Ozonwerte seit Wochen über dem Grenzwert
Gestern gab es auf der Ozontabelle einen Traurigen Höhepunkt. Nur gerade an einer der sechzehn Messtationen ist der Ozonwert unter dem gesetzlichen Minimum geblieben.
An der Messtation in Lugano ist der Ozonwert diesen Monat nur ein mal unter dem Grenzwert geblieben. An den anderen Tagen ist er teilweise um mehr als das Doppelte des erlaubten Wertes angestiegen! Auch die anderen Messtationen zeigen seit vier Wochen fast ununterbrochen massive Überschreitungen des gesetzlich erlaubten Ozongrenzwertes:
Wie lange haben die ganz alten und ganz jungen Menschen noch Hausarrest? Wie lange müssen wir noch auf wirkungsvolle Massnahmen der Politik warten? Die Schuldigen sind dem Bundesamt für Umwelt schon längstens bekannt:
Die Grenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung werden in den Sommermonaten immer noch häufig überschritten. Schuld daran sind die beiden Vorläuferschadstoffe Stickoxide (NOx) und flüchtige organische Verbindungen (VOC), aus denen unter Einwirkung des Sonnenlichts Ozon gebildet wird. Vor allem der motorisierte Verkehr, aber auch Industrie und Gewerbe sind Hauptverursacher dieser Vorläuferschadstoffe.
Auf die Freiwillige Mithilfe dieser Mitmenschen kann man nicht zählen, der motorisierte Egoist steigt trotz doppelten Ozonwerten jeden Morgen allein in sein Ozonproduktionsgerät. Und Abends in die Badi. Da hilft nur Zwang, und zwar schnell!


Ja, Zwang! ZWAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAANG! Nehmt diesen Schweinehunden ihre Autos weg!!!!!!
Ich bin nicht sicher ob überhaupt was hilft, die Leute zur Vernunft zu bringen. Mit Zwang bin ich sehr zurückhaltend. Aber meine erneut brennenden Augen verraten mir, dass dringend was geschehen sollte.
Und das Gesetz schreibt ja vor, dass etwas gemacht werden MUSS. Wofür haben wir denn eigentlich Gesetze wenn sie nicht durchgesetzt werden?
Sei mal ganz ehrlich MONI: Was tust du (oder tust du nicht) der Umwelt zuliebe, aus Überzeugung, ohne jeglichen Eigennutzen (z.B. Autofahren wenn man gar keins hat zählt nicht, du verstehst!?)
Du weisst ja gar nicht warum ich kein Auto habe bzw. nicht so stark erpicht bin, eins zu kaufen…
Als ich das Auto noch hatte, brauchte ich es für durchschnittlich 6′000 Kilometer pro Jahr. Den Arbeitsweg – obwohl doppel so lange zeitlich – nahm ich bewusst mit dem öv in Kauf, auch der Umwelt zu liebe.
Ich achte darau, dass meine Putzmittel, Waschmittel etc. keine Gifte drin haben – die anderen reinigen genauso gut, sie müssen komplett biologisch abbaubar sein innert Kürze und die Inhaltsstoffe müssen aus nachwachsenden Rohstoffen kommen.
Bei den Kosmetikprodukten achte ich ebenfalls darauf dass keine mineralölischen Produkte, Tenside etc. drin sind. Einerseits der Gesundheit zu liebe, andererseits auch der Umwelt zuliebe – obwohl diese Produkte z.T. einiges teurer sind –> ich konsumiere also auch viel, aber steure es so, dass die das Geld bekommen, die eben andere Produkte herstellen. Zudem esse ich vegetarisch und achte auf lokale Produkte soweit wie möglich und möglichst biologisch. Denn Chemikalien müssen auch zuerst hergestellt werden.
@ Moni
Evtl. hat das Augenbrennen überhaupt nichts mit dem Ozon, sondern vielmehr mit der Trockenheit zu tun. Ich leide bei Trockenheit selber unter diesem Problem, was sich jeweils mit ganz normalen Augentropfen unschwer beheben lässt. Ein Besuch in der Apotheke würde mehr helfen als permanentes, allenfalls unbegründetes Jammern deswegen in Ozonthreads.
