SATW: Anreize nützen nichts, Treibstoff muss verteuert werden
Die “Offroader”-Initiative der Jungen Grünen scheint genau zur richtigen Zeit zu kommen. Heute hat die Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) eine neue Studie veröffentlicht. Fazit:
Die Schweiz sollte sich schon heute auf mögliche Versorgungsengpässe im Treibstoffsektor einstellen. [..] Die SATW fordert dezidierte Massnahmen, damit der Treibstoffverbrauch rasch reduziert werden kann. [..] Die bisherigen Erfahrungen zeigen jedoch, dass freiwillige Massnahmen und Anreizsysteme kaum Wirkung zeigen. Das anvisierte Ziel, den Treibstoffverbrauch markant zu reduzieren, lässt sich nur mit griffigen marktwirtschaftlichen Instrumenten, hohen Treibstoffpreisen und strengeren staatlichen Vorschriften erreichen.
Ein erster Schritt in diese Richtung wird mit der Offroader-Initiative demnächst zur Abstimmung kommen. Übermotorisierte Schlitten, die nur aus Prestige und ähnlichen Gründen unsere Luft verdrecken und unnötigerweise das Öl unserer Enkelkinder verheizen sollen aus dem Verkehr gezogen wehrden. So geht das!

Und diese Initiative wird hochkannt verworfen, womit das Thema “ich sage Dir was Du fahren darfst” vom Tisch sein dürfte.
Das Umdenken wird kommen und es wird marktwirtschaftlichen Regeln folgen…
Eine weit sinnvollere Massnahme wäre alle Altbauten auf Minenergie Standard sanieren zu müssen mitsamt der Verpflichtung der Installation von Fotovoltaikanlagen und Solarer Warmwasser Aufbereitung. Dies würde unserer Wirtschaft zu einem beachtlichen Aufschwung verhelfen und viele Arbeitsplätze schaffen.
Bleibt nur noch die Frage offen wo denn die weniger Betuchten wohnen werden!? Denn finanzieren könnten solche Sanierungen nur wenige.
Es können sich ja auch nur wenige eine Wohnung in den Stadtzentren leisten wo Arbeitgeber, Schulen und ein ÖV vorhanden sind, weshalb wir halt so viele böse Autofahrer haben.
“Das Umdenken wird kommen und es wird marktwirtschaftlichen Regeln folgen…”
Das wird es. Allerdings weiss man schon seit Ewigkeiten, dass es nicht endlos Öl unter dem Boden gibt. Hätte man vielleicht schon früher einmal mit “nicht-marktwirtschafftlichen” Methoden (sprich Gesetze) alternative Verkehrskonzepte/Treibstoffe gefördert hätte man das ganze Theater mit dem hohen Ölpreis jetzt nicht.