Mehr als 50% der Autofahrten aus Faulheit!
Nicht mal die Hälfte der Binnenfahrten innerhalb der Stadt Zürich, nämlich nur 48%, haben einen objektiven Sachzwang. Alle anderen gefahrenen Strecken (52%!) könnten genau so gut mit ÖV, Velo oder zu Fuss zurückgelegt werden. Die Faulheit vieler AutofahrerInnen wirkt sich direkt auf die Wirtschaft aus, denn die arbeitsamen Handwerker, Transporteure und anderen Gewerbler stehen wegen den faulen Säcken im Stau!
Der Tagi von gestern berichtet über einer neu veröffentlichten Untersuchung über den Stadtzürcher Binnen-MIV:
Die Verkehrsplanung des Tiefbau- und Entsorgungsdepartementes hat die Autofahrten, die Start und Ziel in der Stadt haben (Binnenverkehr), in einer Untersuchung unterschieden in solche mit einem objektiven Sachzwang und solche, für die es mindestens eine umweltfreundlichere Alternative gäbe. Als objektiver Sachzwang für eine Autofahrt gelten unter anderem: Gepäckbeförderung, Beruf, Schichtarbeit nachts, keine ÖV-Verbindung. Befragt wurden Frauen und Männer, die in der Stadt wohnen.
Mit dieser Unterscheidung haben 48 Prozent der motorisierten Binnenfahrten einen objektiven Sachzwang. 52 Prozent haben keine objektive Veranlassung, sondern rein subjektive, in der Regel persönlicher Komfort. Gemäss Untersuchung könnten 42 Prozent dieser nicht zwingenden Autofahrten ohne grössere Einschränkung mit dem öffentlichen Verkehr zurückgelegt werden, 21 Prozent auch mit dem Velo und 15 Prozent zu Fuss.
Interessant ist auch die Länge der zurückgelegten Strecken:
44 Prozent aller Autofahrten mit Start und Ziel in der Stadt sind nach drei Kilometern zu Ende, 13 Prozent schon nach einem Kilometer. Fast die Hälfte aller motorisierten Binnenfahrten ist Freizeitverkehr (47 Prozent), 32 Prozent dienen der Arbeit und der Ausbildung, 11 Prozent dem Einkauf.
Bei allem Respekt, wer für eine Strecke die kürzer als ein Kilometer ist sein Auto, am besten noch seinen Russdiesel anwirft und damit meine Atemluft verpestet, ist ein faules A&!&%?+*ç!

Sehr schön. Dieser Text bringt es auf den Punkt. Es hat nämlich nichts mit Neid zu tun wenn ich Leute, welche 1km zum Einkaufen mit dem Auto zurücklegen dumm finde, sondern mit der Beeinträchtigung meiner Lebensqualität durch die idiotische und nutzlose Luftverpestung. (Man merkt jetzt schon, wie die Luft in der Stadt Zürich dicker und dicker wird. Der Winter, und damit die dauernde Feinstaubgrenzwertüberschreitung, kommt näher.)
Gegen die Ignoranz und Rücksichtslosigkeit der Freizeitautofahrer! Sie schaden, wie Du sehr schön gesagt hast, nicht nur allen, welche mit alternativen Verkehrsmitteln unterwegs sind, sondern auch denjenigen, welche ihr Auto wirklich benötigen.
Hm, interessante Studie. Ich freu mich schon aufs aufheulen der Autolobbyisten…
Gruz Süchu
So gesehen klingt es wirklich schlimm, aber paradoxerweise zwingt die Stadt Zürich Automobilisten so unsinnige Strecken von 3km, 1km und weniger zu fahren und somit zu diesem Verhalten.
Somit lassen sich 57% der Fahrten damit erklären das man Umparkieren muss (alle Fahrten unter 1 km oder unter 3km).
Da viele Parkplätze nur 30 min benützt werden dürfen muss man nach jedem Geschäft sich einen neuen Parkplatz suchen oder riskiert eine viel zu hohe Busse. Nimand Parkiert sein Auto 600m um aus Faulheit, denn mit Parkplatz suchen ist das weit aus anstrengender als 600m zu laufen.
Das letzte mal als ich in er Stadt war um 2 Monitore zu kaufen und ein paar kleinigkeiten musste ich 3 mal umparkieren.
