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Moderne Sklaverei: Bauern wollen nur noch 8 Franken pro Stunde Zahlen

Die Landwirtschaftliche Organisation Bern und angrenzende Gebiete (Lobag) will, gemäss einem Artikel im Tagi, für die Arbeit von Saisonniers nur noch 8.- pro Stunde bezahlen (1775.-/ Monat bei mindestens 55h/Woche). Bei solcher Bezahlung würde einem “Knecht” gerade noch 500.- in der Lohntüte verbleiben. Da stellt sich die Frage ob nicht eher “Sklave” der bessere Ausdruck wäre? Der Schweizerische Bauernverband empfiehlt seinen Mitgliedern übrigens einen Bruttolohn von 2915.-/Monat (bei 55h/Woche) zu bezahlen. Schon das wird von der Gewerkschaft UNIA als “Lohndrückerei” und “Kanonaler Wildwuchs” betitelt. Sie fordert einen Mindestlohn von 3500.-/Monat bei höchstens 45h/Woche.

Dieser Artikel wurde von Sandro am Donnerstag, 14. Juli 2005 in der Rubrik Wirtschaft und zu den Stichwörtern , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar verfassen. Pingen ist für diesen Artikel gesperrt.

35 Kommentare zum Artikel “Moderne Sklaverei: Bauern wollen nur noch 8 Franken pro Stunde Zahlen”

  1. AlphaPapaGolf am 14. Juli 2005 um 12:45

    Danke Sandro für deine Unterstützung. Ich hatte schon einmal auf diese krasse Ausnützung der Arbeitskräfte hingewiesen.
    Die erweiterte Personenfreizügigkeit würde massiv mehr Druck auf die Arbeitnehmer ausüben.
    Denn Bauern, Gastros und Gewerbler sind noch so gerne bereit, Sklavenlöhne zu bezahlen und die Arbeitskräfte auszubeuten wie einst die Pharaonen ihre Pyramidensklaven.
    Diese Methoden sind im Berner Seeland weit verbeitet. Seit Jahren werden dort “Praktikanten” aus dem Ostblock für die Gemüseernte angeheuert und miserabel entschädigt.
    Gestützt wir diese Freibeuterei von den SVP-Abweichlern Weyeneth und Schmid.
    Die bernischen Bauerntölpel sind aber im Gegenzug gerne bereit, kräftig Subventionen abzuzapfen, mafiös anmutende Vergünstigungen zu kassieren (z.B. steuerbefreiter Diesel für die Stinktraktoren) und uns Konsumenten das Gemüse zu überhöhten Preisen anzudrehen.
    Dann jammern sie an organisierten Zusammenrottungen lautstark in die Mikrophone von Radio und TV, über ihr angeblich so schweres Los.
    Später dann rollen sie im klimatisierten Mercedes auf den Grosbauernhof, derweil die moderne Sklavengruppe in der Mittagshitze auf den Feldern schuftet und rackert.
    …es ist wieder wie vor zweihundert Jahren….!

  2. Sandro am 14. Juli 2005 um 13:33

    Denkst Du, das wird sich ändern, wenn wir die Bürger aus den neuen EU-Ländern diskriminieren? Ziemlich naiv von dir…

  3. eDemokrati.ch am 14. Juli 2005 um 13:37

    Ich finde es sehr stossend, dass die Lohnschere immer weiter auseinandergeht. Doch deshalb einfach die Grenzen zu schliessen, ist keine Lösung. Geschlossene Gesellschaften haben längerfristig noch nie überlebt; denn wir brauchen den Wettbewerb, der die Innovation fördert. Es stellt sich vielmehr die Frage, was man tun kann, damit wir fairere Entlöhnungen haben. Vielleicht nützt es etwas, wenn man diese Problematik mehr vernetzt.

  4. quadour am 14. Juli 2005 um 21:08

    1. Da hat sich APG aber gefreut über dieses Thema. Du nimmst dieses Thema zum Anlass zu sagen: “Seht Ihr, so gehts, wenn wir die Personenfrei.zügigkeit annehmen. Die armen Osteuropäer werden als Sklaven ausgebeutet.” Dabei geht es dir doch gar nicht um die sog. Sklaven. Die sind dir doch ehrlich gesagt scheissegal, es geht nur um Stimmungsmache gegen die Freizügigkeit, da ist kein Argument zu schade.

