen und “erzieht damit zu langweiligen, aber angepassten kümmerlichen Menschen. Das ist das Allerletzte, was wir brauchen können. Der Anspruch nach Uniformierung (das gilt auch für Berufe) kommt immer von Obrigkeiten, die auf Grund ihrer nicht legitimen Machtansprüche den Versuch wagen, Menschen wenigstens durch ihre vorgegebenen langweiligen und kleinkarierten Normen disziplinieren zu wollen.

    FEW things

  24. Rico am 23. Oktober 2006 um 17:52

    Wenn alle in Nike-Leibchen, Adidas-, Reebok- etc. Turnschuhen rumlaufen, dann ist das auch eine Art Uniform.
    Nur wer uniform daherkommt, sich gleich anzieht wie alle Andern, gehört dazu. Wer sich anders anzieht, aus finanziellen Gründen z.B., wird ausgegrenzt.
    In diesem Sinne ist der Versuch mit den Schuluniformen zu begrüssen.

  25. Grimsdottir am 23. Oktober 2006 um 19:18

    Montag Abend 19:18. Few Things deutet erneut auf Sozialdarwinismus.

  26. FEW things am 23. Oktober 2006 um 20:53

    @ Rico

    Eben gerade deshalb nicht. Es ist ein Unterschied, ob jemand freiwillig die eine oder andere Markenklamotte kauft und anzieht, oder gezwungen wird, eine Schuluniform anziehen. Der Vergleich würde passen, wenn du sagen würdest: Im Militär tragen Schweizer auch alle das Gleiche Tenue, also können sie das doch auch privat tun. Und das wäre dann mit Sicherheit für niemanden mehr ein Argument für Uniformen…

    FEW things

  27. FEW things am 23. Oktober 2006 um 20:54

    @ Grimsdottir

    Was nur willst du uns mit deiner Notiz sagen? Hast keine eigene Meinung?

    FEW things

  28. Grimsdottir am 23. Oktober 2006 um 21:10

    Doch doch. Aber wie schon ein paar mal bemerkt, täte es dem allgemeinen Diskussionsfluss wohl besser, wenn von dir nicht immer gleich jede Meinung rechter der CVP als sozialdarwinistisch abgespempelt werden würde.
    Mit den Schuluniformen tue ich mich tatsächlich schwer, da eine vernünftige Meinung zu bilden, scheint mir schwerer als gehabt. In unserer Klasse haben wir nun vorläufig beschlossen, ein einheitliches Klassenoutfit im Stile von H&M konformen Klamotten zu besorgen. Zwar mehr als Gag, aber irgendwie hat es Stil und dann ist wenigstens die Frage der Klassenzugehörigkeit (4. Klässler im Gymnasium) gelöst ;-) Wobei anhand dieses Motives sicherlich eine darwinistische Grundhaltung entblöst werden kann.

  29. McSpeechless am 24. Oktober 2006 um 09:26

    @Nebenkläger:

    Und diese Uniformen sollen alle Probleme lösen? Wer daran glaubt ist doch wahrlich naiv.

  30. amogles am 9. Oktober 2008 um 15:49
  31. amogles am 22. Oktober 2008 um 14:43

    Weil ein Schüler eine Uniform trägt wird er in seine Entwicklung und Individualität gehemmt? Das glaube ich ehrlich gesagt nicht.

    Ist es nicht viel schlecter für seine Entwicklung wenn er gemobbt wird weil er secondhand Klamotten hat während seine Klassenkameraden Designerklamotten haben?

    Und wieso wird der Bogen derart überspannt, dass jede uniformierte Gruppe irgendwie etwas mit der Hitlerjugend zu tun haben soll? Schaut doch bitte mal wer sonst alles auch noch eine Uniform trägt. Die Feuerwehr trägt eine Uniform. Krankenschwester tragen eine Art Uniform. Sogar die Antifas haben sich eine Art Uniform zugelegt – freiwillig wohl bemerkt. Daran scheint sich auch niemand zu stören, oder darin faschistisch-autoritäre Züge erkennen zu wollen.

  32. ncl am 27. August 2009 um 16:47

    Ich finds hier ja echt lustig.
    Die einen sind Erwachsene die ihre eigene Kindheit kaum noch kennen
    und die anderen reden über Pizza mit Salami und ein bissl Kinderschänderei.
    Ich persöhnlich denke, dass mein Eindruck als Schüler wohl zu den wohl realistischsten gehören sollte.
    Meiner Erfahrung nach wird jemand kaum an der Kleidung aus gemacht, natürlich zieht man ihn hin und wieder damit auf, dennoch bleibt der Charakter der wohl wichtigste Punkt, ob jmd.von einem gemobbt wird oder man sich mit ihm anfreundet.
    Wenn man die Klamotten vereinheitlicht, dann werden sich die Schüler, wie schon gesagt, mehr auf andere Dinge die man mit Geld erwerben kann richten, dadurch wird das eigentlich Problem kaum gelöst werden.

  33. Farang am 21. September 2009 um 04:37

    Wir haben Schuluniformen vom Kindergarten bis in die Hochschule. Es ist vernünftig, dass alle ordentlich und sauber in die Schule kommen. Es gibt sehr schöne Uniformen. Die Ausrede, „sie sind zu teuer“ gilt nicht private Kleider kosten auch.
    Schmuck, Uhren und Mobiltelefone sollten ausserhalb des Klassenzimmers eingeschlossen werden. Diese dinge haben in der Schule nichts zu suchen.
    Farang

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