Zuerst war ich beim Stauffacher für die Bildschirme, in einer Seitenstrasse konnte ich für 30 min Parkieren, dann musset ich noch zum Pusterla (nähe Langstrasse), obwhol die 2 Geschäfte zu Fuss 4 min auseinander liegen muss man Umparkieren da einem die Zeit sonst nicht reicht bis ablauf der Parkuhr. nach dem Einkauf muss ich auch dort mein Auto wieder entfernen (Kundenparkplätze) und mit dem Auto weiter zum Harley Laden (Währen nochmals ca. 5min zu Fuss gewesen). Dann weg aus dem Ghetto und möglichst lange nichtmehr in die Stadt mit dem Auto.
Hätte ich die Wahl gehabt währe mein Auto beim 1. Geschäft stehengeblieben und ich hätte die anderen 2 Geschäfte zu Fuss aufgesucht (was wahrscheindlich auch noch schneller gewesen währe und sicherlich 0.5 -1 Liter verbrannter Sprit der Stadt erspart geblieben währe). Die sinnvollste aller Variante ist mir also Verwehrt geblieben, (von wem diese Politik kommt muss ich ja hier nicht erwähnen) und die zwei 21″ Bildröhren schleppe ich nicht mit dem öv herum (dafür bin ich zu faul und der Bus/Tram hat zuwenig Platz)
Was ich noch amüsant finde, ist dass jetzt plötzlich wird das Argument “Wirtschaft” auch von grüner Seite her vorgeschoben wird. Wenn die Gegenseite das Argument “Wirtschaft” bringt, will man das Argument dann aber nicht gelten lassen.
Studien kann man bekanntlich immer so auslegen, teilweise gar die Resultate dahingehend beeinflussen, wie man es gerade möchte… So würde mich z.B. interessieren, wer die Kriterien dafür fest, was als “ohne grössere Einschränkung” zu gelten hat?
Ich bin hier mit Chevy einverstanden, dass die zeitliche Beschränkung der Parkplätze in Zürich nahezu absurd tief ist und zu blödsinniger Umparkiererei führt, wenn man sich mal fürs Auto entschieden hat (z.B. weils viel zu transportieren gibt, oder weil man nachher gleich wohin weiterfahren muss, wo die ÖVs viel weniger schnell hinkommen. Die möglichen Parkzeiten dürfte vielerorts ruhig (wieder) erhöhen, und zwar massiv. Es ist dabei aber auch durchaus in Ordnung, dafür hohe bis sehr Parkgebühren zu verlangen – evlt. zeitlich proportional anwachsend, denn der Platz in der Stadt *ist* beschränkt und damit naturgemäss auch teuer.
Dies eine Stimme aus der Mitte auf der Skala von Grün bis Autopartei.
Ich kann die studie beim besten willen nicht finden, hat jemand einen link?
Ich gehe mal davon aus, dass diese 48% stimmen. Dann muss man sich fragen, WARUM das so ist und da gibt es genau 2 Gründe:
- Uns geht es immer besser, wir werden immer reicher —> Wirtschaftswachstum und Einkommenswachstum
und:
- das Schmiermittel der Mobilität, die billige Energie, ist (noch) viel zu günstig. Kaufkraftbereinigt zahlen wir heute für den Liter Benzin/Diesel genau gleich viel wie 1981.
Aber ich bin sicher: Peak Oil wird Abhilfe schaffen. Mit einer dauerhaften und weiteren Verteuerung der fossilen Brennstoffe werden wir es schaffen, den Autoverkehr zumindest zu stabilisieren (trotz steigenden Einkommen).
@ninatest
scharf beobachtet – ja ich hoffe auch dass Peak Oil letztlich unsere Gewohnheiten zurechtbiegt.
Und das paradoxe dran ist: eigentlich ist unser jetziges Verhalten – verschwenden was das Zeug hält – das beste Mittel, um den Peak möglichst rasch herbeizuführen, und somit dann auch eine rasche und nachhaltige Abkehr vom Öl zu erzwingen. Bloss eben, so ganz ohne Krämpfe wird das nicht abgehen, ein allmählicher Umstieg wäre viel schonender für die Wirtschaft und die Konsumenten.
Da der Preis von Erdöl extrem auf Angebots- und Nachfrageveränderungen reagiert, hat die Öl-Industrie natürlich jedes Interesse daran, möglichst einen Nachfrageüberhang zu generieren – schliesslich würde ich als Scheich das Fass auch lieber für 100$ als für 20$ verkaufen, ist doch klar, die Anzahl Fässer wird ja nicht kleiner
g.
