Rassistisches Toggenburg – eine SVP Hochburg im Fahrwasser des Hasses
Nachdem im Toggenbrug ein Arzt und seine Ehefrau mit masslos rassistischen Hasstiraden aus der Gegend gejagt wurde, dreht sich die Spirale des Hasses weiter. Priester Josef Kraber erlebt im Religionsunterricht düstere Szenen. Als im Unterricht das Thema Konzentrationslager angeschnitten wurde, meinten Schüler, dass solche Anlagen “auch bei uns viele Probleme lösen” würden. Laut dem St. Galler Tablatt wurde in einer anderen Klasse im Toggenburg ein Lehrer regelrecht fertiggemacht. Grund war eine Abhandlung über den Sklavenhandel. Die Reaktion der Schüler: er solle aufhören mit diesem “Seich”, Schwarze hätten hier nichts zu suchen. Schliesslich skandierte die Klasse unisono: “SVP! Schwarze raus!”. Ein afrikanischer Priester hatte sich darauf anhören müssen, dass alle “Neger” krimminell seien.
Was bittesehr sind das für Zustände?
Wiedereinmal sehen wir, was die SVP mit ihren geschmacklosen Kampagnen schürt und leider auch erreicht: Hass, Fremdenfeindlichkeit und falscher Patriotismus. Das Lied ist ein altes, die Problematik bekannt – und doch macht niemand dieser hellbraunen SVP-Schmutz-Propaganda ein Ende. Es ist erschreckend und mehr als bedenklich, wenn Jugendliche, die selber nicht unbedingt aus rechtsextremen Kreisen kommen, “SVP! Schwarze raus!” skandieren.
Solange die SVP auf solche Wähler und Sympathisanten stolz ist und sich nicht eindeutig und definitiv von der braunen Suppe distanziert, werden wir noch viele weitere solcher tragischen Vorfälle hinnehmen müssen. Ist das im Interesse der Schweiz? Nein, nie und nimmer. Ich jedenfalls möchte nicht, dass in meinem Heimatland Rassismus zum guten Ton gehört.

Billige Polemik:
Wehrt euch doch mit Argumenten gegen die SVP und nicht mit solch billiger Polemik.
Das Langstrassen-Milieu ist SP-Gebiet. Ist jetzt die SP schuld an allen Mordanschlägen, Vergewaltigungen, Erpressungen etc., die es dort gehäuft gibt?
Ich stelle fest dass die SP und SVP immer extremer werden. Am besten wählen wir die konstruktiven und vernünftigen Parteien (FDP, CVP, gemässigte Grüne etc.).
Mit welcher niederschwelligen, rassistischen Kampagne wurde denn die Langstrasse zum SP-Gebiet?
Wie kann man den offensichtlichen Zusammenhnang von SVP-Propaganda und Fremdenfeindlichkeit/Rassismus leugnen? Der Lehrer wollte übrigens Toni Brunner einladen, damit dieser die Vorurteile der Schüler widerlegt. Weisst Du was, Toni Brunner ging nicht! Denn die Fremdenfeindlichkeit bringt der SVP Wähler… Na, gecheckt?
also erdnaanu,
Ich sehe hier die billige Polemik nicht. Das sind doch Tatsachen. Ist es erschreckend oder ist es nicht erschreckend, wenn ganze Generationen in einem Gebiet der Meinung sind, dass alle Schwarze kriminell seien? Ist es nicht erschreckend, dass ein Arzt über Monate systemathisch aus seiner Heimat vertrieben wird, weil er mit einer Ausländerin verheiratet ist? Ist es nicht erschreckend, wenn ein KZ als sinnvolle Massnahme gegen “zuviele Ausländer” in betracht gezogen wird?
Also wenn das billige Polemik ist…
Tatsachen sind das. Und dass die SVP sich ja weigert sich vom braunen Mob zu distanzieren haben wir auch schon in diversen Fällen gesehen. Siehe Rütli etc.
