Peak Oil – Schon im Jahr 2011?
Interessanter Artikel heute in der “linksgrünen” NZZ:
Experten wie der sehr erfahrene und angesehene Erdölgeologe Colin Campbell setzen den Zeitpunkt des PO auf etwa 2011 an, bei einer Fördermenge von weniger als 100 Millionen Barrel pro Tag (heute etwa 87 Millionen). Natürlich sind solche Angaben mit einer gewissen Unsicherheit behaftet, es besteht aber unter unabhängigen Fachleuten kaum mehr ein Zweifel darüber, dass der PO im nächsten Jahrzehnt eintreten wird.
Es ist also nicht mehr eine Frage ob, sondern nur mehr wann die Spitze der Erdölförderung erreicht ist. Höchste Zeit also, sich darauf zu konzentrieren es nicht mehr zu verschwenden.
Das Thema ist sogar noch wichtiger als die “Stromlücke”, welche uns Atomkraftprofiteure anschnorren wollen. Denn wir brauchen viel mehr Energie in flüssiger Form als solche in elektrischer:
Der Autor malt ein sehr düsteres Bild der Nach-Öl-Zukunft. Daneben sehen die heute noch als pessimisten und sonst wie verschrienen “Ökofundis” geradezu als Frohnaturen da:
Die Menschheit hat in den vergangenen 150 Jahren dank der Erschliessung der fossilen Energiequellen eine spektakuläre Entwicklung durchgemacht, die nun vermutlich bald zu einem Endpunkt gelangen wird. Es wird dann wieder ein Evolutionsschub anstehen, wobei das Darwinsche Prinzip des «survival of the fittest» zum Zuge kommen wird. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird zu Ende dieses Jahrhunderts von der menschlichen Zivilisation, wie wir sie kennen, nicht mehr viel übrig bleiben.
Wer solches liest und abends seinen Arsch noch mit einem Fahrzeug heim aufs Land fährt, dass mehr als 10 Liter/100km verbraucht sollte sich mal überlegen, wie er diesen grenzenlosen Egoismus seinen Kindern oder Enkeln erklärt!

Dass du dich auch immer wieder von den links-grünen Medien beeinflussen lässt!
Das Auto oder die Heizung, wo jeder direkt etwas machen kann, ist ja wohl noch das kleinere Problem. Aber unsere ganze Wirtschaft basiert auf Erdöl. Sei es Plastik – wird direkt aus Erdöl hergestellt, chemische Industrie – kaum ein Produkt ohne Erdöl – Stahlindustrie – wie betreiben die wohl ihre Schmelzöfen etc.
Wenn man bedenkt, wie lange es braucht, sozusagen die gesamte “moderne” Wirtschaft umzubauen, kann man nur sagen, es ist schon lange zu spät, geniessen wir es noch solange wir noch können. Jetzt genügend Geld scheffeln, damit wir dann in 10 – 20 Jahren zu jenen 1% gehören, die es sich noch leisten können.
Die Chef-Etage der Wirtschaft hat es schon lange begriffen und handelt danach.
Die zukünftigen krisenischeren Jobs: Mitglied der Privatarmee dieser Bonzen, die sie brauchen werden um ihr Leben und ihr Gut zu verteidigen.
Zsynisch aber wahr!
Der mit dem Peak Oil mag sein. Muss ja so kommen. Man sollte es nicht verschwenden. Noch brauchen wir mehr flüssige Energie als elektrische. Sobald jedoch Elektroautos in grossem Mass kommen werden, und das werden sie, siehts wieder anders aus. Dazu kommen technologische Entwicklungen in verschiedensten Bereichen (eben bedingt durch den hohen Oelpreis).
Ich hab das Interview zwar nicht gelesen, gehe aber stark davon aus, dass er mit “Zivilisation” nicht bloss Mobilität gemeint hat. Es geht um jede Menge Produkte, die auf Erdöl basieren, ua Medis, Dünger etc. Bei deren Fehlen oder Verknappung ist klar, dass Konflikte auftreten werden.
Aber wie man von der Erkenntnis auf eine Grenze von 10 Litern/100km kommt, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Unter 10L ist es ethisch also korrekt oder was? Ein Hinweis: Es kommt nicht darauf an, wieviel ein Auto schluckt, sondern wie weit es fährt.
Und wie ich auch schon früher geschrieben habe, aufgebracht wird eh das ganze Oel. Wenn ich die Wahl zwischen Verzicht auf Lebensstandard oder meinen Anteil am Oel habe, dann wähle ich das Oel. Und alle von euch sind genau gleich, manche mehr, manche weniger. Auch die Bahnfahrer, Inet-User sowieso, brauchen viel Energie. Aber die kommt ja aus der Steckdose und nicht aus der Tanksäule.
Der Aufschrei wegen zuviel trinkenden Karren ist lächerlich, erstens macht das den Braten nicht fett und zweitens bezahlen die Fahrer ja auch teuer dafür.
Und ja, mein Auto braucht deutlich weniger als 10 liter.
Wer solches liest und immer noch in einer ölbeheizten Wohnung lebt, sollte sich mal überlegen, wie er diesen grenzenlosen Egoismus seinen Kindern oder Enkeln erklärt!
Hm, vermutlich erklären sie dann, dass die Kinder dank ihnen neue Technologien zur Verfügung haben
Schliesslich haben sie es ja gefördert, dass neue Technologien erforscht werden mussten
dryueh,
Der Schweizer Verbrauch an Öl für Treibstoffe beträgt:
80 Milliarden kWh
Der Schweizer Verbrauch an Öl für Brennstoffe beträgt:
53 Milliarden kWh
Der gesamte elektrifizierte öffentliche Verkehr (SBB, Tram, Trolley, Bergbahnen) verbraucht lediglich:
3 Milliarden kWh (also etwa 2% des Ölverbrauchs)
Elektroauto:
Angenommen man besitzt einen Roadster von Teslamotors, welcher in 4 Sekunden von 0 auf 100 beschleunigen und man überdacht dessen Parkplatz mit einer Photovoltaikanlage:
2.5 m * 7 m ergibt bei 30 Grad Anstellwinkel 20.2 m2. 20 m2 bei 15% Wirkungsgrad und 1000 Sonnenstunden generiert etwa 3000 kWh im Jahr. 3000 kWh reichen für eine Jahres-Kilometerleistung von 27’000 km.
Für den Betrieb von Flugzeugen, Schiffen und Lastwagen werden wir aber auch zukünftig auf Öl angewiesen sein.
Ich denke, dass wir uns hier schnell etwas überlegen sollten, weil es sonst zu massiven Problemen kommen kann. Die Energie ist die Grundlage unseres Wohlstands. Der Peak wird aber bestimmt nicht 2011 erreicht, sondern eher später. Neue Fördertechniken und steigende Preise bremsen die Entwicklung ein wenig.