@ Dr. Desperanto
Treffender formulieren könnte ich die Problemkreis im vorliegenden Zusammenhang nicht, daher Gratulation!
@ ninatest + gumbyman
Peak Oil, so er denn jemals in der von euch vorgestellten Form eintreten sollte, wird wirtschaftlich primär die dritte Welt treffen, weil diese nicht über die Liquiditätsreserven für die Umstellung verfügt und somit faktisch zum Erliegen kommen wird. Die entsprechenden Konsequenzen könnt ihr euch gut selber ausmalen. Aber was mit Elektromotoren (insbesondere sogenannten “bürstenlosen”) technisch und von der Energieeffizienz her möglich ist, wird voraussichtlich alles bekannte aus dem Verbrennungsmotorenbereich dereinst um Längen schlagen. Das Primärproblem ist derzeit noch die Stromspeichertechnik, doch sind auch dort gewaltige Fortschritte im Gange. Dies würde dann aber Peak Oil für liquiditätsarme Länder (dazu muss aus meiner Sicht derzeit auch noch China gezählt werden) zwar hinauszögern, aber im Endeffekt nur noch dramatischer enden lassen.
“Peak Oil”
Das Märchen vom raschen Ende des Öls wird schon seit vor den 70er Jahren mit steter Hartnäckigkeit gebetsmühlenartig runtergebeten.
Es hat freilich nichts mit der Realität zu tun, denn das einzige, was feststeht, ist dass die Ressource irgendwann verbraucht sein wird. Es kann aber durchaus sein dass dies erst in ein paar hundert oder tausend Jahren der Fall sein wird. Dies vor allem aufgrund der Tatsache, dass die Erschliessung schwierigerer, kleinerer Ölvorlommen mit steigendem Ölpreis zunehmend luktrativ wird. Ich hoffe, dass bis zum Ausgehen des Öls gleichwertige Alternativen zur Verfügung stehen aber nochmal, dies ist eher ein langfristiges Problem.
“So gesehen klingt es wirklich schlimm, aber paradoxerweise zwingt die Stadt Zürich Automobilisten so unsinnige Strecken von 3km, 1km und weniger zu fahren und somit zu diesem Verhalten.”
Volle Zustimmung. Es geht sogar noch viel weiter: Die Verantwortlichen geben sich grosse Mühe, einen sinnvollen Mobilitätsmix zu verunmöglichen.
2 Beispiele:
- prohobitive Parkgebühren für Park’n'ride Anlagen an Bahnhöfen (dämlicher geht’s nimmer)
- katastrophale Preisgestaltung der ÖV-Billete (Einzelbillete ohne zusätzlichen Besitz eines Abos sind praktisch nicht mehr zahlbar)
Unter dem Strich kann man feststellen, dass das ganze Geschwafel von wegen Umweltschutz und Förderung des ÖV reine Rhetorik ist. Die Tatsache, dass der MIV unersetzbar und unverzichtbar ist, wird einfach ausgeblendet und suggeriert, es könne ja jeder den ÖV nutzen (was aber schon Kapazizätsmässig nie aufgehen würde,der ÖV ist ja heute schon am Anschlag). Hingegen wird dann fleissig abkassiert bei denen, die so oder so keine Wahl haben, weil die ja die “bösen” sind, die mit dem Fahrzeug irgendwohin fahren (müssen).
Beispiele: permentes Verteilen von Parkbussen an Handwerkerfahrzeuge auf Baustellen in Zürich (wo sollen die sonst ihr Auto mit den Werkzeugen parkieren wenn nicht auf dem Trottoir neben der Baustelle)?
Dies ist für mich eindeutig eine Politik und Regierung, die systematisch gegen die Interessen des (arbeitenden) Volkes arbeitet. Im Sozialparadies der Stadt Zürich erstaunt dies insofern nicht, als dass dort die Hälfte der Einwohner so oder so keinen Rappen Steuern zahlt und es deshalb wohl auch begrüsst, das Geld bei den anderen holen zu lassen.
Dch denke diese Abzocker- und Umverteilungsmentalität ist nicht nur ungerecht und asozial, sondern wird früher oder später am Widerstand bzw. der Resignation der effektiven Leistungserbringer (bzw. Melkkühe) scheitern.