Das ist für mich zwar erschreckend, aber nicht sehr überraschend. Rassismus gärt leider überall (örtlich wie gesellschaftschichtlich) immer noch. Ich habe Sachen in meiner Studienzeit von meinen Mitstudenten gehört … ich sage euch. Genau so schlimm Aussagen an Stammtischen. Der Knaller im negativen Sinn war allerdings eine Diskusiion im WK beim Feldpredigerbesuch zum Thema “Fremdenfeindlichkeit”. Was ich da von der Mehrheit der Leute hören musste … weia.
Ich sehe das Problem vor allem darin, dass die Leute keinen Kontakt mit Ausländer haben. Fragt man nämlich einen Rassisten, ob er ausländische Freunde habe und wie die so sind, heisst’s immer. Doch, doch, der ist ganz nett, aber natürlich eine Ausnahme.
St. Galler Tagblatt vom 08.12.2005:
Toni Brunner steht offenbar hinter diesen extremen Äusserungen… Dafür sollte man ihn verantwortlich machen! Auch wenn er jetzt (auf nationalen Druck hin) zurückkrebst und Fehler eingesteht.
Die Langstrasse ist SP gebiet, dem stimme ich zu.
Am langstrassenfest wird das immer duetlich.
Die Langstrasse ist so ziemlich das Multikulturellste was Zürich zu bieten hat, und das die SVP nicht multikulturell ist wissen wir. Kennt jemand ein besseres beispiel für multikulturelles zusammenleben?
“was der bauer nicht kennt, isst er nicht.” vielleicht liegts ja auch an der topographie im toggenburg. die vielen berge lassen einen weitblick nicht zu. ist schon eigenartig: überall wo’s viele fremde gibt, ist die fremdenfeindlichkeit viel niedriger als in den gebieten wo’s praktisch keine hat. ob das sprichwort wohl stimmt?
“Mit welcher niederschwelligen, rassistischen Kampagne wurde denn die Langstrasse zum SP-Gebiet?”
Mit der bekannten Masche, mit der Politik der Leute, die immer das Gefühl haben, sie kommen zu kurz. (die böse Wirtschaft, der böse Abzocker Vasella, der böse Steuerwettbewerb etc.).
“Ist es nicht erschreckend, dass ein Arzt über Monate systemathisch aus seiner Heimat vertrieben wird, weil er mit einer Ausländerin verheiratet ist?”
Doch, das ist nur erschreckend, diese Machenschaften sind kriminell.
Hier müssen die Täter gefunden werden, es ist zu einfach, zu sagen, die SVP sei schuld.
Allerdings stimme ich völlig zu, dass sich die SVP gegen rechts nicht abgrenzt und so immer mehr zum Sammelbecken von Fremdenfeindlichen wird. Aber mit kriminellen Machenschaften hat diese SVP-Politik (die einfach daneben ist) nichts zu tun.
ich habe den zischtigs club auf sf verfolgt als die ärztefamilie zu gast war….er ist schockierent,dass solche sachen heutzutage noch passieren…
ich denke das hauptproblem ist,dass diese leute völlig isoliert leben und keine ahnung von der aussenwelt haben -geschweige denn schon mal fremde länder besuchten nebst deutschland,österreich und italien…
somit wird die angst vor dem fremden erfolgreich geschürt durch radikale parteien wie die SD und co.
s ist immer bedauernd/peinlich wie solche “bünzlis” keine ahnung haben und den 2.weltkrieg dann auch noch als argument nehmen (mit der judenfrage)…einfach beschämend für die ganze schweiz!
ich möchte mich als svp-wähler klar von diesen aussagen distanzieren und betonen, dass sie nicht unterstützen kann.
ABER: man muss das ganze objektiv betrachten.
und zwar darf man nicht einen schuldigen suchen, rsp. die SVP dafür verantwortlich machen. man muss eher überlegen, wie und warum es überhaupt zu solchen aussagen/meinungen kommen kann.
extremismus wie dieser entsteht immer dann, wenn ein fass am überlaufen ist und es hat (im gegensatz z.b. hooligans an fussballspielen) immer eine ursache.
warum existiert ein hass auf ausländer? wäre dieser auch da, wenn diese nicht krimenell wären und weniger davon hier wären? vermutlich nicht. also darf man diese rechtsextreme nicht einfach verurteilen und sie als allein schuldig machen. natürlich sind sie schuldig und verhalten sich schlecht. aber das problem mit den rechtsextremen kann man NUR lösen, wenn man die URSACHE beheben tut!!!
