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Parallelimporte: Blocher gegen Bauern

Die SVP gibt sich gerne Volksnah und ländlich. Mit “Puurezmörge” und Landwirtschaftsromantik baut sie gerne ihr Image auf. Doch wenns darum geht, die Bauern finanziell zu entlasten, zum Beispiel mittels Erlaubnis für Parallelimporte aus der EU, kommt das wahre Gesicht zum Vorschein.
Wie espace.ch meldet, hat der Bundesrat auf Antrag von Christoph Blocher, Pralellimporte abgelehnt. Dies bedeutet für den “kleinen Mann/Bauern auf der Strasse” weiterhin grosse Nachteile gegenüber der Produktion im Ausland. Dem Präsident des Schweizer Bauernverbandes Hansjörg Walter (SVP) gefällt das garnicht:

Er fordert deshalb den Bundesrat auf, endlich vorwärts zu machen und Produktionsnachteile für Schweizer Bauern zu beseitigen.

Gemäss dem Preisüberwacher liegt das Spar-Potential von Parallelimporten bei rund 19 Milliarden Jährlich. Konsumentenschützerin Simonetta Samaruga meint zum Bundesrätlichen Argumentarium:

Es ist ein einseitiges Argumentarium, das sich auf die Pharmaindustrie konzentriert und Argumente der Wettbewerbskommission sowie des Preisüberwachers ausblendet.

Ist der Blocher eigentlich mehr für die Pharmaindustrie oder für die Bauern?

Dieser Artikel wurde von Sandro am Freitag, 9. September 2005 in der Rubrik Politik und zu den Stichwörtern , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

2 Kommentare zum Artikel “Parallelimporte: Blocher gegen Bauern”

  1. Shaggy am 9. September 2005 um 14:22

    Blocher ist kein Bauer, sondern ein Wirschaftsmogul. Das ist ein Unterschied. Wenn dies jetzt Herr Maurer gesagt hätte, wäre ich nachdenklich geworden, aber das Blocher gegen die Parallelimporte ist wundert mich nicht.

  2. quadour am 10. September 2005 um 21:03

    Blocher kommt ja selbst aus der Pharma/Chemiebranche. Blocher war in erster Linie gegen den EWR, weil dieser die Parallelimporte erlaubt hätte. Ist ja klar, dass die Ems-Chemie einen haufen Geld (100-erte von Mio.) verdient als “Generalimporteurin” von Feinchemikalien.

    Das ganze Geschwafel von Neutralität und direkter Demokratie und Sonderfall soll doch in erster Linie davon ablenken, dass Blocher resp. jetzt seine Familie die Pfründen sichern können, will heissen, zig Mio. pro Jahr verdienen aufgrund von Importrechten. Das nenne ich die Wirtschaft und die Bevölkerung gnadenlos aussaugen bis zum Gehtnichtmehr. Aber eben, auch für Blocher gilt: jeder ist sich selbst am nächsten.

    Auch Walter Frei war ja lange Jahre SVP Nationalrat. Aus dem gleichen Grund: Nur die Schweiz nicht öffnen, aber die Schweizer abzocken mit bis zu 30% höheren Autopreisen. Frei ist ja ebenfalls wie Blocher mehrere hundert Mio. schwer.

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