@ alle
Das Abstützen auf Grenzwerte aus Zeiten, als man diese gar noch nicht wissenschaftlich, sondern ausschliesslich politisch-polemisch bestimmen konnte, trägt wenig zur Ueberzeugung anderer Mitmenschen bei.
Ach weisst Du, ich leide auch unter Trockenheit mit den Augen doch dies macht sich bei mir mit tränenden Augen bemerkbar und nicht mit Brennen. Damit lebe ich seit vielen Jahren und ich weiss was ich dagegen unternehmen kann. Ach ja, weisst Du, ich weiss was eine Apotheke ist und kenne Augentropfen, die mir bei Trockenheit helfen. Danke jedenfalls für Deinen Tipp.
@ Moni
Das beruhigt mich und war in keiner Weise persönlich gemeint (wir kennen uns ja nicht). Was meint denn ein Arzt dazu? Mich interessiert vielmehr, woher du die Kenntnis, dass der Ozonwert auf deine Beschwerden einen Einfluss hat, nimmst.
@Dreckfilter
Das mit den brennenden Augen sieht so aus: Morgens ist es noch ok, während des Tages baut sich ein immer stärkeres Brennen auf, das seinen Höhepunkt am Nachmittag hat. Nach einem starken Regentag habe ich für eine Weile Ruhe und dann nach mehreren Tagen sehr warmen Temperaturen beginnt es wieder. Da ich keine andere Ursache finden konnte gehe ich jetzt mal davon aus, dass das Ozon durchaus eine Rolle spielen könnte. Mit Blütenstaub habe ich keine Probleme.
@ Moni
Dann sind wir uns also einig, dass keine gesicherte Kenntnis über den ursächlichen Zusammenhang zwischen deinen Augenbeschwerden und den Ozonwerten besteht. Bei diesen Temperaturen steigen meines Wissens auch andere Konzentrationen ziemlich stark an. Zudem belegt deine Aussage nur, dass zwar ein Zusammenhang möglich ist, jedoch bleibt der Nachweis aus.
@ alle
Ich hoffe doch, dass hier nicht nur gefühlsmässig mit möglicherweise bestehenden Kausalitäten argumentiert wird. Dies scheint mir insbesondere bei solchen Themen, welche schnell polarisieren, äusserst problematisch (wenn die SVP solche Aeusserungen bringt schreien gewisse Forumsteilnehmer regelmässig auf). Mich erinnern einzelne Aussagen zum Thema Ozon schon etwas an diejenigen Personen, welche den Fluglärm “sehen”, aber die Geräusche des eigenen Rasenmähers, Autos, Rasensprengers, der Eisenbahn etc. nicht einmal wahrnehmen (obwohl nicht einmal halb so laut wie der jeweilige Fluglärm)…
Dass es Personen gibt, welche es ab und zu aus welchen Gründen auch immer benötigen, einfach gegen etwas Oppopsition zu machen, ist mir bekannt. Die Admins dieses Forums bezeichnen dies dann glaublich jeweils als “Troll”….
@Dreckfilter
Ja, hundertprozentig kann ich das nicht bestätigen, müsste dafür zu einem Arzt. Und wenn er mir dann das doch bestätigt, was mache ich dann? Kann ich dann hier weiterhin fordern, dass etwas getan werden muss? Oder habe ich halt Pech gehabt?
Ich bin über den Winter ein halbes Jahr auf Reisen gewesen und hatte – ausser bei extremer Trockenheit und Staub was dann zu tränenden Augen führte – keine Probleme mit den Augen. Dort war es aber durchaus auch heiss, nur die Luft war wohl sauberer. Also stelle ich mal einen Zusammenhang mit der hiesigen Luft und meinen Augenproblemen.
@ Moni
Wenn ein Arzt den Zusammenhang bestätigen würde, wäre wenigstens die medizinische Erkenntnis weitergekommen (ich vertrete immer noch die Auffassung, dass Intelligenz die Menschheit weiterbringt und nicht zu ihrem Untergang führt).