@Abraham
Also dämlackiger geht’s nimmer. Jetzt sind also die Ausländer am Rassismus schuld? Die Frauen am Sexismus? Die Juden am Antisemitismus? Klar gibt’s kriminelle Ausländer und die werden auch prozentual häufiger kriminell tätig als Schweizer.
Aber wenn du mal wirklich was Gescheites zu Rassismus aus psychologischer Sicht lesen willst, dann empfehle ich dies: http://www.vinnai.de/fremdlink.html
ich habe nicht gesagt dass ausländer schuld am extremismus sind, aber es braucht immer zwei. und vor allem eben ist der extremismus die logische kosequenz von versagter asylpolitik.
pauschaler Hass auf Leute mit anderer Hautfarbe ist nicht ein Streit zwischen zwei Personen, sondern das Problem des Hassers.
Extremismus ist Ausdruck mangelnden Wissens und von mangeldem Denkvermögen.
Ich persönlich bekunde Mühe mit der Akzeptanz andersfarbiger bzw. -artiger in unserer Gesellschaft! Als Akademiker lebte ich beruflich in vielen weltlichen Gesellschaften. Die kulturellen Eigenheiten waren selten direkt gegen meinen persönlichen Willen gerichtet. Aber ich freute mich immer wieder, mich von dem Anpassunsdruck lösen zu können, wenn ich nach Hause kam. Wieso sollen wir uns diesem Multikultiwahn einiger Politiker und Grosskonzerne unterwerfen?
Bezüglich des Themas, finde ich es seltsam, gesellschaftliche Usanz provokativ umzustossen. Noch vor hundert Jahren hätte man den Besagten verbrannt! Ich denke, dass jeder seines Handels gegenüber der Gesellschaft verantwortlich ist und auch die Konsequenzen ziehen muss, wenn seine Handlung gegen das Allgemeinverständnis verstossen.
Rudolf
@georges meier, gebsn und co:
ich will nicht dass ihr mich falsch versteht und denkt, dass ich das verhalten einiger toggenburger schüler akzeptiere und es der versagten asly-politik zuschieben möchte.
natürlich ist es zu verurteilen. ob es aber mangelnde bildung/intelligenz ist, kann ich nicht unterschreiben, aber ich verneine es auch nicht.
ich wollte eigentlich vielmehr sagten: um dieses problem zu lösen, muss primär bei der ursache gehandelt werden, alles andere hilft nichts. denn die gemachten aussagen sind eine tatsache und wiederspiegeln die gefühle der bevölkerung. wenn man als beispiel das geschehene hart bestrafen würde, schränkt man allerhöchstens das handeln rsp. die signale ein, nicht aber das denken! und genau dies ist der falsche weg.
@Abraham
Für eine Diskriminierung braucht es immer zwei, den Diskriminierenden (Täter) und den Diskriminierten (Opfer). Und du willst hier wirklich behaupten, bei einer rassistischen Diskriminierung sei das Opfer auch ein Bisschen schuldig? Bei einer Vergewaltigung ist die Vergewaltigte auch ein bisschen Schuldig, weil Sie ja einen Körper hat, oder was? Waren denn in deinen Augen die Juden auch ein Bisschen schuldig am zweiten Weltkrieg? Bitte denk jeweils vor dem Abschicken eines Kommentares mindestens 10 Sekunden nach. Danke.