Unser driv3r hofft natürlich, dass peak oil nur ein Fantastentraum ist. Er glaubt, dass technologie und höhere Preise uns retten: DER MARKT WIRD ES REGELN. So einfach ist das.
Immerhin gibt er zu, dass es in Zukunft immer schwieriger und teurer sein wird, neue Ölquellen zu erschliessen, soweit es sie überhaupt noch gibt und er bestätigt sogar, dass Ölreserven ENDlich sind.
Anstatt dich über Parkgebühren /Parkbussen aufzuregen, schaue dir doch mal ein paar interessante Links übers Wochenende an:
http://www.theoildrum.com/
http://www.simmonsco-intl.com/research.aspx?Type=msspeeches
http://www.energybulletin.net
@driver
Du hast den Kern der Peak Oil Problematik nicht erfasst.
Dass die Reserven nicht so schnell zu Ende gehn ist schon klar. Aber letztes Jahr hatten wir erstmals in der Geschichte des Ölzeitalters die Situation, dass sämtliche Ölfelder an der Grenze ihrer Kapazität förderten, und die Nachfrage trotzdem nur knapp befriedigen konnten. Als Folge schoss der Preis in ungeahnte Höhen. In früheren Jahren war die Verknappung immer künstlich, infolge Drosselung der Förderung.
Tatsache ist auch, dass die jetzt aktiven Ölquellen, welche sehr billig auszubeuten sind, in der Förderleistung nachlassen und der Rückgang nur durch teurer zu erschliessende neue Quellen kompensiert werden kann.
Folge ist mittelfristig, insbesondere wenn der Konsum weiter steigt, ein weiter steigender Ölpreis, weil die Nachfrage entweder gar nicht oder nur mit sehr teuren Verfahren (Ölschiefer u.dgl.) noch zu decken ist. Erst wenn der Preis so hoch ist, dass wesentliche Verbräuche wegfallen (z.B. Ölheizungen u.dgl.) wird sich die Situation stabilisieren.
Und ja, ich glaube auch dass die Entwicklungs- und Schwellenländer am stärksten getroffen werden. M.E. ist es unumgänglich, wenigstens einfache/rentable Alternativen (z.B. Ersatz von Ölheizungen) jetzt anzupacken und zu fördern. Denn je stärker die Abhängigkeit vom Öl, desto stärker wird der Schock für die Volkswirtschaft sein.
g.
Och, ich glaub da setz ich noch eins drauf…
Diese Katastrophen (Peak-Oil) kommen ja in der Regel ganz unerwartet und meist im dümmsten Augenblick.
Denn wenn man glaubt man kann dann einfach so rucki-zucki auf z.B. Erdgas oder Elektrisch ausweichen der irrt.
Fakt ist:
# die Herstellung eines Autos etwa 20 Barrel Öl verschlingt (entspricht etwa 10 % der Energie, die es während seiner Lebensdauer verbraucht ),
# die Herstellung von einem Gramm Mikrochip 630 Gramm und somit ein 32 MB DRAM-Chip 1,6 kg Öl braucht (zuzüglich 32 Liter Wasser)
Und nachrüsten wird dann erst wirklich teuer werden.
Hallo Zürcher: Ihr habt ja schon fürchterliche Zustände in euerer Stadt !
Da sind doch tatsächlich 50%, oder anders gesagt: da ist jeder 2. Autofahrer – ein fauler Sack.
Sorry: oder eine faule Säckin.
Beim lesen des Titels war mein erster Gedanke: OK, ich kann das nachvollziehen. Wir haben schliesslich schon als junge Motorfahrer den Leitspruch gelernt „Besser schlecht g’fahre als guet g’laufe…“
Der 2. Gedanke war dann aber:
Oje, was ist denn mit den andern 50%, den Unfaulen ? –
Sind das am Ende diejenigen Zürcher(innen), die Zeit haben, die Faulen beim Parkplatzsuchen zu beobachten, zu zählen und zu katalogisieren?
Da lobe ich mir doch die ausserzürcherischen Verhältnisse.
In der mir vertrauten Umgebung getraut sich niemand, solche Resultate zu veröffentlichen. Man käme sonst in den Ruf, nichts Gescheiteres zu tun zu haben.
Zustände in Zürich.