    2.Die Osteuropäer sind doch mündige Leute, die selber entscheiden, ob sie eine Arbeit zu einem Lohn X annehmen oder nicht. Wenn die den Job für 8.– wollen, so sollen sie ihn haben.

    3. Es geht hier um Erntehelfer und nicht um normale Angestellte. Auch für 4′000.– /Monat kriegen Landwirte keinen einzigen brauchbaren Schweizer für diesen Job.

    4. Schmid und Weyeneth werden durch dich als “SVP Abweichler” (weil sie FÜR die Freizügigkeit sind) hingestellt. Übrigens hast du dein Idol Blocher vergessen. Und jetzt mal tacheles: Wer hat denn die flankierenden Massnahmen als einzige Partei bekämpft?? Natürlich die SVP, sorry, die nichtabweichler SVP! Und jetzt im Abstimmungskampf die Bevölkerung mit Masseneinwanderung schocken, typisch.

    5. Das war offenbar für dich ein unvergessliches Erlebnis: Der Landwirt im klimatisierten Mercedes auf den Hof fahrend… Ich kenne Coiffeusen, welche im klimatisierten Mercedes (es gibt ja versch. Typen, auch weniger teure) zur Arbeit fahren.

  5. AlphaPapaGolf am 15. Juli 2005 um 08:12

    Klar geht es gegen die Personenfreizügigkeit einerseits. Andererseits aber auch gegen die anmassende Politik der Grossbauern. die nicht müde werden in Bern Subventionen und Vergünstigungen zu schnorren. Gleichzeitig aber ihr “Personal” zu Sklavenbedingungen anzustellen. “Erntehelfer” wie du sagst,wie poetisch ausgedrückt.
    Man stellt sich dabei einen Burschen vor, wie er schwungvoll mit der Sense durchs Gras mäht, wohlwollend vom Bauern betrachtet. Aber das war wohl schon zu Gotthelfs Zeiten nicht so.

  6. RonaldCH am 15. Juli 2005 um 14:56

    Ihr seid mir simple Schwätzer! Man merkt, dass ihr nicht die geringste Ahnung habt, was heutzutage bei den Bauern abgeht. Sagt mir eine andere Berufsgattung, die in den letzten paar Jahren 30% des Lohnes streichen musste, wie man es den Bauern abverlangte. Die Mindestlöhne, die die Gewerkschaften von den Bauern verlangen, sind für die Bauern schlicht nicht bezahlbar. Wer glaubt denn schon, die Gewerkschaften hätten plötzlich ein Herz für die Bauern entdeckt. Es geht ihnen doch bloss darum, die ausländischen Landwirtschaftsarbeiter unter ihre Fittiche zu bekommen um ihren Mitgliederschwund in den Griff zu bekommen.

    Mein Neffe hat einen Bauernbetrieb mit ca. 200 Maststieren. Das ist heute keine Existenz mehr, er muss sich nebenbei noch mit verschiedenen andern Beschäftigungen über Wasser halten. Die Bauern wissen, dass sie weiter Verzicht leisten müssen, was dazu führt, dass das Bauernsterben beschleunigt wird. – Die Gleichen, die heute ihr Maul über die Bauern aufreissen, werden wieder maulen, wenn sie mit der Tatsache konfrontiert werden, dass die gestorbene Schweizer-Landwirtschaft die Bevölkerung nicht mehr versorgen kann mit frischen, gesunden Lebensmitteln. Dann könnt ihr essen, was die EU rundherum produziert und müsst euch zufrieden geben mit EU-Qualität, ob euch dies gefallen wird? Kann ja sein, dass ihr Linken deswegen unbedingt in die EU wollt, damit ihr dann diese Missstände in Brüssel reklamieren könnt.