Richtig, Herr Abraham, Extremismus hat immer eine Ursache. Die Ursache bei den Schwarzen, Juden oder Homosexuellen zu suchen, indem man sie zu Provokateuren der öffentlichen Ordnung hochstilisiert, ist jedoch ein starkes Stück. Nichts anderes machen aber einige Exponenten der SVP seit Jahren. Im Falle der schweizerischen Unterstützung des Apartheid-Regimes haben auch gewisse Herren aus dieser Partei viel Dreck am Stecken. Es ist Zeit, dass diese zur Rechenschaft gezogen werden.
Aber man muss das ganze objektiv betrachten: Die Ursache von Fremdenhass und Homophobie ist zuallererst einmal bei denjenigen, die hassen, und nicht bei denjenigen, die gehasst werden. Daher behebt man die Ursache am besten, indem man Rechtsextreme in psychologische Behandlung schickt oder besonders renitente Fälle hinter Gittern einsperrt. Denn das Fass läuft in ihren Köpfen über, nicht in der Aussenwelt. Die Statements von Rudolf und abraham sind für mich ein weiterer Beweis dafür, wie nötig unser Land ein Antirassismusgesetz hat und wie nötig harte Strafen für Verstösse dagegen sind.
Natürlich gibt es kriminelle Ausländer, aber es berechtigt null und niemanden, solche Sachverhalte in eine Allquantor-Aussage umzumünzen (“Alle Ausländer sind…”). Das ist der springende Punkt. Das Antirassismusgesetz soll nicht dazu dienen, kriminelle Ausländer in den Schutz zu nehmen, sondern in erster Linie, um Menschen mit bestimmten genetischen Merkmalen vor denjenigen Leuten zu schützen, die diese kontingenten Merkmale mit Totschlagwortargumenten wie Multikulti oder “auf die Gefühle der Bevölkerung Rücksicht nehmen” bekämpfen.
nein thomas, das ist eben genau das falsche. das antirassismus-gesetz bekämpft die wirkung statt die ursache. man kann den leuten das sprechen verbieten, aber nicht das denken. und wenn du gewisse aussagen verbieten lässt, kannst du nicht verhindern, dass es weiterhin gedacht wird. vielleicht entwickelt sich sogar das gegenteil, es entwickelt sich eine unterdrückte wut, die irgendwann explodiert.
ich persönlich habe ohnehin eine etwas differenzierte meinung über das ganze thema.
ich orientiere mich nämlich dem grundsatz, dass menschen unterschiedlichen rassen/kulturen grundsätzlich nicht zusammenpassen und daher auch in ihrer kultur getrennt leben sollen. das gesamte multi-kulti getue funktioniert nämlich nicht, da bin ich überzeugt.
damit meine ich, dass schweizer in der schweiz leben, balkaner in den ländern des ex-jugoslavien, spanier in spanien, afrikaner in ihren ländern etc. das schliesst nicht aus, dass man in anderen ländern zieht, aber immer mit der bedingung, sich anzupassen.
unter diesen umständen wäre gar kein antirassismusgesetz nötig, die ganze diskussion über ausländerkriminalität wäre hinfällig und auch sonst bin ich der meinung, würde dies die ganze welt ein schönes stück friedlicher machen. (“gleich und gleich gesellt sich gern”)
ein land hat keinen kulturellen verlust wenn nicht verschiedene kulturen aufeinander einwirken. die unterschiede erstrecken sich höchstens auf weitere gebiete.
aber solange – hauptsächlich linke politiker – davon ausgehen, dass aller menschen gleich sind und alle beliebig zusammengewürfelt miteinander auskommen, solang wird es nicht besser; und vor allem wird auch niemals ein antirassismusgesetz etwas ändern können. denkt mal darüber nach!
Konsequenterweise schickt man dann alle christlichen Fundis in die USA, alle Homosexuellen nach Holland, alle Juden (gemäss Ahmedinedschad) nach Deutschland, alle Autoraser nach Balkanien, alle Schlitzaugen nach China, alle Schwarzen (inkl. die in der USA) zurück nach Afrika, alle Muslime in den Iran (wo sie dann friedlich an ihren Bomben basteln dürfen) – so eine Argumentation ist haarsträubend und löst am allerwenigsten die Probleme, die sich ergeben, wenn Menschen unterschiedlichster Prägung aufeinandertreffen. Du bewertest hier genetische Merkmale, als ob sie unüberbrückbare Differenzen konstituieren würden. Wer im Alltag mit Schwarzen, Homosexuellen oder Muslimen umgeht, wird merken, dass diese gar nicht so verschieden sind, wie gewisse Fremdenhasser uns das jeweils suggerieren wollen. Mit einer differenzierten Meinung hat das also rein gar nichts zu tun.
