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Mörgelis Eigentor im Sonntalk

Victor Ciaccobo lässt den SVP Politiker Christoph Mörgeli im letzten Sonntalk voll in die Wand laufen. Das Thema ist übrigens die Absetzung der Soap “Lüthi und Blanc” des Schweizer fernsehens. Doch sehen Sie selbst:

Quelle: Telezüri

Dieser Artikel wurde von Sandro am Donnerstag, 9. November 2006 in der Rubrik Politik und zu den Stichwörtern , , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

14 Kommentare zum Artikel “Mörgelis Eigentor im Sonntalk”

  1. RonaldCH am 9. November 2006 um 15:50

    Das verstehe ich gar nicht. In was für eine Wand ist denn Mörgeli gelaufen? Was er am Anfang gesagt hat, stimmt doch nicht schlecht und der Rest geht unter im G’schnurr.
    R.

  2. thermite am 9. November 2006 um 16:31

    Häh, ich verstehs auch nicht ganz. Mörgeli ist doch gar nicht dort, wesshalb sollte er also ein Eigentor machen??? Sonderbarer Beitrag.

  3. thermite am 9. November 2006 um 16:32

    Oha, sorry, wie kann ich Mögeli bloss mit Ueli Maurer verwechseln…peinlich.

  4. rlarsson am 9. November 2006 um 17:45

    Huaaahh, tschhhh, hi, hu, haha, blabla, brrrr, grrrr, u tägg ä Wand! Ein riesen Geschnorre, und nichts weiter!

  5. sudsy am 9. November 2006 um 22:15

    sonntalk haben wir vor jahren auch noch empfangen.
    merci für den link, hätte gern weitergeloset..

    http://youtube.com/?v=BQvFudnRJ5o
    bei euren favs gefunden, das ist allerdings
    eher etwas lang vom audio her,
    gut gemacht …..guter schnitt …….ohne ton o mit ton
    je nachdem

  6. sudsy am 9. November 2006 um 22:30
  7. RonaldCH am 9. November 2006 um 22:46

    @sudsy
    Hast du Freude an diesem S….ch? Schau einmal wieviel Bestellungen für diesen Schrott schon über die Bühne gegangen sind. 6 Videos, 1 Subskription. Mit solchen Videos würde ich nicht hausieren!
    R.

  8. Rico am 9. November 2006 um 22:54

    Die hat sicher der Few things bestellt. Der muss immer genau wissen, was bei der SVP geht.
    :-)

  9. Thomas am 10. November 2006 um 00:29

    Das finde ich absolut in Ordnung, was der Giacobbo da tut. Der Mörgeli ist nämlich für die totale Meinungsäusserungsfreiheit: Man soll sagen dürfen, dass der Genozid an den Armeniern und der Holocaust nie stattgefunden haben soll. Man soll sagen dürfen, dass Schwarze faul und Juden reich sind. Man soll sagen dürfen, dass Mohammed ein Kinderficker ist. Etc. etc. Also: Wenden wir die Massstäbe der Verteidiger der totalen Meinungsäusserungsfreiheit auf sie selber an und warten ab, wie sie darauf reagieren und wie lange sie dabei mitspielen. Es lebe das Borat-Prinzip!

    In zwei Fällen hat sich bei den Verteidigern der totale Meinungsfreiheit nämlich etwas ähnliches wie eine Toleranzgrenze gezeigt: Bei den Blocher-Karikaturen im welschen Fernsehen und bei der Bieri-Affäre, als die SVP bereit war, eine kollektivistische Strafaktion gegen die Pro Helvetia zu billigen. So wird offensichtlich, dass die totale Meinungsfreiheit selbst für ihre Verteidiger ein Problem darstellt.

  10. RonaldCH am 10. November 2006 um 11:12

    @Thomas
    Mit dem Hirschhorn-Skandal machst du dir’s schon ein wenig zu einfach. Die Leute sind damals auf die Barrikaden gegangen, weil jener Schrott von Kunst und Theater mit unserm Steuergeld produziert wurde. Das war das Problem! Dass Blocher verhöhnt wurde, – daran haben sich die meisten Bürger längst gewöhnt.
    R.