    Ich möchte euch vorschlagen, einmal einen Landdienst, wie es früher üblich war, zu buchen, damit ihr endlich wisst, von was ihr schwatzt, wenn ihr über die Bauern ein Urteil fällen wollt.
    RonaldCH

  7. quadour am 15. Juli 2005 um 21:36

    Ruhig Blut Junge. Andere grossartig als Schwätzer zu diffarmieren aber selber KEIN EINZIGES Argument in die Runde zu legen…, das geht nicht gut, ganz sicher nicht in diesem Forum.

    Zur Einleitung: Ich esse oft in der EU und fast immer schmeckt es ausgezeichnet und ist erst noch halb so teuer wie in der CH. Und dann noch dies: In der EU werden rund 5% der Getreide biologisch angebaut, in der Schweiz sind es nicht mal 2%. Geh doch mal Bio Teigwaren im Coop kaufen, da steht als Herkunft drauf: EU, USA und Kanada.
    Nun zu deinen Bemerkungen:
    “In den letzten Jahren 30% weniger Einkommen”.
    Frage 1: in wieviel Jahren (letzte Jahre)?
    Frage 2: Wer hat 30% weniger verdient? Ist da die Schwiegermutter und die uneheliche Tochter, die ab und dann auf dem Hof arbeiten auch mit drin?

    Das Blöde ist ja, dass diese bäuerlichen Einkommensstatistiken vom Bauernverband kommen. Also völlig unglaubwürdig! Gebetsmühlenartig heisst es 2 mal pro Jahr, dass das durchschnittliche einkommen unserer hart arbeitenden Agrarier höchstens gleich ist.

    Frage 3: Diese pro kopf Einkommens Statistiken beinhalten natürlich auch tausende von Hobby- und Kleinstbetrieben. Wir reden hier von weniger als 5′000m2 Land, denn die erhalten ebenfalls Flächen- und Ausgleichsprämien.

    Frage4: Weisst du eigentlich, wie das Subventionswesen in der Schweiz aufgebaut ist? Ich glaube nicht, denn du kommst mit populistischen Argumenten wie: die Landwirte verdienen seit ein paar Jahren 30% weniger, die Preise sind immer tiefer…

    Ich bin selbst Landwirt, in der Schweiz und in Deutschland (in Serbien habe ich auch noch Betriebe), also ich weiss, wovon ich rede. So, und nun die “Subventionen”: Als Vergleich mit dem Ausland habe ich unseren Nachbarn Baden-Württemberg gewält:
    Flächenprämien pro ha Ackerland: CH: 1′700.–, D: 350 EURO (Faktor 3.25 mehr)
    Flächenprämien pro ha Ackerland Brachland: CHF 3′800.–, D: 550 Euro (Faktor 4.6 mal mehr)
    Abnahmepreise Produkte: Beispiel Weizen Klasse A: in D: 90 Euro (=130 Fr.), in der Schweiz 520 CHF, also rund 4 mal mehr.
    Aufgrund der obigen Preise kommt ein 50ha Ladwirt, der NUR Ackerbau betreibt auf ein staatlich gesichertes Einkommen von rund 200′000 Fr. und das wohlbemerkt mit mind. 20 Wochen Urlaub.

  8. RonaldCH am 16. Juli 2005 um 02:09

    @quadour
    Warum sprechen sie von 50ha Betrieben? Wenn dies für sie die rentierende Grösse eines Bauernbetriebes ist, müssen aber bestimmt noch eine ganze Menge bäuerlicher Betriebe in unserm Land den Laden dicht machen, da geben sie mir wohl Recht. Mit den EU-Bio Betrieben würde ich nicht allzu sehr auf den Putz hauen. Da sie ja angeblich Landwirt sind, wissen sie doch, dass ein Bio-Betrieb in der Schweiz nicht ganz dasselbe ist wie ein Bio-Betrieb z.B. in Deutschland.

    Die 30% Lohnverlust habe ich aus der Presse. Ob das vom Bauernverband ist, weiss ich nicht und wenn ja, glaube ich vorerst einmal nicht, dass diese Leute lügen. Ich denke schon, dass es darauf ankommt, wie man die Statistik macht, aber ob irgendwelche Beamte besser wissen, was die Bauern verdienen, als die Leute vom Bauernverband, bezweifle ich sehr. Ich weiss aber, was mein Bruder und jetzt sein Sohn leistet und dafür einnimmt. Leider sind sie nicht mit einem 50ha Betrieb gesegnet, was für sie scheinbar ein Gut mit Überlebensberechtigung ist.
    R.

