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Mobility und Myclimate arbeiten zusammen.

Myclimate, die Firma, bei welcher man bisher das ausgestossene CO2 von Ferienflügen kompensieren konnte, nimmt ein neues “Produkt” ins Angebot auf. Ab sofort kann man dort auch das ausgestossene CO2 von Autofahrten mit Mobility Autos kompensieren:

… ab 01. September 2006 haben Mobility-Kundinnen und -Kunden die Möglichkeit, ihre Mobility-Fahrten klimaneutral gegen einen Aufpreis von 2 Rappen pro Kilometer zurückzulegen.

(Quelle)

Für läppische 2 Rappen/Km kann man seine Mobilität Klimaneutral halten. Es ist schon vernünftig ein Mobility Abo anstatt ein Auto zu besitzen, nun kann man dies zusätzlich noch Klimaneutral machen. Grosses Bravo!

Ich habe mich schon lange gefragt, wieso Myclimate nicht auch CO2 Tickets für andere Bereiche des Lebens ausstellt. Zum Beispiel für Webseiten (CO2 neutrales Webhosting für ignoranz.ch…) oder sonstige elektrische Geräte wie Kühlschränke, Computer, Stereoanlagen oder am besten grad ein CO2-neutrales Leben für 50.- / Monat?

Dieser Artikel wurde von Sandro am Freitag, 11. August 2006 in der Rubrik Umwelt und zu den Stichwörtern , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

21 Kommentare zum Artikel “Mobility und Myclimate arbeiten zusammen.”

  1. Dreckfilter am 11. August 2006 um 14:00

    “oder am besten grad ein CO2-neutrales Leben für 50.- / Monat?”

    Ich sehe schon, da entwickelt sich die Idee einer neuen Kopfsteuer! Das Atmen wird nun besteuert, schliesslich atmen wir O2 ein und lassen CO2 raus.

    Solche Steuern gab es schon im Mittelalter, primär in Monarchien; sie waren stets wahnsinnig gerecht und förderten den Kassabestand der jeweiligen Herrscher enorm. Ich dachte immer, wir hätten aus der Geschichte der Menschheit etwas gelernt, dabei machen wir immer wieder mit regelmässigen Abständen dieselben Fehler. Ich bin sehr erstaunt und auch etwas enttäuscht; wollen da einzelne Extremisten zu einem totalitären Regime zurückkehren?

  2. Sandro am 11. August 2006 um 14:05

    Steht irgendwo irgendwas von obligatorisch? Wirst du eigentlich Behandelt wegen deiner ausgeprägten chronischen Steuerparanoia?

  3. Moni am 11. August 2006 um 14:10

    Ich höre nun zum x.ten mal was von einer Steuer in diesem Zusammenhang. Das stimmt doch gar nicht. Was soll das eigentlich? Im Gegenteil, Beiträge an Myclimate könnten sogar von der Steuer abgezogen werden…

    Ein CO2 neutrales Leben wäre aber nicht für Fr. 50.-/Monat erhältlich bei dem was wir so produzieren.

  4. Velofahrer am 11. August 2006 um 14:31

    Eigentlich wäre dies ja eine gute Sache – es stellen sich aber 2 grundlegende Problemen:

    1. Die 2 Rappen können wahrscheinlich kaum den entstandenen Schaden aufheben. Was uns auf eine fundamentale Frage bringt… wie kann/soll dann der Wert von CO2 überhaupt beziffert werden? Durch die Schäden, die aus Unwetter entstehen? Durch den emotionalen Schaden, welche durch Folgen der Klimaerwärmung verursacht werden (Quallenwunden etwa?)? Oder über Angebot und Nachfrage (je mehr Kohlendioxid in der Luft liegt umso billiger oder wie war das jetzt wieder?). Zudem wird ausgeblendet, dass zum Autofahren auch der Bau des Fahrzeugs gehört (mit einem immensem Energieaufwand) und Strassen gebaut werden müssen (auch hier mit immensem Energieaufwand).

    2. Es liegt auf der Hand, dass man sich so sein schlechtes Gewissen beruhigen kann – so ist gegen die Schutzbehauptung “Ich fliege/fahre zwar, aber zahle ja auch dafür!” nichts mehr einzuwenden. Dies ist klassischer Greenwash – so zu tun als würde man auf die Umwelt achten und sie gleichzeitig schädigen, alles mit grünem Gewissen. Und das zu einem Preis, dem niemandem weh tut – eigentlich müssten 50 Franken pro Liter Benzin verlangt werden, damit auch weniger gefahren wird.