  11. Chevy am 10. November 2006 um 11:22

    @Thomas

    Borat-Prinzip? kann man das erklären für Leute die sich den Film nicht ansehen wollen oder noch nicht gesehen haben?

  12. Thomas am 11. November 2006 um 15:40

    @RonaldCH: Redest du von der Bieri-Affäre? Die Argumentation von bürgerlicher Seite war damals einstimmig, dass die Menschenwürde des Betroffenen durch die symbolische Pinkelei herabgesetzt wurde, und man hat sich gefragt, wie «die andere Seite» wohl reagieren würde, wenn dort statt einem Blocher-Bild ein Calmy-Rey-Bild gewesen wäre. Nicht der Punkt war, ob die Installation von Hirschhorn nun Kunst ist oder nicht. Denn wenn der Steuerzahler (oder die verantwortlichen Politiker) zuerst definieren müssten, was Kunst ist oder nicht, bevor das Geld verteilt würde, dann hätten wir eine Staatskunst wie zu den Zeiten des sozialistischen Realismus.

    @Chevy: Das Borat-Prinzip ist, wenn sich der Reporter Borat aus Kasachstan z.B. bei einem amerikanischen Waffenhändler erkundigt, mit welchem Gewehr man am besten Juden erschiesst, und der Amerikaner dies vor versteckter Kamera als normales Kundenanliegen behandelt. Oder wenn der Autohändler, den Borat fragt, ob der Geländewagen bei der Jagd auf «gypsies» Schaden leide, ernsthaft antwortet, das komme auf die Geschwindigkeit an. Borat zeigt, was passiert, wenn man die Maske der political correctness fallen lässt und welche Fratze dabei herauskommt. In diesem Sinne muss man die Befürworter der totalen Meinungsfreiheit ab und zu blossstellen, um ihnen den Spiegel vorzuhalten in der Hoffnung, dass diese ihre eigenen Grenzen erkennen.

  13. RonaldCH am 11. November 2006 um 17:23

    @Thomas
    [i]Denn wenn der Steuerzahler (oder die verantwortlichen Politiker) zuerst definieren müssten, was Kunst ist oder nicht, bevor das Geld verteilt würde, dann hätten wir eine Staatskunst wie zu den Zeiten des sozialistischen Realismus.[/i]

    Der Vergleich mit der Zensur unter Diktaturen hinkt. In der DDR und bei Hitler und in andern Diktaturen, wurde die Kunst von der Staatsführung zensuriert und nicht vom Volk.

    Thomas, man kann so oder so argumentieren. Natürlich haben sich SVP-Leute geärgert, dass Blocher verhöhnt wurde, aber viele Bürger, bestimmt auch nicht SVP-ler, waren wütend, dass “Künstler”, wie Hischhorn ihren “Seich” produzieren und sich via Pro Helvetia mit Steuergeld aushalten lassen. Es hat in den letzten Jahren andere Fälle gegeben, wo die Bürger aufgestanden sind, – nicht weil irgendwer beleidigt wurde, sondern weil mit Steuergeld sog. Kunst produziert wurde, die die Bürger als Beleidigung auffassten. Die Kunst dieser Kultur-Agitatoren war nichts anderes als eine Verspottung der Schweiz. Ich denke dabei an der Expo 1992 in Sevilla. Da ärgerten sich viele Schweizer am blöden, provokativen Slogan des Schweizer Pavillons, “La Suisse n’existe pas”. Weiter schüttelten im Jahre 2002 manche Schweizer den Kopf über das eigentümliche Klanghaus Peter Zumthors, besonders aber über die läppischen Sprüche, die damals an Holzwände des Pavillons projiziert wurden. Eine Steigerung des Unsinns erlebten wir alle an der Expo02 durch das unanständige Kopulations-Theater eines Bärfuss. – Momentan gehen die Wellen in St. Gallen hoch, weil wieder ein Kunst-Agitator meint mit Schillers Wilhelm Tell unflätige Zeitkritik nach seinem Gusto produzieren zu können. Ich finde es total richtig, dass sich die Bürger regen, wenn ihnen Kunst aufoktroyiert wird, die sie bezahlen, sie im Grunde genommen aber in irgendeiner Weise abstösst. Es ist gut, dass sich viele Schweizer heute nicht mehr abspeisen lassen mit den bekannten Sprüchen, – “Die Kunst braucht solche Freiräume”.
    R.

