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Mogelpackung Hardbrücke: Sanierung für 100 Millionen?

Die Zürcher SP kuscht vor ihren Stadträten. Diese wollen nämlich eine Abstimmung über den Ausbau der Hardbrücke verhindern. Doch worum gehts genau? Es ist eine Frage der Definition. Wenn das “Provisorium Hardbrücke” für 90 Millionen ausgebaut wird, kann das Volk mitreden ob es das überhaupt will. Wenn das “Provisorium Hardbrücke” für 90 Millionen saniert wird, ist eine Abstimmung nicht obligatorisch. Wieso will der Stadtrat mit Hilfe der SP (und natürlich den Bürgerlichen) hier eine demokratische Entscheidung verhindern? Fürchten die “Scheindemokraten” den Widerstand der Bevölkerung? Offenbar weiss man dort oben, dass die Hardbrücke vielen ZürcherInnen stinkt und sie diesen Schandfleck lieber heute als morgen rückbauen würden.

Ich hoffe jedoch, dass die SP sich noch besinnen wird und nicht versucht, 90 Millionen am Volk vorbei zu schummeln und den Ausbau der Hardbrücke für die nächsten 40 Jahre zu betonieren. Ich hoffe, dass sich jene Kräfte der SP durchsetzen, welche sich ernsthaft für eine umweltfreundlichere und sichere Verkehrentwicklung, sowie demokratische Entscheidungsprozesse einsetzen.

Quelle: Artikel im Blog von Gemeinderat Bastien Girod (Grüne)

Dem schliess ich mich vorbehaltlos an.

Dieser Artikel wurde von Sandro am Mittwoch, 8. November 2006 in der Rubrik Allgemein und zu den Stichwörtern , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

7 Kommentare zum Artikel “Mogelpackung Hardbrücke: Sanierung für 100 Millionen?”

  1. gion am 8. November 2006 um 17:00

    Das “Providurium” Hardbrücke in Zürich ist in der Tat schwer verdaulicher Beton. Allerdings bringt ein Abriss nichts: damit würde nur der Hauptbahnhof und Schleichwege durch Wohngebiete in Höngg stärker belastet.

    Für die Behauptung in Bastien Girods Blog, dass es auf der Hardbrücke nach der Sanierung gar eine zusätzliche Spur für den motorisierten Verkehr gebe, habe ich auf der Homepage der Stadt Zürich keine Information gefunden. Das Hirngespinst dient wohl zur Stimmungsmache und zu nichts mehr.

    Ich glaube nicht, dass der Stadtrat in dieser Frage kuscht: ihm sind die Hände doch gebunden, handelt es sich bei der Hardbrücke um eine Kantonsstrasse: der Stadtrat könnte über deren Abbruch also gar nicht befinden.

  2. sense2 am 8. November 2006 um 18:22

    stadtautobahn! stadtautobahn!

  3. bas am 8. November 2006 um 20:51

    Dass es eine fünfte Spur für den motorisierten Verkehr (Abschnitt Pfingstweid – Eschwerwyss) gibt ist unbestritten und wird nicht einmal vom Stadtrat bestritten.

    UND: Die Stadt Zürich und Winterthur ist für die Gestaltung des Strassennetzes verantwortlich.Der Kanton hat hier nur eingeschränkte und nachgelagerte Kompetenzen (Finanzierung gutheissen). Die Stadt könnte deshalb auch eine andere (ökologischere) Umgestaltung der Hardbrücke vornehmen.

  4. Dr. Desperanto am 8. November 2006 um 21:40

    Wenn man die Hardbrücke sanieren muss – das Alter hat sie mittlerweile – bringen Verzögerungsversuche ja auch nichts. Ich glaube auch kaum (ohne es geprüft zu haben, zugegeben), dass man eine Spur dazufügen wird, wo bitte, soll der Platz dafür vorhanden sein?
    Man wird wohl ehe auf den Uetlibergtunnel warten und hoffen, dass der etwas Entlastung bringt, zumindest von den transeuropäischen Brummis. Und Stau im Tunnel ist immer noch besser als in der Weststrasse oder Rosengarten/Buchegstrasse – stört keine Anwohner.

  5. bluefox am 8. November 2006 um 21:44

    Ich unterstütze die Grünen in diesem Punkt.
    Man sollte die Brücke nicht sanieren und zusammenbrechen lassen. Damit wären auf einen Schlag alle Verkehrsprobleme der Stadt zürich gelöst. Die Lastwagen werden beim Schöneich aufs Tram verladen, damit sie nicht durch die Quartierstrasse Rosengarten (neu eine Begegnungszone) fahren müssen. Bewährt sich dieses Konzept, werden nach und nach auch die anderen Brücken gesprengt, und man freut sich den Beweis angetreten zu haben, dass weniger Strassen weniger Verkehr bedeutet.
    Danach laufen alle im Strickpulli nach Kloten und machen mit Keulen die Flugzeuge kaputt (Plafonierung). Damit wäre dann auch dieses Problem gelöst.
    So geht das!

  6. Rico am 9. November 2006 um 10:36

    Genau, Bluefox. Grins.

    Und solange es eine Möglichkeit gibt, etwas so zu machen, dass der Verhinderungsclub der Schweiz seine unheilvolle Bremserei nicht ausüben kann, soll man es tun. Hätt ich der Stadt Zürich gar nicht zugetraut. Bravo!

  7. Chevy am 14. November 2006 um 10:57

    Das beste währe um die Stadt Zürich eine hohe Mauer zu Bauen, ohne ein und Ausgang damit kein MIV kommen kann, und dann die Stadt einfach vergessen. (Somit sind 80% der Probleme des Kantons Zürichs beseitigt.)

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