    Ich bin eh dafür, dass Autos abgeschafft werden – was nützt es dem angefahrenen Kind, wenn der Fahrer 2 Rappen zusätzlich für den letzten Kilometer bezahlt hat?

  5. Moni am 11. August 2006 um 14:35

    @Velofahrer

    Du willst mir ja nicht weismachen, dass Du NIE in einem Auto sitzt. Zudem werden Deine Güter auch auf der Strasse (Lastwagen fahren übrigens auch Kinder an) transportiert. Ich schlage vor, dass Du Deinem Velo einen riesigen Anhänger anhängst und nach Spanien fährst und dort die Früchte und das Gemüse höchstpersönlich abholst. Dann zahlen wir Dir 2 Rappen/km für Deine Mühe.

    Schau, ob nun die 2 Rappen bezahlt werden oder nicht, Auto wird so oder so gleichviel gefahren. Wenn jetzt aber die 2 Rappen helfen, den Schaden für die Umwelt etwas zu minimieren, dann hast auch Du (oder Deine Nachkommen) etwas davon.

  6. Dreckfilter am 11. August 2006 um 14:40

    @ Sandro
    Meine “Steuerparanoia” ist nicht therapierbar, weder psychiatrisch noch psychologisch (der Therapiewille fehlt, was unabdingbare Voraussetzung dafür wäre)! Wie kommst du aber eigentlich darauf, dass ich diesbezüglich eine Paranoia hätte? Aber vielleicht liesse sich das Thema auch unter dem Titel “Verbrauchsgebühr” abhandeln ;-) ?

    Ich habe den Eindruck, dass ihr um alles in der Welt diese Idee nicht zu Ende denken wollt, denn nichts anderes als das habe ich getan. Und die Konsequenz deiner Abschlussfrage ist eben eine pauschale Kopfabgabe, an wen auch immer diese entrichtet wird. Bei Entrichtung an ein staatsliches Gemeinwesen ist das dann eben eine Kopfsteuer, sorry! Und zum Glück kann uns noch kein Staatswesen in der Schweiz zwingen, Gelder an nicht-staatliche Institutionen zu überweisen.

    Dass man die Zahlungen an Myclimate von den Steuern abziehen kann, heisst übrigens nur, dass die dahinterstehende Organisation sich genügend gemeinnützig beim Steueramt präsentiert hat, was heute eine relativ geringe Hürde darstellt (man betrachte beispielsweise die Stiftung des Immobilienkönigs Stefanini, welche als Zweck hat, Bilder in nicht zugänglichen Räumen zu horten und daher als gemeinnützig gilt).

  7. Moni am 11. August 2006 um 14:49

    @Dreckfilter

    Warum Myclimate als gemeinnützig von den Steuern abgezogen werden kann hat klare Gründe.

    Die Autofahrer müssen ja keine Abgabe leisten, Du kannst also weiterhin herumfahren wie Du willst ohne Dir beim nächsten Auftanken Gedanken über eine zusätzliche Steuer zu machen. Wenn so was mal beim Benzinpreis zwingend kommen würde, dann kannst Du ja wieder kommen. Nur wird dann wahrscheinlich das Geld nur vewendet um irgendwelche Löcher in der AHV oder was weiss ich wo zu stopfen damit man dort einfach weiterwurschteln kann.

  8. Velofahrer am 11. August 2006 um 15:00
  9. Dreckfilter am 11. August 2006 um 15:03

    @ Moni
    Ich bitte um Auflistung der klaren Gründe, welche ich deinem zweiten Absatz nicht entnehmen kann. Im übrigen tragen die Beiträge an MyClimate nicht dazu bei, dass der Schaden des eigenen CO2-Ausstosses minimiert wird, sondern es werden damit andernorts Projekte finanziert, welche zur Verursachung von weniger CO2 beitragen sollen.

    Wer sagt dir übrigens, dass ich Auto fahre (voreingenommen?)? Ich störe mich wie Velofahrer nur an der Doppelzüngigkeit und dem “Freikaufeffekt” (die Parallelen zum mittelalterlichen Ablasswesen könnte man an dieser Stelle auch noch anführen), ohne dass ich daraus irgendwelche persönlichen Vorteile ziehen würde.

