Rechtsextremist bleibt in der Schweizer Armee
Das VBS wird den verurteilten Rechtsextremisten (Politik Forum berichtete) definitiv nicht entlassen. Das Weblog offiziere.ch hat vom VBS eine Antwort auf entsprechenden Anfrage erhalten. Daraus geht hervor, dass das VBS in dieser Sache keine Konsequenzen zieht. Das bedeutet, dass sich Rechtsextreme Oberstleutnants keine Sorgen um ihre Position in der Armee machen müssen, wenn Sie sich an einem Angriff auf eine bewilligte Demonstration beteiligen und dafür rechtskräftig verurteilt und bestraft werden. Die guten Absichten des VBS, Rechtsextremisten zu entlassen, waren offenbar bloss leeres Geschwätz.

Es ist echt schwierig vom Militär wegzukommen. Die behalten beinahe jeden.
Die Armee ist politisch neutral. Ich kannte in meiner Dienstzeit genügend Linksextreme, die ihr Zeit in der Armee dafür verschwendeten, gegen die Schweiz und die Armee zu agitieren.
@Sandro:
Es handelt sich bei dem rechtsextremen Offizier nicht um einen Oberstleutnant, sondern um einen Oberleutnant – doch ein kleiner Unterschied, nicht nur in der dicke der Grad-Balken.
Viel blöder als einen “Rechtsextremisten” in der Armee zu behalten (niemend weiss ja genau, was ein “Rechtsextremist” ist), ist es, folgende “neue” Rangeinteilungen in der Schweizer Armee zu schaffen :
“Obergefreiter” und “Hauptfeldwebel”. Diese Ränge existierten schon in der Wehrmacht des 3.Reiches und haben bis heute einen unangenehmen Beigeschmack. Ich könnte es niemanden verübeln, den Dienst in der Schweizer Armee mit einem solchen Rang zu verweigern. Im Gegenteil, jeder muss sich doch verarscht vorkommen, wenn man ihn als Obergefreiter oder Hauptfeldwebel beschimpft. Der untalentierte und dumpfe Schmid, auf dessen Seeländer Mist diese “neuen” Ränge gewachsen sind, hat einml mehr seine Ignoranz (hoppla!) und sein mangelndes Geschichtsbewusstsein bewiesen.
@AlphaPapaGolf:
Erstens heisst der Grad in der Schweiz nicht Hauftfeldwebel sondern Hauptfeldweibel, zweitens gibt es Obergefreiter und Hauptfeldwebel auch in der heutigen Deutschen Bundeswehr (weshalb sollten wir Schweizer ein Problem mit diesen Begriffen haben, wenn nicht mal die Deutschen Probleme damit haben?) und drittens handelt es sich bei dem Offizier um einen rechtsgültig Verurteilten – Dein Einwand, dass “man” nicht genau definieren kann, was ein Rechtsextremist ist, erachte ich hier in diesem Kontaxt als unangebracht.
…und ich erachte es als nicht angebracht Bezeichnungen aus der Wehrmacht zu übernehmen…
…es fehlt ja nur noch der Sturmbannführer…
Sorry, aber ich habe Probleme mit alten Nazibegriffen!!! Der Armee würde es besser anstehen, eine eigenständige Linie zu verfolgen, als Gesinnungsschnüffelei zu betreiben
Alpha Papa Golf, ich wundere mich, dass Sie sich plötzlich über Äusserlichkeiten so aufregen, statt den Kern des Problems anzugehen, nämlich die bedenkliche braune Gesinnung.
Im Übrigen sollte man Rechtsextreme möglichst integrieren, aber sicher nicht in leitende Positionen vorrücken lassen. Statt den rechtextremen Oberleutnant zu entlassen sollte man ihn einfach degradieren.
Geht nicht, die Degradierung ist in der Schweizer Armee unmöglich bzw. nicht vorgesehen. Es gibt nur den Verweis (der faktisch “nur” einen Beförderungsstopp bedeutet) oder den Ausschluss aus der Armee.
Ich finde rechtsextreme Offiziere in unserer Armee allerdings untragbar, zumal wenn ein Gericht die Sache beurteilt hat.
Gruss
X.
@Pete: Schwierig??? Gerade eben kam doch in den Medien, über 40 Prozent der Dienstpflichtigen seien dienstuntauglich… sooo schwierig kann es also nicht sein!
Und was diesen “Rechtsextremisten” betrifft: Ich halte nichts von Einschränkungen der Meinungsfreiheit. Meinungen mögen noch so abstossend sein und mir missfallen, auch sie gilt es zu schützen und in der Kontroverse blosszustellen. Ansonsten stehen bald einmal alle abweichenden Meinungen unter Strafe, und Websites wie Ignoranz.ch werden nicht mehr zu realisieren sein.
@steinberger:
im prinzip hast du recht. es ist zwar moralisch nicht sehr gelungen, aber solange dieser rechtsextreme seine gesinnung nur im privaten auslebt und sich im dienst nicht von andersgesinnten ADA (angehörigen der armee) unterscheidet, sehe ich keinen grund, ihn dienstuntauglich zu erklären.
ich glaube sandro wäre der erste der reklamieren würde, wenn jemand einen job entlassen wird, nur weil er z.b. eine linksextreme gesinnung hat, diese im beruf aber keinen einfluss hat.
@Steinberger & Abraham
Es geht nicht um die Gesinnung des Typen, sondern um eine rechtskräftige Verurteilung wegen Gewalt (erst noch gegen Andersgesinnte). Versteht ihr diesen Unterschied nicht? Wieso verharmlost ihr Neonazigewalt?
ich verharmlose garantiert keine neonazi-gewalt.
aber da er verurteilt wurde, hat er seine gerechte strafe gekriegt.
verurteilt ist verurteilt. sando, bist du der meinung dass dieser mann nun deswegen nie mehr arbeiten darf?
Naja, wenn das VBS gross herumposaunt, seine Reihen von Neonazis säubern zu wollen, dann schon.