Glycoramin: Novartis will Doping in den Schulen fördern

Mit einem dynamischen Snowboarder wirbt Pharmagigant Novartis seit neustem in Basel für sein “Schülerdoping” Glycoramin. Eigenen Angaben zu folge will Novartis das Mittel als “…Kult-Energiespender einer jungen und einer sportlichen Zielgruppe…” positionieren. Um diesem Ziel näher zu kommen, hängen in Basel nun viele Wildplakate in der Nähe von Schulhäusern.
Glycoramin enthält 7% Nikethamid, welches auf der Liste der verbotenen Substanzen (Doping) im Sport seht. Zum Beispiel 100-m-Weltmeisterin Torri Edwards aus den USA wurde im Jahr 2004 wegen der illegalen Einnahme von Nikethamid gesperrt.
Ich persönlich finde das Anfixen von Kindern mit “Kult-Energiespendern”, welche Bestandteile enthalten, welche auf der Dopingliste stehen, moralisch höchst fragwürdig. Es vermittelt jungen Menschen den Eindruck, hohe Leistung könne mit Mitteln erhöht werden und Medikamente seien etwas positives, um die eigene Leistung zu fördern.
Übrigens, in der Packungsbeilage von Glycoramin ist nachzulesen, dass das Dopingmittel nur für über 16-jährige Snowboarder verwendet werden soll:
Gly-Coramin soll bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nicht angewendet werden.
Und Novartis Lohnmillionär und oberster Verantwortlicher, Daniel Vasella, meint: Ich habe den Lohn redlich verdient. Ob das wirklich so redlich ist, sei mal dahingestellt.
Artikel / Kommentare:

…Papier nimmt alles an….auch Kleber…
Werden nun die Lehrlinge der Roche auch auf diese Substanz getestet oder wird das Doping der lokalen Konkurrenz als weniger schädlich eingestuft als Cannabis, dessen Produktion und Vermarktung die Industrie nicht kontrollieren kann?
Die frühe regelmässige Konsum schafft eine gute Kundenbindung.
Es ist nur eine Frage der Zeit bis Novartis eine ganz neue Art von glücklich machenden Medikamenten herausbringen wird.
Die Nebenwirkungen würden jahrelang unter den Teppich gekehrt und jegliche Kritik am Medikament würde, als geschäftsschädigend, gerichtlich geahndet. Dass ein findiger Forscher als substanziellen Bestandteil Heroin entdecken wird, wird dann nur noch eine Zeile in den vermischten Meldungen wert sein. Denn die Legalisierung von Drogen wird bereits weit fortgeschritten sein; Endlich könnte der freie Markt alles regeln.