  10. Moni am 11. August 2006 um 15:27

    @Velofahrer

    Wie mein Lehrer uns mal gesagt hat: Gesundheit kommt vor dem Anstand solange man es nicht absichtlich macht. Das Furzen und Rülpsen nur aus Anstand zurückzuhalten ist sicherlich nicht gesund genauso wie das Niesen, nur weil sich die Nachbarn stören. Ich würde meinem Kollegen raten, seine Ernährung umzutellen, dann würden sich nicht so viele Gase bilden und er würde sich wohler fühlen… Alles klar?

    Was die Christen wollen ist mir egal, ich bin nicht religiös.

    Du kannst aber auf billiges Gemüse aus dem Ausland verzichten und nach Möglichkeit möglichs lokal einkaufen wenn Saison ist, direkt beim Bauern der Umgebung so wie ich. Auch so könnte man durchaus viel CO2 einsparen.

    Was ist daran so schlimm, dass andernorts mit meinem Geld CO2 reduziert wird. Zudem wird noch Entwicklungshilfe geleistet, Leute finden Arbeit, den Menschen wird das Leben vereinfacht. Deshalb gilt es ja auch als gemeinnützig. Ich würde es natürlich bevorzugen, wenn es in der Schweiz geschehen würde. Nur ist so etwas noch nicht vorhanden, oder etwa doch? Soll ich nur deswegen nichts tun und warten? Ne, das will ich nicht.

  11. Dreckfilter am 11. August 2006 um 15:33

    @ Moni
    Nein, du solltest selber weniger CO2 produzieren, statt Geld zu zahlen. Dann hättest du etwas zur Problemlösung statt zur Problemverlagerung getan.

  12. Moni am 11. August 2006 um 15:40

    @Dreckfilter

    Das tue ich ja, wahrscheinlich bedeutend mehr als der Durchschnittsschweizer – habe ich übrigens in einem anderen Thread aufgelistet, einen Teil zumindest. Momentan verzichte ich aber noch nicht ganz aufs fliegen und solange das ist, sehe ich das mit Myclimate als eine Möglichkeit an, trotzdem etwas zu tun. Hätte ich ein schlechtes Gewissen, würde ich aufhören zu fliegen, deswegen mache ich es also nicht.

  13. Dreckfilter am 11. August 2006 um 15:53

    @Moni
    Glaube macht selig, auch ohne Religion welcher Art auch immer (manchmal habe ich bei dir den Eindruck, dass du deine persönlichen Prinzipien ähnlich einer Religion verfolgtst, schon mal darüber nachgedacht?).

    Immer die gleiche Leier: Ich will nicht, ich kann nicht, sollen die anderen doch müssen, ich trage die weisse Weste und befreie mich indem ich was tue… Zu deiner Glaubwürdigkeit braucht es wohl keine Anmerkungen mehr.

  14. Velofahrer am 11. August 2006 um 16:07

    @Moni

    Ich vergleiche doch nicht das Furzen mit der Klimaerwärmung. Ich spreche Deine Einstellung und Deine Reaktion an. Aber vielleicht solltest Du ein wenig selbstkritischer und demütiger sein als uns weiszumachen, wie ach umweltfreundlich Du bist.

    Gemüse aus der Schweiz kauf ich, sonst höchstens vom benachbartem Ausland – aber darum gehts doch überhaupt nicht. Es geht darum, dass eine freiwillige Abgabe zwar schön und recht ist, den Schaden aber nicht aufheben kann und der Schaden sowieso nicht in Geld gemessen werden kann. Wäre schön, Du würdest Dich dazu äussern anstatt haarspalterisch das Verhalten eines von 6 Milliarden Individuen zu kritisieren und hinterfragen.

    Meiner Meinung ist es einfach gefährlich zu glauben, dass mit der Bezahlung irgend eines Betrages etwas für den Klimaschutz getan wird OHNE das auch selbst einen aktiven, nicht finanziellen Beitrag geleistet werden muss (warum muss für Umweltschutz immer so viel bezahlt werden?), folglich das Problem nicht nur mit Geld gelöst werden kann, sondern der Verzicht auch vorhanden sein muss. Nun wenn MyClimate sagen würde: Fährt kein Auto, aber wenn Ihr unbedingt müsst, dann leistet wenigstens einen fairen Beitrag damit der Schaden etwas abgegolten werden kann. Aber bei MyClimate kann der Verzicht nicht im Vordergrund sein, da dies die geschäftlichen Grundlagen unterwandern würde und so Mobility sich kaum auf eine Kooperation einlassen würde.