Ich wurde auch einmal von einem orientalisch aussehenden Mann ausgeraubt. Deswegen schliesse ich daraus nicht, dass alle, die auch so aussehen, Verbrecher sind, obwohl ich auf der Strasse manchmal etwas misstrauischer hinschaue, wenn ich einer ähnlichen Physiognomie begegne. Ich orientiere mich nämlich am Grundsatz, dass Menschen unterschiedlicher Rassen gar nicht so verschieden sind. Ob sie ihr Gewaltpotential entfalten können, hängt für mich zu einem bedeutenden Teil mit den historischen und kulturellen Umständen zusammen. Nenne mir eine bestimmte Rasse, die in der Vergangenheit nie Krieg geführt oder nie seine Bürger unterdrückt hat! Wir kennen die Sauereien aus Afrika, Südamerika, Balkan, Irak, Iran, Israel und Palästina, Indien, Pakistan, China, Japan, Deutschland, Italien, Russland, Grossbritannien, USA etc. etc.
Daher ist es wichtig, das Gewaltpotential mittels der Möglichkeiten des demokratischen Rechtsstaates (Sanktionen) einzuschränken, sprich: Antirassismusgesetz, Strassenverkehrsgesetz, Minderheitenrechte etc. Du hast offenbar die Gutmenschen-Illusion, dass sich Menschen besser vertragen, wenn man sie nach ihren kontingenten Merkmalen ordnet. Der Streit unter Nachbarn (oder Eheleuten) zeigt, dass selbst wenn Menschen nach ihrer Rasse, ihrer Religion, ihrer sexuellen Orientierung geordnet werden, sie sich untereinander immer nioch die Hölle heiss machen können.
Mit Sprüchen wie «Gleich und gleich gesellt sich gern» machst du dich nur lächerlich. Soll ich mit «Gegensätze ziehen sich an» kontern? Damit ist überhaupt nichts ausgesagt.
Wie sich jetzt nach den Ermittlungen der Polizei zeigt, haben die Vorfälle nichts mit Rassismus zu tun. Diese Anschläge wurden von einer psychisch kranken Frau durchgeführt. Aber mit Rassismushysterie läst sich auch in ansonsten seriösen Medien eine markante Auflagensteigerung (bei Blogs > mehr Postings) erzielen.
All diese Hysteriker sind nun voll von dieser bäurischen Psychfrau ausmanövriert worden. Wär’s nicht zum weinen, es wär zum lachen…..
….aber eben….präventiv voll auf den weissen Mann einprügeln…ist auch eine Art Rassismus….
Und pauschale Vorverurteilungen der SVP (vgl. Artikel oben, vgl. Aussagen des GPK-Präsidenten Fasel) nützen dieser Partei mehr als sie ihr schaden.
«Wie sich jetzt nach den Ermittlungen der Polizei zeigt, haben die Vorfälle nichts mit Rassismus zu tun. Diese Anschläge wurden von einer psychisch kranken Frau durchgeführt.»
Das sagt ausgerechnet einer, der aufschreien würde, wenn ein Psychiater für bestimmte Verbrecher in seinem Gutachten mildernde Umstände geltend macht. Mit Hinweis auf psychische Erkrankung können Drohbriefe mit rassistischem Inhalt in Bezug auf die Folgen, die beim Opfer ausgelöst werden, nicht entschuldigt werden. Wer hier von Hysterie redet, verharmlost den hier vorliegenden Tatbestand der Beschimpfung und Drohung (StGB, Art. 177 und 180). Für mich macht es jedoch keinen Unterschied, ob der Rassismus intendiert war oder nicht, denn hier zählen die Folgen, nicht die angebliche Absicht. Mit letzterer entzieht frau sich eben gerne der Verantwortung.