  9. heleninah am 16. Juli 2005 um 12:21

    würde das problem des dumpingslohns nicht ein gesetz zu mindestlohn lösen? wie ich aus den beiträgen entnehmen konnte, sind manche sektoren in der ch an die fremdarbeiter angewiesen und die tatsache, dass diese für den billiglohn willig sind zu schuften, spricht ´ne klare sprache. sie sind bereit, sich für diesen lohn ausbeuten zu lassen , denn sie sich in ´ner lage befinden, in der sie auch auf das wenig angewisen sind. weder die arbeitnehmer noch die arbeitgeber sind in dieser zwickmühle relevant, sondern der staat und dessen gesetze bzw. die rahmenbedingungen.
    gruß aus berlin
    heleninah

  10. RonaldCH am 16. Juli 2005 um 15:01

    @heleninah
    Echt sozialistisch gedacht, der Staat wird’s richten. Wer noch heute nicht gemerkt hat, dass diese Denkart zum Bankrott führt, ist unbelehrbar. Der Landwirt und ebenso der Staat, kann nur ausgeben, was er bekommen hat. Es wird immer so sein, dass die Schweizer Bauern höhere Produktionskosten haben, als die grossen Landwitschaftsbetriebe Frankreichs und Deutschlands. Darum können sie nicht konkurrieren und sind nicht im Stande, die von Gewerkschaften verlangten Mindestlöhne zu bezahlen.

    Ich wundere mich immer über das Geschrei der Sozialisten, die Schweiz spare sich kaputt. Dass Schulden anrüchig und etwas Negatives sind, weiss jedermann im Privatleben, nur im Staatswesen soll es unbedenklich sein. Die Frucht solchen Denkens ist heute überall in Europa sichtbar geworden und noch immer macht die Linke jene Politiker, die der Schuldenwirtschaft ein Ende machen wollen, fertig.
    RonaldCH

  11. quadour am 16. Juli 2005 um 20:56

    @ronaldCH:
    Ich habe die 50ha als BEISPIEL genommen, wenn du denkst, dir genügen 100 Riesen im Jahr, gehts ja auch mit einem 25ha Mikrobetrieb (ich betone auch hier: NUR Ackerbau), dann gibts dafür sogar noch was mehr Freizeit obenauf.

    Andererseits: deine Antwort zu heleninah ist richtig. Unser Gast aus Berlin bedient sich jetzt schon des Ausdruckes “Fremdarbeiter”. Ob die wohl schon auf Lafontaines (20% der “neuen Linkspartei” sind NPD Wähler) Nationalsozialistischen Zug aufgesprungen ist?
    Ich betrachte die Entwicklungen in D mit Argusaugen. Sollte dieser Typ es schaffen, innerhalb 2 Jahren auf 25% zu kommen, verkaufe ich alles in Deutschland. Dann ist dieses Land verloren. Dann kommt wieder ein Führer, und dann kommt Krieg.

  12. Smith am 16. Juli 2005 um 21:48

    Für jemandem, der in seinem Heimatland in einer guten Stelle maximal Fr. 200 im Monat verdienen kann, sind Fr. 500 oder Fr. 2915 ein exzellenter Lohn und er wird sich gern verbessern. Manche Leute glauben, sie müssten anderen zu mehr Lohn verhelfen und ihr einziges Mittel ist die moralische Entrüstung. Warum sie dies machen, ist nicht immer bekannt, aber vermutlich verdienen sie ihr Geld damit. Die Funktionäre der Gewerkschaft Unia haben ihre Patentrezepte mt den Taxifahrern am Flughafen Zürich probiert. Nun hat Unique Airport dem Taxikonzessionär die Lizenz gekündigt. Für die Gewerkschaft Unia ist dies ganz und gar unverständlich, wo doch eigentlich alles in bester Ordnung war. Sie probieren es und manchmal ist es ein schöner Schuss ins Ofenrohr. Aber auch da haben die wackeren Funktionäre ein gutes Rezept. Es gibt ja noch Arbeitslosengeld und Sozialhilfe.

