Ökologie weiterhin kein Thema beim Autokauf
Gemäss CashDaily vom 20.03.2007 hält der Offroader-Boom ungebrochen an. Höchste Zeit für die Initiative gegen übermotorisierte Fahrzeuge.
Obwohl kaum ein Thema häufiger in den Medien auftaucht ist Ökologie oder der CO2 Ausstoss bei Autokäufern immernoch kein Entscheidungsgrund:
Die Schweizer kaufen so viele Offroader wie nie zuvor. 15 Prozent mehr allradgetriebene Fahrzeuge sind im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat verkauft worden.
Der Klimawandel scheint keinen Einfluss auf das Kaufverhalten zu haben, weiterhin werden vor allem grosse und starke Fahrzeuge gekauft. In der Verkaufshalle der Autoverkäufer wird das Gewissen und der Kopf offenbar deaktiviert.
Eigenverantwortung gibt es hier nicht was dominiert, ist purer falscher Egoismus. Deshalb muss diesem negativen Trend nun ein gesetzlicher Riegel geschoben werden. Oder haben wir plötzlich 15% mehr Pferdezüchter oder Förster? Wohl kaum!

Weisst Du es ist nicht notwendig an dieser Stelle nur die Autofahrer zu geisseln, ebenso könntest Du folgende Threads eröffnen:
Ökologie weiterhin kein Thema bei der Verpflegung
Ökologie weiterhin kein Thema beim Kauf von Kleidung
etc. etc.
Du darfst auch gerne eine Initiative gegen übermotorisierte Fahrzeuge unterstützen, es würde mich wundern wenn diese nur annähernd so gut abschliesst wie die zur Einheitskrankenkasse.
Autokauf muss über den Benzinpreis gesteuert werden, dass ist das Einzige was aus meiner Sicht funktionieren kann…
Allradgetrieben != Offroader
Wenn es wirklich in erster Linie um die Umwelt ginge, dann wäre der Benzinpreis schon das geeignete Mittel. Aber den Linken und Grünen geht es eben um mehr. So ist ein grosses Auto beispielsweise bis zu einem gewissen Grad ein Symbol für wirtschaftlichen Erfolg, also etwas das vielen Linken zutiefst suspekt ist. Wenn man schon nicht per Gesetz verhindern kann, dass einige Leute erfolgreicher sind als andere, dann kann man wenigstens versuchen den Erfolgreichen ihre Spielzeuge zu verbieten.
Im Gegensatz zu ihrem euphestischem Namen richtet sich Anti-Offroader-Initiative ja nicht nur gegen grosse Geländewagen sondern gegen leistungsfähige Autos jeder Karosserieform.
Wenn Linke und Grüne eine Massnahme propagieren, die vordergründig dem Schutz der Umwelt dient, dann sollte man immer das folgende Zitat von Patrick Moore, Mitbegründer von Greenpeace im Hinterkopf haben…
“The other reason that environmental extremism emerged was because world communism failed, the wall came down and a lot of peaceniks and political activists moved into the environmental movement bringing their neo-marxism with them and learned to use green language in a very clever way to cloak agendas that actually have more to do with anti-capitalism and anti-globalization than they do anything with ecology or science.”
oops… hätte natürlich “euphemistischen” heissen sollen.
Wirtschaftlicher Erfolg… so ein Quatsch… grosse (teure) Autos waren vielleicht mal ein Zeichen von wirtschaftlichem Erfolg. Heute ist es vielfach ein Zeichen erfolgreich abgeschlossener Leasings- oder Kleinkreditverträge…
Bliblablubb… Lieber hier lesen als dumm labern: Klimaforscher warnen vor Autoflut Ou, aber das sind sicher auch alles arme Neider die sich nichts sehnlicher wünschen als ein Porsche Cayenne…
In der erwähnten Statistik werden alle allradgetriebenen Fahrzeuge zu den Offroadern gezählt. Mein harmloser Golf 4Motion wäre demnach auch ein böser Offroader…
@roger_ag: Es ist mir schon klar, dass dieser Zusammenhang heute nur noch bedingt gilt, deshalb habe ich auch “bis zu einem gewissen Grad” geschrieben. Das ändert aber nichts an der erwähnten Symbolik.
@Sandro: Was hat der Link bitte mit der “Stopp-Offroader Initiative” (aka Neid-Initiative) zu tun? Wir können hier unserer gesamten Fahrzeugpark einstampfen, das ändert nichts an den Verhältnissen in China…
Wie wärs mit der grossflächigen Lancierung des Treibstoff-Frankens analog zum Klimarappen? Ich stimme JA zum Treibstoff-Franken.
Hoffentlich wird auch diese Initiative vom Stimmvolk bachab geschickt. Sandro, sammelt doch hier (http://www.youtube.com/watch?v=yi3erdgVVTw&eurl=http%3A%2F%2Fwww%2Eoekologismus%2Ede%2F) Unterschriften. Diese Umwetlschützerinnen und Umweltschützer verbieten sogar Wasser.
Die besten Anreize sind bekanntlich immer noch jene die in der rechten Hosentasche wirken…Eine Lenkungsabgabe auf Brennstoffen und Treibstoffen (inkl. Kerosin!) bringt wohl am meisten.
Kategorien wie “Offroader”, “4WD”, “SUV”, “Sportwagen” usw. sind immer irgendwie “ungerecht” – hingegen die Zapfsäule ist unparteiisch
g.
Bravo gumbyman – da find ich doch endlich mal einen mit meiner Meinung.