Zudem wurde hier nicht der «weisse Mann» angeprangert (diese Äusserung impliziert wieder Rassismus, nur in die andere Richtung), sondern der Rassismus der oben erwähnten Schüler aus dem Religionsunterricht, unabhängig von ihrer Hautfarbe (vielleicht war ja noch ein «gelber» oder ein «rosaroter» Schüler darunter). Wer diesen Unterschied nicht begreift, ist ungeeignet, um hier mitzudiskutieren.
ungeeignet hier mitzudiskutieren?
die rassismusvorkommtnisse im toggenburg wiederspiegeln nur die gedanken der schweizer mitbürgen, und die schweiz hat ein problem mit ausländern, das lässt sich nicht wegdiskutieren. aber daran ist leider gottes nun mal nicht die SVP schuld, und es lässt sich auch nicht ihr die schuld in die schuhe schieben. die politik der linken hat versagt. wer etwas anderes behauptet, ist ein schönredner und entzieht sich jeglichem zustand der gegnwart, rsp versucht es zu verheimlichen. punkt!
Ich bestehe auf der Differenz zwischen «ein Problem mit Ausländern haben» und «ein Problem mit der Hautfarbe haben». Du kannst nicht behaupten, dass Sätze wie «Schwarze raus!» und «Neger sind kriminell.» Probleme mit Ausländern zum Ausdruck bringen sollen. Das verstehst du offensichtlich nicht.
Und wer hier der «Gutmensch» ist, habe ich in Kommentar Nr. 20 ausgeführt, denn es ist naiv zu glauben, Probleme würden gelöst, indem man die Menschen nach Rassen und Kulturen ordnet, wie du dies in Kommentar Nr. 19 forderst. Der Forderung an den Ausländer sich hier anzupassen, kann ich dir jedoch zustimmen – mit der Einschränkung: Was das Öffentliche (z.B. Gesetze) betrifft, ja, was das Private (z.B. Religion) betrifft, nein.
Wie ist das möglich, dass am Samstag, 03.04.04 rund 150 Palästinenser in Zürich protestieren durften gegen Sharon
und Israel? Dabei wurden Transparente mit der Aufschrift “Boykottiert Israel” getragen und eine israelische Fahne angezündet. Dies erinnert mich an die dunkle Nazi-Zeit in Deutschland: “Kauft nicht bei Juden”. Warum werden Palästinenser, die so in einem neutralen Staat auffallen, nicht strafrechtlich verfolgt (Antirassismus-Gesetz)?
Hätten das Schweizer getan, wäre daraus jetzt ein riesiger Skandal geworden. Warum akzeptieren wir arabischen Antisemitismus und verurteilen den europäischen? Ich nenne das “mit zwei Ellen messen”!
Soviel dazu…
Ich sehe nicht ein, inwiefern dieses Beispiel dazu dienen soll, die Legitimität meiner Kritik zu bezweifeln. Die Implikation «Wenn wir arabischen Antisemitismus nicht verurteilen, dann dürfen wir toggenburgischen Rassismus auch nicht verurteilen» kann ich nicht akzeptieren, weil sie dazu führt, jegliche Kritik durch den Hinweis auf andere Missstände zu neutralisieren.
Ich könnte mich fragen, warum die Gottesmänner und SVP-Leute, die die Homosexuellenparade in Luzern vom 18.06.05, mit ihren menschenverachtenden Plakaten «Tsunami lässt grüssen» oder «Homosexualität ist heilbar» gestört haben, nicht strafrechtlich verfolgt wurden. Denn dies erinnert mich an die dunkle Zeit, wo Homosexuelle noch kriminalisiert wurden. Und ich könnte mit Verweis auf die Toggenburg-Affäre behaupten, hier werde mit zwei Ellen gemessen. Oder im Stil von «Wenn wir christliche Homophobie nicht verurteilen, dann dürfen wir arabischen Antisemitismus auch nicht verurteilen». Die Beispiele sind beliebig austauschbar und eignen sich daher in keiner Weise, um sie gegeneinander auszuspielen.