Während den letzten Jahren ist Zürich das Einzugsgebiet der Armen. Die Armen kommen in die Stadt, die reichen gehen aufs Land.
Da gibt es Probleme, logisch. Dies sagen die Sozialarbeiter der Stadt Zürich.
Richtig, die meisten fahren nur zum Plausch Auto.
Beispiel : die Mutter bring Ihr Kind in den Kindergarten mit dem Espace-Wagen (der für 3 säuft…).
Dies ist nicht normal.
“Richtig, die meisten fahren nur zum Plausch Auto.”
Falsche aussage. es gung um die wahl der verkehrsmittels, nicht um plausch.
“…mit dem Espace-Wagen (der für 3 säuft…)”
Falsch. es sei denn ein normales austo braucht 3.2 liter.
“Dies ist nicht normal.”
Genau. Überleg doch wenigstens ganz kurz bevor du drauflosplapperst.
@ Land(m)ei(er)
du musst lesen und kommentieren was dasteht und nicht das, was auf deine konfusen Gedanken passt.
Es steht nirgends, dass 50% der Autofahrenden faul sind.
Ich behaupte mal, dass nahezu 100% dieser Gattung faul sind und deshalb für alle Wege das Auto benutzen. Laut Untersuchung haben aber die faulen Säcke und Säckinen doch tatsächlich in 48% der Fälle einen echten Grund ein Auto zu benutzen.
Es sind übrigens nicht alle, die ab und zu ein Auto benutzen auch “Autofahrer”. Es gibt darunter auch Verkehrsteilnehmer (diese wählen eben nach Möglichkeit das geeignete Fortbewegungsmittel, von zu Fuss gehen bis zum Flugzeug), die vielleicht sogar einmal verzichten, weil das Weg – Nutzen Verhältnis nicht stimmt (zB. mit dem Autonfür einen Cappucchino ins Tessin oder für zwei Tage nach New York zum Weihnachtseinkauf jetten, obwohl es finanziell kein Problem wäre).
@Bünzli
Ich habe Deiner Aufforderung Folge geleistet und mehrmals nachgelesen: Bei mir steht auf dem Bildschirm tatsächlich “Mehr als 50% der Autofahrten aus Faulheit!”
Also gehe ich davon aus, dass die Auslöser der Autofahrten, also die Autofahrer zu 50% faul sind. Oder meinst Du, dass die Autos selber faul fahren?
Du machst mich jetzt wirklich etwas konfus:
Ich war bisher überzeugt, dass JEDER, der ein Auto fährt auch Autofahrer ist, auch wenn er es nur ab und zu tut. Aber ich lasse mich gerne belehren.
Ein Autofahrer, der viel mit dem Zug fährt oder fliegt ist kein richtiger Autofahrer, oder? – Oder gar derjenige, der das Auto nur am Sonntag benützt ?
@ gumbyman
Quellenangabe für deine Aussage hinsichtlich Förderungsauslastung?
Meines Wissens war eine Pipeline in Alaska beschädigt / erneuerungsbedürftig, weshalb die dortigen Felder eben gerade ihr Produkt nicht auf den Markt bringen konnten. Zudem ist Venezuela sicher nicht “am Anschlag” mit der Produktion. Auch im arabischen Raum sind die Förderkapazitäten meines Wissens noch nicht voll ausgeschöpft, bewusst werden dort teilweise Felder noch nicht erschlossen.
Deine Aussagen treffen daher aus meiner Sicht nicht zu und ich nehme daher kaum an, dass “Peak-Oil” demnächst eintreten wird.
@ Land(m)ei(er)
Da sieht man, wie du aus Daten die falschen Schlüsse ziehen kannst.
Das nicht nur bei diesem Thema. Du bist nicht der Einzige dem das passiert – du tust es wenigstens aus Überzeugung. Die SVP und ihre Exponenten machen es bewusst und zwecks Manipulation – und das ist verwerflich.
PS: Ein Autofahrer ist für mich einer, der sagt: “ich GEHE heute in die Stadt ins Kino” aber eigentlich meint er hocke in sein Auto und fahre vors Kino, rege sich auf weil es da keinen Parkplatz für ihn hat, schimpfe über die Polizei und die Linke Stadtregierung und sage dann, dass es das letzte Mal war, er zukünftig nur noch ins Kino der Megamall auf der Wiese fahre mit den 2400 Parkplätzen.