Ich kann nicht verstehen, warum man immer alles mit Gesetzen, Regeln und Verboten diktieren will. Es ist unglaublich, welche Energie von Gegnern der SUV’s etc in ein mögliches Verbot investiert wird – notabene im Wissen um die absolute Unmöglichkeit dies in unserer direktdemokratischen Gesellschaft durch zu bringen. Eine Lenkungsabgabe auf dem Brennstoff, steuerliche Belastungen auf hohen CO2 oder Feinstaubausstoss und Begünstigungen für umweltfreundliche Autos scheint da doch um einiges realistischer – und besonders umweltfreundliche Lenker könnten erst noch davon profitieren. Es würde also nicht nur bestraft oder verboten, sondern auch ein Anreiz gegeben.
Natürlich sind Lenkungsabgaben geeignet, um gewisse sparsame Fahrzeuge zu fördern. Doch wer sich einen Offroader leistet, den interessiert es nicht, ob das Auto 3000 Franken teurer ist oder nicht. Und auch eine Verteuerung des Treibstoffes führt nicht dazu, dass jemand auf den Kauf eines luxuriösen Statussymbols verzichtet. Bei gewissen Produkten führt eine Verteuerung eher noch zu einer Steigerung der Nachfrage, weil die Exklusivität gefördert wir…Ich bin klar dafür, dass man diese Fahrzeuge verbietet!
Hual, danke für den Link!
@swissalicious
Irrtum, das ist *meine* Meinung! Ok, Vorschlag zur Güte: teilen wir sie
Aber Ernst beiseite, es ist nicht erstaunlich dass Energie gedankenlos verschwendet wird, da sie einfach lächerlich billig ist. Anschauliches Beispiel: auf einer eintägigen Velotour leistet ein Mensch ca. 1kWh, kostet in Form von Benzin so um die 15 Rp.
Wir müssen uns erst mal an den Gedanken gewöhnen, dass dermassen billige Energie weder selbstverständlich noch wirklich nützlich ist, weil wir einen grossen Teil davon nutzlos verpuffen – einfach nur schade drum. Dann muss die Einsicht reifen, dass ein höherer Preis dafür gerechtfertigt und verkraftbar ist, und letztlich als Nutzen wieder zu uns allen zurückfliesst: gleicher Komfort, weniger Umweltbelastung, Rückverteilung der Lenkungsabgaben, mehr lokale Wertschöpfung statt Transfer zu den Ölförderern. Darum: kräftige Lenkungsabgaben auf Treib- und Brennstoffen JA!
@Boeme
Einzelne unverbesserliche Stadtpanzer-Fans sind allenfalls ein Ärgernis, aber keine ernsthafte Klimabedrohung. Wichtig ist, dass die grosse Masse der relativ vernünftigen Leute aus finanziellen Überlegungen ein sparsames Fahrzeug wählt – und das ist bei unseren symbolischen Sprit-Preisen leider einfach nicht der Fall. Der Sprit macht gerade mal so um die 20% der Betriebskosten eines Autos aus – nicht wirklich die entscheidende Grösse.
g.
Warum hat den diese Geiz ist geil Einstellung so eine grosse Wirkung? Das hängt doch alles mit zusammen. Einfach Alles zum tiefsten Preis zu erhalten. Da fährt man auch mal zum Mediamarkt obwohl ein kleiner Händeler im Dorf das gleiche Produkt verkauft. Verpuffen wir noch ein wenig mehr Energie, hauptsache es ist billig….Es hat doch damit zu tun das wir einfach nicht mehr links und rechts schauen. “Nach mir die Sinnflut” Geiz ist Geil
“Da fährt man auch mal zum Mediamarkt obwohl ein kleiner Händeler im Dorf das gleiche Produkt verkauft.”
Die Leute fahren zum Mediamarkt, weil sie dort ziemlich sicher einen besseren Preis haben als bei einem lokalen Kleinhändler. Hart für den Kleinhändler, aber dieser muss sich entweder einen exklusiven Kundenkreis aufbauen, der es sich leisten kann und will, für dasselbe Produkt mehr zu bezahlen, oder einen neuen Job suchen.
Wenn es beim Dorflädeli-händler gleich teuer wäre würde bestimmt keiner zu Mediamarkt fahren, so einfach ist das. Dasselbe gilt auch für Gemüse, Esswaren usw.
“Die Leute fahren zum Mediamarkt, weil sie dort ziemlich sicher einen besseren Preis haben als bei einem lokalen Kleinhändler.”
@driv3r: Ja, genau das glauben die meisten Leute weil sie auf die marktschreierische MediaMarkt-Werbung reinfallen. Abgesehen von den jeweils inserierten Lockvogelangeboten, sind die Preise im MM längst nicht immer günstig. Ich habe es sogar schon erlebt, dass mir ein kleiner Händler einen besseren Preis machen konnte als der MM.
Als ich bei anderer Gelegenheit spontan im MM ein Gerät gekauft hatte, musste ich nachträglich feststellen, dass ich dasselbe Produkt bei einem Internet-Shop für die Hälfte und bei einem anderen (kleineren) Geschäft für ca. 20% weniger bekommen hätte.
Sicher, teilweise hat der MediaMarkt sehr gute Preise, aber einfach blindlings dort kaufen weil man denkt es sei da billiger als anderswo, ist ziemlich dumm…
“Sicher, teilweise hat der MediaMarkt sehr gute Preise, aber einfach blindlings dort kaufen weil man denkt es sei da billiger als anderswo, ist ziemlich dumm…”
Okay, der Mediamarkt ist jetz gerade ein schlechtes Beispiel, da wirklich meistens teurer als andere Läden (ausser bei Medien). Aber dann nimm halt Interdiscount, Fust oder Migros Elektronik, die Chancen dass ein Kleinhändler bessere Konditionen als diese Grossverteiler mit entsprechenden Einkaufskonditionen hat ist minim.