Soviel dazu…
thomas, irgendwie verstehst du das falsch.
es geht nicht darum, irgendwelche zu verurteilende vorfälle (toggenburg) durch andere (israel/palästina) zu legitimieren.
vielmehr geht es darum, dass rassismus einseitig geahndet wird. hinzu kommt, dass die medien dieses spielchen (gewollt?) unterstützen, indem gewisse vorfälle erhöhte medienpresänz erhalten, andere hingegen keine erwähnung finden.
anderes beispiel: ein südosteuropäer (alias balkanese) kann mir so ziemlich jedes verfügbare fluchwort an den kopf schmeissen, ohne dass ich dagegen etwas tun kann. aber wehe, es kommt auch nur eine einzige silbe zurück -> paff, maulkorbgesetz schlägt zu. eine absolute frechheit!
Fundamentale Ängste sind Ursache des Rassismus. Wie kann man die Ängste überwinden? Der Staat kann niemandem vorschreiben, dass er keine Angst haben darf, aber wenn jemand aus Angst Scheisse baut, dann ist er zu bestrafen. Abraham, Angst kann man überwinden, meistens hilft Denken und den vermeintlichen Gegner zu Grüssen, statt zu verachten, kann der anfang einer Freunschaft sein. Wenn Schweizer zu wenig Selbstvertrauen haben einem Zugewanderten korrekt die Hand zu schütteln und willkommen zu heissen, dann sind sie einfach Memmen. Und zur Erinnerung, es gab auch mal eine Zeit vor der Schweiz, als es auf dem Schweizerland gar keine Schweiz gab… Ein Zeichen der Wertschätzung in der Schweiz leben zu dürfen erwarte ich gerade auch von Schweizern die schon seit Generationen hier leben. Und, Abraham, wenn’s Ihnen in der Schweiz nicht mehr passt, dann können Sie ja nach Australien auswandern.
@Georg Meier:
Nach Australien auswander geht eben gerade nicht. Dort sind die Einwanderunsregeln noch erheblich strenger als in der Schweiz.
Thomas, weniger lange an passenden Fremdwörtern herumstudieren und lieber auf den Inhalt konzentrieren, denn abraham hat diesen Verstanden. Es ging mir in keinster Weise um eine Legitimierung der Toggenburger-Sache oder ähnliches. Was bei der Schwulenparade passiert ist, unterstütze ich auch nicht, obwohl ich gegen diese penetrante und gesuchte Gleichstellung bin. Man sollte fähig sein auch auf der eigenen Linie Kritik ausüben zu können.
Und Georg Meier: Ja Rassismus entsteht aus fundamentalen Ängsten, aber wenn du diese bei jede Freibadbesuch erleben musst, indem du mitansehen musst, wie Gruppen von Ausländern immer wieder auf einzelne Personen losgehen und diese spitalreif schlagen, ohne dass ein Bademeister eingreifen würde, dann stimmt irgendetwas nicht. Ausserdem sind es vorwiegend rosarote Brillenträger, die die Schweiz schlecht reden und beschimpfen mit destruktiver Kritik, aber nicht bereit sind auszuwandern, irgendwie erinnert mich das an die Situation rund um Windows: jeder flucht und doch jeder bleibt dabei
schönes Wochenende
Es ist mir ein Rätsel, wie du darauf kommst, ich würde so lange an einem Text herumstudieren. Hast du in meiner Wohnung eine Überwachungskamera installiert? Wenn ich «Fremdwörter» benutze, dann darum, weil ich bspw. täglich die NZZ und den Tagi lese, wo es Usus (schönes Wort!) ist, diese zu verwenden. Immerhin verwendest du das Wort «destruktiv», das kommt vom lateinischen «destruere» (zerstören, vernichten). Wenn dich meine «bildungsbürgerliche Penetranz» so stört, dann muss ich zurückgeben: Kritisiere meinen Inhalt, nicht meine Form!
