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Nervenschwache Polizisten: Eine Gefährdung für Leib und Leben

Der überbordende Polizeieinsatz an der Anti-WEF Demonstration in Basel hat einen Skandal ans Licht gebracht. Neben der radikalen Einkesselungs-Taktik und der massiven Überzahl von Ordnungshüter, konnte nie von einer direkten Gefahr der Demonstranten ausgegangen werden. Trotzdem sind bei einigen Polizisten die Sicherungen durchgebrannt. In diesem Clip ist zu sehen…

…wie ein Polizist in Vollmontur, nachdem ein Demonstrant einen Gegenstand hinter die Reihen der Ordnungshüter geworfen hat, aus einer Distanz von ca. 5-6m gezielt einen Gummischrot-Schuss abfeuert. Dieser Verfehlt den Kopf des Demonstranten nur um wenige Zentimeter. Die Mindestdistanz für einen Gummischrot-Einsatz beträgt laut einem Protokoll des Kantonsrates Zürich aber bei 20 Meter. Diese Distanz darf nur bei Notwehr und Notwehrhilfe unterschritten werden!! Mal abgesehen davon, dass hier keine Notwehr zu erkennen ist, folgt im Anschluss an diese Schussszene, ein weiterer Schuss in Richtung seitengasse (flüchtende Demonstranten). Sprich, es wird aus derselben Distanz (5-6m) in den Rücken der weglaufenden Demonstranten geschossen! Unhaltbar.

Hier ein paar Zitate aus Leserbriefen an die BaslerZeitung vom 1. Februar 2005. Hier wird deutlich klar, dass der Polizeieinsatz nicht nur von WEF-Gegnern und Links-Radikalen als unverhältnismässig und brutal beurteilt wurde:

“(…) die Polizei hat an einem Nachmittag zunichte gemacht, was wir bei unseren Kindern seit Jahren in mühseliger Kleinarbeit an Demokratieverständnis aufzubauen versuchen.
- S. Rommerskirchen, Basel.

Am vergangenen Samstag bin ich auf dem Barfüsserplatz mit meinen jugendlichen Söhnen und ihren Freunden einer noch nie erlebten Polizeigewalt gegenübergestanden. Doch trotz
dieser massiven polizeilichen Provokation blieben die Jugendlichen gewaltlos…

- G. Handschin, Basel

“(…) Dass wir jetzt in Basel amerikanische Verhältnisse haben, sollte jeden Normalbürger nachdenklich stimmen.” – N. Lützelschwab, Basel

Dieser Artikel wurde von Sandro am Mittwoch, 2. Februar 2005 in der Rubrik Schweiz und zu den Stichwörtern , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

3 Kommentare zum Artikel “Nervenschwache Polizisten: Eine Gefährdung für Leib und Leben”

  1. jesus am 3. Februar 2005 um 20:25

    Unglaublich! Absoluter Wahnsinn! Genova hoch2!! was lauft in diesm Land? Wo wird das noch enden? Wir sollten spätestens jetzt langsam darüber nachdenken diesen ganzen rechtreaktionären faschistischen dreck zu stoppen…sonst kommen wir irgendwann unter die räder…..

  2. Chevy am 21. September 2005 um 17:24

    Ich finde es nur komisch das sich hier niemand über den demonstrant aufregt der den gegenstand in Richtung Polizei wirft.
    Da das nicht selten sehr gefährliche gegenstände sind die die demonstranten umsichwerfen finde ich es richtig das der Polizist geschossen hat. Hätte der Polizist 14m zurücklaufen sollen und dann schiessen? oder den demonstrannt anweisen er möge doch 14m zurückgehen damit er auf ihn schiessen könne? Da bleibt ja nur noch das der Polizist nicht reagiert hätte, und das führt dazu das die Demonstranten den nötigen respekt verlieren.
    Wiso müssen Randalierende Demonstranten mit Samthandschuhen angefasst werden, wenn genau diese die Polizei attakiert?

  3. Chevy am 19. Oktober 2006 um 08:54

    Zitat:
    Jugendliche ohne Respekt: Sie verprügeln schon Polizisten
    von 2000 bis 2004 hat fast ein Verdoppelung der übergriffe auf Polizisten staggefunden.
    Wenn das so weitergeht muss die Polizei in Zukunft jedem aus Sicherheitsgründen Handschelen anlegen, ganz egal wie Jung oder Warum.

    Link http://www.20min.ch/news/schweiz/story/24702783

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