Ueber deine persönlichen Möglichkeiten wie allenfalls teilweise Arbeitsunfähigkeit zufolge Krankheit etc. müssen wir wohl nicht sprechen, das kann man als Allgemeinbildung voraussetzen (nicht dass du den Eindruck hast, ich möchte dich irgendwie belehren). Dies würde allenfalls eine Linderung deiner Beschwerden bringen.
Nach der Bestätigung wäre deine Forderung zur Ozonreduktion überdies weitaus glaubwürdiger! Von Pech könnte also keine Rede sein, insbesondere wenn gegen die Beschwerden keine Heilmittel bestehen.
Ich frage mich nur, ob die Aerzte wirklich so weit sind, solche Zusammenhänge zu erkennen. Bei der Ernährung ist es ja das gleiche, die wenigsten Aerzte sind in der Lage, gesundheitliche Probleme in der Ernährung zu suchen und behandeln die Patienten falsch und mit Medis die gar nicht nötig sind.
@Dreckfilter
Das mit der teilweisen Arbeitsunfähigkeit steht für mich ja schon gar nicht zur Diskussion. Das machen schon genügend andere Menschen. Denn das ist keine Lösung, verursacht am falschen Ort Kosten. Ich bin ja nicht krank sondern habe einfach an gewissen Tagen Probleme mit den Augen. Das ist reine Symptombekämpfung die absolut keinen Sinn macht.
@ Moni
Deine Reaktion bezüglich teilweiser Arbeitsunfähigkeit freut mich und zeugt aus meiner Sicht von weitsichtiger und nachhaltiger Denkweise. Ich denke, dass bei entsprechendem Nachweis aber beispielsweise Verbesserungen am Arbeitsplatz möglich sind (weniger Bildschirmarbeit oder dergleichen, Luftbefeuchter oder -ionisierer, welcher einen Teil des Ozons zumindest am Arbeitsplatz abbauen könnte) um die Beschwerden erträglicher zu machen. Solange sich Probleme nicht verändern lassen, bleibt leider nur die Symptombekämpfung. Viele Medikamente bekämpfen nur Symptome und nicht die Ursache derselben (beispielsweise Schmerzmittel).
Ich würde die Sache unabhängig der derzeitigen Fähigkeiten der Aerzte untersuchen lassen, neu auftauchende Probleme sind auch eine Herausforderung für die Wissenschaft, welche nicht vorangetrieben wird, solange sie nicht mit solchen Fragen konfrontiert wird. Als Nichtmediziner kann ich nicht abschätzen, wie weit die Aerzte bei solchen Fragen tatsächlich sind; als langjähriger Pollenallergiker weiss ich aber, dass die Fortschritte der letzten acht bis zehn Jahre gigantisch waren, wohl nicht zuletzt, weil auch immer mehr Allergiefälle auftraten. Bei mir legte sich dieses Problem glücklicherweise im Laufe der Jahre deutlich.
@Dreckfilter
Leider besteht meine Arbeit genau aus Bildschirmarbeit (technischer Support von SAP) deshalb nur sehr schwer machbar. Was ich ja eh schon für meine Augen tu: Ich wickle nicht alles per Telefon oder Mail ab sondern mache “Hausbesuche” was meine Augen enorm entlastet.
Was den Luftbefeuchter angeht: Feucht ist es eh schon sehr im Büro, manchmal schon fast tropisch, der Rest ist nicht machbar – Grossraumbüro bzw. Geldfrage. Ich arbeite nicht in einer Branche, der es rosig geht…
Ich danke Dir jedoch für Deine Anteilnahme und Tipps.
@ Moni
Vielleicht findest du hier weiterführende Informationen: http://www.suva.ch/home/suvapro/arbeitsmedizin/hitze_und_ozon_einstieg.htm
Ich würde gleichwohl mal mit dem Hausarzt das Gespräch suchen.
