Mit Green IT zum “Green New Deal”
Gestern habe ich im Kantonsrat eine Anfrage bezüglich Green IT in der Kantonalen Verwaltung eingereicht. Der Kanton betreibt über 10′000 Personalcomputer und rund 800 Webserver. Mit einigen wirksamen Massnahmen kann der Stromverbrauch dieser IT massiv gesenkt werden. Auch kann mit gezieltem Einkauf der Sondermüll im Elektroschrott nachhaltig reduziert werden. Von der Anfrage erwarte ich verbindliche Zahlen vom Kanton bezüglich Kosten und CO2 Ausstoss der IT Infrastruktur, sowie bereits geätigte Massnahmen um die Ressourcen zu
Diese Anfrage ist Teil des “Green New Deal” – Vorstoss Pakets der Grünen Kantonsrats Fraktion:
Green New Deal ist die Antwort der Grünen auf die gegenwärtige globale Multikrise. Green New Deal findet nicht nur bei den Europäischen Grünen statt, die damit als Sieger aus den Europa-Wahlen hervorgingen, sondern auch auf Bundes- und kantonaler Ebene.
Mit ihrem gestern Montag im Zürcher Kantonsrat eingereichten Vorstosspaket konzentrieren sich die Grünen Kanton Zürich auf Energiefragen. Die Vorstösse verfolgen pragmatische Forderungen in den Bereichen erneuerbare Energie und Energieeffizienz. Sie ergänzen das Vorstosspaket aus dem Jahr 2007, das vom Kantonsrat praktisch
vollständig überwiesen wurde.
Quelle: Medienmitteilung der Grünen Partei des Kantons Zürich

Wenn man sich bei der kantonalen Verwaltung mit so Quatsch befassen kann, dann ist die Verwaltung schlicht überdotiert.
und….wenn die Swiss energieeffizientere Flugzeuge einsetzt, dann kontern die Grünen mit “Grüne Flugzeuge gibt’s nicht”, wenn sie aber einen Vorstoss bringen, dann nennen sie es “Green IT”???
Das alles ist nur billige Effekthascherei von inkompetenten Grünen. Auf meinem Notebook (es ist drei Jahre alt) klebt bereits eine Energieetikette. Neue Geräte verbrauchen tendenziell immer weniger Strom. Weiter gehe ich nicht davon aus, dass die Zürcher IT zukünftig nie ersetzt werden wird. Bei uns im Geschäft wird die IT alle vier bis fünf Jahre von Grund auf erneuert resp. ersetzt.
“Auch kann mit gezieltem Einkauf der Sondermüll im Elektroschrott nachhaltig reduziert werden.”
Der ist nun aber wirklich gzut! Die Grünen meinen in Zeiten von Management-System und ISO-Zertifikaten immer noch, dass der Nachhaltigkeit, der Ökologie und Ökonomie kein Auge geschenkt wird. Also, wenn die Zürcher IT-Beschaffung wirklich so läuft, dann habt ihr ein gröberes Problem.
Solange A-Klass-Autos, Gasautos oder E-Autos unterstützt werden und nicht der, der aufs Velo oder die Füsse umsteigt,
solange derjenige, der im Winter 23 Grad in der Wohnung braucht, um im T-Shirt herumlaufen zu können, subventioniert wird, und nicht der, dem 18 Grad und Wollpulli reichen,
solange der stromsparende Wäschetrockner mitfinanziert wird und nicht der, der seine Wäsche an der frischen Luft trocknen lässt,
solange bleiben die Grünen ein Teil der globalen Multikrise.
cse klingt irgendwie vernünftig, da stimme ich zu
@cse
Du klingst leicht Frustriert, hier ein bisschen Optimissmus:
Das Velo wird a meissten Subventioniert, so werden die ganzen Infrastrukturkosten von den Anderen getragen, auf eine Strassenverkehrsabgabe wird verzichtet, Bussen werden so gut wie nie Ausgesprochen, wildes Parkieren wird allgemein tolleriert und die Vignette kriegst Du meist Gratis. Das Velo kostet im Alltag also nichts, was möchtest Du subventioniert haben?
Ob jemand 18 oder 23°C zu Hause hat sagt nichts aus, die einen brauchen mehr Energie bei 18°C als andere die 25°C haben. Die die in Wohnsilos leben deren Wohnungen werden von oben, unten, links und rechts mitbeheizt, kann laso nicht verglichen werden mit einem alleinstehenden Häuschen. Wenn man mit geothermie Heitzt, was stört Dich daran wenn man auf 28°C hochheitzt? Es gibt länder die haben beheizte Bürgersteige und Sparen damit richtig Geld.
