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Religiöse Diskriminierung in Basel, Kopftuch Initative der SBP

Die ultrarechte Basler “Schweizerische Bürger Partei” hat eine Initiative eingereicht, welche das Ziel hat, Mitarbeiterinnen im öffentlichen Dienst das Tragen von Zitat: “Muslimischen Kopftüchern” zu verbieten. Mann muss sich das mal vorstellen, da will eine Politische Partei in der Schweiz, im Jahre 2004, erwachsenen Frauen vorschreiben, was sie auf ihrem Kopf zu tragen haben. Was kommt als nächstes? Soll etwa Juden das Tragen von religiösen Kopfbedeckung verboten werden? Soll etwa Christen das Tragen von religiösen Symbolen wie Kreuzen verboten werden? Mit solchen ignoranten und destruktiven Initiativen wird nichts als Hass geschürt.

Dieser Artikel wurde von Sandro Feuillet am Mittwoch, 24. November 2004 in der Rubrik Schweiz und zu den Stichwörtern veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

6 Kommentare zum Artikel “Religiöse Diskriminierung in Basel, Kopftuch Initative der SBP”

  1. Matthias am 24. November 2004 um 13:36

    Da stimme ich Dir zu, kompletter Quatsch. Leider hat Frankreich mit dem Kopftuch-Verbot einen Präzedenzfall geschaffen, und diese Situation wollen die rechtslastigen Xenophoben jetzt ausnutzen. Hoffentlich kommen sie damit nicht durch!

    Ganz abgesehen von der unerträglichen Diskriminierung der muslimischen Frauen gäbe es auch noch praktische Probleme zu bedenken: Jedes Märit-Froueli müsste dann ein Schild tragen auf dem steht "Dies ist ein nicht-muslimisches Kopftuch" :-) .

  2. Samy am 8. Februar 2005 um 12:54

    Ja, da habt ihr wohl recht. Wie gerne doch hier aufgewachsene muslimische Frauen ihr Kopftuch tragen…
    Wenn sie es nicht tun, können sie als “Untergebene” ja gar nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden, von Vater oder Mann…
    Fragt mal muslimische Mädchen, wie gerne sie Ihr Kopftuch anhaben. Am besten, wenn Vater oder Mann danebenstehen, damit Ihr auch eine Euch genehme Antwort bekommt…

  3. Sandro am 8. Februar 2005 um 13:09

    [2]Und das Gesetz löst dieses Kulturelle Problem?

    Nachdem wir dieses Problem via Gesetz gelöst haben können wir auch gleich die Kippa der Juden verbieten und die Kreuze der Katholiken und die Turbane der Sikhs etc.?

    Dass erwachsene Frauen nicht tun und lassen können was sie wollen hat wohl nichts mit dem Verbot von Kopftüchern zu tun und sollte anders angegangen werden, als religiöse Symbole per Gesetz zu verbieten. Dazu wäre die Verfassung da…

  4. Simon Meyer am 13. Februar 2005 um 14:30

    Und stellt euch vor, es giebt auch Schweizerfrauen, die über Generationen in der Schweiz leben und deren Urgrosvätern Christen waren und nun zum Koran übergetreten sind. Diese Frauen tragen auch Kopftücher.
    Und überhaupt finde ich es total absurd, dass wir uns über die Kleidung anderen Leute dermassen aufregen. Das zeigt wiedermal wie viele frustrierte Menschen es in der Schweiz hat. Die irgendjemanden brauchen, um auf ihm herumzuhacken. Ich schäme mich für euch. [strong][/strong]

  5. kyri am 21. November 2006 um 22:27

    Zum Kopftuchverbot in Frankreich: Es ist ein Verbot religiöser Symbole (egal welcher Ausprägung) in öffentlichen Schulen. Das Schulsystem säkular zu halten finde ich durchaus einen vertretbaren Ansatz. Ausserhalb der Schulzimmer gibt’s in Frankreich keine staatlichen Kleidervorschriften.

  6. Dr. Desperanto am 21. November 2006 um 22:44

    Wegen Märitfroueli…

    Offenbar geht es der SBP um das “Tragen von Kopftuch *im öffentlichen Dienst*”, das relativiert die Forderung ein bisschen. Die Debatte, ob es wünschenswert ist, dass z.B. Lehrerinnen ein Kopftuch als Zeichen ihrer Religionszugehörigkeit tragen dürfen sollen, hat meines Erachtens schon eine gewisse Berechtigung. Da gäbe es gute Argumente dafür, aber auch einige fundierte Einwände dagegen.

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