    Sonst noch jemand ein Kommentar zum THEMA?

  15. Moni am 11. August 2006 um 16:07

    Tja, ich verfolge meine Prinzipien, das stimmt. Entweder man hat welche und befolgt diese dann auch oder lässt es bleiben.

    Habe ich was gesagt, dass die anderen müssen? Hallo? Ich tue sehr viel mehr als die meisten, wende dafür auch bedeutend mehr Zeit und Geld auf weil ich der Meinung bin, dass das der richtige Weg ist, tue dabei aber niemandem weh. Ich zwinge ihn Dir ja nichts auf, labere aber nicht einfach etwas, was ich von den anderen erwarte und selber nicht bereit bin zu tun. Wenn Du nicht fliegst, umso besser! Herzliche Gratulation!

    Und für die, die nicht aufs Fliegen verzichten wollen, können, dürfen … und trotzdem etwas tun wollen, gibts Myclimate. Wo ist das Problem?

  16. Velofahrer am 11. August 2006 um 16:23

    @Moni

    Niemand kritisiert Deinen Umgang mit dem Klimaschutz – Kritik erhältst Du darum, weil jemand etwas schreibt und Du es auf Dich persönlich beziehst und mit ICH und DU antwortest – wenn Du die Diskussion auf eine persönliche Ebene bringst ist es a) schwierig mit Dir über ein Thema zu diskutieren und b) Deine Ansichten werden u.U. falsch verstanden, weil man damit dann nicht mehr eine sachliche Grundlage hat sondern sich nur noch auf Deine subjektive Haltung einlassen kann und eine persönliche Motivation dahinter vermutet. Handkehrum siehst Du auch die Welt dann auch so und vermutest auch persönliche Absichten hinter jeder Meinung… was ziemlich mühsam und unfair ist!

    Also merke: wenn ich Mobility und MyClimate (oder sonst was) kritisch hinterfrage solltest Du auf folgendes verzichten:

    - Dies als einen persönlich Angriff zu verstehen (kenn Dich ja sowieso nicht)

    - andere persönlich anzugreifen (was Du bei mir gemacht hast)

    Alles klar?

  17. Moni am 11. August 2006 um 16:29

    Alles klar, verabschiede mich ins Wochenende und lecke meine Wunden.

  18. Dreckfilter am 11. August 2006 um 16:33

    Das Problem ist, dass MyClimate hier durch dessen Erwähnung propagiert wird und du dich dagegenstemmst, dass es kritisch hinterfragt wird.

    Ich fliege übrigens tatsächlich nicht in die Ferien wie du sondern bleibe in der Schweiz oder dem nahen Ausland. Beruflich war es bisher ein einziges Mal notwendig, und ich gehe davon aus, dass es so bleibt. Mit heutiger Informationstechnik kann ein schnellerer und weniger zeitaufwendigerer Austausch stattfinden, weshalb Fliegen in vielen Fällen auch beruflich primär aus statussymboltechnischen Gründen erfolgt.

    Meine Aussage hinsichtlich “müssen” bezog sich einerseits auf die im Artikel am Schluss erwähnte “Kopfzahlung” und die daraus möglichen Perspektiven, und andererseits auf die in diesem Forum regelmässig direkt oder indirekt geforderte, als solche oder anderweitig bezeichnete “CO2-Abgabe”, als deren logischer Vorgänger MyClimate zumindest im Ansatz betrachtet werden kann.

    Der Nachweis, worüber ich “labern” soll, ohne dass ich zumindest bereit wäre, es zu tun, bleibst du übrigens auch noch schuldig…

  19. Moni am 11. August 2006 um 16:40

    @Dreckfilter

    Das mit dem labern habe ich nicht Dich gemeint sondern viele andere, die genau das Tag für Tag tun doch nichts an bei sich selber ändern.

  20. _driv3r_ am 11. August 2006 um 20:27

    Diese Leute bei myclimate scheinen wirklich sehr geschäftstüchtig zu sein. Und wie es scheint, gibt es tatsächlich auch noch Leute, die ihr Geld für so etwas ausgeben…vielleicht sollte ich auch in’s Ökobusiness einsteigen…gibts myclimate aktien? :D

  21. Pirelli am 11. August 2006 um 22:19

    Driv3r, der ETH-Spinoff MyClimate ist eine Non-Profit-Organisation. Das interessiert jemanden wie dich wohl kaum, gell.
    Also von wegen Business mein ich.

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