Schadstoffe! Mehr Allergien durch aggressive Pollen
Rund ein viertel der Bevölkerung leidet an allergischen Reaktionen auf Pollen. Anzeichen dafür sind unter anderem Heuschnupfen, Asthma, Neurodermitis etc..
Pollen gab’s schon immer. Stimmt. Doch die Pollen haben sich vermehrt und vorallem verändert. Durch die globale Erwärmung und den vervielfachten Schadstoffausstoss der Industriestaaten vermehrten sich die Pollen und wurden wesentlich aggressiver.
Heute dauert die Blühsaison in Europa zwei Wochen länger als noch vor 30 Jahren und verläuft auch deutlich intensiver.
Wissenschaftler des ZAUM (Zentrum Allergie und Umwelt der TU München) hatten Pollen von verschiedenen Birken untersucht. Die einen stehen an einer vielbefahrenen Strasse, die anderen in freier Natur. Wen wunderts, die stark durch Schadstoffe belastete Birke setzte dreimal mehr Allergene frei als die in der freien Natur wachsende!
Bei diesem Messresultat spielt auch der so oft zitierte Feinstaub eine zentrale Rolle. Dieser beinhaltet zum grössten Teil Dieselrusspartikel. Spezielle Kohlenwasserstoffe binden diese winzige Feinstaubpartikel an die Oberfläche der Pollen. Je mehr Dieselrusspartikel sich auf den Pollen befinden, desto stärker fällt die entzündliche Reaktion aus, die dann effektiv zur Entstehung einer Allergie führt.
Vergleicht man die heutigen Pollen mit jenen von vor 20 Jahren unter dem Mikroskop, sieht man, dass beinahe die ganze Oberfläche einer heutigen Polle mit Feinstaubpartikel überzogen ist! Auf den Aufnahmen von früher sind nur ganz vereinzelte Partikel auszumachen. (Somit wär auch das Argument, “den Feinstaub gabs schon vor 30 Jahren genau so wie heute”,der Feinstaubherunterspieler wissenschaftlich entkräftet.)
All jene, welche die Feinstaubproblematik herunterzuspielen versuchen, sehen, dass nicht nur eine unmittelbare Gefährdung bei der Überschreitung der Grenzwerte stattfindet, sondern auch eine massive nachhallende Schädigung von Kinder, Frauen und Männer durch Ablagerungen, eben zum Beispiel auf Pollen, Tatsache ist!
Weiterführende Links und Quellen:
PureNature
Pharmazeutische Zeitung

So ist es.