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NZZ: SVP-Hetze ist ok, CS Kritik nicht

Das Geld von der SVP nimmt die NZZ jederzeit gerne, auch wenn in deren Inserate stets gehetzt wird was das Zeug hält. Doch wenn der Bruno Manser Fonds in einem Inserat die CS Kritisiert, finden sich plötzlich Gründe, das Inserat abzulehnen:

Ohne entsprechenden Nachweis drucke man so ein Inserat nicht ab.

Auf der Seite vom Bruno Manser Fonds ist zu lesen:

Der malaysische Samling-Konzern bewirtschaftet rund 4 Millionen Hektaren Forstkonzessionen in Malaysia, Guyana und Neuseeland. Er ist massgeblich verantwortlich für die Zerstörung des Lebensraums des Volks der Penan, für das sich der Basler Regenwaldschützer Bruno Manser Zeit seines Lebens einsetzte. Bruno Manser ist im Mai 2000 in einer Samling-Konzession im malaysischen Bundesstaat Sarawak veschwunden.

Natürlich kann jede Zeitung annehmen und ablehnen was ihr beliebt. Es sieht hier jedoch schwer nach einem freundschaftlichen Zensur-Gefallen aus.

Wir haben natürlich keine Einwände das Inserat auch ohne Gegenleistung “abzudrucken”:

Schluss mit der Zerstörung der Regenwälder

Via infamy

Dieser Artikel wurde von Sandro am Freitag, 23. Februar 2007 in der Rubrik Allgemein und zu den Stichwörtern , , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

4 Kommentare zum Artikel “NZZ: SVP-Hetze ist ok, CS Kritik nicht”

  1. Gletscherpilot am 23. Februar 2007 um 14:44

    Es liegt immer noch in der unternehmerischen Freiheit, Aufträge anzunehmen oder abzulehnen. Im Rahmen von Aufträgen von Zensur zu sprechen ist fragwürdig.

  2. Pia am 23. Februar 2007 um 15:03

    “Ohne entsprechenden Nachweis drucke man so ein Inserat nicht ab.”

    Die Sache wäre doch etwas für NZZ-Journalisten, die sollen da mal etwas recherchieren und dazu einen Artikel anfertigen, aber vielleicht zu gefährlich das alles…

  3. buchi am 23. Februar 2007 um 15:46

    Wenn man bei jedem Inserat einen “inhaltlichen Nachweis fordert”, könnte die NZZ sicher keine Inserate mehr abdrucken.
    Und einer Organisation nicht den Glauben zu schenken, die seit 15 Jahren die Praktiken der Firma Samling beobachtet und so gut wie niemand sonst in der Schweiz über diese Firma Bescheit weiss ist absurd.
    Fakt ist die CS organisiert den Börsengang von Samling. Es sind Klagen der Penan (Urbevölkerung von Sarawak) gegen Samling offen. Im letzten Jahr wurde Samling das FSC-Zertifikat für eine Konzession in Guyana entzogen, weil Samling die FSC Kriterien nicht eingehalten hat.
    Diese drei Fakten müssten als inhaltlichen Nachweis eigentlich reichen.

  4. buchi am 23. Februar 2007 um 15:55

    @Gletscherpilot:
    ja das ist zwar Unternehmerische Freiheit, aber schlussendlich bewirk ein nicht veröffentlichtes Inserat meistens mehr Aufmerksamkeit, als ein abgedrucktes. Ob es also besonders sinnvoll war das Inserat nicht anzunehmen, sei mal dahin gestellt.

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