Alternativ kannst du auch “ich gehe mit dem Hund spazieren” nehmen und er meint er nehme den Hund lade in in den 4×4 und fahre schnell die 40km in den übernächsten Wald und lässt dann diesen da in den Wald scheissen und Rehe jagen.
Ein Autofahrer sagt “Machen wir doch eine Radtour” und meint -du weisst wie es weitergeht – er brauche Hilfe beim Aufladen der Velos und schon gehts ab ins Bikeressort im nahe gelegenen Ausland (Nur 87 km hinter der Grenze). Auf dem Weg dahin nerven nur die blöden Fahrradfahrer auf der Strasse.
Begriffen?
landmeier: “Ich habe Deiner Aufforderung Folge geleistet und mehrmals nachgelesen: Bei mir steht auf dem Bildschirm tatsächlich “Mehr als 50% der Autofahrten aus Faulheit!””
Das ist nur das was Sandro in seiner Blick-schlagzeile schreibt.
lesen must du das:
“…in solche mit einem objektiven Sachzwang und solche, für die es mindestens eine umweltfreundlichere Alternative gäbe. Als objektiver Sachzwang für eine Autofahrt gelten unter anderem: Gepäckbeförderung, Beruf, Schichtarbeit nachts, keine ÖV-Verbindung” “Mit dieser Unterscheidung haben 48 Prozent der motorisierten Binnenfahrten einen objektiven Sachzwang.”
Es scheint so, dass man auch dann “faul” ist, wenn man statt 35 minuten die öv halt 10 Minuten das auto nimmt, weil man schlicht keine zeit hat zu warten bis ein zug kommt. Oder weil man danach das auto braucht (objektiv) und nicht noch einmal mit den öv zurück will um das auto zu holen.
Ich suche übrigens immer noch einen link für die studie…
Der Peak Oil ist schon eingetroffen, das Öl wird nie mehr so billig sein wie vor ein paar Jahren.
Weshalb es zum Beipiel rentabel geworden ist, in Kanada riesige Landstriche mit dem Abbau von Ölsand zu verwüsten (100 Liter Sand = 1 Liter Öl, was die Relationen zeigt).
Ich muss zugeben, dass ich mir schon wie ein Depp vorkomme, wenn ich versuche, so umweltverträglich wie möglich zu leben und hier so viele sich blossen Egoismus und pure Ignoranz auf die Fahne geschrieben haben.
Was aber nichts an meiner Lebensführung ändern wird. Schliesslich weiss ich, wo das Deppentum tatsächlich zu orten ist.
Für Neueinsteiger betr. Peak Oil (und solche, welche mit Englisch Mühe haben) sind folgende Links dringend empfohlen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Peak-Oil
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/wirtschaft/521329.html
http://www.peakoil.ch/home/index.htm
http://www.raize.ch/Geologie/erdoel/oil.html
@Dreckfilter
Mit “am Anschlag” meine ich nicht, dass keine weiteren Quellen mehr erschliessbar sind, sondern dass die Produktion nicht künstlich gedrosselt war (wie die OPEC dies sonst zur Preisstützung zu tun pflegte).
Links:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19966/1.html
http://www.eia.doe.gov/emeu/steo/pub/3atab.html
http://www.eia.doe.gov/emeu/cabs/opec.html
Wenn Du etwas googelst, findest Du sicher noch mehr.
Natürlich spielen noch andere Faktoren mit wie ausgefallene Förderanlagen etc., aber das wirklich neuartige an der Situation ist eben, dass der aktuelle Verbrauch gefährlich nahe an der aktuellen Fördergrenze liegt. Steigt die Nachfrage deutlich stärker als die (aktuell) wirtschaftliche Kapazitätsausweitung, ist eine weitere Preisrally unausweichlich.
g.
@ gumbyman
@Dreckfilter
Da sind wir uns ja wenigstens bezüglich Faktenlage einig, wenn auch nicht in der Interpretation.
Ich denke Chavez verteilt das Öl mindestens so sehr nach politischen wie nach marktwirtschaftlichen Kriterien – von daher für mich kein Indiz für Überkapazität. Wir werden uns wohl kaum einig, ich jedenfalls bin überzeugt dass wir relativ bald in den Peak laufen werden, und erst die dadurch noch weiter steigenden Preise eine Substitution des Öls (v.a. für “Billiganwendungen” wie Heizung und Warmwasser) durch Holz, Sonne usw. beschleunigen wird.