  14. Thomas am 17. November 2006 um 01:54

    Eben, in diesem Falle haben die Volksvertreter entschieden, Pro Helvetia zu zensieren. Kunst ist immer eine Risikoinvestition. Ich masse mir nicht an, darüber zu urteilen, was «Kunst» und was «sog. Kunst» ist. Das einzig legitime Kriterium ist, ob der Künstler sein Handwerk versteht. Von den Herren Bärfuss und Zumthor kann man sicher nicht behaupten, sie verstünden ihr Handwerk nicht. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Wäre der Geschmack das Kriterium, könnte man sich nicht einigen, was förderungswürdig ist und was nicht. Sonst würde ich Schwyzerörgeli- und Alphornmusik sofort aus dem Katalog streichen. Für mich ist solche Musik eine Beleidigung des guten Geschmacks. Oder der Verriss des Kuschel-Tenors Andrea Bocelli im Tagi von gestern hat wieder mal deutlich gemacht, dass die Mehrheit manchmal nicht merkt, wenn das «Handwerk» schlecht ist (was dir Profi-Musiker bestätigen können), und trotzdem bereit ist, einiges dafür zu bezahlen. Würde man nicht einen gewissen Minderheitengeschmack subventionieren, dürfte in Zukunft die Dilettantenkultur überhand nehmen. Diese Entwicklung lässt sich z.B. in den USA beobachten.

    Jede Kritik an der Schweiz gleich als Verspottung zu bezeichnen, zeugt eben nicht gerade von jener Grosszügigkeit, die etwa die SVP neuerdings für die Meinungsäusserungsfreiheit fordert. Das ist inkonsequent. Behaupten zu wollen, «das» Volk goutiere solche Äusserungen wie «La Suisse n’existe pas» oder Theaterstücke mit kopulierenden Affen nicht oder verstehe alles als Angriff auf «heilige» Werte, zeugt nicht gerade von demokratischem Respekt gegenüber den Bürgern, welche solche provokativen und frechen Formulierungen und Darbietungen mögen. Der Herr Mörgeli will doch auch Juden-, Schwulen- oder Asylanten-Witze machen dürfen, obwohl das meiste sicher respektlos und beleidigend sein dürfte. Warum diese unterschiedlichen Massstäbe? Zudem zieht sich «Sex & Crime» oder das Brechen von Tabus durch die ganze Kunstgeschichte. Das ist nicht erst in unserer Zeit so. Shakespeare hat Schlächtereien, Verstümmelungen und Sodomie auf die Bühne gebracht, Dante hat Mohammed und den Papst in die Hölle verfrachtet, Caravaggio und Michelangelo haben die Kirche mit ihren homoerotischen Darstellungen verärgert etc. etc.

    Auf die Frage «Was darf Kunst oder Satire?» antworte ich «Alles». Die Kunst braucht solche Freiräume. Nur muss der Künstler die Konsequenzen ziehen, wenn sich jemand oder eine Gruppe von ihm beleidigt oder herabgewürdigt empfindet. Dafür sind solche Paragraphen wie z.B. der Blasphemie- oder der Antirassismusartikel zuständig. Im Falle der Bieri-Affäre haben die Blochers im Ggs. zum Fall der welschen Karikaturen das Ganze nicht so sehr zu Herzen genommen und auch keine Anzeige erstattet. Das Problem wäre nur halb so wild und hätte nicht so viel Aufmerksamkeit erregt, wenn es vom Ständerat Bieri und den Mimosen von der CVP, der FDP und der SVP nicht zum Politikum gemacht worden wäre.

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