Also ich habe meine Ozonallergie medizinisch bestätigen lassen, d.h., alle anderen Faktoren wurden ausgeschlossen. Es gibt keinen eigentlichen Ozontest.
Ich finde dein Geschwafel hier etwas anmassend, Dreckfilter. Als bewusst lebendem Menschen traue ich Moni durchaus zu, eine eindeutige Korrelation zwischen Ozonwert und Gesundheitszustand feststellen zu können.
Was ist denn daran anmassend, nach einem Nachweis für den Zusammenhang zu fragen? Deine Bemerkung hinterlässt vielmehr den Eindruck, dass du eine festgefahrene Meinung hast….
[...] Dreckfilter: Was ist denn daran anmassend, nach einem Nachweis für den Zusammenhang zu fragen?… [...]
Ja, meine Meinung ist festgefahren (passendes Wort).
Mir stinkts ziemlich. Bei anhaltend schönem Wetter wird das Atmen mir zur Qual. Und vielen, vielen anderen auch. Wie sollte meine Meinung zum ungebremsten Mobilitätsegoismus da nicht gemacht sein?
Deine Meinung ist insofern festgefahren (ich benutzte rein zufälligerweise dieses Wort
), als du Verkehr zwingend mit Ozonwerten in Verbindung bringst. Dass ein Zusammenhang besteht, bestreite ich nicht, hingegen die Auffassung, dass es sich dabei um die einzige Ursache handelt. Genau diese letztere Auffassung vertrittst du in deinem letzten Posting, was ich aber nebst dem “festgefahren” auch als kurzsichtig betrachte.
Danke übrigens für den Hinweis auf die EU-Werte; mein Vertrauen in diese Institution ist dadurch aber in keiner Weise über 0 gestiegen. Zudem wurde auch bei der Definition jener Werte nicht auf eine medizinische Analyse abgestellt, sondern auf eine Statistik über Beschwerdemeldungen unter gleichzeitigem Beizug einer Ozonbelastungsstatistik. Damit ist aber kein Zusammenhang nachgewiesen, sondern lediglich ein Indiz erbracht. Handfeste Beweise fehlen also, und ich möchte dich jetzt nicht fragen, welche Fachrichtung der Arzt, welcher die angeführte Diagnose bei dir gestellt hat, aufweist. Deine Auffassungen zur Hinterfragung von Nachweisen hast du schon genügend kundgetan.
p.s.: Wer von euch geht an das Rolling-Stones-Konzert in Dübendorf? Diejenigen, welche gehen, sollten sich einmal überlegen, wie viel Energie (nicht nur Benzin, Diesel und Atomstrom) dafür “verbraten” wird!
Dass der Verkehr in Verbindung zu den Ozonwerten steht, ist zwingend aus der Stoffchemie zu schliessen: Zwar stammen bei den Vorläufersubstanzen die VOC auch aus Industrie und Gewerbe, aber zu einem grösseren Teil von Verbrennungsmotoren. Die ebgenfalls nötigen Stickoxide kommen im Sommer fast ausschliesslich aus dem Verkehr. Hier würde ein Verbot von Diesel- und Zweitaktmotoren schon sehr viel bringen.
@ Pirelli
Wer lesen kann ist im Vorteil: Diesen Zusammenhang habe ich gar nicht bestritten, sondern explizit erwähnt. Sachliche Antwort…
Eine Einschränkung von Zweitaktmotoren wäre in der Tat wünschenswert, bei Dieseln reicht ein Filter. Immer deine sofortigen Verbote…
Was verbietest du dir eigentlich alles selber?
Ich habe die Stoffchemie dargelegt. Was ist das Problem?
Und ein Filter bei Dieseln bringt nichts, Feinstaub gehört nicht zu den wesentlichen Vorläufersubstanzen. Nötig wäre der DeNox-(Harnstoff-)Kat. Etwas mehr Sorgfalt bitte.
@ Pirelli
Ja, genau den habe ich auch gemeint. Ist schon etwas warm auf dem Balkon, sorry!