  13. RonaldCH am 16. Juli 2005 um 22:56

    @quadour
    Den Deutschen laufen die Steuerzahler davon, was den Staatsbankrott beschleunigen wird. Für die Schweiz ist es aber auch kein sicherer Gewinn, die vielen Deutschen zu bekommen, denn sie besetzen Arbeitsplätze von Schweizern, was ganz sicher die Arbeitslosenzahlen hochtreiben wird, auch wenn EconomySwiss und Arbeitgeberverband dies heftig ableugnet. Der Dümmste muss merken, dass Arbeitsplätze verloren gehen, wenn Facharbeiter hereinkommen und keine, oder nur in beschränktem Ausmass neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Dabei sind die Sozialisten in ihrem Wahn zur Internationalisierung die bedauernswertesten Subjekte, – sie verraten ihre eigene Klientele. Lesen sie bitte einmal folgenden Blog:
    http://medienkritik.typepad.com/blog/2005/07/germans_move_aw.html#comments
    RonaldCH

  14. Lukas am 17. Juli 2005 um 21:19

    Also ich meld mich hier jetzt auch einmal zu Wort.
    Die Landwirtschaft ist für mich ein heikles Thema. Einerseits finde ich die Subventionen für die Landwirtschaft ziemlich hoch, andererseits schätze ich Schweizer Eier,…

    Die UNIA hat zum Teil Forderung, die in der heutigen Zeit nicht mehr berücksichtigt werden können.

    Zur Personenfreizügigkeit:
    Anstatt sich hier für die Arbeiter einzusetzen, gehen die Gewerkschaften auf Kuscheltour mit den Arbeitgebern.
    Dies finde ich sehr komisch. Ach nein, denn die Gewerkschaften wollen ja UNBEDINGT in die EU und dann scheissen sie auf die Arbeiter. Ich hoffe immer noch, dass die Basis der UNIA z.B. anders stimmen wird.
    Für den 25.Sept. empfehle ich allen dringenst ein NEIN in die Urne zu legen, um den Fehler vom 5.Juni wieder aufzubessern!

  15. Sandro am 18. Juli 2005 um 13:19

    @Lukas
    Hast Du auch noch ein Argument?

  16. Hual am 18. Juli 2005 um 16:48

    @Roland

    200 Masttiere??… ahh ich liebe genau diese bauern…. und noch jammern ihr Tierquäler!

    Gibt es auch bald Mastbauern?

  17. RonaldCH am 18. Juli 2005 um 19:34

    @Hual
    Beruhigen sie sich, Hual. Da sie wahrscheinlich ein Tierschützer sind, müssten sie doch wissen, mit was für Auflagen die Bauern heute bezüglich Tierschutz geplagt werden. Diese 200 Tiere sind gut untergebracht, sie dürfen ruhig schlafen. Oder leben sie etwa in der Stadt und leiden unter tierschützerischen Einbildungen, die zu den teilweise absurden Vorschriften führten, die die Bauern heutzutage einhalten müssen?
    RonaldCH

  18. haesi am 18. Juli 2005 um 22:39

    Hallo!

    Mich nervt dieser Landwirtschafts-Filz schon seit geraumer Zeit. Bin für einen sofotigen Subventionsstopp ohne irgend eine Ausnahme. Was hierfür unsinnig viel Geld verblödet wird ist eine Frechheit gegenüber jedem Steuerzahler. Für jede noch so olle Tomate, beinahe jeden Fleck Wiese, wird mit der grossen Kelle Geld verteilt. Einfach eine Idiotie. Da werden 4% der Bevölkerung gehätschelt, dass es einem übel wird. Das wundert einem aber nicht, wenn man bedenkt, dass 15 % der sogenannten Volksvertreter Bauern sind; ein Riesenfilz.

