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	<title>Kommentare zu: Oskar Freysinger und Heiner Studer k&#228;mpfen &#8220;gegen&#8221; Homosexualit&#228;t</title>
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	<description>Magazin gegen Ignoranz im Alltag</description>
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		<title>Von: Thomas</title>
		<link>http://www.ignoranz.ch/item/oskar-freysinger-und-heiner-studer-kampfen-gegen-homosexualitat/#comment-10841</link>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Sep 2005 23:15:10 +0000</pubDate>
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		<description>Zuerst muss man feststellen, dass die Herren Freysinger und Studer als Mitl&#228;ufer bzw. Exponenten des christlichen Fundamentalismus durch eine fragw&#252;rdige Auslegung der Bibel zu ihrem Weltbild gelangen. Alles, was dieser Auslegung widerspricht, ist nicht «gottgewollt» und muss «zurechtgestutzt» werden. Aus einem solchen Verst&#228;ndnis (bzw. Nicht-Verst&#228;ndnis) heraus, k&#246;nnte man auch die Steinigung von Gottesl&#228;sterern im 3.Buch Mose und die Kriegsgesetze gegen andere V&#246;lker im 5.Buch Mose rechtfertigen - diese Haltung ist nicht weit entfernt vom islamischen Fundamentalismus. 

Der christliche Filz ist ein Importprodukt aus den USA, wo eine Minderheit von (ausschliesslich christlichen) Psychologen aufgrund unhaltbarer Untersuchungen zum Schluss kommt, dass die sexuelle Orientierung «ver&#228;nderbar» ist (seltsamerweise nur in die eine Richtung: von homo zu hetero). Dies steht im Widerspruch zu den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation, welche sich an einer  seri&#246;sen Psychologie orientieren, die davon ausgeht, dass zwar das Sexualverhalten ver&#228;ndert werden kann, aber nicht die sexuelle Orientierung. Sogar die offizielle katholische Kirche hat dies in ihrem «Weltkatechismus» festgehalten. Und Udo Rauchfleisch von der Uni Basel spricht im Falle von sog. «therapeutischen und seelsorgerlichen Interventionen» bei Homosexuellen von «Missbrauch» und «Sch&#228;digung» der Betroffenen.

Somit d&#252;rfte jedem, der gesunden Menschenverstand besitzt, klar sein, dass man f&#252;r Homosexualit&#228;t keine «Werbung» machen kann. Was die AIDS-Pr&#228;vention betrifft, so ist festzuhalten, dass Pr&#228;vention nur durch Aufkl&#228;rung m&#246;glich ist. Die Brosch&#252;re «Selbstverst&#228;ndlich» tut dies in klaren Worten und bietet eine Orientierungshilfe f&#252;r homosexuelle Jugendliche. Wenn die Herren Freysinger und Studer solche Bem&#252;hungen sabotieren wollen, so zeigt dies bloss ihre kriminelle Gesinnung: Sie wollen Jugendliche f&#252;r ihre religi&#246;sen Zwecke als Mittel missbrauchen, indem sie ihre Identit&#228;t zerst&#246;ren und ihnen ein schlechtes Gewissen einimpfen. Die Folgen davon sind statistisch belegt (mit einer vermutlich grossen Dunkelziffer): eine hohe Selbstmordrate unter homosexuellen Jugendlichen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zuerst muss man feststellen, dass die Herren Freysinger und Studer als Mitl&#228;ufer bzw. Exponenten des christlichen Fundamentalismus durch eine fragw&#252;rdige Auslegung der Bibel zu ihrem Weltbild gelangen. Alles, was dieser Auslegung widerspricht, ist nicht «gottgewollt» und muss «zurechtgestutzt» werden. Aus einem solchen Verst&#228;ndnis (bzw. Nicht-Verst&#228;ndnis) heraus, k&#246;nnte man auch die Steinigung von Gottesl&#228;sterern im 3.Buch Mose und die Kriegsgesetze gegen andere V&#246;lker im 5.Buch Mose rechtfertigen &#8211; diese Haltung ist nicht weit entfernt vom islamischen Fundamentalismus. </p>
<p>Der christliche Filz ist ein Importprodukt aus den USA, wo eine Minderheit von (ausschliesslich christlichen) Psychologen aufgrund unhaltbarer Untersuchungen zum Schluss kommt, dass die sexuelle Orientierung «ver&#228;nderbar» ist (seltsamerweise nur in die eine Richtung: von homo zu hetero). Dies steht im Widerspruch zu den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation, welche sich an einer  seri&#246;sen Psychologie orientieren, die davon ausgeht, dass zwar das Sexualverhalten ver&#228;ndert werden kann, aber nicht die sexuelle Orientierung. Sogar die offizielle katholische Kirche hat dies in ihrem «Weltkatechismus» festgehalten. Und Udo Rauchfleisch von der Uni Basel spricht im Falle von sog. «therapeutischen und seelsorgerlichen Interventionen» bei Homosexuellen von «Missbrauch» und «Sch&#228;digung» der Betroffenen.</p>
<p>Somit d&#252;rfte jedem, der gesunden Menschenverstand besitzt, klar sein, dass man f&#252;r Homosexualit&#228;t keine «Werbung» machen kann. Was die AIDS-Pr&#228;vention betrifft, so ist festzuhalten, dass Pr&#228;vention nur durch Aufkl&#228;rung m&#246;glich ist. Die Brosch&#252;re «Selbstverst&#228;ndlich» tut dies in klaren Worten und bietet eine Orientierungshilfe f&#252;r homosexuelle Jugendliche. Wenn die Herren Freysinger und Studer solche Bem&#252;hungen sabotieren wollen, so zeigt dies bloss ihre kriminelle Gesinnung: Sie wollen Jugendliche f&#252;r ihre religi&#246;sen Zwecke als Mittel missbrauchen, indem sie ihre Identit&#228;t zerst&#246;ren und ihnen ein schlechtes Gewissen einimpfen. Die Folgen davon sind statistisch belegt (mit einer vermutlich grossen Dunkelziffer): eine hohe Selbstmordrate unter homosexuellen Jugendlichen.</p>
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