Ich dachte in der Stadt könne man die Wäsche sowiso nicht draussen Trocknen wegen dem dreck in der Luft, daher besser ein A++ Tumbler als eine Occasion von Ricardo. Abgesehen davon haben viele den Trocknungsraum nur für einen Tag alle XX Tage.
Jede Menge Prediger. Die Ökosektierer haben wieder mal zugeschlagen. Interessanter aber ist die Frage, wer sich denn tatsächlich etwas einschränkt, d.h seinen Energieverbrauch reduziert. Ein naiver Mensch würde wohl in erster Linie an den typischen Grün-Wähler denken.
Doch das ist nicht so. Der typische Grün-Wähler (der Schweiz) ist Teil der oberen Mittelschicht und verbraucht mehr Energie als der Schweizer Durchschnittsbürger. Sein “Umweltschutz” beschränkt sich in der Regel auf die Erfindung neuer Steuern, mit denen, nicht ganz zufällig, seine Pöstchen als Experte für Umweltschutz und die Teilhabe aller an Sonstwas finanziert wird.
@chevy
ich verzichte gerne auf Infrastruktur für Radfahrer, wenn ich weiss, dass meine 6-Jährigen Kinder genauso sicher auf der Kantonsstrasse fahren können, wie das Kind im gesicherten und geprüften Spezialsitz mit den 2 Tonnen Stahl rundherum eines Autos.
Dann sollen die immer weniger velofahrenden Kinder noch einen Helm tragen. Lachhaft gegenüber der Sicherheit des Kinds im Auto.
Die einzigen Investitionen in den Veloverkehr in der Schweiz sind rote Täfelchen (kein Ortsansässiger würde freiwillig auf dem Velo so viel Umwege, Steigungen und schlechte Strassen auf sich nehmen; die werden sowieso nur für unwissende Touristen gebaut) und gefahrenfördernde, gelb gestrichelte Linien auf Autostrassen (das ist staatlich vorgeschriebenes an den Strassenrand drängen von Velofahrern, damit Autofahrer die gesetzlichen Abstandsvorschriften beim Überholen eines Velos nicht einhalten müssen; ich würde nie so nah am Strassenrand fahren, wie es diese “Radstreifen” vorschreiben; Hauptsache Autofahrer können überholen trotz Gegenverkehr und müssen für die Sicherheit eines Radfahrers sich nicht noch soviel Bewegen, dass sie den Fuss vom Gaspedal nehmen müssen). Auch Autofahrer wollen sich als Gutmenschen fühlen, indem sie ein paar Rappen für Schwächere und insbesondere für das eigene gute Gewissen springen lassen. Obwohl jeder weiss (selbst Kinder auf dem Kindiweg), dass die meisten private Autofahrte irrational motiviert sind und nichts mir Effizienz, Ökonomie, volkswirtschaftlichem Nutzen etc. zu tun haben. Ausser man benutzt aus Sicherheitsgründen das Elterntaxi.
Unsere seit Jahrhunderten gewachsenen sozialen Strukturen wurden durch das Auto innert weniger Jahrzehnte zerstört. Dafür haben wir heute einen bestens ausgestatteten Sozialstaat statt guter Nachbarschaftshilfe und solidarischer Familiensysteme (ausser Wegfall der Erbschaftssteuer als Zeichen der Familiensolitarität?).
Ich zahle in meiner Wohnung aussen unten gemäss Verbrauchszähler halb soviel wie eine halb so grosse Wohnung mitten drin. Trotzdem zahl ich doppelt so viel Heizkosten, weil der Verbrauchsanteil nur zu 60% angerechnet wird. D.h. wenn ich Heizkosten spare, dann profitier ich nur zu 60% von weniger Heizkosten.
Haushalte ohne individuelle Heizkostenabrechung profitierten, egal ob sie den ganzen Wintern in Wollpullovern und- decken in ihrer Wohnung verbracht haben, fast gar nichts.
Dann holen sich diese Leute halt ihr Geld, wie es Scipio anprangert hat, über Steuereinnahmen zu ihren persönlichen Gunsten.
Eigenverantwortung wird in der Schweiz nur noch bestraft.
@cse, Radstreifen sollen nicht schmaler als 1.2m sein (BS). Wenn Du da keinen Platz hast, solltest Du zu Fuss gehen. was Deine Heizkosten anbelangt, schon mal daran gedacht, dass z.B. der Flur auch geheizt wird ? Frag mal nach, aber normalerweise werden diese Kosten gleichmässig verteilt.