    Habe vor einer Woche eine interessante Gegenüberstellung gelesen:
    - Die Schweizer Bauern erhalten sage und schreibe 71% Subventionsanteil (pro 100.– Fr Landwirtschaftseinnahemen sind 71.– Fr. subventioniert!!)
    - In der bösen, supergefährlichen EU sind es z.B “nur” 34%
    - In Neuseeland nur 5 %

    Kommt dazu dass trotz dieser exorbitanten und unverschämten Subvention die Verkaufspreise sehr hoch sind. Wenn Äpfel mit Zollaufschlag aus Neuseeland billiger sind als lakale, stimmt schon einiges nicht (Sinn und Unsinn des langen Transportes ist wieder ien anderes Thema)

    Ist einfach völlig ungerecht gegenüber jedem (!) Steuerzahler oder Selbstständigerwerbenden: Der erhält nicht mal einen Tag Zahlungsaufschub für die Steuern ohne dass er eine Betreibungsandrohung mit Verzugszinsen bekommt.

    Wie würde es wohl tönen, wenn z.B. ein Schreiner Subventionen verlangt, nur weil er eine schweizer Säge benützt. Ist ungefähr der gleiche Blödsinn.

    Aber nein wir behindern ein längst fälligen Strukturwandel mit Steuergeldern. Diese Gelder könnte man wesentlich intelligenter einsetzen (z.B. in Forschung, Bildung etc.). Dies bringt der Gesamtwirtschaft und unseren Kindern wesentlich mehr, denn Sie müssen sonst für für diesen Blödsinn doppelt leiden.

    Wie gesagt; bin für einen kompletten Subventions-Stopp. Subvention ist eine unnötige, unsoziale und vor allem ungerechtfertigte Geldverschwendung Geldverschwendung.

  19. Hual am 19. Juli 2005 um 14:12

    @Roland

    Ich habe schon lange aufgehört mit euch Bauern über die Tierhaltung zu diskutieren vorallem mit Bauern die eine Tierfabrik betreiben!
    Leider sind die wenigsten Einwohner der Schweiz über die Katastrophalen Zustände in Schweiz bei der Tierhaltung im Bilde sonst wäre der Fleischkonsum wahrscheinlich schon viel drastischer gesunken.

    Mach dir selber mal ein Bild falls Du vor Lauter ….. überhaupt och dazu fähig bist.

    Sehr viele Info zu finden, müsstest Dir nur mal etwas Zeit nehem.

    http://www.vgt.ch

  20. RonaldCH am 19. Juli 2005 um 14:52

    Ich bin gar kein Bauer, von da her könnten sie ruhig weiter diskutieren mit mir. Aber ich bin kein Vegetarier und werde es vermutlich auch durch ihre Enthüllungen nicht werden. Über Herr Kessler wüsste ich ihnen auch Dinge zu erzählen, die sie auf keiner WEB-Seite finden. Ich gebe ihnen aber Recht, es hat viele Missstände gegeben betr. Tierschutz, die anzuprangern waren, aber Einiges an den Kampagnen des Tierschutzes und des WWF war nicht akzeptabel.
    RonaldCH (Hual, ich habe mich nicht verschrieben)

  21. RonaldCH am 19. Juli 2005 um 15:03

    @haesi
    Warum denken sie nicht einmal darüber nach, wieso die Preise von Lamdwirtschaftsprodukten in der Schweiz so hoch sind? Wo sind all die Preis-Korrekturen für Obst und Milch und Fleisch etc. der letzten Jahre verschwunden? Warum schimpfen sie nicht über die Grossverteiler Coop und Migros? Versuchen sie herauszufinden, wieviel der Produzent, der eine Menge Arbeit hat mit den Produkten, bekommt und was für einen Riesenanteil der Verteiler weg nimmt, der fast kein Risiko trägt und nur Vorschriften macht. Bleiben sie ruhig, bald können sie bei Aldi und Lidl einkaufen. Vielleicht sind sie dann zufrieden.