Kein Problem mit der Stoffchemie, nur eine Wiederholung, was mich bei dir eigentlich erstaunt…
Was ich während dieser tropischen Jahreszeit für eine niedrigere Ozonkonzentration mache:
Ich arbeite, während andere in die Ferien flie(g)hen.
Ohne Klimaanlage (ist vom Kanton her nicht erlaubt).
Ich fahre mit dem Fahrrad (sonst ÖV) zur Arbeit.
Morgens um 7 ist’s am ringsten, abends die grösste Qual mit einem Zwischenstopp in der Badi geht’s aber (mein Ersatz-Ferien-Feeling).
Für weitere Strecken die Bahn/ÖV.
Animiere Freunde, aufs Auto zu verzichten. Rege mich innerlich auf, über Automobilisten/Kurierfahrer/Strassenreiniger/Postboten usw. die Ihre Fahrzeuge während Minuten im Stillstand laufen lassen. Ebenso diejenigen, die Ihre Fahrzeuge auf 20 Grad herunterkühlen.
Mehr kann ich fast nicht machen….was kann ich nocht tun…zum Beispiel hier schreiben und hoffen, dass es noch Mitmenschen gibt……______________________
In der ganzen Schweiz sind die Ozonwerte gesunken. Nur im Tessin sind sie noch etwas hoch, vermutlich weil dort letzte Woche langsamer gefahren werden musste. Seit man aber wieder schneller fahren darf, sinken die Werte dort nun auch.
Ich sage nur: Herrlich, seit Tagen kein Augenbrennen mehr. Auch wenn ich das schöne und warme Wetter geschätzt habe, wurde es immer mühsamer.
Obwohl ich immer noch keine Arzt konsultiert habe – ist jetzt wohl nicht mehr nachweisbar woher das Augenbrennen kam – gehe ich davon aus, dass es mit dem sehr warmen Wetter und der entsprechend schlechteren Luft etwas zu tun hatte. Sonst hätte es ja nicht nach dem Abkühlen und Regen schlagartig gebessert.
@ Moni
Bei Regen wird die Luft eben “gefiltert” und viele Staubpartikel gebunden. Auch meine Augenbeschwerden zufolge Allergie gegenüber Blütenstaub haben sich seit dem Einsetzen der Regenperiode wieder massiv gebessert. Alleine daraus auf einen Zusammenhang mit allfälligen Ozonwerten zu schliessen, halte ich für wenig objektiv.
@Dreckfilter
Warum hatte ich dann noch keine Beschwerden als alle Allergiker Probleme hatten? Weil ich ein Spätzünder bin?
Ich schliesse mich Moni an. Im Gegensatz zu ihr habe ich aber eine Pollenallergie 2003, als die Beschwerden anfingen, durch Tests ausschliessen lassen. Ich traue Moni aber durchaus zu, sich selbst gut genug zu kennen, um korrekt auf die Ursache der Beschwerden schliessen zu können.
@ Moni
Warum du noch keine Beschwerden hattest, als andere Allergiker bereits Probleme hatten, kann mit deiner individuellen Sensibilität zusammenhängen; für den Rest gilt: “…fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.”
@ Pirelli
Schön, was du anderen Personen zutraust. Auch schön, dass bei dir zumindest eine Pollenallergie ausgeschlossen werden kann (genau darunter leide nämlich ich). Beides erbringt jedoch nach wie vor keinerlei Nachweis, dass ihr beide unter Ozonfolgen gelitten habt.
Wenn übrigens eine Person anderer politischer Couleur als du solche Einschätzungen von sich geben würde, wärst du wohl einer der ersten, welche laut aufschreien würden. Und bist nicht du es, welcher anderen gerne vorwirft, es nicht so genau zu nehmen mit der Sachlichkeit? Oder täuscht mich meine Erinnerung? Sorry, subjektive Einschätzungen über die eigene Person sind kaum je mit der objektiven Beurteilung identisch, was übrigens hervorragend am Politstil der SVP veranschaulicht werden kann und hier auch regelmässig erfolgt (oder wird da mit verschiedenen Ellen gemessen?).