Ich jedenfalls bin fleissig dran, meine Ölabhängigkeit zu reduzieren
Gruss gumbyman
@ gumbyman
. In diesem Zusammenhang wäre eine Loslösung des Gaspreises vom Erdölpreis wünschenswert.
Da sind wir uns insbesondere hinsichtlich Reduktion der Oelabhängigkeit einig, insbesondere bei allen Wärmeanwendungen
Bei der Faktenlage sehe ich einfach das Problem, dass die erdölfördernden Staaten ein Interesse daran haben, möglichst wenig Kapazitätsüberhang zu zeigen (und von denen stammen ja die deinerseits zitierten Angaben), damit der Preis höher gehalten werden kann. Deshalb bleiben meine Vorbehalte gegenüber den zitierten Statistiken (was aber aus meiner Sicht ein Grund mehr ist, die Abhängigkeit zu verringern).
Das grösste Problem bei Eintritt des Szenarios “Peak-Oil” sehe ich bei Entwicklungs- und Schwellenländern, welche nicht über die wirtschaftlichen und kapitalmässigen Ressourcen verfügen, um eine baldige Umstellung der Energieträger realisieren zu können. Deren Wirtschaft würde dadurch praktisch schlagartig zum Erliegen kommen. Aber wir weichen langsam vom Thema ab…
Hallo,
per Zufall bin ich mehr oder weniger auf diese Seite gestoßen und als ich das las, fiel es mir wie Schuppen aus den Augen, das eigentlich auch ich eines dieser faulen A&!&%?+*ç! bin.
Mittlerweile erscheint auch so als das der Mensch an sich immer bequemer wird und das nicht nur wegen dem Auto, fragt Euch doch mal, wann Ihr das letzte Mal mit Freunden in der Kneipe wart oder wann mal im Kino.
Seit Handy und Internet tut man eigentlich gar nicht mehr so viel, deswegen geht es auch letzten Endes WELTWEIT mit der Wirtschaft bergab und nur noch die Großfirmen verdienen an unserem Faulheits oder auch Bequemlichkeitsdrang.
Damit sich endlich etwas bewegt, müssen alle endlich mal an einem Strang ziehen, aber ich glaube das wird erst soweit sein, wenn es wirklich fast schon zu spät ist.
Ich danke auf alle Fälle für diesen sehr nützlichen Artikel, er hat mir die Augen geöffnet, vielleicht einmal häufiger etwas bewusster zu denken, werde diese Seite auf alle Fälle häufiger besuchen.
@Dreckfilter
Auch wenn Du mit dem Trend der Förderer zur “vornehmen Zurückhaltung” recht hast (/haben solltest), bleiben die Trends gleich (Verbrauch steigt, Förderung sinkt bzw. kann nur mit hohem Zusatz-Aufwand noch gesteigert werden). Das gibt dann unweigerlich irgendwann den “Peak Oil” Schnittpunkt – ich glaub’ nicht dass er vermeidbar ist, nur dass er sanfter oder heftiger gestaltet werden kann.
So langsam wird’s langweilig, wir sind uns ja fast einig
@Trendini
Finde ich *wirklich* toll dass die Informationen hier nützlich für Dich waren – wär’ ja schade, wenn immer nur die gleichen paar Mit-Blogger davon profitieren dürften
g.
[...] gumbyman: @Dreckfilter So langsam wird’s langweilig, wir sind uns ja fast einig
Auch wenn Du… [...]
@ gumbyman
Danke für die Blumen, bin eher zufällig in den Bereich der Blogger geflogen und diese Art des Meinungsaustausches oder auch bloggen lobe ich sehr, wirkt auf mich wie ein sehr professionelles Diskussionsforum und die Themen können einen meistens zum Nachdenken bringen…. oder helfen
Mir haben solche Blogs aber auch schon Geld eingespart, da mein Transporter einen Elektronikfehler hatte und ich über eine Blog-Seite genau diese Thematik gefunden habe, Zack der Werkstatt Bescheid gegeben und genau das wars, hat mir knappe 3000,- € gespart.
Hoffentlich tauchen in diesen Bereichen nicht zu viele Spammer auf, sonst geht die ganze Sache irgendwann wieder den Bach runter