  22. Hual am 19. Juli 2005 um 16:11

    @Roland

    Ich kenne noch einige aus der alten Truppe um Truddi bevor es den vgt überhaupt gab und weiss so noch vieles das wirklich “noch” nicht im Web steht.
    Bin aber trotzdem wenigstens ein bisschen positiv überrascht :-)

    PS. was soll das bedeuten? (Hual, ich habe mich nicht verschrieben)

    bitte um Erklärung

  23. RonaldCH am 19. Juli 2005 um 18:51

    @Hual
    Sie sind wie meine Frau, die liest auch alles nur halb, oder verdreht. Ich unterschreibe mit “RonaldCH” nicht mit “Roland”. Dies nur nebenbei, spielt aber keine Rolle, da der name sowieso ein Alias ist, wie ihrer wohl auch.
    R.

  24. quadour am 19. Juli 2005 um 21:07

    @21: …landwirtschaftliche Preise so hoch:
    Weil z.B. der Abnahmepreis für A-Weizen franko Hof rund 4mal höher ist als in Deutschland (hatte ich oben dargelegt).

  25. RonaldCH am 19. Juli 2005 um 21:39

    @Quadour
    Ich hab ihre Aufstellung gelesen. Aber machen sie doch jetzt einmal eine Skizze, wie sich der Preis von Obst, oder Fleisch, oder Milch zusammensetzt. Sind sie nur am Ackerfeld interessiert? Ist bestimmt aufschlussreich, was Coop und Migros garnieren, die die Güter nur ein wenig herum schieben und verkaufen. Kein Risiko betr. Schädlinge, Wetter, Preiszerfall wegen Überangebot oder Importen etc. etc.
    RonaldCH

  26. Hual am 20. Juli 2005 um 13:53

    @Hual
    Sie sind wie meine Frau, die liest auch alles nur halb, oder verdreht. Ich unterschreibe mit “RonaldCH” nicht mit “Roland”. Dies nur nebenbei, spielt aber keine Rolle, da der name sowieso ein Alias ist, wie ihrer wohl auch.
    R.

    Kommentar von RonaldCH — 19. Juli 2005 @ 18:51

    @Roland
    Deine Rückschlüsse in Ehren, aber ich denke mit Deiner Frau habe ich nicht viel Gemeinsamkeiten, und auf alle Fälle nicht die, welche von Dir aufgezählt wurden.

    Stell Dir vor der freche Hual hat sich die Frechheit erlaubt und deine Nationalzugehörigkeits-Symbol in deinem Nick einfach weggelassen….. ich hoffe Du fällst desshalb nicht in eine Identitätskriese… :-)

    Ich haben es aber zur Kentniss genommen das Du ein Eidgenosse bist :-) )

  27. zpo am 20. Juli 2005 um 14:11

    @Hual
    Ob mit oder ohne CH, Ronald und Roland ist nicht das selbe!

  28. RonaldCH am 20. Juli 2005 um 15:13

    @Hual
    Sehen sie Hual, zpo ist kein Legastheniker. Vielleicht sind sie einer, haben es aber offensichtlich noch nicht bemerkt.
    Das CH habe ich dazu gesetzt, damit ich mit andern Ronalds in ausländischen Formus nicht verwechselt werde.
    R.

  29. Hual am 21. Juli 2005 um 09:48

    @Roland McDonald

    Vielleicht sind sie einer, haben es aber offensichtlich noch nicht bemerkt.

    Vielen Dank für die nette Belehrung?? Und was genau soll das sein? Vielleicht sind sie einer..und dann OFFENSICHTLICH nicht bemerkt?
    Also wenn Du mich als Legastheniker fragst ist entweder das “Vielleicht” oder das “Offensichtlich” zuviel in Deinem Satz sollte er grammatikalisch korrekt sein :-)

    Wenn Du meinst andere so auf Ihre Schwächen/Behinderungen aufmerksam machen zu müssen…..
    so hoffe ich wenigstens das Du Dich danach besser fühlst.

    Kannst mir glauben ich weiss davon schon gut 24 Jahre länger als Du und habe mich damit auch genug rumschlagen müssen… und ist sogar trotzdem noch was aus mir geworden obwohl ich auch noch Ausländer bin :-)
    Ausländischer Legastheniker.. zzzz

    Und Dein CH find ich auch nach Deiner Erklärung nicht nennenswert bzw schreibenswert… oder unterscheidest Du Dich sonst nicht von denen oder ist Deine Fantasie schon so beschränkt? :-)

    Ich hätte da genug Ideen für Dich ;-)

  30. RonaldCH am 21. Juli 2005 um 20:09

    @Hual
    Tun sie doch nicht so empfindlich. Es war schon komisch, dass sie nicht gemerkt haben, was ich meinte mit der Rüge um die Schreibweise meines Alias.