Es gibt keinen eigentlichen Ozontest. Das Symptombild ist aber eindeutig, zumal wenn andere Möglichkeiten wie Pollen oder Asthma ausgeschlossen werden können. Und dafür gibt es Tests. Es ist allerdings impertinent von dir, in diesem Fall an der Zuverlässigkeit meiner oder Monis Aussagen zu zweifeln. Wie wenig traust du uns zu?
Und weshalb wehrst du dich derart dagegen, dass die Ozonbelastung tatsächlich Folgen haben könnte?
“Wenn übrigens eine Person anderer politischer Couleur als du solche Einschätzungen von sich geben würde, wärst du wohl einer der ersten, welche laut aufschreien würden.”
Das verstehe ich nicht. (Genauso wenig wie den überwiegenden Teil dieses Passus.) Wenn mir ein SVPler sagte, er sei auf Ozon allergisch, würde ich aufschreien? Hä?
Nachtrag.
Lies mal hier:
http://www.ignoranz.ch/item/schadstoffe-mehr-allergien-durch-aggressive-pollen/
Und hier:
http://www.purenature.de/inhalt/allergienews_luftschadstoffe.html
@ Pirelli
Der Begrifff “solche Einschätzungen” bezog sich auf deine rein subjektive Beurteilung deiner Beschwerden nach dem Ausschlussprinzip (bei Moni offenbar sogar ohne dieses). Anders formuliert: wenn ein SVPler irgendeine Aussage nur mit seiner persönlichen Auffassung und Erfahrung begründen würde, würdest genau du mit dem Finger auf ihn zeigen und mit Links auf irgendwelche Artikel mit mehr oder weniger wissenschaftlich ausgewiesenem Inhalt verweisen. Ich wehre mich übrigens nicht dagegen, dass die Ozonbelastung gesundheitliche Folgen haben kann, sondern einzig gegen das hier unterschwellig eingebrachte subjektive Wehklagen, welches ein sachliches Diskussionsklima verhindert.
Uebrigens wird auch mit dem Link auf andere Artikel der kausale Nachweis, dass du und/oder Moni an Beschwerden zufolge der Ozonbelastung leiden, nach wie vor nicht erbracht, sorry!
Und ja, ich bin impertinent, wenn es darum geht, Regelungen aufgrund rein subjektiv wahrgenommener Aspekte anderen Personen aufzuoktroieren; dies fasse ich sogar als Kompliment auf! Zum Nichtverstehen kann ich nur sagen, dass wiederholtes und langsames Lesen hilft, ich mache es bei deinen Stellungnahmen genau gleich. Soviel Zeit sind mir die Aeusserungen immer wert, wenn ich etwas dazu schreibe.
@Dreckfilter
Da ich meinen Körper sehr gut kenne im Gegensatz zu sehr vielen anderen, gehe ich davon aus, dass es nichts mit einer Pollenallergie zu tun hat. Ich war den letzen Winter über Monate im Sommer der südlichen Hemisphäre und hatte keine Augenprobleme, obwohl dort sehr viele Pollen geflogen sind. Z.T. war es auch sehr warm, aber nichts ist passiert mit den Augen – ausser wenn es stark gewindet hat und mir der Sand in die Augen geflogen ist…
Ich habe das Ausschlussverfahren klar belegt, gemäss meinem Arzt gibt es für meine Beschwerden keine andere Erklärung als das Ozon. Diese Beschwerden im Übrigen wurden ebenfalls ärztlich dokumentiert. Deutlicher kann reine Subjektivität nicht ausgeschlossen werden.
Die Links, die ich anfügte, beziehen sich nicht auf die Ozonbelastung, sondern deine Pollenallergie. Erwiesenermassen binden sich die Allergene bereits in der Luft an Partikel an, und andererseits lagern sich Luftschadstoffe an der zerklüfteten Oberfläche der Pollen an und gelangen so in den Körper und auf die ohnehin gereizten Schleimhäute.