Was die Gleichstellung von Homos betrifft: Keine Angst, das Adoptionsrecht wird noch kommen!
Es ist aber nach wie vor zweierlei, ob Rassismus de jure strafbar ist oder ob Rassismus de facto geahndet wird. In Artikel 261bis im StGB heisst es wörtlich: «Wer öffentlich gegen eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion zu Hass oder Diskriminierung aufruft, wer öffentlich Ideologien verbreitet, die auf die systematische Herabsetzung oder Verleumdung der Angehörigen einer Rasse, Ethnie oder Religion gerichtet sind [...]» Daran gibts für mich nichts rütteln.
Daher: Wenn du der Meinung bist, die «Anti-Israel-Kundgebung» oder die Beschimpfung eines Balkaniers oder Schwarzen verstosse gegen diese Strafnorm, dann hast du einen Grund, um Anzeige zu erstatten. Aber du hast keinen Grund im Nachhinein darüber zu lamentieren, dass man immer ungerecht gegen die «bösen Schweizer» (ist das eine Rasse?) vorgeht oder dass die Medien an allem schuld tragen würden…
@Georg Meier:
Nach Australien auswander geht eben gerade nicht. Dort sind die Einwanderunsregeln noch erheblich strenger als in der Schweiz.
Schweizer sind in Australien in der Selektion im Vorteil und beliebt.
Ja, die laschen nicht-selektiven Schweizer Einwandrungsregeln haben wir der ehemaligen Bauernpartei zu verdanken, die mehrheitlich ungebildete Handlanger für die industrielle Landwirtschaft will.
Hehe

Ich habe ja gerade den Inhalt und nicht die Form kritisiert, denn ich warf dir vor, zu lange an stilistischen Sachen herum zu studieren, anstatt den Inhalt zu beachten. Aber ist ja egal. Ja, ich lese nicht jeden Tag die NZZ, dafür jede Woche die Weltwoche und monatlich das Geo
Den Rest würde ich noch gerne erwidern, aber ich muss Staatskunde lernen, hehe.
Schönen Abend hier.
@Thomas:
> “Daher: Wenn du der Meinung bist, die «Anti-Israel-Kundgebung» oder die Beschimpfung eines Balkaniers oder Schwarzen verstosse gegen diese Strafnorm, dann hast du einen Grund, um Anzeige zu erstatten.”
rassismus ist ein offizialdelikt, daher darf eine anzeige nicht voraussetzung sein.
@Georg Meier:
> “Abraham, Angst kann man überwinden, meistens hilft Denken und den vermeintlichen Gegner zu Grüssen, statt zu verachten, kann der anfang einer Freunschaft sein. Wenn Schweizer zu wenig Selbstvertrauen haben einem Zugewanderten korrekt die Hand zu schütteln und willkommen zu heissen, dann sind sie einfach Memmen.”
die hand schütteln ist kein problem, solange anschliessend nicht das portemonnaie fehlt. aber du willst doch das problem der ausländerkriminalität nicht verleugnen, oder? das haben sie sich selber eingebrockt, es kommt nicht von ungefähr. (die zeitungsberichte und statistiken sprechen klare worte…)
Ausländer dürfen die Schweiz un die Schweizer ungehindert beschimpfen, anpöbeln und diskriminieren > das ist der sogenannte Normalzustand und wird von Medien und Behörden gedeckt. Beispiele gibt es zuhauf.
Wenn “rassistische Vorfälle” sich dann aber als dar Werk eine psychisch kranken Frau entpuppen, dann herrscht grosse Erleichterung in den Gutmenschenkreisen. es ist dann plötzlich nicht mehr so “schlimm”, dass einem Arztauto und Radmuttern gelöst wurden. Alles löst sich in Minne auf.
Nein, dürfen Sie nicht. Wenn Sie das tun, steht es Dir frei, sie wegen einem Verstoss gegen den Antirassismusartikel anzuzeigen.