    Warum denken sie, mein angehängtes CH sei so blöd? Es kam vor, dass andere ihren Text mit meinem Namen unterschrieben haben, ich aber mit dem Inhalt auf keinen Fall einverstanden war. Also hätte ich meine Namen ändern müssen. Nun habe ich ihn einfach erweitert, wie es z.B. Brasilianer getan haben, indem sie ein BR hinten dran gehängt haben. Können sie’s jetzt vielleicht verstehen? Wenn nicht, ärgern sie sich einfach weiter an meinem Nicknamen, bis ich irgendwann verschwinde.

    Was sonst haben sie noch für Ideen für mich? Schiessen sie los!
    R.

  31. Hual am 22. Juli 2005 um 10:11

    @Ronald :-)

    Tun Sie nicht so empfindlich? :-) das darf ich aber zurückgeben.

    Du hast Probleme (Nickname!)
    Wirklich keine andere Idee gehabt als CH??????

    Da gibt’s Leute die schreiben ihren Jahrgang/Teil davon dahinter (find ich persönlich genau so fantasielos).
    Wenn es unbedingt auf den realen Ronald stimmen soll genügt ev der erste Buchstabe Deines Nachnamens.

    Aber es gibt noch ca 10000000000000000000000 fantrasievollere Möglichkeiten.
    Nimm doch einfach einen Namen der 200 Masttiere Deines Neffens, der hat bestimmt für jedes seiner Masttiere einen Namen oder etwa NICHT?? Dann wären es ja für ihn keine Lebewesen mit Gefühlen und Bedürfnissen sondern nur eine Waare…..

    BigRonald, oder Ronald de Donald, Ronald im Glück, MorgenstundRonald und noch 9999999999999999999 weitere…

    Danke für die Unterhaltung

  32. Sandro am 22. Juli 2005 um 11:30

    Darf ich sie bitten, beim Thema zu bleiben. Auf ignoranz.ch ist eine Diskussion zum Thema erwünscht, dabei spielt der Nickname eine undergeordnete Rolle. Auch Tippfehler werden sowohl dem Verfasser des Artikels, wie den gschätzten Lesern und Kommentatoren grosszügig verziehen. Herzlichen Dank.

  33. AlphaPapaGolf am 22. Juli 2005 um 12:17

    Früher haben sich Typen (wie z.B. RonaldCH und Hual, der hinterhältige Vietcong) im Morgengrauen getroffen und sich mittels Pistole oder Degen duelliert.

    Aber CH als Ergänzung zum Nickname ist ok. Warum sollen immer nur Ausländer auf ihrer Idendität beharren dürfen…und sogar penetrant darauf herumreiten..???

  34. Pete am 26. September 2005 um 20:36

    Dieser Artikel passt sehr gut zum Abstimmungsergebniss vom Sonntag.
    Arbeit für 8 Franken oder weniger wird dank dem JA zur Ost-Personenfreizügigkeit immer mehr kommen! Oder glaubt noch Jemand, ausser den Genossenschaftlern, an die flankierenden Massnahmen?

  35. AlphaPapaGolf am 27. September 2005 um 09:54

    Die neuen Sklaventreiber (Agros und Gastros vor allem) werden alles daran setzen, die sogenannten Inspektoren nach Strich und Faden auszutricksen.
    Die neuen Sklaventreiber sind die Profiteure der erweiterten Personenfreizügigkeit. Denkt ihr ich sei ein Schwarzmaler ?
    In Deutschland wurde vor kurzem der Grosspediteur Betz (mehrere Tausend Lastwagen in Europa) verhaftet weil er illegale Chauffeure aus dem Ostblock in Europa fahren liess. Das zu Hungerlöhnen. Die eigenen deutschen Chauffeure hat er mit einem Tritt in den Arsch ins Hartz 4 entsorgt.

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