(Das wäre dir nicht entgangen, hättest du dir die Zeit genommen, die verlinkten Seiten zu studieren. Ich jedenfalls nahm mir die Zeit, deine Antwort wiederholt zu lesen, bevor ich anmerkte, sie nicht zu verstehen. Im Übrigen – dies zur Info – verdiene ich mein Geld mit Lesen. Ich mache den ganzen Tag nichts anderes, als Text auf die inhaltliche und formale Korrektheit zu überprüfen.)
@ Moni & Pirelli
Eure Aussagen tönen etwa gleich, wie wenn ich sagen würde, ich sei Kommunist weil ich nicht in der SVP bin. Das ist das Problem am Ausschlussprinzip, da spielen irgendwelche persönlichen Gefühle keine Rolle. Zudem geht es in diesem Thread um Messwerte, weshalb ich auch genau darin eure subjektiven Angaben (welche wie gesagt nicht zu einer sachlichen Diskussion beitragen) anzuzweifeln begann. Vermischungen subjektiver Angaben und echter Messwerte führen regelmässig dazu, dass ganze Studien maximal den Papierwert erreichen.
Ja, für mein Pollenallergie waren die Links praktisch; sorry, ich dachte, du möchtest diese zur Begründung der Kausalität für eure Probleme nutzen. In diesem Fall: danke! Bin übrigens auch Papiertiger…
Machen wir einen Deal. Wenn ich nächstes Jahr wieder die gleichen Probleme habe sobald es sehr warm wird, werde ich zum Arzt gehen. Wenn der in der Lage ist, das Problem zu orten, dann bezahle ich die Rechnung selber. Wenn er mich nur verdutzt anschaut und nichts findet, übernimmst Du, Dreckfilter, die Rechnung.
Die Pollenallergie kann in meinem Fall zu 100% ausgeschlossen werden. Und nur weil ich vielleicht sensibler bin und schneller reagiere als andere übertreibe ich grundsätzlich nie. Das Ozon ist und bleibt trotzdem ein ernst zu nehmendes Problem.
Viele glauben auch, dass der erhöhte Kolesterinwert ihnen nichts anhabe, da sie ja nichts merken. Meist ist es jedoch 5 vor 12 wenn dier 0815 Mensch etwas merkt weil ihm das Körperbewusstsein völlig entschwunden ist. Das ist so eine Zivilisationskrankheit.
@ Moni
Ich habe nie gesagt, dass du übertreibst, sondern ausschliesslich, dass der Kausalzusammenhang zwischen deinen Beschwerden und den Ozonwerten nicht nachgewiesen sei. Ich habe auch in keiner Weise die erhöhten Ozonwerte herabgesetzt oder bestritten, sorry! Bitte sachlich bleiben, Pirelli liest die Aussagen ja auch mindestens genausogut wie ich.
Zum “Deal”: ich bin kein Spieler und mache auch keine “Geschäfte” irgendwelcher Art; zumal deine obligatorische Krankenkasse dafür aufkommen wird, Selbstbehalt und Franchise natürlich vorbehalten. Aber vielleicht findest du jemand anderes (nebst der Krankenkasse, welche dann fein raus wäre, obwohl jeder von uns fleissig einzahlt)? Im übrigen irritiert mich das Anbieten eines “Deals” deinerseits schon etwas…
Siehste, ich bezahle es selber. Zu 90% bin ich davon überzeugt, dass der Arzt mir höchsten Tropfen in die Hand drücken wird mit dem Hinweis, dass es wieder vergehen werde… Somit ist weder Pollenallergie oder sonst was bestätigt noch eine Ozonbelastung ausgeschlossen. Ansonsten ist mein Arzt sehr gut, nur in diesen Fällen traue ich den meisten Hausärzten nicht zu, dass sie richtig diagnostizieren können.
@ Moni
Warum traust du das in diesen Fällen einem Hausarzt nicht zu?
Weil sehr viele Hausärzte in diesen Bereichen viel zu wenig Know How haben.
@ Moni
Dann sollte er dich, um seiner Sorgfaltspflicht genügend nachzukommen, zu einem entsprechenden Spezialisten überweisen. Schlimmstenfalls kannnst du dies verlangen.
@Dreckfilter
Der Hausarzt muss Moni nicht zum Spezialisten überweisen. Sie IST ja selber die Spezialistin. Jeder Arzt, der ihr nicht bestätigt, was sie sagt über ihre Beschwerden, hat kein Know how.
**
Im Übrigen finde ich es interessant festzustellen, dass die Leute vor allem dann über Ozonbeschwerden klagen, wenn in den Medien grad die Rede davon war, die Messwerte seien (zu) hoch. Früher, als die Ozonwerte mindestens so hoch, wenn nicht höher waren, aber niemand davon wusste, hatte auch kaum jemand Beschwerden.
Dito im Winter beim Feinstaub.
Und des weitern habe ich den Eindruck, dass es vorwiegend grün-rote Weltverbesserer sind, die sich über Ozonbeschwerden beklagen.
Und um fair zu bleiben: Sicher gibt’s auch den oder die Eine oder Andere, die tatsächlich schnell mal Augenbrennen hat.
@Rico
Es ist nun mal so, dass viel Allgemeinärzten Know How über solche Dinge fehlen, nicht nur was die Folgen des hohen Ozonwertes angehen. Es könnte eine lange Liste geführt werden wo viele Hausärzte einfach nicht genügend wissen – oder es einfach nicht wollen weil sie es nicht glauben. Ich kenne genügend Beispiele wo das so ist.
Ich bin erstaunt wie gut Du mich kennst. Würdest Du das wüsstest Du dass ich NIE aufgrund von irgendwelchem Geplärre in Medien auf solche Dinge anspreche. Ich machte mir Gedanken woher denn nun diese Probleme kommen könnten und dabei kam eben auch Ozon in die engere Auswahl.
Alle anderen Kommentare von Dir möchte ich nicht kommentieren, das ist mir echt zu blöd. Ich hoffe Du kommst mal in die Lage wo Du Deinen Nachkommen erklären musst, warum wir und so blind gestellt haben obowhl ja genügend Zeichen für ein Handeln gesprochen hätten. Dann kannst Du sagen: Mir war das Gerede der Grünen zu doof und nur deswegen habe ich das Gegenteil gemacht. Sie werden Dir sicherlich Beifall klatschen!
Ich für mich hoffe, dass ich nie in diese Situation kommen werde, mich gleich selber an den Pranger zu stellen.
Zum Hausarzt:
Einerseits fehlt vielen Ärzten schlicht die Zeit und die Energie, sich fortlaufend weiterzubilden, weil sie einen derart anstrengenden Job haben. Andererseits und vor allem hängt es auch vom politischen Sebstverständnis des einzelnen Arztes ab – als Beispiel diene unser Top-Präventionsmediziner Gutzwiller. Der wettert stets an vorderster Front gegen das Rauchen. Die Luftverschmutzung ist für ihn aber so stark kein Thema, dass er als Nationalrat Ja gestimmt hat für die zweite Röhre durch den Gotthard.
Was sollte sich also ein Hausarzt, der viel Spass an seinem Diesel-SUV hat, sich ernsthaft mit den Folgen der Luftverschmutzung auseinander setzen wollen?
@Pirelli
1. Gutzwiller ist nicht Hausarzt und war es meines Wissens auch nie.
2. Es gibt es auch manchen Hausarzt ohne SUV; das sind primär die in den Nobel-Spitälern angestellten Mediziner, welche sich solche Verschwendungen überhaupt leisten können. Bei genauer Information wüsstest du, dass echte Hausärzte meist finanziell nicht auf goldigen Rosen gebettet sind.
Fazit: etwas mehr Sorgfalt würde dir nicht schlecht anstehen…
http://www.youtube.com/vcsate
detektive braucht das land;-)
hausbesuche…
Ich war schon lange auf der Suche nach Berichten darüber und hatte zu diesem Thema schon unzaehlige Berichte vor Augen. Aber das Suchen scheint mitunter noch lohnenswert. Umso erfreulicher, dass es Seiten wie diese zu finden gibt, die dem Thema scheinb…